Tagesheiliger, Spruch des Tages





Tagesheilige

Mutter Eugenia
Gott Vater spricht zu Seinen Kindern



21.11.2020

Gott Vater spricht zu Seinen Kindern

Mutter Eugenia
Kurzeinführung

„Glaubt Mir, ihr, die ihr Mich hört, wenn ihr diese Worte lest: Wenn all die Menschen, die unserer katholischen Kirche fern sind, von diesem Vater, Der sie liebt und Der ihr Schöpfer und Gott ist, hören würden, wenn ihr ihnen von diesem Vater, Der ihnen das ewige Leben schenken möchte, erzählen würdet, dann käme ein großer Teil dieser Menschen zu diesem Vater, auch die Hartnäckigsten unter ihnen.“
„Gott ist mein Vater“: Dies ist der Ruf, der heute auf der Welt immer öfter zu hören ist: Die Menschen erkennen Gott als ihren Vater an. Und so fühlen wir uns verpflichtet, eine von der Kirche als gültig anerkannte Botschaft zu veröffentlichen, eine Botschaft, die Gott Vater der Welt durch Mutter Eugenia Elisabeth Ravasio schenkte, einem Geschöpf, das Gott so sehr liebte. „Der Vater spricht zu Seinen Kindern“ ist die einzige, vom Vater persönlich kommende Offenbarung. Die Kirche hat sie, nach zehn Jahren strengsten Prüfungen als authentisch erklärt. Im Vorwort führen wir das Zeugnis Seiner Exzellenz Mgr. Caillot, Bischof von Grenoble an, mit dem er die Untersuchung abgeschlossen hat. Zu bemerken ist, dass der Ewige Vater Mutter Eugenia die Botschaft 1932 in lateinischer Sprache diktiert hatte, die ihr völlig fremd war. Mutter Eugenia wurde in San Gervasio D´Adda (jetzt Capriate San Gervasio), einer kleinen Provinzstadt in der Nähe von Bergamo, am 4. September 1907 geboren und durfte am 10. August 1990 zum Vater heimkehren. Wir haben diese Botschaft 1981 entdeckt und 1982 – zum 50. Jubiläum – in italienischer Sprache veröffentlicht. Die vielen gnadenvollen und wunderbaren Ereignisse, die aus der Botschaft hervorgegangen sind, haben uns dazu bewogen, sie kostenlos zu verbreiten; vor allem in den Gefängnissen, in den Kasernen, in den Krankenhäusern. Sicher wird diese Botschaft den Menschen helfen, die tiefe Zärtlichkeit zu verstehen, die der Vater für jeden von uns empfindet und wir hoffen, dass sie größtmögliche Verbreitung findet.
P. Andrea D´Ascanio, ofm Kapuzinermönch


Zeugnis seiner Excellenz Mgr. Caillot, Erzbischof von Grenoble, im Anschluss an den Bericht, der während der kirchenrechtlichen Untersuchung über Mutter Eugenia verfasst wurde
Es sind nun schon zehn Jahre vergangen, seit ich als Bischof von Grenoble beschlossen hatte, die Untersuchung über Mutter Eugenia einzuleiten. Ich bin nun im Besitz ausreichenden Materials, um der Kirche mein Zeugnis als Bischof vorlegen zu können. Eine Gewissheit geht aus der Untersuchung eindeutig hervor:

1. Die Gewissheit über die festen Tugenden von Mutter Eugenia.

Schon vor Beginn ihres religiösen Lebens an war die Schwester ihren Oberinnen durch ihre Frömmigkeit, ihren Gehorsam und ihre Demut aufgefallen. Die Oberinnen, verwirrt durch den außergewöhnlichen Charakter der Begebenheiten, die sich während des Noviziates der Schwester ereigneten, waren entschlossen, sie nicht im Kloster zu behalten. Sie zögerten und mussten schließlich angesichts des beispielhaften Lebens der Schwester auf ihr Vorhaben verzichten. Während der Untersuchung stellte Schwester Eugenia ihre große Geduld und Fügsamkeit unter Beweis, denn sie unterzog sich ohne Klagen allen medizinischen Untersuchungen und beantwortete die oft langen und peinlichen Fragen der verschiedenen theologischen und medizinischen Kommissionen, wobei sie auf alle Widersprüche und Prüfungen einging. Bei den Fragestellungen lobte man vor allem ihre Schlichtheit. Verschiedene Gelegenheiten gaben uns Anlass zu bemerken, zu welcher heldenhaften Tugend Mutter Eugenia fähig war, was sich, wie Theologen bezeugen, besonders im Juni 1934 im Verlauf des Verhörs durch den hochwürdigen P. August Valencin herausstellte, bei dem ihr Gehorsam auffiel und an jenem schmerzerfüllten Tag, dem 20. Dezember 1934, durch ihre demütige Haltung zum Ausdruck kam.
Was ihr Amt als Generaloberin betrifft, so kann ich bestätigen, dass ich sie ihrer Pflicht sehr zugewandt fand und sie sich ihrer Aufgabe mit großer Hingabe widmete, einer Aufgabe, die ihr dennoch sehr, sehr schwer erscheinen musste, da sie ja nicht darauf vorbereitet war. Den Seelen, ihrer Kongregation und der Kirche brachte sie dabei sehr viel Liebe entgegen. Diejenigen, die in ihrer Nähe lebten, waren ebenso wie ich von ihrer Charakterstärke beeindruckt, die sich in schwierigen Situationen herausstellte. Doch nicht nur ihre Tugenden beeindruckten mich, nein, auch ihre Qualitäten als Oberin und ihre Autorität machten einen großen Eindruck auf mich, ebenso wie die Tatsache, dass eine Schwester mit wenig Bildung fähig war, das höchste Amt in ihrer Kongregation zu besetzen. Schon darin liegt etwas Außergewöhnliches und unter diesem Gesichtspunkt sind die Ergebnisse der Befragung durch meinen Generalvikar Mgr. Guerry am Tag der Wahl sehr aufschlussreich. Die Antworten der Oberen, und zwar aller, der Oberinnen und der Abgesandten verschiedener Missionen, zeigten, dass sie Mutter Eugenia trotz ihrer Jugend und der kirchenrechtlichen Hindernisse, die normalerweise zur Ablehnung ihrer Ernennung geführt hätten, zur Generaloberin gewählt hatten, weil sie ihren Gerechtigkeitssinn, ihr Gleichgewicht, ihre Energie und ihre Seelenstärke schätzten. In Wirklichkeit schien sie die in sie gesetzten Erwartungen all jener zu übertreffen, die sie gewählt hatten. Außerordentlich bemerkenswert fand ich ihre hervorragende Intelligenz und ihren Scharfsinn. Ich sagte schon, dass sie keine Ausbildung genoss, doch dies hing von Dingen ab, die sie nicht beeinflussen konnte: Die lange Krankheit ihrer Mutter hatte sie schon als sehr junges Mädchen gezwungen, sich um den Haushalt zu kümmern, was dazu führte, dass sie oft in der Schule fehlte. Danach kamen schwere Jahre für sie, in denen sie als Weberin in einer Fabrik arbeitete, bis sie schließlich in das Kloster eintrat. Trotz dieser Bildungslücken, deren Folgen sich beim Aufsatz und in der Rechtschreibung deutlich bemerkbar machten, hielt Mutter Eugenia zahlreiche Vorträge für ihre Gemeinschaft. Bemerkenswert ist auch, dass sie selbst die Rundschreiben für ihre Kongregation verfasste, ebenso die Vorträge, die mit Gemeinden oder Verwaltungsbehörden über die Pflegeeinrichtungen geschlossen wurden, deren Betreuung die Schwestern "Unserer Lieben Frau der Apostel" übernahmen. Sie verfasste ein großes Direktorium.
Sie behandelte jede Gewissensfrage und jede Situation klar und gerecht. Sie gab klare, genaue und außerordentlich praktische Anweisungen. Sie kannte jede einzelne ihrer 1400 Töchter, mit all ihren Eigenheiten und Tugenden. So gelang es ihr für eine bestimmte Aufgabe, diejenige auszuwählen, die dazu am besten geeignet war. Auch kannte sie persönlich die Bedürfnisse und die Mittel ihrer Kongregation ganz genau und sie wusste um die Situation eines jeden Hauses. Mutter Eugenia hatte alle ihr unterstehenden Missionen besucht.
Wir möchten auch auf ihren Weitblick hinweisen. Sie hatte alle nötigen Vorkehrungen getroffen, damit in Zukunft jeder pflegerischen und schulischen Einrichtung eine diplomierte Schwester zur Verfügung stand. Sie wusste, was nötig war, um das Leben bestreiten und sich entwickeln zu können. Schließlich scheint es mir noch von besonderem Interesse, zu bemerken, dass Mutter Eugenia mit Entscheidungskraft und Willen zur Verwirklichung ihrer Beschlüsse ausgestattet zu sein schien. In sechs Jahren gründete sie 67 Stiftungen und sie verstand es, sehr nützliche Verbesserungen in der Kongregation einzuführen. Wenn ich ihre Intelligenz, ihren Urteilssinn, ihre Willenskraft und ihre Fähigkeit im Umgang bei Verwaltungsangelegenheiten hervorhebe, so deshalb, weil ich finde, dass so jene Hypothesen, die auch im Laufe der Untersuchung überprüft wurden, aus der Welt geräumt werden können, die darauf abzielen, die Erklärung in Halluzination, Illusion, Spiritismus, Hysterie oder Delirium zu suchen. Diese Thesen zeigten sich als ungeeignet, das Phänomen hinreichend zu erklären. Das Leben der Mutter war eine ständige Offenbarung ihres geistigen und allgemeinen Gleichgewichts und dieses Gleichgewicht schien sogar - so sahen es die Betrachter - ihre Persönlichkeit zu dominieren. Die anderen Hypothesen, wie die der Beeinfluss- und Manipulierbarkeit, welche die Untersuchungskommission veranlasste sich zu fragen, ob sie nicht ein sehr empfindsames Wesen vor sich hat, das wie ein geschliffener Spiegel alle Einflüsse und Eindrücke widergibt, wurden ebenfalls von der Wirklichkeit des täglichen Lebens der Mutter entkräftet. Mutter Eugenia hat bewiesen, obgleich mit findsamem Temperament ausgestattet, dass sie niemandem vor einem anderen den Vorzug gab, nachdem sie weit davon entfernt war, sich von menschlichen Meinungen beeinflussen zu lassen. Sie wusste ihre Pläne und Aktivitäten festzulegen und in die Tat umzusetzen und konnte sich Kraft ihrer Persönlichkeit vor den anderen Autorität verschaffen. Eine einfache Erzählung wird dies mehr belegen als alle anderen Urteile. Am Tag nach ihrer Wahl zur Generaloberin musste sie einige Oberinnen wählen; und doch, sie zögerte dabei nicht, eine Oberin ihres Amtes zu entheben, die kurz vorher für sie gestimmt hatte: Als diese in Ägypten landete, erfuhr sie über Luftpost von ihrer Versetzung.


2. Ziel des Auftrages:

Das Ziel des Mutter Eugenia anvertrauten Auftrages ist klar bestimmt, und vom Standpunkt der Doktrin aus, erscheint es mir rechtmäßig und angebracht. Der genaue Auftrag lautet: Den Vater bekanntzumachen und zu ehren, vor allem mit dem an die Kirche herangetragenen Wunsch verbunden, ein besonderes Fest einzuführen. Die Untersuchung hat erwiesen, dass ein liturgisches Fest zu Ehren des Vaters sehr gut in die Linie des gesamten katholischen Region passen würde und mit dem traditionellen, katholischen Geist übereinstimmt, denn das katholische Gebet ist ein Aufsteigen zum Vater durch den Sohn und den Heiligen Geist, wie es sich auch in den Gebeten der hl. Messe und des liturgischen Darbringungsgebetes im Heiligen Opfer an den Vater zeigt. Andererseits ist es doch auch seltsam, dass es kein eigenes Fest zu Ehren des Vaters gibt: Die Dreifaltigkeit wird als solche geehrt, das Wort und der Heilige Geist werden in ihrer Mission und ihrer äußeren Offenbarung geehrt, nur der Vater hat kein eigenes Fest, das die Aufmerksamkeit der Christenheit auf seine Person lenken könnte.
Man sollte der Tatsache, dass es kein liturgisches Fest zu Ehren des Vaters gibt, folgendes hinzufügen: eine ziemlich weitreichende Untersuchung, bei der viele Gläubige aus den verschiedensten sozialen Schichten bis hin zu vielen Priestern und Ordensmännern befragt wurden, hat ergeben: "Der Vater ist nicht bekannt, man betet nicht zu Ihm, man denkt nicht an Ihn". Der Befragung zufolge konnte man mit Erstaunen herausfinden, dass eine große Anzahl von Christen sich vom Vater entfernt haben, weil sie in Ihm einen schrecklichen Richter sehen. Die Christen wenden sich lieber an die Menschlichkeit von Jesus Christus, und wie viele gibt es, die Jesus bitten, sie vor dem Zorn des Vaters zu beschützen!
Ein besonderes liturgisches Fest hätte folglich als erste Wirkung, dass die Ordnung der Frömmigkeit unter vielen Christen wiederhergestellt würde und viele wären veranlasst, sich wieder unter die Obhut des göttlichen Erlösers zu stellen: „Alles, wofür ihr den Vater in meinem Namen bittet ... “ und weiter: „So sollt ihr beten: Vater unser ...“ . Ein liturgisches Fest zu Ehren des Vaters hätte auch die Wirkung, dass der Blick hochgerichtet würde auf ihn, den der heilige Apostel Jakob den "Vater des Lichtes, von Dem wir alle Gaben erhalten ..." nannte. Es würde den Seelen helfen, die göttliche Würde, die Wohltaten Gottes und Seinen väterlichen Segen hochzuschätzen und zu sehen, dass dieser Segen gerade jener Segen des Gottes der Dreifaltigkeit ist; und der Grund dafür, dass Gott die unsagbaren Schätze Seiner unendlichen Barmherzigkeit über die Welt gießt, liegt an Seiner göttlichen Natur, die den Drei Personen gemein ist.
Es könnte also auf den ersten Blick so scheinen, als gäbe es keinen besonderen Grund, vor allem den Vater zu ehren; und doch, ist es etwa nicht der Vater, der Seinen Sohn auf diese Welt sandte? Wenn es aufs höchste gerechtfertigt ist, den Sohn und den Heiligen Geist aufgrund ihrer äußerlichen Offenbarung zu ehren, wäre es dann nicht recht und geboten, Gott Vater, wie es die Präfationen der hl. Messe verlangen, für das Geschenk zu danken, das Er uns durch Seinen Sohn gemacht hat? Das eigentliche Ziel dieses besonderen Festes wird so auf klarste Weise offenkundig: den Vater ehren, Ihm danken und Ihn dafür lobpreisen, dass Er uns Seinen Sohn geschenkt hat; mit einem Wort, wie es die Botschaft genau zum Ausdruck bringt: Jenem, der die Welt erlöst hat, Dank entgegenbringen, Dem, Der die Welt so sehr liebte, dass Er ihr Seinen einzigen Sohn schenkte, damit alle Menschen, vereint im mystischen Leib Christi, diesen Sohn wieder in sich aufnehmen und in Ihm zu Kindern werden können. Könnte ein solches Fest nicht gerade jetzt dazu beitragen, wo die Welt von den Doktrinen des Laientums, des Atheismus und der modernen Philosophien verwirrt ist, und Gott, den wahren Gott, nicht mehr erkennt, dass viele den lebendigen Vater kennenlernen, den Vater, Den uns Jesus offenbart hat, den Vater der Barmherzigkeit und Güte? Würde dieses Fest nicht dazu beitragen, die Zahl derer zu vermehren, die den Vater "im Geiste und in der Wahrheit" anbeten, wie Jesus es verkündet hat? Gerade jetzt, wo die von mörderischen Kriegen verwirrte Welt spürt, dass es nötig ist, nach einem vereinigenden Prinzip zu suchen, das Bestand hat und das die Völker wieder zusammenbringt, gerade jetzt würde dieses Fest den Menschen ein großes Licht bringen und sie lehren, dass alle den gleichen Vater im Himmel haben: den Vater, der ihnen Jesus geschenkt hat und zu Dem Er sie hinzieht als die Glieder Seines mystischen Leibes, vereint im selben Geist der Liebe!
Ermöglicht nicht dieses Fest gerade in dieser Zeit, die von den Prüfungen der Kriege erschöpften und ermüdeten Seelen "von innen her" aufzurufen, den verborgenen Vater anzubeten, denn diese Seelen könnten sich doch begierig danach sehnen, sich einem inneren, tiefgründigen Leben zuzuwenden. Könnte dieses Fest sie nicht auffordern, sich in einem großzügigen Darbringungsgebet dem Vater als Kinder anzubieten, dem Vater, der die einzige Quelle des Lebens der Heiligsten Dreifaltigkeit in ihnen ist? Würde ein solches Fest nicht die schöne Bewegung des übernatürlichen Lebens bewahren, das notwendigerweise die Seelen zur geistlichen Kindheit führt, und – durch Vertrauen - schließlich in einem Leben als Kinder mit dem Vater, zur Hingabe an den göttlichen Willen, dem Geist des Glaubens münden ?Getrennt von der Frage eines besonderen Festes und abgesehen davon, wie die Entscheidung der Kirche in diesem Punkt ausfallen wird, stellt sich hier noch ein Problem in der Glaubenslehre. Hervorragende Theologen meinen, die Glaubenslehre über die Beziehung der Seele zur Dreieinigkeit müsse vertieft werden und die Dreieinigkeit könne für die Seelen zu einer Quelle des Lichtes werden, denn dann würden die Menschen die Einheit des Vaters mit dem Sohn, von der der hl. Johannes spricht, als auch sein inniges Teilhaben am Leben Jesu, dem Sohn des Vaters, und vor allem Dessen kindliche Liebe zum Vater, besser verstehen. Doch was es auch mit diesen theologischen Problemen auf sich haben mag, möchte ich doch unterstreichen, was Tatsache ist: Eine arme, in theologischen Dingen unerfahrene Frau, erklärt, sie hätte göttliche Verbindungen, die die Glaubenslehre sehr bereichern könnte.
Die erdichteten Konstruktionen einer Visionärin sind armselig, steril und unstimmig. Im Gegensatz dazu ist die Botschaft, von der Mutter Eugenia sagt, sie sei ihr vom Vater anvertraut worden, sehr fruchtbar und in einem Punkt treffen zwei Kennzeichen auf harmonische Weise zusammen und lassen sie gesicherter erscheinen: Einerseits zeigt sich, dass diese Botschaft in der Tradition der Kirche steht, da sie keine Neuerung bringt, die Verdacht erregen könnte, denn es wird unaufhörlich darauf hingewiesen, dass dies alles schon gesagt wurde und der Offenbarung Christi über Seinen Vater zu entnehmen ist und dass alles im Evangelium steht. Andererseits jedoch erklärt sie, dass diese große Wahrheit über die Wahrnehmung des Vaters verlangt, neu überdacht, vertieft und gelebt zu werden. Kann man nicht durch den Gegensatz zwischen der Schwäche des Werkzeuges - unfähig von selbst eine Glaubenslehre dieser Art zu erkennen - und der Tiefgründigkeit der Botschaft, die die Schwester uns bringt, erahnen, dass hier der Eingriff einer anderen, höheren, übernatürlichen Quelle göttlichen Ursprungs vorliegt, um ihr diese Botschaft anzuvertrauen? Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Schwester mit menschlichen Mitteln eine solche Erfahrung gemacht haben könnte, eine Idee zu entdecken, deren Besonderheit und Fruchtbarkeit die Theologen erst nach und nach erahnen können.
Eine weitere Tatsache halte ich ebenfalls für sehr eindrucksvoll: als Schwester Eugenia verkündete, sie hätte Erscheinungen des Vaters, entgegnete man ihr bei der theologischen Befragung, dass Erscheinungen des Vaters an sich unmöglich seien, da solche niemals in der Geschichte stattgefunden hätten; diesen Einwänden hielt die Schwester stand und erklärte nur: "Der Vater hat mir aufgetragen zu beschreiben, was ich sah. Er überlässt es seinen Kindern, den Theologen, die Erklärung dafür zu suchen". Die Schwester änderte niemals etwas an ihren Erklärungen und viele Monate lang hielt sie ihre Beteuerungen aufrecht. Erst im Januar 1934 fanden die Theologen bei Thomas von Aquin eine Entgegnung auf ihre Einwände.
Die Antwort des großen Gelehrten bezüglich der Unterscheidung zwischen Erscheinung und Mission war erleuchtend. Diese Antwort entfernte das Hindernis, das die ganze Untersuchung gelähmt hatte. Gegen theologische Gelehrte hatte die kleine unwissende Schwester Recht behalten. Wie kann man mit menschlichen Mitteln das Licht, die Weisheit und die Beharrlichkeit der Schwester erklären, die sich auch in diesem Fall herausstellten? Eine falsche Visionärin hätte versucht, sich den Erklärungen der Theologen anzupassen. Die Schwester war hart geblieben: Dies sind also weitere neue Gründe, weshalb uns ihr Zeugnis würdig erscheint, mit Vertrauen unterstützt zu werden.
Auf jeden Fall erscheint es mir erwähnenswert, auf ihre Zurückhaltung gegenüber dem Wundersamen hinzuweisen. Während falsche Mystikerinnen diese Dinge in den Vordergrund stellen und nichts als das Außergewöhnliche sehen, wird dies im Fall der Schwester an die zweite Stelle gesetzt und Prüfungen und Untersuchungen überlassen. Das Fehlen von Überschwänglichkeit und das Gleichgewicht der Werte machen einen guten Eindruck.
Über die Untersuchung der Theologen werde ich nur wenig sagen. Die hochwürdigen P. Albert und P. August Valencin werden wegen ihrer philosophischen und theologischen Autorität, sowie ihrer Kenntnis über das spirituelle Leben, geschätzt. Sie mussten schon bei anderen Angelegenheiten dieser Art einschreiten und diese, wie den vorliegenden Fall, einer Prüfung unterziehen. Wir wissen, dass sie ihren Aufgaben mit sehr viel Umsicht nachgekommen sind. Aus diesem Grund waren sie von uns auserwählt worden. Für die ergebene und wahrhaft gewissenhafte Zusammenarbeit mit ihnen sind wir sehr dankbar. Ihr Zeugnis für die Schwester und ihr Zeugnis dafür, dass die Ereignisse in ihrer Gesamtheit mit übernatürlichem Ursprung zu erklären sind, hat umso mehr Wert, als sie für lange Zeit gezaudert hatten und anfangs feindlich und skeptisch eingestellt waren, später eher zögerten. Nachdem sie jegliche Art von Einsprüchen erhoben und die Schwester harten Prüfungen unterzogen hatten, ließen sie sich nach und nach überzeugen.


Schlussfolgerungen seiner Excellenz Mgr. Caillot,

Erzbischof von Grenoble, im Anschluss an den Bericht, der während der kirchenrechtlichen Untersuchung über Mutter Eugenia verfasst wurde
Im Einklang mit meiner Seele und meinem Gewissen und mit einem äußerst wachen Bewusstsein meiner Verantwortung gegenüber der Kirche, erkläre ich, dass die Anwesenheit einer übernatürlichen und göttlichen Kraft die einzige Erklärung zu sein scheint, die fähig ist, die Gesamtheit der Ereignisse auf logische Weise hinreichend zu begründen.
Abgesehen von allen weiteren Umständen erscheint mir diese wesentliche Tatsache von adeliger, erhabener und fruchtbarer Übernatürlichkeit gekennzeichnet.
Eine demütige Ordensschwester hat die Seelen an die wahre Religion erinnert, an die Anbetung des Vaters, so wie Jesus es lehrte und wie die Kirche es in ihrer Liturgie festgelegt hat.
Darin ist nichts Besorgniserregendes; es ist sehr einfach und entspricht einer soliden Doktrin.
Die wunderbaren Umstände, die diese Botschaft begleiten, könnten von diesem zentralen Ereignis getrennt werden und sie würde weiter ihren vollen Wert beibehalten. Die Kirche wird aus Gründen der Glaubenslehre entscheiden, ob der Gedanke eines besonderen Festes, von dem speziellen Fall der Schwester getrennt, betrachtet werden kann.
Ich glaube, dass der große Beweis der Echtheit des Auftrages der Schwester dadurch erbracht wurde, dass sie uns zeigt, wie sie diese gute Glaubenslehre, an die wir erinnert werden sollen, in ihrem täglichen Leben umsetzte.
Ich halte es für angebracht, dass sie ihr Werk weiterführt. Ich glaube, dass hier der Finger Gottes wirkt und, nach zehn Jahren der Suche, des Nachdenkens und des Gebetes, preise ich den Vater, dass Er meine Diözese für würdig hielt, sie als Ort solch liebevoller Offenbarungen auszuwählen.
+ Alexandre Caillot
(Zur Zeit der Erscheinung Bischof von Grenoble)


Gebet von Mutter Eugenia
Mein Vater, der Du bist im Himmel...
'Per Ipsum, cum Ipso et in Ipso ':

Gott ist mein Vater
Mein Vater, Der Du bist im Himmel, wie zärtlich und sanft ist es für mich zu wissen, dass Du mein Vater bist und ich Dein Sohn/Deine Tochter!
Vor allem, wenn der Himmel meiner Seele finster ist und mein Kreuz am schwersten, dann fühle ich das Bedürfnis, Dir zu wiederholen: Vater, ich glaube an Deine Liebe für mich!
Ja, ich glaube, dass Du mir in jedem Augenblick meines Lebens Vater bist und dass ich Dein Kind bin!
Ich glaube, dass Du mich mit unendlicher Liebe liebst! Ich glaube, dass Du Tag und Nacht über mich Wache hältst und dass ohne Deine Einwilligung kein Haar von meinem Kopf fällt!
Ich glaube, dass Du, der unendlich Weise, besser als ich erkennst, was mir nützlich ist.
Ich glaube dass Du, der unendlich mächtige, das Gute auch aus dem Bösen herauslösen kannst!
Ich glaube, dass Du, der unendlich Gute, alles den Dich Liebenden zum Guten gereichen lässt; und auch unter strafenden Händen küsse ich Deine heilende Hand!
Ich glaube, ... vermehre aber in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe!
Lehre mich immer, Deine Liebe als Führung in jedem Ereignis meines Lebens zu sehen.
Lehre mich, mich Dir wie ein Kind in den Armen der Mutter hinzugeben.
Vater, Dir ist alles bekannt, Du siehst alles, Du kennst mich besser als ich mich kenne: Du kannst alles und Du liebst mich!
Mein Vater, da Du willst, dass wir uns immer zu Dir hinwenden, bin ich voll Vertrauen hier, um Dich mit Jesus und Maria zu bitten, um ... (die gewünschte Gnade erbitten). Nach dieser Meinung und vereint mit den heiligsten Herzen, bringe ich Dir all meine Gebete, meine Opfer und Abtötungen, mein Handeln und eine größere Treue in meinen Pflichten dar. (Als Novene gebetet, sollte man folgendes hinzufügen: Ich verspreche Dir, großmütiger zu sein, besonders in diesen 9 Tagen, bei dieser Angelegenheit..., dieser Person gegenüber).
Gib mir das Licht, die Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes!
Bestärke mich in diesem Geist, damit ich ihn nie verlieren, noch betrüben, oder in mir schwächen möge.
Mein Vater, im Namen Jesu, Deines Sohnes, bitte ich Dich darum!
Und Du, o Jesus, öffne Dein Herz und lege meines zu jenem Mariens, bringe sie unserem göttlichen Vater dar! ... Erflehe mir die Gnade, die ich brauche!
Göttlicher Vater, rufe alle Menschen zu Dir. Möge die ganze Welt Deine väterliche Güte und Deine göttliche Barmherzigkeit verkünden!
Sei mir ein zärtlicher Vater und beschütze mich überall wie deinen Augapfel. Mach, dass ich immer Dein würdiges Kind bin: Erbarme Dich meiner!

Göttlicher Vater, süße Hoffnung unserer Seelen,
sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!
Göttlicher Vater, unendliche Güte, die sich über alle Völker ergießt,
sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!
Göttlicher Vater, wohltätiger Tau der Menschheit,
sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!

Mutter Eugenia
Teilablass:
Jean Kard. Verdier
Erzbischof von Paris
8. Mai 1936
Mgr. Girard, Apost. Vik.
Kairo (Ägypten)
9. Oktober 1935







24.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil IV)
Dies war also eine kurze Schilderung Meiner Liebe bis zu Meiner Ankunft unter den Menschen, durch Meinen Sohn. Die meisten Menschen kennen all diese Ereignisse, doch sie verkennen das Wesentliche: Die Liebe ist es, die zu all dem führte. Ja, es ist die Liebe und ich möchte, dass ihr das bemerkt. Jetzt ist diese Liebe vergessen. Ich möchte Euch daran erinnern, damit ihr erkennen lernt, was Ich bin. Ihr sollt euch nicht wie Sklaven vor dem Vater fürchten, der euch bis zum letzten liebt. Seht, mit dieser Erzählung sind wir erst am ersten Tag des ersten Jahrhunderts angelangt und Ich möchte euch bis in unsere Tage weiterführen: ins 20. Jahrhundert. Oh, wie wurde Meine Vaterliebe von den Menschen vergessen! Und doch liebe Ich euch mit so großer Zärtlichkeit! Was tat Ich nicht alles in Meinem Sohn, das heißt in der Gestalt eines zum Menschen gewordenen Sohnes! Die Göttlichkeit wurde im Menschsein verhüllt; sie wurde klein, arm, gedemütigt. Mit meinem Sohn Jesus führte Ich ein Leben des Opfers und der Arbeit. Ich empfing Seine Gebete, damit der Mensch einen vorgezeichneten Weg finden konnte, der ihn in Gerechtigkeit mit dem Ziel wandeln ließ, sicher bei Mir anzukommen. Sicher, Ich kann die Schwäche Meiner Kinder verstehen. Deshalb bat Ich Meinen Sohn, ihnen Mittel zu schenken, um sich nach ihren Sündenfällen wieder zu erheben. Diese Mittel werden ihnen helfen, sich von der Sünde zu reinigen, so dass sie wieder Kinder Meiner Liebe werden. Diese Mittel sind hauptsächlich die sieben Sakramente und ein sehr bedeutendes, wichtiges Mittel ist vor allem das Kreuz, denn es wird euch trotz eurer Sündenfälle retten. Es ist das Blut Meines Sohnes, das sich in jedem Augenblick über euch ergießt, vorausgesetzt, ihr nehmt es an und zwar sowohl durch das Sakrament der Buße, als auch durch das heilige Opfer der Messe.
Meine lieben Kinder, schon seit zwanzig Jahrhunderten überhäufe Ich euch mit diesen guten Dingen und besonderen Gnaden, und das Ergebnis ist sehr dürftig! Wie viele Meiner Geschöpfe, die durch Meinen Sohn zu Kindern Meiner Liebe wurden, stürzen sich sehr schnell wieder in den ewigen Abgrund. In Wahrheit hatten sie Meine unendliche Güte nicht kennengelernt, und Ich liebe euch doch so sehr! Wenigstens ihr, die ihr wisst, dass Ich selbst komme, um mit euch zu sprechen und euch Meine Liebe zu zeigen, habt Erbarmen mit euch selbst und stürzt euch nicht in den Abgrund. Ich bin euer Vater! Ist es denn möglich, nachdem ihr Mich euren Vater genannt und Mir eure Liebe gezeigt habt, dass ihr glaubt, in Mir sei ein so hartes und gefühlloses Herz, euch untergehen zu lassen? Nein, das dürft ihr nicht glauben! Ich bin der beste aller Väter! Ich kenne die Schwäche Meiner Geschöpfe! Kommt, kommt mit Vertrauen und Liebe zu Mir und wenn ihr Reue zeigt, werde Ich euch verzeihen. Auch wenn eure Sünden so widerwärtig wie Schlamm wären, werde Ich sie eures Vertrauens und eurer Liebe wegen vergessen und ihr werdet nicht gerichtet werden! Ich bin gerecht, das ist wahr, doch die Liebe verzeiht alles.



23.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil III)
Ich hatte der Welt den Messias versprochen. Was tat Ich nicht alles, um Sein Kommen vorzubereiten! Ich zeigte Mich sogar in Bildern, die Ihn darstellen, tausende von Jahren vor Seinem Kommen. Denn wer ist der Messias? Woher kommt Er? Was wird Er auf der Erde tun? Wen wird Er vertreten?
Messias ist Gott. Wer ist Gott? Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Woher kommt Er, oder besser, wer hat Ihm aufgetragen, zu den Menschen zu kommen? Ich, Gott, Sein Vater. Wen wird Er auf der Erde vertreten? Seinen Vater: Gott. Was wird Er auf Erden tun? Er wird den Vater, Gott, bekanntmachen und Ihn lieben lehren. Hat Er nicht gesagt: „Wisst ihr nicht, dass Ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“, „Ich bin nur hier, um den Willen Meines Vater zu tun... Alles was ihr den Vater in Meinem Namen erbittet, wird Er euch geben.“, „So sollt ihr beten: Vater unser, Der Du bist im Himmel...“, und da er gekommen ist, um den Vater zu verherrlichen und Ihn bekannt zu machen, sagt Er an anderer Stelle: „Wer mich sieht, sieht den Vater“, „Ich bin im Vater und der Vater ist in Mir“, „Niemand kommt zum Vater außer durch Mich“, „Wer immer bei Mir ist, der ist auch bei Meinem Vater...“.
Seid überzeugt, ihr Menschen, dass Ich von aller Ewigkeit an nur einen Wunsch habe: Mich bei den Menschen bekanntzumachen und von ihnen geliebt zu werden; ich wünsche mir, immerfort bei ihnen zu sein.
Wollt ihr einen glaubwürdigeren Beweis dieses Wunsches, den ich eben gerade geäußert habe? Warum habe Ich Moses befohlen, den Tabernakel und die Bundeslade zu bauen, wenn Ich nicht den brennenden Wunsch gehabt hätte, zu Meinen Geschöpfen, den Menschen zu kommen und als Vater, Bruder und vertrauter Freund bei ihnen zu leben? Dessen ungeachtet vergaßen und beleidigten sie Mich unzählige Male. Und damit sie trotz allem, Gott, ihren Vater, und dessen einzigen Wunsch, sie zu retten, ins Gedächtnis rufen, gab ich Mose Meine Gebote, denn durch die Einhaltung derselben, konnten sie sich an den unendlich guten Vater erinnern, Der nur auf ihr gegenwärtiges und zukünftiges Heil bedacht war. Dies alles geriet wieder in Vergessenheit und die Menschen versanken in Irrtümer und Furcht, weil sie es für zu mühsam hielten, die Gebote so zu befolgen, wie ich sie Mose übergeben hatte. Sie machten sich andere Gesetze, die ihren Lastern mehr entsprachen und die sie deshalb leichter befolgen konnten. In ihrer übertriebenen Furcht, die sie vor Mir hatten, vergaßen sie Mich mit der Zeit immer mehr und überhäuften Mich mit Beschimpfungen. Und doch war Meine Liebe zu diesen Menschen, die Liebe zu Meinen Kindern, keineswegs erloschen. Als Ich festgestellt hatte, dass weder die Patriarchen, noch die Propheten imstande waren, Mich bei den Menschen bekannt zu machen und es ihnen nicht gelungen war, die Menschen dazu zu bringen, Mich zu lieben, beschloss Ich, Selbst zu kommen. Doch wie sollte ich es machen, wie sollte ich mich unter die Menschen begeben? Es gab keine andere Möglichkeit, als selbst zu gehen, in der zweiten Gestalt Meiner Göttlichkeit. Werden Mich die Menschen erkennen? Werden sie auf Mich hören? Für Mich gibt es nichts Verborgenes in der Zukunft; diese beiden Fragen beantwortete Ich Mir selbst: sie werden Meine Anwesenheit nicht zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie in Meiner Nähe sind. In Meinem Sohn werden sie Mich misshandeln, trotz all dem, was Ich ihnen Gutes tue. In Meinem Sohn werden sie Mich verleugnen, Mich kreuzigen, um Mich sterben zu sehen.
Werde ich deshalb aufgeben? Nein, Meine Liebe zu Meinen Kindern, den Menschen, ist zu groß. Ich gab nicht auf: Ihr müsst anerkennen, dass Ich euch, man könnte sagen, mehr liebte als Meinen geliebten Sohn und, um es noch besser zu sagen, mehr als Mich Selbst. Was Ich euch sage, ist so wahr, dass Ich gezögert hätte, eines Meiner Geschöpfe zu opfern, wenn dies ausgereicht hätten, die Sünden der anderen Menschen durch ein, Meinem Sohn ähnliches Leben, oder einen ähnlichen Tod, zu sühnen. Warum? Weil Ich Meine Liebe verraten hätte, wenn Ich ein anderes Geschöpf, das Ich liebe, leiden ließe, anstatt Selbst in Meinem Sohn zu leiden. Niemals hätte Ich Meine Kinder leiden lassen wollen.



22.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil II)
Hier nun die eigentliche Ziel Meines Kommens:
1) Ich komme, um die übertriebene Furcht zu beseitigen, die Meine Geschöpfe vor Mir haben und Ich möchte, dass sie verstehen lernen, dass Meine Freude darin besteht, von Meinen Kindern, das heißt von der gesamten jetzigen und künftigen Menschheit, kennengelernt und geliebt zu werden.
2) Ich komme, um den Menschen und den Nationen Hoffnung zu bringen. Wie viele haben die Hoffnung schon vor langer Zeit verloren! Diese Hoffnung wird sie in Frieden und Sicherheit leben lassen und sie werden für ihr Seelenheil arbeiten.
3) Ich komme, um Mich bekanntzumachen, so wie Ich bin. Damit das Vertrauen der Menschen in dem Maße wächst, wie ihre Liebe zu Mir, ihrem Vater, Der nur von einer einzigen Sorge bewegt ist: Über alle Menschen zu wachen und sie als Kinder zu lieben.
Der Maler freut sich beim Betrachten eines von ihm gemalten Bildes; ebenso gefällt es Mir, und ich freue mich, zu den Menschen zu kommen, dem Meisterwerk Meiner Schöpfung! Die Zeit drängt. Ich wünschte, die Menschen würden so schnell wie möglich erfahren, dass Ich sie liebe und dass es Mich am glücklichsten macht, wenn Ich bei ihnen sein und mit ihnen sprechen kann, wie ein Vater mit seinen Kindern spricht. Ich bin der Ewige Gott und als Ich allein lebte, dachte Ich schon in Meiner Allmacht, Wesen nach Meinem Bilde zu schaffen. Doch vorher war die Erschaffung der Materie nötig, damit diese Wesen erhalten werden konnten: Dies also war die Schöpfung der Welt. Ich erfüllte sie mit allem, von dem Ich wusste, dass es die Menschen brauchen würden: Luft, Sonne und Regen und viele andere Dinge, von denen Ich wusste, dass sie für ihr Leben nötig waren. Endlich erschuf Ich den Menschen. Mein Werk gefiel mir. Der Mensch beging die Sünde, doch genau hier offenbart sich Meine unendliche Güte. Um unter den erschaffenen Menschen zu leben, schuf und wählte Ich im Alten Testament Propheten, denen Ich Meine Wünsche, Meine Leiden und Meine Freuden offenbarte, damit sie es allen weitergeben konnten. Je mehr das Böse wuchs, desto mehr brachte Mich Meine Güte dazu, Mich gerechten Seelen mitzuteilen, die Meine Befehle an jene weitergeben sollten, die für die Unordnung verantwortlich waren. Um sie zurechtzuweisen, nicht aber um sie zu strafen - denn das hätte nur Böses erzeugt - musste Ich manchmal auch Härte zeigen. Ich wollte sie dadurch vom Laster befreien und sie zu ihrem Vater, ihrem Schöpfer, zurückzuführen, den sie in ihrer Undankbarkeit vergessen und verkannt hatten. Später wuchs das Böse so sehr in den Herzen der Menschen, dass Ich gezwungen war, Unglück über die Welt zu bringen, damit der Mensch durch Leiden, Zerstörung seiner Güter bis hin zum Verlust des Lebens, geläutert wurde: die Sintflut, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Kriege der Menschen gegeneinander usw. sind Beispiele dafür. Ich wollte immer auf dieser Welt bei den Menschen bleiben. So war Ich bei der Sintflut bei Noah, dem einzig Gerechten jener Zeit. Auch bei anderen Unglücken fand Ich immer einen Gerechten, bei dem Ich verweilen konnte und blieb unter allen Menschen jener Zeit; so war es immer. Dank Meiner unendlichen Güte gegenüber der Menschheit, wurde die Welt oft von ihrer Verderbnis gereinigt. Also erwählte Ich weiterhin Seelen, an denen Ich Mich erfreute, denn durch sie wollte Ich Mich an Meinen Geschöpfen, den Menschen erfreuen.




21.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil I)
Nun ist endlich der Tag der Verheißung des Himmlischen Vaters gekommen, der für alle Zeit gesegnet sein wird! Heute haben die langen Tage der Vorbereitung ein Ende und ich fühle mich dem Kommen meines Vaters, des Vaters aller Menschen, nahe, sehr nahe. Einige Minuten des Gebetes und dann erfüllen mich Freuden von ganz und gar spiritueller Natur. Ich wurde ergriffen von der Sehnsucht, Ihn zu sehen und zu spüren! Mein von Liebe brennendes Herz öffnete sich voll Vertrauen, das mich bemerken ließ, dass ich bis heute noch niemandem so vertraut hatte. Der Gedanke an meinen Vater versetzte mich in einen Freudentaumel. Endlich ließen sich Gesänge hören. Es kamen Engel und verkündeten mir diese glückliche Ankunft. Ihre Gesänge waren so schön, dass ich mir vornahm, sie so bald wie möglich niederzuschreiben. Diese Harmonie endete für einen Augenblick und da waren sie: Der Zug der Auserwählten, der Cherubim und Seraphim, mit Gott unserem Schöpfer und Vater. Niedergeworfen, das Gesicht auf der Erde, versunken in meinem Nichts, so betete ich das Magnificat. Gleich darauf sagte der Vater zu mir, ich solle mich zu Ihm setzen und das aufschreiben, was Er beschlossen hat, den Menschen zu sagen. Sein Hofstaat, der Ihn begleitet hatte, war verschwunden. Der Vater blieb allein bei mir und bevor Er sich setzte, sagte Er:
"Ich habe es dir schon gesagt und ich wiederhole es: Ich kann den Menschen Meinen geliebten Sohn kein zweites Mal schenken, um ihnen Meine Liebe zu beweisen! Nun aber komme Ich aus Liebe zu ihnen und weil Ich möchte, dass sie diese Liebe kennenlernen, nehme Ich ihre Gestalt und ihre Armseligkeit an. Sieh, Ich lege Meine Krone ab und all Meinen Glanz, nur um die Haltung eines gewöhnlichen Menschen anzunehmen!"
Nachdem Er die Haltung eines gewöhnlichen Menschen angenommen und Seine Krone zu Seinen Füßen gelegt hatte, nahm Er die Erdkugel auf Sein Herz und hielt sie mit der linken Hand; dann setzte Er Sich neben mich. Ich kann kaum etwas sagen, weder über Seine Ankunft, noch über Seine angenommene Haltung und über Seine Liebe! In meiner Ungelehrtheit fehlen mir die Worte, um das auszudrücken, was Er mir zu verstehen gab. Er sagte:
"Friede und Heil seien in diesem Haus und auf der ganzen Welt. Meine Kraft, Meine Liebe und Mein heiliger Geist mögen die Herzen der Menschen berühren, so dass die ganze Menschheit sich dem Heil zuwende und zu ihrem Vater komme, Der nach ihr sucht, um sie zu lieben und zu retten. Mein Vikar, Pius XI., soll verstehen, dass dies Tage des Heils und des Segens sind. Er soll die Gelegenheit nicht versäumen, die Aufmerksamkeit der Kinder wieder auf den Vater zu lenken, Der zu ihnen kommt, um ihnen in diesem Glauben Gutes zu tun und sie auf die ewige Glückseligkeit vorzubereiten. Ich habe diesen Tag gewählt, um Mein Werk unter den Menschen zu beginnen, denn es ist der Tag des kostbaren Blutes Meines Sohnes Jesus. Ich möchte das Werk, das Ich beginne, mit diesem Blut vermengen, damit es für die gesamte Menschheit große Früchte trage.



24.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil IV)
Dies war also eine kurze Schilderung Meiner Liebe bis zu Meiner Ankunft unter den Menschen, durch Meinen Sohn. Die meisten Menschen kennen all diese Ereignisse, doch sie verkennen das Wesentliche: Die Liebe ist es, die zu all dem führte. Ja, es ist die Liebe und ich möchte, dass ihr das bemerkt. Jetzt ist diese Liebe vergessen. Ich möchte Euch daran erinnern, damit ihr erkennen lernt, was Ich bin. Ihr sollt euch nicht wie Sklaven vor dem Vater fürchten, der euch bis zum letzten liebt. Seht, mit dieser Erzählung sind wir erst am ersten Tag des ersten Jahrhunderts angelangt und Ich möchte euch bis in unsere Tage weiterführen: ins 20. Jahrhundert. Oh, wie wurde Meine Vaterliebe von den Menschen vergessen! Und doch liebe Ich euch mit so großer Zärtlichkeit! Was tat Ich nicht alles in Meinem Sohn, das heißt in der Gestalt eines zum Menschen gewordenen Sohnes! Die Göttlichkeit wurde im Menschsein verhüllt; sie wurde klein, arm, gedemütigt. Mit meinem Sohn Jesus führte Ich ein Leben des Opfers und der Arbeit. Ich empfing Seine Gebete, damit der Mensch einen vorgezeichneten Weg finden konnte, der ihn in Gerechtigkeit mit dem Ziel wandeln ließ, sicher bei Mir anzukommen. Sicher, Ich kann die Schwäche Meiner Kinder verstehen. Deshalb bat Ich Meinen Sohn, ihnen Mittel zu schenken, um sich nach ihren Sündenfällen wieder zu erheben. Diese Mittel werden ihnen helfen, sich von der Sünde zu reinigen, so dass sie wieder Kinder Meiner Liebe werden. Diese Mittel sind hauptsächlich die sieben Sakramente und ein sehr bedeutendes, wichtiges Mittel ist vor allem das Kreuz, denn es wird euch trotz eurer Sündenfälle retten. Es ist das Blut Meines Sohnes, das sich in jedem Augenblick über euch ergießt, vorausgesetzt, ihr nehmt es an und zwar sowohl durch das Sakrament der Buße, als auch durch das heilige Opfer der Messe.
Meine lieben Kinder, schon seit zwanzig Jahrhunderten überhäufe Ich euch mit diesen guten Dingen und besonderen Gnaden, und das Ergebnis ist sehr dürftig! Wie viele Meiner Geschöpfe, die durch Meinen Sohn zu Kindern Meiner Liebe wurden, stürzen sich sehr schnell wieder in den ewigen Abgrund. In Wahrheit hatten sie Meine unendliche Güte nicht kennengelernt, und Ich liebe euch doch so sehr! Wenigstens ihr, die ihr wisst, dass Ich selbst komme, um mit euch zu sprechen und euch Meine Liebe zu zeigen, habt Erbarmen mit euch selbst und stürzt euch nicht in den Abgrund. Ich bin euer Vater! Ist es denn möglich, nachdem ihr Mich euren Vater genannt und Mir eure Liebe gezeigt habt, dass ihr glaubt, in Mir sei ein so hartes und gefühlloses Herz, euch untergehen zu lassen? Nein, das dürft ihr nicht glauben! Ich bin der beste aller Väter! Ich kenne die Schwäche Meiner Geschöpfe! Kommt, kommt mit Vertrauen und Liebe zu Mir und wenn ihr Reue zeigt, werde Ich euch verzeihen. Auch wenn eure Sünden so widerwärtig wie Schlamm wären, werde Ich sie eures Vertrauens und eurer Liebe wegen vergessen und ihr werdet nicht gerichtet werden! Ich bin gerecht, das ist wahr, doch die Liebe verzeiht alles.



23.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil III)
Ich hatte der Welt den Messias versprochen. Was tat Ich nicht alles, um Sein Kommen vorzubereiten! Ich zeigte Mich sogar in Bildern, die Ihn darstellen, tausende von Jahren vor Seinem Kommen. Denn wer ist der Messias? Woher kommt Er? Was wird Er auf der Erde tun? Wen wird Er vertreten?
Messias ist Gott. Wer ist Gott? Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Woher kommt Er, oder besser, wer hat Ihm aufgetragen, zu den Menschen zu kommen? Ich, Gott, Sein Vater. Wen wird Er auf der Erde vertreten? Seinen Vater: Gott. Was wird Er auf Erden tun? Er wird den Vater, Gott, bekanntmachen und Ihn lieben lehren. Hat Er nicht gesagt: „Wisst ihr nicht, dass Ich in dem sein muss, was Meinem Vater gehört?“, „Ich bin nur hier, um den Willen Meines Vater zu tun... Alles was ihr den Vater in Meinem Namen erbittet, wird Er euch geben.“, „So sollt ihr beten: Vater unser, Der Du bist im Himmel...“, und da er gekommen ist, um den Vater zu verherrlichen und Ihn bekannt zu machen, sagt Er an anderer Stelle: „Wer mich sieht, sieht den Vater“, „Ich bin im Vater und der Vater ist in Mir“, „Niemand kommt zum Vater außer durch Mich“, „Wer immer bei Mir ist, der ist auch bei Meinem Vater...“.
Seid überzeugt, ihr Menschen, dass Ich von aller Ewigkeit an nur einen Wunsch habe: Mich bei den Menschen bekanntzumachen und von ihnen geliebt zu werden; ich wünsche mir, immerfort bei ihnen zu sein.
Wollt ihr einen glaubwürdigeren Beweis dieses Wunsches, den ich eben gerade geäußert habe? Warum habe Ich Moses befohlen, den Tabernakel und die Bundeslade zu bauen, wenn Ich nicht den brennenden Wunsch gehabt hätte, zu Meinen Geschöpfen, den Menschen zu kommen und als Vater, Bruder und vertrauter Freund bei ihnen zu leben? Dessen ungeachtet vergaßen und beleidigten sie Mich unzählige Male. Und damit sie trotz allem, Gott, ihren Vater, und dessen einzigen Wunsch, sie zu retten, ins Gedächtnis rufen, gab ich Mose Meine Gebote, denn durch die Einhaltung derselben, konnten sie sich an den unendlich guten Vater erinnern, Der nur auf ihr gegenwärtiges und zukünftiges Heil bedacht war. Dies alles geriet wieder in Vergessenheit und die Menschen versanken in Irrtümer und Furcht, weil sie es für zu mühsam hielten, die Gebote so zu befolgen, wie ich sie Mose übergeben hatte. Sie machten sich andere Gesetze, die ihren Lastern mehr entsprachen und die sie deshalb leichter befolgen konnten. In ihrer übertriebenen Furcht, die sie vor Mir hatten, vergaßen sie Mich mit der Zeit immer mehr und überhäuften Mich mit Beschimpfungen. Und doch war Meine Liebe zu diesen Menschen, die Liebe zu Meinen Kindern, keineswegs erloschen. Als Ich festgestellt hatte, dass weder die Patriarchen, noch die Propheten imstande waren, Mich bei den Menschen bekannt zu machen und es ihnen nicht gelungen war, die Menschen dazu zu bringen, Mich zu lieben, beschloss Ich, Selbst zu kommen. Doch wie sollte ich es machen, wie sollte ich mich unter die Menschen begeben? Es gab keine andere Möglichkeit, als selbst zu gehen, in der zweiten Gestalt Meiner Göttlichkeit. Werden Mich die Menschen erkennen? Werden sie auf Mich hören? Für Mich gibt es nichts Verborgenes in der Zukunft; diese beiden Fragen beantwortete Ich Mir selbst: sie werden Meine Anwesenheit nicht zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie in Meiner Nähe sind. In Meinem Sohn werden sie Mich misshandeln, trotz all dem, was Ich ihnen Gutes tue. In Meinem Sohn werden sie Mich verleugnen, Mich kreuzigen, um Mich sterben zu sehen.
Werde ich deshalb aufgeben? Nein, Meine Liebe zu Meinen Kindern, den Menschen, ist zu groß. Ich gab nicht auf: Ihr müsst anerkennen, dass Ich euch, man könnte sagen, mehr liebte als Meinen geliebten Sohn und, um es noch besser zu sagen, mehr als Mich Selbst. Was Ich euch sage, ist so wahr, dass Ich gezögert hätte, eines Meiner Geschöpfe zu opfern, wenn dies ausgereicht hätten, die Sünden der anderen Menschen durch ein, Meinem Sohn ähnliches Leben, oder einen ähnlichen Tod, zu sühnen. Warum? Weil Ich Meine Liebe verraten hätte, wenn Ich ein anderes Geschöpf, das Ich liebe, leiden ließe, anstatt Selbst in Meinem Sohn zu leiden. Niemals hätte Ich Meine Kinder leiden lassen wollen.



22.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil II)
Hier nun die eigentliche Ziel Meines Kommens:
1) Ich komme, um die übertriebene Furcht zu beseitigen, die Meine Geschöpfe vor Mir haben und Ich möchte, dass sie verstehen lernen, dass Meine Freude darin besteht, von Meinen Kindern, das heißt von der gesamten jetzigen und künftigen Menschheit, kennengelernt und geliebt zu werden.
2) Ich komme, um den Menschen und den Nationen Hoffnung zu bringen. Wie viele haben die Hoffnung schon vor langer Zeit verloren! Diese Hoffnung wird sie in Frieden und Sicherheit leben lassen und sie werden für ihr Seelenheil arbeiten.
3) Ich komme, um Mich bekanntzumachen, so wie Ich bin. Damit das Vertrauen der Menschen in dem Maße wächst, wie ihre Liebe zu Mir, ihrem Vater, Der nur von einer einzigen Sorge bewegt ist: Über alle Menschen zu wachen und sie als Kinder zu lieben.
Der Maler freut sich beim Betrachten eines von ihm gemalten Bildes; ebenso gefällt es Mir, und ich freue mich, zu den Menschen zu kommen, dem Meisterwerk Meiner Schöpfung! Die Zeit drängt. Ich wünschte, die Menschen würden so schnell wie möglich erfahren, dass Ich sie liebe und dass es Mich am glücklichsten macht, wenn Ich bei ihnen sein und mit ihnen sprechen kann, wie ein Vater mit seinen Kindern spricht. Ich bin der Ewige Gott und als Ich allein lebte, dachte Ich schon in Meiner Allmacht, Wesen nach Meinem Bilde zu schaffen. Doch vorher war die Erschaffung der Materie nötig, damit diese Wesen erhalten werden konnten: Dies also war die Schöpfung der Welt. Ich erfüllte sie mit allem, von dem Ich wusste, dass es die Menschen brauchen würden: Luft, Sonne und Regen und viele andere Dinge, von denen Ich wusste, dass sie für ihr Leben nötig waren. Endlich erschuf Ich den Menschen. Mein Werk gefiel mir. Der Mensch beging die Sünde, doch genau hier offenbart sich Meine unendliche Güte. Um unter den erschaffenen Menschen zu leben, schuf und wählte Ich im Alten Testament Propheten, denen Ich Meine Wünsche, Meine Leiden und Meine Freuden offenbarte, damit sie es allen weitergeben konnten. Je mehr das Böse wuchs, desto mehr brachte Mich Meine Güte dazu, Mich gerechten Seelen mitzuteilen, die Meine Befehle an jene weitergeben sollten, die für die Unordnung verantwortlich waren. Um sie zurechtzuweisen, nicht aber um sie zu strafen - denn das hätte nur Böses erzeugt - musste Ich manchmal auch Härte zeigen. Ich wollte sie dadurch vom Laster befreien und sie zu ihrem Vater, ihrem Schöpfer, zurückzuführen, den sie in ihrer Undankbarkeit vergessen und verkannt hatten. Später wuchs das Böse so sehr in den Herzen der Menschen, dass Ich gezwungen war, Unglück über die Welt zu bringen, damit der Mensch durch Leiden, Zerstörung seiner Güter bis hin zum Verlust des Lebens, geläutert wurde: die Sintflut, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Kriege der Menschen gegeneinander usw. sind Beispiele dafür. Ich wollte immer auf dieser Welt bei den Menschen bleiben. So war Ich bei der Sintflut bei Noah, dem einzig Gerechten jener Zeit. Auch bei anderen Unglücken fand Ich immer einen Gerechten, bei dem Ich verweilen konnte und blieb unter allen Menschen jener Zeit; so war es immer. Dank Meiner unendlichen Güte gegenüber der Menschheit, wurde die Welt oft von ihrer Verderbnis gereinigt. Also erwählte Ich weiterhin Seelen, an denen Ich Mich erfreute, denn durch sie wollte Ich Mich an Meinen Geschöpfen, den Menschen erfreuen.



21.11.2020
DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932:

Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (Teil I)
Nun ist endlich der Tag der Verheißung des Himmlischen Vaters gekommen, der für alle Zeit gesegnet sein wird! Heute haben die langen Tage der Vorbereitung ein Ende und ich fühle mich dem Kommen meines Vaters, des Vaters aller Menschen, nahe, sehr nahe. Einige Minuten des Gebetes und dann erfüllen mich Freuden von ganz und gar spiritueller Natur. Ich wurde ergriffen von der Sehnsucht, Ihn zu sehen und zu spüren! Mein von Liebe brennendes Herz öffnete sich voll Vertrauen, das mich bemerken ließ, dass ich bis heute noch niemandem so vertraut hatte. Der Gedanke an meinen Vater versetzte mich in einen Freudentaumel. Endlich ließen sich Gesänge hören. Es kamen Engel und verkündeten mir diese glückliche Ankunft. Ihre Gesänge waren so schön, dass ich mir vornahm, sie so bald wie möglich niederzuschreiben. Diese Harmonie endete für einen Augenblick und da waren sie: Der Zug der Auserwählten, der Cherubim und Seraphim, mit Gott unserem Schöpfer und Vater. Niedergeworfen, das Gesicht auf der Erde, versunken in meinem Nichts, so betete ich das Magnificat. Gleich darauf sagte der Vater zu mir, ich solle mich zu Ihm setzen und das aufschreiben, was Er beschlossen hat, den Menschen zu sagen. Sein Hofstaat, der Ihn begleitet hatte, war verschwunden. Der Vater blieb allein bei mir und bevor Er sich setzte, sagte Er:
"Ich habe es dir schon gesagt und ich wiederhole es: Ich kann den Menschen Meinen geliebten Sohn kein zweites Mal schenken, um ihnen Meine Liebe zu beweisen! Nun aber komme Ich aus Liebe zu ihnen und weil Ich möchte, dass sie diese Liebe kennenlernen, nehme Ich ihre Gestalt und ihre Armseligkeit an. Sieh, Ich lege Meine Krone ab und all Meinen Glanz, nur um die Haltung eines gewöhnlichen Menschen anzunehmen!"
Nachdem Er die Haltung eines gewöhnlichen Menschen angenommen und Seine Krone zu Seinen Füßen gelegt hatte, nahm Er die Erdkugel auf Sein Herz und hielt sie mit der linken Hand; dann setzte Er Sich neben mich. Ich kann kaum etwas sagen, weder über Seine Ankunft, noch über Seine angenommene Haltung und über Seine Liebe! In meiner Ungelehrtheit fehlen mir die Worte, um das auszudrücken, was Er mir zu verstehen gab. Er sagte:
"Friede und Heil seien in diesem Haus und auf der ganzen Welt. Meine Kraft, Meine Liebe und Mein heiliger Geist mögen die Herzen der Menschen berühren, so dass die ganze Menschheit sich dem Heil zuwende und zu ihrem Vater komme, Der nach ihr sucht, um sie zu lieben und zu retten. Mein Vikar, Pius XI., soll verstehen, dass dies Tage des Heils und des Segens sind. Er soll die Gelegenheit nicht versäumen, die Aufmerksamkeit der Kinder wieder auf den Vater zu lenken, Der zu ihnen kommt, um ihnen in diesem Glauben Gutes zu tun und sie auf die ewige Glückseligkeit vorzubereiten. Ich habe diesen Tag gewählt, um Mein Werk unter den Menschen zu beginnen, denn es ist der Tag des kostbaren Blutes Meines Sohnes Jesus. Ich möchte das Werk, das Ich beginne, mit diesem Blut vermengen, damit es für die gesamte Menschheit große Früchte trage.