Tagesheiliger, Spruch des Tages





Tagesspruch Luisa Piccarreta 2020/ 2021

Das Reich des Göttlichen Willens



01.09.2020

Aufruf von Luisa - der kleinen Tochter des Göttlichen Willens

»Und nun ein Wort an euch alle, die ihr diese Schriften lest … Ich bitte euch, ich flehe euch an, empfangt mit Liebe das, was Jesus uns geben will, nämlich Seinen Willen.

Aber um euch Seinen Willen zu geben, will Er euren Willen haben, denn sonst kann Sein Wille nicht regieren. Wenn ihr wüsstet … Mit dieser Liebe möchte euch mein Jesus das größte Geschenk geben, das es im Himmel und auf Erden gibt, nämlich Seinen Willen! «.

Oh, wie viele bittere Tränen vergießt Er, weil Er sieht, dass ihr mit eurem Wollen über die ganze erbärmliche Erde streift! Ihr schafft es nicht, einen guten Vorsatz einzuhalten, und wisst ihr auch, warum? Weil Sein Wille nicht in euch herrscht.

Oh, wie weint Jesus und seufzt über euer Schicksal! Schluchzend bittet Er euch, dass ihr Seinen Willen in euch regieren lasst. Er möchte, dass sich euer Schicksal ändert: Ihr sollt nicht mehr kranke Gesunde sein, nicht mehr arme Reiche, nicht mehr schwache Starke, nicht mehr launische Unüberzeugbare und nicht mehr versklavte Könige. Er will keine große Buße, keine langen Gebete oder ähnliches, sondern Er will, dass Sein Wille in euch herrsche und dass euer Wollen kein Leben mehr habe.

Bitte hört doch auf Ihn, und ich bin auch bereit, mein Leben für einen jeden von euch zu lassen, jegliche Pein zu erdulden, wenn ihr Ihm nur die Pforten eurer Seele öffnet, und der Wille meines Jesus über das Menschengeschlecht herrsche und triumphiere!

Das höchste Fiat erwartet uns, es ruft uns, es drängt uns, Besitz zu ergreifen. Wer würde es wagen, das abzulehnen, wer wäre so töricht, nicht auf Seinen Ruf zu hören und so viel Glückseligkeit auszuschlagen?

Legen wir die ärmlichen Lumpen unseres Willens, das Trauergewand unserer Sklaverei ab, in welche dieser uns gestoßen hat. Lasset uns die königlichen Gewänder anlegen und uns mit göttlicher Zierde krönen!"


Die kleine Tochter des Göttlichen Willens

Die Dienerin Gottes, Luisa Piccarreta wurde am Morgen des 23. April 1865 in der Stadt Corato; der Provinz von Bari, in Italien, geboren. Sie wurde an einem Weißen Sonntag (heute auch als der Barmherzigkeitssonntag gefeiert) geboren und, wie es damals üblich war, noch am gleichen Tag getauft. Sie lebte bis zu ihrem Tod in ihrer Geburtsstadt Corato und starb im Ruf der Heiligkeit am 4. März 1947.
Luisa war durch ein geheimnisvolles, medizinisch nicht erklärbares, Leiden für die Dauer von 62 Jahren völlig bettlägerig. In diesem „kleinen Gefängnis" bereitete Jesus sie auf ihre Mission vor, das Leben im Göttlichen Willen kennenzulernen und bekanntzumachen.
In der Zeit von 1884 an bis zu ihrem Tod im Jahre 1947, unterstand Luisa der Leitung und dem Gehorsam verschiedener, vom Bischof ihrer Diözese beauftragter Beichtväter. Unter dem Gehorsam ihres zweiten Beichtvaters sollte sie seit 1899 all das aufschreiben, was zwischen ihr und Jesus geschah, ebenso alles über die Gnaden, die sie kontinuierlich bekam.
So schrieb sie mehr als 2.000 Kapitel, Sammlungen in 36 Bänden (Tagebüchern). Daneben schrieb sie Hunderte von Briefen, "Die Stunden der Passion unseres Herrn Jesus Christus" und "Die Jungfrau Maria im Reich des göttlichen Willens".
Der Heilige Annibale Maria di Francia, der der kirchliche Prüfer der von Luisa geschriebenen Bände war veröffentlichte die ersten 19 Bände ihrer Tagebücher mit Imprimatur des zuständigen Bischofs.
Luisa starb am 4. März 1947, noch bevor sie zweiundachtzig Jahre alt wurde, an einer kurzen, doch tödlichen Lungenentzündung - die einzige diagnostizierte Krankheit in ihrem Leben.
Im Jahre 1993 wurden ihre Überreste dank ihres letzten Beichtvaters Don Benedetto Calvi, ins Heiligtum Santa Maria Greca (Corato) gebracht.
Am 20. November 1994, am Christkönig Fest, gab der Heilige Stuhl dem Erzbischof von Trani-Barletta-Bisceglie, geführt von S.E. Mons. Carmelo Cassati, seine Approbation für die offizielle Eröffnung des Seligsprechungsprozesses.
Am 29. November 2005 schloss S.E. Mons. Giovan Battista Pichierri, aktueller Erzbischof der Erzdiözese, die diözesane Phase, um somit die römische Stufe des Prozesses zu erreichen.
Seit dem 7. März 2006 wird der Prozess für die Seligsprechung Luisas auf vatikanischer Ebene geführt.



Die besondere Mission von Luisa Piccarreta

In den Schriften Luisas spricht Jesus immer wieder über die Gabe des Lebens im Göttlichen Willen. Es ist die gleiche Gabe, die Adam vor dem Sündenfall empfangen und besessen hat.
Die Doktrin (Lehre) über die Gabe des Göttlichen Willens ist in der Heiligen Schrift an vielen Stellen schon grundgelegt und enthalten, aber noch nicht ausführlich geoffenbart.
Die bisherigen Heiligen haben vor allem die äußere Seite der Menschheit Jesu nachgebildet. Sie haben nach dem Willen Gottes gelebt, so wie sie Ihn erkennen und verstehen konnten.
In Luisa sollte das Leben des Göttlichen Willens "auf Erden wie im Himmel" verwirklicht werden. Sie ist das Modell für diese neue Heiligkeit, nach der alle zukünftigen Heiligen des Göttlichen Willens sich bilden sollen.
Jesus hat sie im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten über die Güter und Wirkungen des Göttlichen Willens unterrichtet und sie permanent angehalten, alle Akte ihres Lebens in Seinem Göttlichen Willen zu leben, um aus ihnen genügend Samen zu bilden für die nachfolgenden Generationen der Kinder des Göttlichen Willens.
Die ihr geoffenbarten Wahrheiten des Göttlichen Willens waren für Luisa mit vielen inneren und äußeren Leiden verbunden. So konnte Jesus in ihr das Wirken Seiner eigenen Menschheit gleichsam fortsetzen, um in ihr das Reich des Göttlichen Willens inmitten der Menschheit zu beginnen.


Die besondere Mission von Luisa Piccarreta (Pdf)

Die Schriften der Dienerin Gottes

Luisas Schriften gehören zu den sogenannten Privatoffenbarungen, d.h. sie fügen der allgemeinen Offenbarung, die wir in der Heiligen Schrift finden, nichts hinzu, legen diese jedoch aus und entfalten sie, damit wir sie in einem tieferen Verständnis erfassen und leben können. (Vgl. KKK § 66)
Luisa hat im Laufe von fast vierzig Jahren 36 Bände (Tagebücher) geschrieben, welche Jesus ihr diktiert, bzw. die sie unter Seiner Inspiration verfasst hat. Diese Bände sind unter dem Titel "Das Buch des Himmels" zusammengefasst.
Jesus hat diesen Schriften - den Tagebüchern Luisas - Selber den Titel "Buch des Himmels" verliehen, mit dem besonderen Untertitel: „Der Ruf an das Geschöpf, zurückzukehren in die Ordnung, zum Platz und Zweck, für den es von Gott erschaffen worden ist."
Der Heilige Annibale di Francia war der bischöflich beauftrage Zensor für Luisas Schriften. Die ersten 19 Bände von Luisas Tagebüchern wurden von ihm mit Imprimatur des Bischofs herausgegeben.
Daneben hat sie kleinere Werke wie "Die Stundenuhr der Passion Jesu" und die Betrachtungen über "Die Jungfrau Maria im Reich des göttlichen Willens" verfasst.
Neben den oben aufgeführten Werken sind von Luisa auch zahlreiche Briefe an Personen aus allen Lebensständen hinterlassen, in welchen sie immer wieder auf das Leben im Göttlichen Willen zurückkommt.
Im Zuge des Seligsprechungsprozesses fand auch eine theologische Prüfung ihrer Schriften statt. Mittlerweile wurde bekannt, dass die vom Vatikan beauftragten Zensoren der Schriften beide unabhängig voneinander ein positives Urteil abgegeben hätten.






29.09.2020

Was zählt ist, sich völlig Jesus zu überlassen und in allem Seinen Willen zu tun

20. März 1912

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in ganz leidendem Zustand erblicken und sagte zu mir: „Meine Tochter, sie wollen nicht verstehen, dass alles darauf ankommt, sich Mir ganz hinzugeben und in allem Meinem Willen zu tun. Wenn Ich dies erreicht habe, dränge Ich selbst die Seelen, indem Ich zu jeder von ihnen sage: „Mein Kind, nimm diese Freude, diesen Trost, diese Erleichterung, diese Stärkung an; der Unterschied besteht darin: bevor sie sich ganz Mir hingibt und in allem und stets Meinen Willen tut, gestattete sie sich jene erlaubten Befriedigungen, und dies waren menschliche Dinge; nachher hingegen sind es göttliche Handlungen, und da sie Mir gehören, habe Ich keine Eifersucht mehr; und Ich sage Mir: wenn sie sich dieses erlaubte Vergnügen nimmt, so tut sie es, weil Ich es will. Wenn sie mit anderen Personen Angelegenheiten verhandelt, sich erlaubterweise unterhält, usw. so tut sie das alles, weil Ich es will. Wenn Ich es nicht wollte, wäre die Seele bereit, alles aufzugeben, und daher stelle Ich ihr die Dinge zur Verfügung, denn alles, was sie tut, ist Wirkung Meines Willens, nicht mehr des ihren.
Sag Mir, Meine Tochter, was hat dir gefehlt, seitdem du dich ganz Mir hingegeben hast? Ich habe dir Meine Wonnen, Freuden und Mich Selbst ganz geschenkt zu deinem Glück. Und zwar in der übernatürlichen Ordnung wie in der Ordnung des Glaubens. Ich habe es dir an nichts fehlen lassen: Beichtväter, Kommunionen und alles andere; ja im Gegenteil, da du nur nach Mir verlangtest, wolltest du die Beichtväter nicht so häufig, aber Ich habe dir darin nicht Gehör geschenkt, da Ich will, dass alle, die sich um Meinetwillen aller Dinge entäußern wollen, Überfluss an allem haben sollen.
Meine Tochter, welchen Kummer fühle Ich im Herzen, wenn Ich sehe, dass die Seelen dies nicht verstehen wollen, auch jene, die als die besten gelten.



28.09.2020

Der Göttliche Wille ist die Heiligkeit der Heiligkeiten

15. März 1912

Als ich mich weiter in meinem gewohnten Zustand befand, fühlte ich ein großes Verlangen in mir, den Heiligsten Willen des geliebten Jesus zu tun, und Er kam und sprach zu mir: „Meine Tochter, Mein Wille ist die Heiligkeit jeglicher Heiligkeit. Die Seele, die meinen Willen tut, und zwar nach der Vollkommenheit, die Ich dich lehre, d.h. wie im Himmel so auf Erden, übertrifft, und wäre sie noch so klein, unwissend, unbekannt, alle anderen Heiligen, auch wenn diese Wunder und großartige Bekehrungen gewirkt haben. Noch mehr, Seelen, die Meinen Willen erfüllen, wie es in Meinem dritten Fiat der Fall ist, sind Königinnen, und alle anderen gleichen jenen, die in deren Diensten stehen.
Die Seele, die Meinen Willen tut, scheint zwar nichts zu tun, sie tut hingegen alles, denn da sie in Meinem Willen feststeht, handelt sie „auf göttliche Art und Weise“, verborgen zwar, aber auf erstaunliche Weise. Diese Seelen sind wie Licht, das erleuchtet, reinigender Wind, Feuer, das brennt, sie sind die Kräfte, die Wunder geschehen lassen, denn in diesen Seelen wohnt die Kraft, sie zu wirken. Jene hingegen, die die Wunder vollbringen, sind nur Kanäle. So sind sie die Füße der Missionare, die Zunge der Prediger, die Kraft der Schwachen, die Geduld der Kranken, die Regel und der Gehorsam der Untergebenen, die Geduld der Helden, der Mut der Märtyrer, die Heiligkeit der Heiligen, und so ist es mit allem anderen.
Da sie nämlich in Meinem Willen fest stehen, haben sie Teil an allen Gütern, die es im Himmel und auf Erden geben kann. Siehe, deshalb kann Ich sagen, dass sie Meine wahren Hostien sind, aber lebendige, nicht tote, denn die Trägersubstanzen, die die Hostie bilden, sind weder mit Leben erfüllt, noch haben sie Einfluss auf Mein Leben. Die Seele hingegen, die in Meinem Willen steht, beeinflusst und nimmt teil an allem, was Ich tue: siehst du, dies ist der Grund, warum Mir diese in Meinem Willen konsekrierten Hostien teurer sind als die sakramentalen Hostien selbst; und wenn Ich einen Grund habe, in den sakramentalen Hostien zu existieren, dann den, um die lebendigen Hostien Meines Willens zu bilden.
Meine Tochter, das Wohlgefallen, das Ich an Meinem Willen finde, ist so groß, dass, wenn Ich nur davon sprechen höre, Ich vor Freude aufjuble und den ganzen Himmel zur Festfeier berufe. Mache dir nun selbst eine Vorstellung davon, wie es bei jenen Seelen sein wird, die Ihn erfüllen! Ich finde jede Befriedigung in ihnen und gewähre auch ihnen jede Befriedigung; ihr Leben ist das Leben der Seligen.
Nur zwei Dinge liegen ihnen am Herzen, sind der Gegenstand ihrer Sehnsucht, ihres Verlangens: Mein Wille und die Liebe. Wenig anderes haben sie zu tun, während sie in Wirklichkeit damit alles tun. Auch ihre Tugenden selbst sind in Meinen Willen und in Meiner Liebe aufgesogen, sodass sie mit ihnen nichts mehr zu tun haben, denn Mein Wille enthält alles, besitzt alles, nimmt alles in sich auf, aber in göttlicher, unermesslicher und unendlicher Weise. Das ist das Leben der Seligen im Himmel!“



27.09.2020

Die Höchste Einheit der Willen

1. November 1910

Als ich in meinem gewohnten Zustand war, kam mein geliebter Jesus und sprach zu mir: „Meine Tochter, man besitzt die höchste Einheit, wenn die Seele zu einer solch engen Vereinigung mit Meinem Willen gelangt, dass jeder Schatten ihres eigenen Willen verzehrt wird, sodass nicht mehr unterschieden werden kann, was Mein Wille ist und was der ihre. Mein Wille wird somit zum Leben dieser Seele, und zwar so, dass, was immer Ich verfügen möge, sowohl für sie als auch für die anderen, sie in allem zufrieden ist, alles ihr gerade recht erscheint: der Tod und das Leben, das Kreuz und die Armut, usw. Sie betrachtet alles wie ihre eigenen Angelegenheiten und quasi als notwendig für ihr Leben. Sie kommt so weit, dass nicht einmal die Züchtigungen sie erschrecken, sondern sie ist in allem mit dem Willen Gottes zufrieden, überzeugt, dass Ich das tue, was sie will, und sie tut das, was Ich will. Dies ist die letzte Phase der Vollendung ihres Willens in dem Meinem, die Ich so oft von dir verlangt habe, und die der Gehorsam und die Liebe zum Nächsten dir nicht gestattet haben. Viele Male habe Ich dir nachgegeben und habe die Züchtigungen nicht kommen lassen, aber du hast Mir nicht nachgegeben, so dass Ich gezwungen war, Mich vor dir zu verbergen, um frei zu sein, wenn die Gerechtigkeit Mir auferlegte, die Geißel zu ergreifen und die Völker zu züchtigen. Es gibt keine größere Macht, weder im Himmel noch auf Erden, als eine Seele, die in allem und für alles in Meinem Willen verzehrt ist: sie kommt soweit, Mich schwach zu machen und sie entwaffnet Mich, wie es ihr gefällt. Darin besteht die höchste Vereinigung. Dann gibt es auch die niedrige Vereinigung, wenn die Seele wohl ergeben ist, aber Meine Verfügungen nicht als ihre Sache, als ihr Leben ansieht; weder ist sie in Meinem Willen glücklich noch verschmelzt sie ihren Willen mit dem Meinen. Diese Seele sehe Ich wohl an, aber es gelingt ihr nicht, dass sie Mich in sie verliebt macht, noch dass Ich nach ihr ganz 'verrückt' bin, wie es bei der höchsten Einheit der Fall ist.“



26.09.2020

Im Göttlichen Willen zu leben, ist mehr, als die sakramentale Kommunion zu empfangen

23. März 1910

(siehe Anmerkung zur Textstelle vom 8.4. 1908)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand und über Seine Abwesenheit beklagte, kam Jesus kurz und sprach zu mir: „Meine Tochter, Ich empfehle dir, nie aus Meinem Willen herauszutreten, denn Er beinhaltet eine solche Macht, dass Er gleichsam eine neue Taufe für die Seele wird, ja mehr als die Taufe selbst, denn in den Sakramenten ist ein Teil Meiner Gnaden, in Meinem Willen hingegen ist die ganze Fülle der Gnade. In der Taufe wird der Makel der Erbsünde hinweggenommen, aber es bleiben die Leidenschaften und die Schwächen; in Meinem Willen aber - wenn die Seele den eigenen Willen vernichtet, vernichtet sie die Leidenschaften, die Schwächen und alles, was menschlich ist, und sie lebt aus den Tugenden, der Stärke und allen göttlichen Eigenschaften. „
Als ich das hörte, dachte ich bei mir: „Bald wird Er sagen, dass Sein Wille schöner ist als selbst die sakramentale Kommunion“, und Er fügte hinzu: „Sicher, gewiss, da die sakramentale Kommunion einige Minuten lang währt, und Mein Wille dagegen immerwährende Kommunion ist, ja sogar ewige, da sie sich im Himmel verewigt. Die sakramentale Kommunion ist Hindernissen unterworfen, entweder wegen Krankheit oder aus einem Bedürfnis heraus, oder von Seiten derer, die sie spenden sollen; während die Kommunion Meines Willens keinem Hindernis unterworfen ist; es genügt, dass die Seele sie will, und alles ist getan; niemand kann ihr ein so großes Gut verwehren, das die Glückseligkeit der Erde und des Himmels darstellt, weder die Dämonen, noch die Kreaturen, noch Meine eigene Allmacht! Die Seele ist frei, und niemand hat ein Recht über sie, was Meinen Willen betrifft.
Daher empfehle Ich Ihn und wünsche so sehr, dass Meine Geschöpfe Ihn annehmen. Es ist die Sache, an der Mir am meisten gelegen ist, die Mir am meisten am Herzen liegt; alle anderen
Dinge, auch die heiligsten, interessieren Mich nicht so wie Er, und wenn Ich erreiche, dass die Seele in Meinem Willen lebt, dann triumphiere Ich, denn in Ihm ist das größte Gut eingeschlossen, das es im Himmel und auf Erden geben kann.“



25.09.2020

Die Geschichte des „Warum“

30. Januar 1909

Als ich in meinem gewohnten Zustand war, befand ich mich außerhalb von mir. Ich glaubte, eine Seele vom Fegefeuer zu sehen, die mir bekannt war, und ich sagte zu ihr: „Sage mir, wie ich vor Gott dastehe; ich fürchte mich sehr, besonders was den Zustand betrifft, in dem ich mich befinde.“ Und jene gab mir zur Antwort: „Es braucht nicht viel, um zu wissen, ob es gut oder schlecht um dich bestellt ist; wenn du das Leiden schätzt, steht es gut um dich, sonst schlecht. Denn wer das Leiden schätzt, der schätzt Gott, und wenn man Ihn schätzt, kann man Ihm nie missfallen. Denn die Dinge, die man schätzt, werden hochgeachtet, man hält sie für lieb und teuer und bewacht sie mehr als sich selbst. Ist es jemals möglich, dass jemand sich selbst Böses wünscht? So ist es unmöglich, Gott gefallen zu können, indem man Ihn missachtet.“
Dann kam der geliebte Jesus und sagte zu mir: „Meine Tochter, die Geschöpfe fragen bei fast allen Ereignissen, die geschehen, immer wieder: 'Und warum? Warum? Warum? Warum diese Krankheit? Warum dieser Seelenzustand? Warum diese Züchtigung?' Und so viele andere Warum.
Die Erklärung des „Warum“ wird nicht auf Erden geschrieben, sondern im Himmel, und dort werden sie alle lesen. Weißt du, was das Warum ist? Es ist der Egoismus, der ständig die Eigenliebe nährt. Weißt du, wo das Warum geschaffen wurde? In der Hölle. Wer war der erste, der es aussprach? Ein Teufel.
Die Wirkungen, die das erste Warum hervorbrachte, waren der Verlust der Unschuld im Garten Eden selbst, der Krieg der unversöhnlichen Leidenschaften, der Ruin so vieler Seelen, die Übel des Lebens; die Geschichte des Warum ist lang. Es genügt, dir zu sagen, dass es kein Übel in der Welt gibt, das nicht den Stempel des Warums trägt. Das Warum ist die Zerstörung der Göttlichen Weisheit in der Seele.
Und weißt du, wo das Warum begraben werden wird? In der Hölle, um die Seelen in Ewigkeit ruhelos zu machen, ohne ihnen Frieden zu gewähren.
Die Kunst des Warum ist es, die Seelen in den Krieg zu führen, ohne ihnen jemals Ruhe zu gewähren.



24.09.2020

Wirkungen des Kreislaufs des Göttlichen Willens in der Seele

3. Mai 1908

Als ich in meinem gewohnten Zustand fortfuhr, sprach Jesus zu mir: „Meine Tochter, in der Seele, die den Willen Gottes tut, kreist Mein Wille in ihrem ganzen Sein, wie das Blut darin zirkuliert; die Seele steht also in ständigem Kontakt mit Mir, mit Meiner Macht, Weisheit, Barmherzigkeit und Schönheit. Und da sie nicht mehr aus ihrem Willen heraus lebt, lebt ihr Wille in dem Meinem; und so wie Mein Wille in dem ihrem kreist, so zirkuliert der ihre in Meinem ganzen Sein, weshalb Ich beständig Kontakt mit ihr wahrnehme und Mich beständig von der Seele berührt fühle; wie sehr fühle Ich Mich gedrängt sie zu lieben, zu bevorzugen und sie in allem zu erhören, worum sie Mich bittet! Sie bittet um nichts anderes, als was Ich will - das will sie und dies allein macht sie glücklich, für sich und für die anderen. Ihr Leben ist mehr im Himmel als auf der Erde; dies ist also die Frucht, die Mein Wille hervorbringt: die Seele schon vor der Zeit zu beseligen.“



23.09.2020

Für den, der im Göttlichen Willen lebt, ist dies immer eine beständige Hl. Kommunion

8. April 1908

Ich war betrübt, weil ich die Kommunion nicht jeden Tag empfangen konnte, und der gute Jesus sprach bei Seinem Kommen zu mir: „Meine Tochter, es ist wahr, dass es etwas Großes ist, zu kommunizieren, aber Meine sakramentale Vereinigung mit der Seele dauert nicht mehr als eine Viertelstunde. Was dir mehr am Herzen liegen soll, ist die vollständige Auflösung deines Willens in dem Meinen, denn wer in Meinem Willen lebt, erfreut sich nicht nur eine Viertelstunde Meiner innigen Vereinigung, sondern immer, jederzeit. Da Mein Wille in ständiger Kommunion mit der Seele ist, deshalb ist es nicht ein einziges Mal am Tag, sondern zu allen Stunden und allen Augenblicken immer Kommunion für den, der in Meinem Willen lebt.“
Anmerkung: Unser Herr wünscht die innigst mögliche Vertrautheit mit Seinen Kindern, die Er um solch großen Preis erlöst hat. In den vollständigen Texten der verschiedenen Schriften Luisas offenbart unser Herr, wie Er auf Erden zugegen blieb in den konsekrierten sakramentalen Hostien, die in den Tabernakeln auf der ganzen Welt aufbewahrt werden, um bei Seinen Kindern zu bleiben und dass Er in der Neuen Ära des Reiches des Göttlichen Willens sehnlichst verlangt, lebendige Hostien aus denen zu gestalten, die im Göttlichen Willen leben wollen. Jesus kann Sein göttliches Leben in den sakramentalen Hostien einschließen, weil diese keinen Willen haben, der dem Göttlichen Willen entgegenstünde. In jenen Seelen, die in Seinem Willen leben werden, findet Jesus ihren freien Willen nicht mehr vor, der sich dem Göttlichen widersetzt, und so kann Er diese Seelen in lebendige Hostien verwandeln, indem Er Sein göttliches Leben in die Akte einschließt, die sie im Göttlichen Willen vollbringen. Diese Akte, die Sein wirkliches, wahres Leben beinhalten, bleiben in der Seele und ermöglichen es Jesus und Seinen Geschöpfen, in beständiger und inniger Kommunion zu leben.
In den sakramentalen Hostien geschieht die Wesensverwandlung (Transsubstantiation), und Jesus bildet Sein wahres Leben in diesen Hostien; aber die Gestalten (Akzidenzien), die die Hostie bilden, sind unfähig, Jesu Liebe mit Liebe zu erwidern, Seine Freude mit Freude, usw. In den lebendigen Hostien, die in Seinem Willen konsekriert sind, erreicht Jesus was Er will, nicht durch Transsubstantiation, sondern auf andere Art. Er bildet Sein wahres Leben in den Akten, die im Göttlichen Willen getan werden, die in ihren Seelen selbst enthalten sind, und Er hat mehr Wohlgefallen an diesen lebendigen Hostien als an den sakramentalen Hostien, weil die lebendigen Hostien in aktiver Wechselbeziehung mit Ihm stehen können: Liebe für Liebe, Freude für Freude,...; Jesu wahres Leben ist die unerschaffene Quelle des mystischen Lebens der Gnade, die erschaffen ist.
Unser Herr wünscht nicht nur diese Art von Gegenseitigkeit, (die Er nur von jenen Seelen erhalten kann, die in Seinem Willen leben), sondern Er wünscht eine ständige innige Kommunion mit ihnen. (siehe Textstelle vom 8.4.1908).
Und in einem anderen Text von Luisa steht, dass, unabhängig von der Tiefe des Verlangens der Seele oder der Vorbereitung auf die sakramentale Kommunion, der menschliche Wille immer irgendein Hindernis für den Strom der Wohltaten dieses Sakraments wie auch der anderen Sakramente bildet. Erst wenn der Göttliche Wille frei und unbeschränkt in den Seelen herrscht, werden die Sakramente all den Nutzen hervorbringen, den sie bringen könnten.
In anderen Textstellen legt Jesus dar, wie sogar die Akte, die von den Seelen verrichtet werden, die im Göttlichen Willen leben, Sein Göttliches Leben einschließen, daher bilden diese Akte geistliche Hostien. Dies war bereits am Beginn der Menschheit verwirklicht, in den Handlungen unserer Stammeltern Adam und Eva, wie auch bei der Seligsten Jungfrau Maria.
Über allem ist der Göttliche Wille, der die unerschaffene Ursache von allem ist, was existiert. Es ist gerade der Göttliche Wille, der die Quelle der Sakramente selbst ist und der alle Segnungen und Güter mitteilt, die die Sakramente in sich enthalten.


22.09.2020

Alles, was die Mutter und Königin in sich enthält, hat seine Wurzel und seinen Ursprung im Fiat

5. April 1908

Als ich weiter in meinem gewohnten Zustand war, erblickte ich in einem Garten die Königin und Mutter auf einem ganz hohen Thron. Ich brannte vor Verlangen, zu ihr hinzugehen und ihr die Hand zu küssen, aber während ich mich bemühte, hinaufzusteigen, kam sie mir entgegen und gab mir einen Kuss auf mein Angesicht. Ich blickte sie genau an und sah in ihrem Inneren etwas wie eine Kugel von Licht, und in diesem Licht stand das Wort „FIAT“, und von diesem Wort ginge so viele verschiedene endlose Meere von Tugenden, Gnaden, Größe, von Herrlichkeiten, Freuden, Schönheiten aus, sodass all ihre Güter von jenem Fiat ihren Anfang nahmen.
O Allmächtiges, fruchtbares, heiliges Fiat, wer kann Dich begreifen? Ich verstumme vor deiner Unermesslichkeit!
Während ich verwundert fortfuhr, Sie zu bewundern, sagte Sie, ganz Zärtlichkeit, zu mir: „Meine Tochter, meine ganze Heiligkeit ist aus dem Wort Fiat hervorgegangen... Jeder Atemzug, jeder Schritt, jede Handlung, alles tat ich im Willen Gottes. Er war meine Speise, mein Alles, und dies verlieh mir Heiligkeit, Reichtümer, Herrlichkeiten, Ehren, nicht menschliche, sondern göttliche.
Je mehr die Seele also mit dem Willen Gottes vereint, verschmolzen ist, umso mehr kann sie sich heilig nennen; desto mehr wird sie von Gott geliebt, desto mehr wird sie bevorzugt, weil das Leben dieser Seele nichts anderes ist als die Abbildung des Willens Gottes; und Er kann nicht anders als sie lieben, wenn sie Seine eigene Sache ist. So soll man also nicht darauf schauen, ob man viel oder wenig tut, sondern eher darauf, ob es von Gott gewollt ist, denn Gott sieht mehr auf den kleinen Akt, der gemäß Seinem Willen ist, als auf große Handlungen ohne Ihn.



21.09.2020

In den Göttlichen Willen gehen keine unempfindlichen Gefühle noch Fehler ein

19. Juni 1907

Als ich mit einer Person über den Willen Gottes gesprochen hatte, hatte ich beiläufig erwähnt, dass, wenn man im Willen Gottes sei und sich in Trockenheit fühle, man sich doch im Frieden befände.
Nun, da ich mich in meinem gewohnte Zustand befand, hat mich Jesus korrigiert und sagte zu mir: „Meine Tochter, gib wohl Acht, wenn du von Meinem Willen sprichst, denn Er ist so glückselig, dass Er Unsere eigene Glückseligkeit bildet. Und der menschliche Wille ist so unglücklich, dass, wenn er in den Unseren eintreten könnte, Unser Glück zerstören und mit Uns Krieg führen würde. Deswegen treten weder Trockenheit noch Fehler, noch Beunruhigungen noch Kälte in Meinen Willen ein, denn Mein Wille ist Licht und enthält alle Freuden, die möglich sind. Der menschliche Wille ist nichts als eine Portion Dunkelheit voller Ekel. Wenn also die Seele schon in Meinem Willen ist, bevor sie eintritt, mit Ihm in Kontakt tritt, hat das Licht den Anteil der Finsternis aufgelöst, um sie in Mein Licht zu verwandeln, die Wärme hat das Eis und die Trockenheit geschmolzen, die göttlichen Freuden haben die ekelerregenden Dinge weggenommen, Meine Glückseligkeit hat sie von aller Unglückseligkeit befreit.



20.09.2020

Die Seele sollte in ihrem Geist die Wahrheiten säen, die sie erfahren hat

4. Juli 1907

Ich dachte daran, wie böse ich geworden bin, und doch korrigiert mich der Herr nicht, noch tadelt Er mich. Während ich daran dachte, fühlte ich, wie Er sich in meinem Inneren bewegte, und Er sprach zu mir: „Meine Tochter, gehe nur, gehe! Wenn Ich die Güte, Barmherzigkeit und Milde bin, bin Ich auch die Gerechtigkeit, Stärke, Macht; hätte Ich dich gesehen, wie du zurückweichst oder freiwillige Fehler begehst, angesichts so großen Gnaden, die Ich dir verliehen habe, so verdientest du, niedergeschmettert zu werden, und Ich hätte dich tatsächlich gestraft. Wenn Ich es nicht tue, verstehst du selber warum, und wenn Ich nicht immer zu dir spreche, säe stets in deinem Geist die Wahrheiten, die Ich dich gelehrt habe, und dann tritt ein in dein Inneres, vereinige dich mit Mir, und Ich werde immer zusammen bei dir sein, um im Inneren zu wirken.



19.09.2020

Im Göttlichen Willen sind die Sünden der Vergangenheit vergessen

1. Juli 1907

Ich las von einer Heiligen, die immer an ihre Sünden dachte und Gott um Schmerz und Verzeihung für ihre Sünden bat, deshalb sagte ich zu Jesus: 'Herr, welch ein Unterschied zwischen mir und dieser Heiligen! Ich denke nie an die Sünden, und jene denkt immer daran; man sieht, dass im Unrecht bin.'
Und Jesus sagte sofort: 'Kann etwa Mein Wille Sünden und Unvollkommenheiten hervorbringen? Er ist immer heilig, und wer in ihm lebt, ist schon geheiligt, freut sich und ist glücklich; und wenn er auch in der Vergangenheit Sünden begangen hätte, vergisst er, da er sich in der Schönheit, in der Heiligkeit, in der Unermesslichkeit der Güter befindet, die Mein Wille enthält, die Hässlichkeit seiner Vergangenheit und denkt nur an das Gegenwärtige; wenn er aus Meinem Willen heraustritt und zum eigenen Sein zurückkehrt, ist es kein Wunder, dass er sich an Sünden und Erbärmlichkeiten erinnert.
Denk daran, dass in Meinen Willen jene Gedanken über die Sünden und über sich selbst nicht eintreten, noch eintreten können; und wenn die Seele ihrer gewahr wird, so heißt das, dass sie nicht stabil noch fest in Mir ist, sondern dass sie Austritte macht.“
Als ich mich später in meinem gewohnten Zustand befand, sagte Er zu mir, kaum, dass ich Ihn erblickte: „Meine Tochter, die Wahrheit, wie sehr sie auch verfolgt sein mag, kann nichts anderes tun als als Wahrheit anerkannt zu werden. Und es kommt die Zeit, da gerade jene verfolgte Wahrheit anerkannt und geliebt wird. In diesen traurigen Zeiten ist alles Falschheit und Doppelzüngigkeit, und um zu bewirken, dass die Wahrheit herrschen könne, verdient der Mensch geschlagen und vernichtet zu werden; und einen Teil dieser Züchtigungen werden sie sich selbst verschaffen und sich gegenseitig vernichten, ein Teil wird von Mir kommen... „



18.09.2020

Die Seele, die sich selbst dem Göttlichen Willen hingibt, erlangt Gott mit allen Seinen Gütern wieder

23. Juni 1907

Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand und da ich sah, dass der gebenedeite Jesus nicht kam, dachte ich bei mir, was wohl der schönste und unserem Herrn wohlgefälligste Akt sei, der Ihn leichter dazu bewegen könne, dass Er käme: der Schmerz über die eigenen Sünden oder die Ergebung. In diesem Augenblick kam Jesus und sagte zu mir: „Tochter, der schönste Akt, der Mir am meisten gefällt, ist die Hingabe an Meinen Willen, aber so, dass man sich nicht mehr erinnert, dass das eigene Ich existiert und dass die Seele alles ist für den Göttlichen Willen. Der Schmerz über die eigenen Sünden ist gut und lobenswert, aber er vernichtet nicht das eigene Sein, sondern nur das „Sich vollständig Meinem Willen Überlassen“ vernichtet das eigene Sein und lässt die Seele das göttliche Sein wiedererlangen.
Daher gibt Mir die Seele, wenn sie sich Meinem Willen überlässt, Mir mehr Ehre, weil sie Mir all jenes gibt, was Ich von der Kreatur fordern kann, und indem sie so in Mir wiedererlangt, was von Mir ausgegangen ist, kommt die Seele dahin, all das wiederzugewinnen, wonach sie allein streben soll, nämlich Gott, mit allen Gütern, die Gott Selbst besitzt. Also nur, wenn die Seele gänzlich im Willen Gottes steht, erlangt sie Gott wieder, und sobald sie aus Meinem Willen heraustritt, erlangt sie das eigene Sein wieder mit allen Übeln der verdorbenen Natur.“



17.09.2020

Die größte Heiligkeit, die man anstreben kann ist die, im Göttlichen Willen zu leben

20. Januar 1907

Nachdem ich das Leben von zwei Heiligen gelesen hatte, von denen eine sich sehr nach dem Leiden sehnte, die andere danach strebte, klein zu sein, dachte ich bei mir, wer von den beiden die bessere sei, um sie nachahmen zu können, und da ich es nicht für mich entscheiden konnte, fühlte ich mich in der Klemme.
Inzwischen sagte ich, um frei sein und nur daran denken zu können, Jesus zu lieben, zu mir selbst: 'Ich will nach nichts trachten als Ihn zu lieben und Seinen Heiligen Willen vollkommen zu erfüllen.' In diesem Augenblick sprach der Herr im Inneren zu mir: „Und Ich will dich hier, in Meinem Willen; denn wenn das Getreidekorn nicht unter der Erde begraben wird und in allem stirbt, kann es nicht zum Leben auferstehen und sich vervielfältigen. So kann die Seele, solange sie sich nicht in Meinem Willen begräbt und nicht allem stirbt, indem sie ihren Willen in dem Meinen zunichte macht, nicht zu neuem göttlichen Leben auferstehen, mit der Wiedergeburt aller Tugenden Christi, die die wahre Heiligkeit in sich enthalten. Daher sei Mein Wille das Siegel, das dein Inneres präge, und wenn Er alles in dir wieder erstehen lassen hat, wirst du dort die wahre Liebe vorfinden. Dies ist die beste von allen Heiligkeiten, nach denen die Seele streben kann.“



16.09.2020

Wie der Göttliche Wille alles Gute in sich enthält

15. Dezember 1906

Jesus sagte zu mir: „Meine Tochter, da der Göttliche Wille die einzige substantielle Nahrung ist, die jeden Geschmack und alle Wonnen enthält, die der Seele angepasst sind, findet diese ihre köstliche Nahrung in Ihm, stillt darin ihr Verlangen, die Neigung hat nichts mehr, wohin sie zielen könnte, weil sie gefunden hat, was sie befriedigt; der Wille hat nichts mehr, was er wünschen sollte: indem er sich selbst verlässt, d.h. das, was seine Qual bildete, hat er den Göttlichen Willen gefunden, der sein Glück darstellt; er hat die Armut zurückgelassen und Reichtum gefunden, nicht jenen, der menschlich ist, sondern göttlich. Kurz, all das Innere einer Seele findet im Göttlichen Willen seine Nahrung, besser gesagt, die Arbeit, mit der sie beschäftigt und von der sie ganz in Anspruch genommen bleibt, und während sie darin all ihre Befriedigung findet, findet sie darin auch etwas zu tun, zu lernen und immer neue Dinge zu verkosten. Ausgehend von einer geringeren Wissenschaft erlernt die Seele höhere Kenntnisse, von kleinen Dingen schreitet sie fort zu großen Dingen, von einem Wohlgeschmack zu anderen Freuden; und es bleibt für sie in dieser Atmosphäre des Göttlichen Willens immer etwas zu verkosten.“



15.09.2020

Der unermessliche Nutzen des Wirkens in inniger Vereinigung mit Jesus

28. November 1906

Für kurze Zeit sah ich meinen geliebten Jesus, und es schien, als ob Er sich ganz in Mich umwandelte, so dass, wenn ich atmete, ich Seinen Atem in dem meinen fühlte, wenn ich einen Arm bewegte, ich den Seinen in meinem fühlte, und so war es mit allem. Während Er so tat, sprach Er zu mir: „Meine geliebte Tochter, siehst du, in welch enger Vereinigung Ich mit dir stehe? So will Ich, dass du ganz eng mit Mir vereint seist; und glaube nicht, dass du das nur tun sollst, wenn du leidest oder betest, sondern immer, immer, wenn du dich bewegst, wenn du atmest, wenn du arbeitest, wenn du isst, wenn du schläfst, alles musst du so tun als tätest du es in Meiner Menschheit, als ob dein Wirken von Mir ausginge, in der Art und Weise, dass all das deine nichts als die Schale sein soll, und ist die Schale deines Wirkens aufgebrochen, so muss man die Frucht des göttlichen Werkes vorfinden, und dies musst du zum Nutzen aller Kreaturen tun, wie wenn meine lebendige Menschheit sich inmitten der Menschen befände. Denn wenn du alles, auch die gleichgültigsten Handlungen, mit dieser Meinung verrichtest, von Mir das Leben zu empfangen, so gewinnen deine Handlungen das Verdienst Meiner Menschheit. Da Ich Mensch und Gott bin, enthielt Ich in Mir Selbst alles, d.h. in Meinem Atemzug beinhaltete Ich die Atemzüge aller Geschöpfe, in Meiner Bewegung die Bewegung aller, in Meinem Gedanken die Gedanken aller, daher heiligte und erneuerte Ich alles. Daraus folgt, dass, wenn du in allem so wirkst, du aus Mir dein Wirken entnimmst, auch du dahin kommst, alle Kreaturen in dir einzuschließen und zu enthalten, und deine Handlungen werden sich zum Wohl aller Geschöpfe ausbreiten; so dass Ich also, trotz der Tatsache, dass die anderen Mir nichts gegeben haben, Mir alles von dir nehmen werde.“



14.09.2020

Wie der Göttliche Wille das Paradies für die Seele und für Gott bildet

3. Juli 1906

Jesus sagte zu mir: „Meine Geliebte, die Seele, die in Meinem Willen lebt, ruht, denn der Göttliche Wille tut alles für sie, und während Ich für sie arbeite, finde Ich hierin die schönste Ruhe, so dass der Göttliche Wille Ruhe für die Seele und Ruhe für Gott in der Seele darstellt. Und während die Seele im Göttlichen Willen ruht, saugt sie das göttliche Leben ein, und bildet daraus ihre ständige Nahrung. Der Wille Gottes ist das Paradies für die Seele auf Erden, und die Seele, die den Willen Gottes tut, gelangt dazu, das Paradies Gottes auf Erden zu bilden. Der Wille Gottes ist der einzige Schlüssel, der die Schätze der göttlichen Geheimnisse öffnet, und die Seele erlangt eine solche Vertrautheit im Haus Gottes, dass sie herrscht, als wäre sie Besitzerin.“
Es gibt keine Gnaden, die, aus Meinem Willen hervorgehend, allen Kreaturen im Himmel und auf Erden verliehen werden, an denen jene Seele, die in Meinem Willen lebt, nicht die erste wäre, die daran Anteil hätte; und dies ist natürlich, denn wer im Haus seines Vaters lebt, hat Überfluss an den Gütern, die er besitzt, und wenn jene, die draußen sind, etwas erhalten, dann sind es die Überreste von dem, der drinnen lebt.



13.09.2020

Die Tugenden lassen uns eine gewisse Höhe erreichen - im Göttlichen Willen gibt es keine Grenzen

12. Februar 1906

... Jesus sagte zu mir: Meine Tochter, alle Tugenden der Geschöpfe errichten in der Seele eine Mauer von bestimmter Höhe, aber die Mauer der Seele, die im Willen Gottes lebt, ist eine so hohe und so tiefe Mauer, dass diese Höhe und Tiefe nicht erkannt werden kann, sie ist ganz aus reinem und massivem Gold, keinem Unheil unterworfen, denn da diese Mauer im Göttlichen Willen ist, d.h. in Gott, bewacht Er sie Selbst, und gegen Gott kommt keine Macht auf. Während die Seele in diesem Göttlichen Willen lebt, wird sie von einem Licht umhüllt, das ganz ähnlich Dem ist, in Dem sie lebt; und auch im Himmel wird sie mehr als die anderen erstrahlen und wird für die Heiligen selbst Anlass zu größerer Glorie sein. Ach, Meine Tochter, denke ein wenig darüber nach, welche Atmosphäre von Frieden, von Wohltaten allein das Wort Wille Gottes beinhaltet! Die Seele fühlt sich beim bloßen Gedanken daran, in dieser Umgebung leben zu wollen, schon umgewandelt; eine göttliche Atmosphäre umgibt sie, sie fühlt, wie sie ihr menschliches Sein verliert, und fühlt sich vergöttlicht; war sie ungeduldig, wird sie geduldig, war sie hochmütig, wird sie demütig, gefügig, liebevoll, gehorsam; mit einem Wort, die da arm war, wird reich, und alle anderen Tugenden erheben sich, um einen Kreis zu bilden um diese hohe Mauer, die keine Begrenzung hat. So bleibt die Seele verloren in Gott, sie verliert ihre eigenen Grenzen und gewinnt jene des Göttlichen Willens.



12.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil XI)

27. September 1938

Alles, was Ich über Meinen Willen ausgesagt habe, kann Ich eine neue Schöpfung nennen, schöner, vielgestaltiger, majestätischer als die Schöpfung selbst, die alle sehen. Ja, mehr noch, o wie sehr bleibt diese zurück! Und wie es dem Menschen unmöglich ist, sie zu vernichten, das Sonnenlicht zu ersticken, das Ungestüm des Windes und die Luft, die alle einatmen zu verhindern und aus allen Dingen eine Haufen Schutt zu machen, so können sie nichts von dem, was Ich gesagt habe ersticken, noch weniger vernichten. Es ist eine neue sprechende Schöpfung, und jede Wahrheit trägt den Stempel, das Siegel Unseres Göttlichen Lebens; in den Wahrheiten, die Ich dir geoffenbart habe, sind daher die Sonnen enthalten, die sprechen, die Winde, die reden und in Meinem Willen alles umstürzen, bis sie die Kreatur mit der Gewalt Meiner Macht bestürmen können; in diesen Wahrheiten gibt es Meine verschiedenartigen Schönheiten, die die Kreaturen hinreißen werden, die Meere der Liebe, von denen sie ständig überflutet werden und die mit ihrem sanften Rauschen die Herzen erobern werden, um Mich zu lieben.
In diese Wahrheiten habe Ich alle möglichen und vorstellbaren Güter hineingelegt: Liebe, die besiegt, die entführt, die versüßt, die erschüttert; nichts fehlt, um die Kreatur zu beherrschen und Meinen Willen mit Würde und Majestät, gemeinsam mit dem Heer Meiner Wahrheiten herabsteigen und unter ihnen regieren zu lassen; und es wird der Kreatur nicht erlaubt sein, diese Meine neue Schöpfung zu verheimlichen; Ich werde sie gut zu bewachen und zu verteidigen wissen. Und außerdem, Meine Tochter, diese neue Schöpfung kostet Mich nicht die Arbeit von sechs Tagen, sondern von gut fünfzig Jahren und mehr. Wie könnte Ich zulassen, dass sie jemals unterdrückt werde, dass sie kein Leben habe und nicht bekannt werde? Dies wäre so, wie wenn Ich nicht genügend Macht besäße, was nicht sein kann. Ich werde auf sie achtzugeben wissen und sie werden auch kein einziges Wort von Mir antasten und zerstören können: es kostet Mich zu viel! Und wenn die Dinge sehr viel kosten, gebraucht man alle Mittel, alle Künste, man setzt auch das eigene Leben ein, um die Absicht zu erreichen.
Lasse Mich daher das Werk dieser neuen Schöpfung vollenden, mach dir keine Gedanken darüber, was sie sagen und tun: dies ist die gewöhnliche menschliche Unbeständigkeit, dass sie bei einem Windhauch Schwarz sehen, bei einem anderen Windhauch sich die Binde abnehmen und Weiß sehen; daher werde Ich alle zu überwältigen wissen und Meine Wahrheiten wie ein Kriegsheer ausziehen lassen, um die Kreaturen zu beherrschen; Geduld braucht es von Meiner Seite und von deiner Seite; gehen Wir voran ohne unsere Einstellung zu ändern.



11.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil X)

18. September 1938

Ich bin im Meer des Göttlichen Willens unter unermesslichen Bitterkeiten und erniedrigendsten Demütigungen wie eine arme Verurteilte. Und wenn nicht Jesus meine Stütze, Kraft und Hilfe wäre, weiß ich nicht, wie ich leben sollte. Und mein süßer Jesus, Der einen Teil meines Leidens auf Sich nahm, litt zusammen mit mir und sprach im Feuer Seines Schmerzes und Seiner Liebe zu mir: „Meine liebe Tochter, wenn du wüsstest, wie sehr Ich leide, wenn du es sehen könntest, würdest du vor Schmerz sterben; Ich bin gezwungen, alles, die ganze Qual, die Grausamkeit der Leiden, die Ich fühle, zu verbergen, um dich nicht mehr zu betrüben.
Wisse, dass sie nicht dich verurteilt haben (Anm.: am 13. Juli 1938 wurden drei Publikationen bzgl. der Schriften über den Göttlichen Willen von Luisa Piccarreta verworfen), sondern Mich zusammen mit dir: Ich fühle Meine Verurteilung erneuert; wenn man das Gute verurteilt, heißt das, Mich Selbst zu verurteilen. Du jedoch vereinige deine und Meine Verurteilung in Meinem Willen mit jener, die Ich erlitt, als Ich gekreuzigt wurde, und Ich werde dir das Verdienst Meiner Verurteilung geben und alle Gnaden, die sie hervorbringt: sie bewirkte, dass Ich starb, brachte Meine Auferstehung zum Leben, in der alle das Leben und die Auferstehung aller Güter finden sollten.
Mit ihrer Verurteilung glauben sie, all das zu vernichten, was Ich über Meinen Göttlichen Willen gesagt habe, Ich werde hingegen solche Züchtigungen und traurige Ereignisse zulassen, dass Ich so Meine Wahrheiten schöner, majestätischer mitten unter den Völkern auferstehen lassen werde. Ich Meinerseits und du deinerseits, rücken wir also nicht ab, fahren Wir fort zu tun, was Wir getan haben, wenn auch alle sich gegen Uns stellen. Dies ist Meine göttliche Handlungsweise, dass Ich, wieviel die Geschöpfe auch Böses tun, niemals Meine Werke aufgebe, sie stets mit Meiner Macht und schöpferischen Kraft erhalte aus Liebe zu denen, die Mich beleidigen; Ich liebe sie immer, ohne jemals aufzuhören.
Indem Wir uns nie verändern, werden Unsere Werke vollendet, bleiben immer schön, tun allen Gutes; wenn Wir Uns ändern würden, würden alle Dinge zugrunde gehen, kein Gut käme zu Ende. Daher will Ich dich auch in dieser Angelegenheit mit Mir zusammen, immer fest und ohne dass du dich je von Meinem Willen trennst und dass du das tust, was du bis jetzt getan hast: aufmerksam Mich anzuhören, um die Erzählerin Meines Willens zu sein. Meine Tochter, was heute nichts nützt, wird morgen angebracht sein; das was heute Dunkelheit zu sein scheint, weil es Personen mit blindem Geist antrifft, wird sich morgen für andere, die Augen haben, in die Sonne verwandeln, und wieviel Gutes werden sie stiften!
Fahren Wir also fort zu tun, was Wir getan haben, tun Wir für Unseren Teil das, was nötig ist, damit nichts fehle an Hilfe, an Licht, an Gutem, an überraschenden Wahrheiten, damit Mein Wille erkannt werde und herrsche. Ich werde Mich aller Mittel der Liebe, der Gnaden, der Züchtigungen bedienen, Ich werde alle Standpunkte der Kreaturen anrühren, um Meinen Willen regieren zu lassen; und wenn es scheinen wird, dass das wahre Gut sterben solle, wird es schöner und majestätischer auferstehen... Mut, Meine liebe Tochter, habe keine Angst, komm in Meinen Göttlichen Willen, damit Sein Licht von dir die traurige Sicht wegnimmt, in der sich die Welt befindet, und indem Ich zu dir von Meinem Willen spreche, werden Wir die Qualen lindern, die Wir leider alle beide erleiden.



10.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil IX)

13. September 1926 (Fortsetzung)

Wer hat nun bis jetzt jemals mit Interesse, mit Eindringlichkeit darum gebetet, sein eigenes Leben opfernd, dass das Reich des Höchsten Fiat auf Erden komme und triumphiere und herrsche? Niemand. Es ist wahr, dass die Kirche das Vater Unser betet, seit Ich auf die Erde kam, in dem darum gebetet wird, dass Mein Reich komme, damit Mein Wille wie im Himmel so auf Erden geschehe. Aber wer denkt schon an die Bitte, die er ausspricht? Man kann sagen, dass die ganze Bedeutung einer derartigen Bitte in Meinem Willen verblieb und die Geschöpfe es nur beten, um es zu beten, ohne zu verstehen und ohne wirkliches Interesse, das zu erlangen, worum sie bitten.
Daher, Meine Tochter, ist alles im Geheimen verborgen, während man auf Erden lebt; alles erscheint mysteriös und wenn man etwas erkennt, ist es so spärlich, dass der Mensch immer dazu neigt über alles, was Ich in Meinen Werken durch den Schleier der Kreaturen hindurch wirke, etwas auszusagen. Er geht soweit, zu sagen: 'Und warum ist dieses Gut, diese Erkenntnis nicht vorher gegeben worden, während es so viele große Heilige gegeben hat?'
Aber in der Ewigkeit wird es keine Geheimnisse geben, Ich werde alles enthüllen und alle Meine Dinge und Werke mit Gerechtigkeit sichtbar machen und dass Meine Gerechtigkeit niemals geben konnte, wenn im Geschöpf nicht genügende Akte vorhanden gewesen wären, um das zu empfangen, was die Höchste Majestät geben wollte.
Es ist wahr, dass alles, was die Kreatur tut, Meine Gnade ist, aber diese selbe Gnade will die Stütze der Bereitschaft und des guten Willens der Kreatur vorfinden.
Um also das Reich Meines Willens auf Erden wiederherzustellen, braucht es die ausreichenden Akte der Kreatur, damit Mein Reich nicht in der Luft bleibt, sondern herabsteige, um über eben diesen Akten der Kreaturen, die diese Akte verrichteten, um ein solch großes Gut zu erlangen, Gestalt anzunehmen.
Siehe, daher dränge Ich dich so sehr, den Rundgang in allen Unseren Werken, Schöpfung und Erlösung, zu machen, um dich den Anteil deiner Akte vollbringen zu lassen, dein - Ich liebe Dich - , deine Anbetung, deine Erkenntlichkeit, dein 'Danke' für alle Unsere Werke; sehr oft habe Ich den Rundgang zusammen mit dir gemacht, und dann, wenn du deinen Rundgang in Unserem Willen beendest, hast du deine Worte wiederholt, die Uns so wohlgefällig sind: 'Höchste Majestät, Deine kleine Tochter kommt vor Dich hin, auf Deine väterlichen Knie, um Dich darum zu bitten, dass Dein Fiat, Dein Reich von allen erkannt werde: Ich bitte Dich um den Triumph Deines Willens, damit Er herrsche und über alle regiere. Nicht ich allein bin es, die Dich darum bittet, sondern mit mir zusammen sind es Deine Werke, Dein Wille selbst: daher bitte ich Dich im Namen aller, flehe ich Dich an um Dein Fiat.'
Wenn du wüsstest, welche Gewalt diese deine Worte auf Unser Höchstes Sein haben! Wir fühlen Uns von all Unseren Werken gebeten, von Unserem Willen Selbst angefleht; Himmel und Erde beugen die Knie, um von Uns das Reich Unseres Ewigen Willens zu erbitten.
Wenn du es also in Wahrheit willst, fahre fort mit deinen Akten, damit, wenn die festgesetzte Zahl erreicht ist, du erlangen könnest, was du mit so großer Eindringlichkeit ersehnst.



09.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VIII)

13. September 1926

Nachdem ich meinen üblichen Rundgang im Höchsten Willen gemacht hatte, bat ich den guten Jesus im Namen Seiner Schöpfung, Erlösung, im Namen aller, vom ersten bis zum letzten Menschen, im Namen der erhabenen Königin und im Namen all dessen, was sie tat und litt, dass das Höchste Fiat bekannt werde, damit Sein Reich in Seinem vollem Triumph und in voller Herrschaft errichtet werde. Aber während ich das tat, dachte ich bei mir: Wenn Jesus Selbst will und so sehr ersehnt, dass Sein Reich inmitten der Geschöpfe errichtet werde, warum will Er, dass man mit solcher Eindringlichkeit darum betet? Wenn Er will, kann Er es ohne so viele ständige Bitten gewähren.
Und mein süßer Jesus bewegte Sich in meinem Inneren und sagte zu mir: Meine Tochter, Mein Höchstes Sein besitzt das vollkommene Gleichgewicht und verbleibt so, wenn Es den Kreaturen Meine Gnaden, Meine Gaben schenkt, umso mehr, wenn Es dieses Reich des Höchsten Fiat gewährt, welches das größte Geschenk ist, das Ich am Anfang der Schöpfung schon gegeben hatte und das Mir der Mensch mit so großer Undankbarkeit zurückgewiesen hat. Scheint es dir gering zu sein, einen Göttlichen Willen mit allen Gütern, die Er enthält, ihm zur Verfügung zu stellen? - und nicht für eine Stunde, für einen Tag, sondern für das ganze Leben - oder dass der Schöpfer in der Kreatur Seinen anbetungs-würdigen Willen hinterlegt, um mit der Kreatur Seine Ähnlichkeit teilen zu können, Seine Schönheit, Seine unendlichen Meere der Reichtümer, der Freuden, der Glückseligkeit ohne Ende?
Und nur wenn sie Unseren Willen besitzt, kann die Kreatur die Rechte auf Gemeinsamkeit, auf Ähnlichkeit und alle Güter ihres Schöpfers erwerben: ohne Ihn kann die Kreatur mit Uns nichts gemeinsam haben, und wenn sie sich irgendetwas nimmt, so sind es kaum kleine Tröpfchen von Uns und die Krümel Unserer unendlichen Güter.
Und wenn nun eine so große Gabe zurückgewiesen wird, eine solch unermessliche Glückseligkeit, ein Recht auf göttliche Ähnlichkeit durch die Erringung des Adels Unserer Kindschaft - glaubst du, es sei eine einfache Angelegenheit, dass die göttliche Souveränität , ohne darum gebeten worden zu sein, ohne dass sich jemand Gedanken macht, wie er dieses Reich des Höchsten Fiat erhalten könne, dieses den Kreaturen gewähre? Es wäre eine Wiederholung der Geschichte, die sich im irdischen Eden ereignete und vielleicht noch schlimmer. Außerdem würde sich Unsere Gerechtigkeit dem mit Recht widersetzen.
Daher dient alles, was Ich dich tun lasse, die ständigen Rundgänge im Höchsten Willen, deine unaufhörlichen Gebete, dazu, dass Mein Wille zur Herrschaft gelange, dein seit so langen Jahren geopfertes Leben, dass du weder im Himmel noch auf der Erde weilst, auf das einzige Ziel gerichtet, dass Mein Reich komme... dies alles sind wie so viele Stützen, die du vor Meine Gerechtigkeit hinstellst, damit sie ihre Rechte abtrete, und, indem sie mit allen Unseren Eigenschaften ins Gleichgewicht kommt, es für gerecht halte, dass das Reich des Höchsten Fiat den menschlichen dem Menschengeschlecht wiedergegeben werde.
So geschah es bei der Erlösung: hätte Unsere Gerechtigkeit nicht die Gebete, die Seufzer, die Tränen, die Bußübungen der Patriarchen, der Propheten und aller Guten des Alten Testaments und außerdem eine jungfräuliche Königin vorgefunden, die Unseren Willen unversehrt besaß, die sich alles mit so vielen eindringlichen Gebeten zu Herzen nahm, indem Sie den Auftrag der Genugtuung für das gesamte Menschengeschlecht auf sich nahm, niemals hätte Unsere Gerechtigkeit die Herabkunft des ersehnten Erlösers mitten unter die Geschöpfe gewährt. Unsere Gerechtigkeit wäre unbeugsam geblieben und hätte zu Meinem Kommen auf Erden ein entschiedenes ‘Nein' gesagt. Denn wenn es sich darum handelt, das Gleichgewicht Unseres Höchsten Seins aufrecht zu halten, so ist da nichts zu machen.



08.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VII)

14. August 1926

Mein armes Herz schwimmt im Meer der Bitterkeiten wegen der fühlbaren Beraubung meines süßen Jesus. Und wenn Er kommt, dann wie ein flüchtiger Blitz, und in dieser Helligkeit des Blitzes sehe ich die arme Welt, ihre großen Übel, die Fesseln der Nationen, die sich gegenseitig fesseln, um Kriege und Revolutionen zu hervorzubringen; und dies zieht die Strafen des Himmels nach sich, so schwere, dass ganze Städte und Völker vernichtet werden! O wie groß ist die menschliche Blindheit!
Aber wenn dieser Blitz Seiner liebenswürdigen Gegenwart erlischt, bleibe ich mehr im Dunkeln als zuvor mit dem Gedanken an meine armen Brüder, die in der harten Verbannung des Lebens verstreut sind.
Wie wenn das nicht genügte, um mein armes Herz mit intensiver Bitterkeit zu erfüllen, gesellte sich eine andere Bitterkeit dazu, um meine arme Existenz mit jenen gewaltigen Wellen zu ertränken, die meine arme Seele erschüttern: die Nachricht vom bevorstehenden Druck der Schriften über den Heiligsten Willen Gottes, für die unser Monsignore Erzbischof die Approbation mit seinem Imprimatur gegeben hatte; aber das war noch nichts: der ärgere Schlag für meine arme Seele war die Nachricht, dass nicht nur das veröffentlicht werden sollte, was den Göttlichen Willen betraf, (denn was das betraf, hatte ich mich nach langem Drängen unseres Herrn und der Vorgesetzten überzeugt, dass die Ehre Gottes dies erfordere und dass es nicht angehe, dass ich, armselig und klein wie ich bin, mich dem widersetze, was der gebenedeite Jesus wünscht), sondern dass auch die Ordnung der Ereignisse, die Jesus mit mir hatte und alles, was Er mir gesagt hat, auch über die anderen Tugenden und Umstände, in Druck gehen sollte; dies war für mich zu schmerzlich, und ich habe meine Gründe gesagt und wiederholt, warum das nicht geschehen solle.
Während ich also so bedrückt war, bewegte sich mein süßer Jesus in mir, und wie wenn Er das Gewicht meines Kummers fühlte, drückte Er mich in Seine Arme und indem Er mich schüttelte, sagte Er zu mir: Meine Tochter, was ist, was ist los? Erhebe dich, Ich will nicht, dass du so bedrückt seist. Anstatt Mir zu danken, betrübst du dich. Du sollst wissen: um zu bewirken, dass Mein Höchster Wille bekannt werde, musste Ich die Dinge vorbereiten, die Mittel verfügbar machen, den Erzbischof mit der reinen Kraft Meines Willens überwältigen, dass der Mensch nicht widerstehen kann; Ich musste eines Meiner großen Wunder wirken.
Glaubst du, es sei einfach, die Approbation eines Bischofs zu erhalten? Wie schwierig ist es, wie viele Spitzfindigkeiten, wie viele Probleme gibt es da! Und wenn sie es approbieren, tun sie es mit viel Restriktion, dass sie fast die schönsten Nuancen wegnehmen, die Farben, die am meisten hervorglänzen um all das herum, was Meine Güte mit so viel Liebe geoffenbart hat.
Siehst du also in der Approbation des Erzbischofs nicht den Triumph Meines Willens? Schau hin auf Meine große Verherrlichung und die große Notwendigkeit, dass das Wissen über den Höchsten Willen bekannt werde und wie wohltuender Tau die Glut der Leidenschaften auslösche und wie eine Sonne, die aufgeht, die Finsternis des menschlichen Willens in die Flucht schlage und die Gefühllosigkeit wegnehme, die fast alle Kreaturen gefangen hält, auch bei der Ausübung des Guten, da das Leben Meines Willens fehlt; Meine Offenbarungen über Meinen Willen werden wie Balsam sein und die Wunden heilen, die der menschliche Wille hervorgebracht hat. Wer das Glück haben wird, sie zu kennen, wird den Fluss eines neuen Lebens des Lichtes, der Gnade, der Stärke fühlen, um in allem Meinen Willen zu erfüllen; außerdem werden sie das große Übel des eigenen Willens verstehen und ihn verabscheuen und das überaus harte Joch des menschlichen Willens abschütteln, um sich unter die liebliche Herrschaft des Meinen zu begeben.
Ach, du weißt nicht, noch siehst du, was Ich sehe und weiß: lasse Mich daher tun und betrübe dich nicht. Vielmehr hättest du selbst jenen (Anm.: P. Annibale di Francia) zur Eile drängen sollen, den Ich mit soviel Liebe bereitet habe, diesen Auftrag anzunehmen; sag ihm doch, dass er sich beeile und man keine Zeit verliere. Meine Tochter! Das Reich Meines Willens ist unzerstörbar, und in diesen Schriften darüber habe Ich soviel Licht, Gnade und Anziehung gelegt, um dieses Reich siegreich zu machen. In dem Maß, wie diese bekannt werden, werden sie gegen den menschlichen Willen in sanfter Weise Krieg führen, und die Geschöpfe werden besiegt werden.
Diese Kenntnisse werden eine überaus hohe und starke Mauer sein, mehr als das irdische Paradies, die den höllischen Feind daran hindern werden, dort einzudringen, um jene zu belästigen, die, von Meinem Willen besiegt, ins dessen Reich eintreten werden.
Beunruhige dich also nicht und lasse Mich tun, und Ich werde alles verfügen, damit das Höchste Fiat bekannt werde.



07.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil VI)

11. Juli 1923

Ich war im Gebet und gab mich ganz in die Arme meines süßesten Jesus hin, aber ein Gedanke in meinem Geist sagte zu mir: „Nur für mich ist dieses Martyrium, anderen zur Last zu fallen, Deinen Dienern zur Last zu fallen, nichts weniger tun zu können als sie meinen Dingen, die sich zwischen mir und Jesus abspielen im Weg stehen zu lassen; die anderen dagegen sind frei; sie treten in den Leidenszustand ein und befreien sich von sich selbst daraus. Und doch, wie oft habe ich gebetet, dass Er mich befreie, aber vergeblich.“
Während ich nun dies und anderes dachte, kam der gebenedeite Jesus, ganz Güte und Liebe, stellte sich ganz neben mich und sagte zu mir: „Meine Tochter, je größer das Werk ist, das Ich tun will, umso nötiger ist es, dass die Person einzigartig sei, die Ich erwähle: das Werk der Erlösung war das größte, und dafür wählte Ich eine einzige Kreatur aus und beschenkte sie mit allen Gaben, die Ich nie jemand anderem gewährt hatte, um zu bewirken, dass jene Kreatur soviel Gnade besäße , dass sie Meine Mutter sein könne und dass Ich in ihr alle Güter der Erlösung hinterlegen könne und Meine Gaben selbst behüte; von dem Augenblick, da sie empfangen wurde, bis sie Mich empfing, hielt Ich sie unter dem Licht der Heiligsten Dreifaltigkeit, die sich zum Wächter machte und das Amt innehatte, sie in allem zu leiten. Als Ich dann in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen war, übernahm Ich, der ich das wahre Haupt und der Erste von allen Priestern bin, die Verpflichtung, sie zu bewachen und in allem zu leiten, bis hinein in die Bewegung ihres Pulses: und als Ich starb, vertraute Ich sie einem anderen Priester an, welcher der heilige Johannes war. Ich wollte eine solch bevorzugte Seele, die alle Gnaden enthielt, die einzigartig im Göttlichen Geist, einzigartig in der Geschichte war, nicht ohne den Beistand eines Stellvertreters von Mir lassen, bis zu ihrem letzten Atemzug. Habe Ich dies etwa mit anderen Seelen getan? Nein, denn da sie nicht so viele Güter und Gnaden enthielten, ist eine solche Bewachung und solcher Beistand nicht nötig.
Nun, Meine Tochter, auch du bist einzigartig in Meinem Geist und wirst auch einzigartig in der Geschichte sein, und es wird keine andere Kreatur, weder vorher noch nachher, geben, die Ich gezwungenermaßen dem Beistand Meiner Diener anvertrauen werde; da Ich dich erwählt habe, um in dir die Heiligkeit, die Güter, die Wirkungen und die Anlage Meines Höchsten Willens zu hinterlegen, war es angemessen, gerecht und geziemend, wegen der Heiligkeit selbst, die Mein Wille enthält, dass einer Meiner Diener dir beistehe; er sollte die erste Schatzkammer der Güter sein, die Mein Wille enthält und von seinem Inneren sollte er sie in den ganzen Leib der Kirche gelangen lassen; welche Aufmerksamkeit wird nicht von dir und von ihnen gefordert! Du, indem du von Mir, wie meine zweite Mutter, das große Geschenk Meines Willens empfängst und alle Seine Vorzüge kennst, und sie, Meine Diener, indem sie sie von dir empfangen, um zu bewirken, dass sich in Meiner Kirche das „Fiat Voluntas tua“, wie im Himmel so auf Erden erfülle.
Ach, du weißt nicht, wieviel Ich dir geben musste, um dich fähig zu machen, in dir Meinen Willen zu hinterlegen! Ich habe jeden Keim der Verderbnis von dir weggenommen: Ich habe solcherart deine Seele und deine Natur selbst gereinigt, dass du nichts für sie empfindest noch sie für dich, denn da der Keim fehlt, ist es, wie wenn dem Feuer das Holz fehlt, und wenn Ich dich nicht auch von der Erbsünde ausgenommen habe, wie Ich es bei Meiner teuren Mutter tat, so wirkte Ich, indem Ich den Zunder der Sünde von dir wegnahm, ein anderes Wunder der Gnade, das noch nie jemand anderem gewährt wurde, weil es für Meinen dreimal heiligen Willen nicht geziemend war, in eine Seele hinabzusteigen und Besitz von ihr zu ergreifen, wenn sie auch nur im mindesten vom kleinsten verdorbenen Hauch überschattet gewesen wäre; Mein Wille hätte sich nicht damit abgefunden, von dir Besitz zu ergreifen und dir seinen Akt mitzuteilen, wenn er einen Keim der Verderbnis erblickt hätte; wie Ich, das Wort des Vaters, Mich nicht damit abgefunden hätte, im Schoß Meiner himmlischen Mutter empfangen zu werden, wenn Ich sie nicht von der Erbschuld ausgenommen hätte.
Und außerdem, wie viele Gnaden habe Ich dir nicht gegeben? Du glaubst, es sei nichts, deshalb machst du dir keine Gedanken darüber, und anstatt Mir zu danken, beschäftigst du dich damit, an das zu denken, was Ich über dich verfügt habe und an die, die Ich um dich herum gestellt habe, während Ich will, dass du allein Meinem Willen folgst.
Du sollst wissen, dass diese Erfüllung Meines Willens so groß ist, dass sie in die größten Werke eingeht, die die Gottheit gewirkt hat. Und Ich will, dass sie bekannt wird, damit die Seelen aus der Erkenntnis der Größe und der unermesslichen Güter, die sie enthält, sie schätzen und ersehnen.
Dreimal hat die Höchste Gottheit beschlossen, - ab extra (nach außen) - zu wirken: das erste Mal war es in der Schöpfung, und dies war ohne Eingreifen der Kreatur, weil noch keine ans Licht getreten war; das zweite Mal war es bei der Erlösung, und es nahm eine Frau daran teil, die heiligste, die schönste, welche Meine Himmlische Mutter war. Sie war der Kanal, das Werkzeug, dessen Ich Mich bediente, um das Werk der Erlösung zu vollbringen; das dritte Mal ist es bei der Erfüllung Meines Willens, der wie im Himmel so auf der Erde geschehe, d.h. dass die Kreatur mit der Heiligkeit und Macht Unseres Willens lebe und wirke. Dieses Werk ist untrennbar von der Schöpfung und Erlösung, wie die Heiligste Dreifaltigkeit unzertrennlich ist.
Wir können auch nicht sagen, dass das Werk der Schöpfung von Uns beendet ist, wenn Unser Wille, wie es von Uns beschlossen worden ist, nicht im Geschöpf wirkt und lebt mit jener Freiheit, Heiligkeit und Macht, die in Uns wirkt und lebt; vielmehr ist dies der schönste, der Höhepunkt, der glänzendste und das Siegel der Erfüllung des Werkes der Schöpfung und Erlösung. Dies sind die göttlichen Ratschlüsse und sie müssen ihre volle Erfüllung finden.
Und um diesen Ratschluss auszuführen, wollen Wir Uns einer anderen Frau bedienen, die du bist; die Frau war die Verführung und der Grund, warum der Mensch in sein Unglück stürzte und Wir wollen die Frau gebrauchen, um die Dinge in Ordnung zu bringen und den Menschen aus seinem Unglück herauszuführen und ihm die Würde, die Ehre, die wahre Ähnlichkeit mit Uns wiederherzustellen, wie er von Uns geschaffen worden war.
Sei daher aufmerksam, und nimm auch die Dinge nicht auf die leichte Schulter, weil es sich nicht um irgendeine Sache handelt, sondern um göttliche Ratschlüsse und darum, Uns die Gelegenheit zu geben, die Werke der Schöpfung und Erlösung zu vollenden.
Wir vertrauten also Meine Mutter dem heiligen Johannes an, um in ihm und von ihm ausgehend in der Kirche, die Schätze, die Gnaden und alle Lehren (d.h. alle Gesetze, Vorschriften, Belehrungen, die die Kirche besitzen sollte) zu hinterlegen, die Ich im Verlauf Meines Lebens in ihr - als sie Mir anvertraut war und Ich als Priester an ihr handelte - wie in einem Heiligtum hinterlegt hatte. Und treu wie sie war und eifersüchtig, dass auch nicht ein Wort von Mir verlorenginge, hinterlegte sie alles in Meinem treuen Jünger Johannes. Aus diesem Grund hat Meine Mutter die Vorherrschaft über die ganze Kirche. In derselben Weise habe Ich an dir gehandelt; da das „Fiat Voluntas Tua“ der ganzen Kirche dienen soll, habe Ich dich einem Meiner Diener anvertraut, damit du in ihm alles hinterlegest, was Ich dir über Meine Willen geoffenbart habe: die Güter, die in Ihm sind und wie die Kreatur in Ihn eintritt, wie die Güte des Vaters eine andere Ära der Gnade eröffnen will, indem Er Seine Güter, die Er im Himmel besitzt, mit den Kreaturen in gemeinsam besitzen will und dem Geschöpf die verlorene Glückseligkeit wiederherstellt. Sei daher aufmerksam und sei Mir treu.“



06.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil V)

14. Mai 1935

Mein Verstand bleibt immer zurück im unbegrenzten Meer des Göttlichen Willens, welches, während es rauscht, mit Liebe seiner Kreatur zulächelt. Dafür verlangt Er, dass Ihm dieses vergilt mit seinem zärtlichsten Lächeln, noch duldet Er, dass es zurückbleibt in der Bezeigung der Liebe gegen Ihn. Übrigens wird es gleichsam unmöglich, nicht zu tun, was der Göttliche Wille tut, während man in Ihm lebt!
Wer wird erzählen können, was die Seele in diesem göttlichen Meer erlebt? Sie fühlt die Reinheit Seiner Küsse, verkostet die ganze Freude Seiner keuschen Umarmungen, welche himmlischen Frieden, göttliches Leben und solche Stärke einflößen, dass sie Gott selbst besiegen.
O, wie hätte ich Verlangen, dass alle Menschen in diesem Meer leben! Sie würden sicher niemals mehr aus ihm heraustreten! Während ich so dachte, sagte ich jedoch bei mir: „Aber wann wird dieses Reich des Göttlichen Fiat kommen? Und wer wird es sehen können? Wie schwierig scheint es, dass es sich verwirklicht!“
Und siehe da, da kam mein geliebter Jesus dazu: „Und doch, meine Tochter“, sagte Er zu mir, „das Reich des Göttlichen Willens wird sicher kommen. Du rechnest menschlich, und daher scheint dir seine Ankunft schwierig. Das Höchste Sein hingegen bedient sich der eigenen göttlichen Maße, welche derart sind, dass sie in einfachster Weise das gelingen lassen, was dem menschlichen Intellekt unmöglich erscheint.
Und außerdem, gibt es etwa nicht die Königin des Himmels, die mit ihrer milden Herrschaft ständig betet, dass dieses Reich auf die Erde komme? Und wann haben Wir jemals dieser Himmlischen Mutter etwas verweigert?
Unser Sein ist unfähig, der Macht ihrer Gebete zu widerstehen, nachdem die Kraft, die sie besitzt, die gleiche ist, die Unseren Willen beseelt. Es ist durch die Kraft dieses Willens, dass sie mit vollem Recht dieses heilige Reich herbeifleht, welches ihr zweifellos gewährt werden wird und sogar das „Reich der Himmlischen Herrscherin“ genannt werden wird.
Was wird die Himmlische Mutter und Königin nicht alles aus ihrem Volk und aus ihren Kindern machen, die darin wohnen werden? Sie wird ihnen Gnaden gewähren, von denen man nie gehört hat, Überraschungen, die niemals bekannt waren, sie wird Wunder wirken, die Himmel und Erde erschüttern werden, sie wird ihnen ihre Meere der Gnaden, der Heiligkeit, der Macht zur Verfügung stellen und alle ihre Feinde in die Flucht schlagen.
Um sie in Sicherheit zu halten, wird sie sie mit ihren Tugenden umgeben, mit ihren Schmerzen und mit jenen ihres Göttlichen Sohnes Jesus; sie wird sie in ihrem eigenen Schoß wachsen lassen, in ihrer Liebe verbergen, sie mit ihrem Licht bedecken, mit ihren eigenen Händen wird sie sie mit der Speise des Göttlichen Willens ernähren.
Wieviel Arbeit werden ihr nicht diese Seelen bereiten und welche Freude wird sie empfinden, sie durch ihre zärtlichsten Sorgen und die eifrigsten mütterlichen Aufmerksamkeiten in treue Abbilder ihrer selbst umzuformen.
Sie werden ihre Benjamine sein, ihre Sekretärinnen, die mächtigen Magneten, von denen sich ihr Blick niemals trennen können wird und mit denen sie alles gemeinsam haben wird, Liebe und Leben, Freuden und Schmerzen.
In Meinem Willen lebend, werden sie ihre süßeste Gesellschaft bilden, werden an ihrer mütterlichen Fruchtbarkeit teilhaben und das Erbe jedes ihrer Akte genießen.
Wie wird sich diese süße Mutter glücklich und reichlich belohnt fühlen, wenn sie sehen wird, dass es jemanden gibt, der sie versteht, der ihr ähnlich sieht, der sie liebkost , der wie sie im Willen Gottes lebt!“

8. Dezember 1936
Jesus: „...Auch die Heilige Kirche enthüllte bis jetzt nichts als Schatten bezüglich der Heiligkeit, der Größe und der Gaben, mit denen Meine Heilige Mutter geschmückt wurde. Nur Ich kann die wahre Geschichte ihres Lebens erzählen und die Wunder hervorheben, die in ihr von Unserem Göttlichen Fiat gewirkt worden sind! ...“
8. Juli 1935
Jesus: „... Zur Erkenntnis wie vieler göttlicher Geheimnisse würden die Menschen doch kommen, wenn sie verstehen würden, was es bedeutet, in Meinem Willen zu leben!“



05.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil IV)

20. Juni 1938

Danach dachte ich über diese gesegneten Schriften nach und über das Drängen Jesu, Der wollte, dass ich fortfahre zu schreiben und ich dachte: „Und nach so vielen Opfern, wo werden sie hingelangen“? Und mein geliebter Jesus unterbrach meine Gedanken und sagte zu mir: „Meine Tochter, mache dir keine Gedanken, Ich werde ein aufmerksamer Wächter sein, weil sie Mich zu viel kosten; sie kosten Mich Meinen Willen, der in diese Schriften als primäres Lebensprinzip eingeht. Ich könnte sie Testament der Liebe nennen, das Meinen Willen den Kreaturen schenkt;“ Er macht Sich zum Geber Seiner Selbst und ruft die Geschöpfe, in Seinem Erbe zu leben: aber auf solch flehentliche, anziehende, liebende Art und Weise, dass nur Herzen aus Stein sich nicht zum Mitleid bewegen lassen und nicht das Verlangen fühlen würden, ein so großes Gut zu empfangen. Diese Schriften sind also voll Göttlichen Lebens, das nicht vernichtet werden kann; und wenn es jemand versuchen wollte, würde es ihm ergehen wie einem, der versuchte, den Himmel zu zerstören, der, beleidigt, von allen Seiten über ihn fallen und ihn unter seinem blauen Firmament vernichten würde.... Zu viel wäre nötig, um das zu leugnen, was Ich dich über Meinen Willen niederschreiben ließ, denn Ich kann Ihn eine Neue lebendige und sprechende Schöpfung nennen: es wird das letzte Überfließen Meiner Liebe über die menschlichen Generationen sein. Ja, du sollst wissen, dass jedes Wort, das Ich dich über Mein Fiat schreiben ließ, Meine Liebe zu dir verdoppelt und zu dem, der sie lesen wird; und sie werden von Meiner Liebe mit Wohlgeruch eingehüllt werden. Wenn du also schreibst, gibst du Mir Gelegenheit, dich mehr zu lieben. Ich sehe den großen Nutzen, den diese Schriften stiften werden, Ich höre jedes Meiner Worte, die pochenden Leben der Geschöpfe, die die Wohltat Meines Wortes erkennen und das Leben Meines Willens in sich gestalten werden. Deshalb wird das Interesse ganz Meinerseits sein, und du stelle alles Mir anheim.
Du sollst wissen, dass diese Schriften aus dem Mittelpunkt der großen Sonne Meines Willens hervorgegangen sind, deren Strahlen voll mit den Wahrheiten sind, die aus diesem Zentrum entströmt sind, welche alle Zeiten, alle Jahrhunderte, alle Generationen umfangen . Dieser große Lichtstrahlenkranz erfüllt Himmel und Erde und pocht auf dem Weg als Licht an alle Herzen und bittet und fleht, dass sie das pochende Leben Meines Fiat annehmen, mit dem Unsere Väterliche Güte sich herabgelassen hat, diese Schriften von ihrem Mittelpunkt aus in flehentlicher, anziehender, liebenswürdiger Weise zu diktieren, voll von Süßigkeit und mit einer solch großen Liebe, dass sogar die Engel erstaunt sind. Jedes Wort kann man ein Wunder der Liebe nennen, das eine größer als das andere; diese Schriften antasten zu wollen, bedeutet daher, Mich Selbst angreifen zu wollen, den Mittelpunkt Meiner Liebe, Meine Feinheiten der Liebe, mit denen Ich die Geschöpfe liebe. Und Ich werde Mich Selbst zu verteidigen und den zu verwirren wissen, der im Mindesten auch nur ein einziges Wort missbilligen wollte von dem, was über Meinen Göttlichen Willen geschrieben steht.
Folge Mir also nach und höre Mich an, Meine Tochter, und wolle nicht Meine Liebe behindern noch Meine Arme binden, indem du in Mein Inneres zurückdrängst, was du zu schreiben fortfahren sollst. Zuviel kosten Mich diese Schriften! Sie kosten Mich so viel, wie Ich Mir Selbst koste. Daher werde Ich sehr besorgt sein, dass auch nicht ein Wort verlorengeht.



04.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil III)

7. November 1937

Meinen armen Geist fühlte ich von so vielen Wahrheiten bestürmt, die mein süßer Jesus mich über den Göttlichen Willen schreiben ließ, und ich dachte bei mir: „Wer weiß, wann diese niedergeschriebenen Wahrheiten über das Göttliche Fiat ans Licht kommen werden, und was wird der Nutzen sein, den sie bringen werden?“ Und mein geliebter Jesus, der mich mit Seinem Besuch überraschte, sagte, ganz Güte und Zärtlichkeit, zu mir: „Meine Tochter, auch Ich fühle das Bedürfnis der Liebe, dich die Rangfolge, die diese Wahrheiten haben werden und das Gute, das sie stiften werden, wissen zu lassen. Diese Wahrheiten über Meinen Göttlichen Willen werden den Tag Meines Fiat inmitten der Kreaturen bilden: in dem Maß wie sie sie erkennen werden, nimmt dieser Tag Gestalt an.
Wenn sie also beginnen, die ersten Wahrheiten zu erkennen, die Ich dir geoffenbart habe, - wenn sie nur guten Willen und die Bereitschaft haben, ihn zum eigenen Leben zu machen - , so wird eine überaus glänzende Morgenröte gebildet; diese Wahrheiten werden auch die Kraft besitzen, sie bereit zu machen und so vielen Blinden Licht zu verleihen, die sie nicht kennen und nicht lieben.
Danach steigt das Morgenrot auf und sie werden sich von einem himmlischen Frieden eingehüllt fühlen, mehr für das Gute gestärkt, und daher werden sie selbst danach dürsten, weitere Wahrheiten kennenzulernen, welche den Anbruch des Tages Meines Willens bilden werden; dieser Tagesanbruch wird das Licht, die Liebe verstärken, alle Dinge werde sich für sie in Gutes verwandeln. Die Leidenschaften werden die Kraft verlieren, sie in die Sünde fallen zu lassen; man kann sagen, es ist dies die erste Auswirkung des Göttlichen Gutes, das sie verspüren werden. Diese Auswirkung wird ihre Handlungen erleichtern, sie werden eine Kraft fühlen, dass sie alles tun können, denn genau dies ist ihre grundlegende Eigenschaft, die in die Seele gelegt wird: die Natur in Gutes umzuwandeln. Wenn sie also den großen Nutzen des Anbruchs des Tages Meines Willens verspüren, werden sie sich danach sehnen, dass der Tag voranschreitet, sie werden andere Wahrheiten kennenlernen, welche den hellichten Tag bilden werden.
In diesem hellichten Tag werden sie das Leben Meines Willens lebendig in sich verspüren, seine Freude und Glückseligkeit, seine wirkende und schöpferische Kraft in sich; sie werden sich im Besitz Meines eigenen Lebens fühlen und spüren, dass sie Träger Meines Göttlichen Willens sind.
Der hellichte Tag wird ihnen einen solchen Hunger danach verleihen, die anderen Wahrheiten kennenzulernen, die, wenn sie dann erkannt sind, die Höhe des Tages bilden werden. Indem es in dieser Wirklichkeit lebt, wird sich das Geschöpf nicht mehr allein fühlen. Zwischen ihm und Meinem Willen wird es keine Trennung mehr geben, was Er tut, wird auch das Geschöpf tun, wird zusammen mit Ihm tätig sein, alles wird mit Recht ihm gehören, der Himmel und die Erde und auch Gott Selbst.
Siehst du also, zu welch edlem und göttlichem und kostbarem Zweck diese Wahrheiten dienen werden, die Ich dich über Meinen Göttlichen Willen schreiben ließ: um Seinen Tag zu bilden! Für einige wird Er die Morgenröte bilden, für andere den Tagesanbruch, für jene den hellichten Tag und für die letzten die Höhe des Tages. Diese Wahrheiten werden in dem Ausmaß, wie sie erkannt werden, die verschiedenen Kategorien von Seelen bilden, die in Meinem Willen leben; eine Kenntnis mehr oder weniger wird sie aufsteigen oder verbleiben lassen - in den unterschiedlichen Gruppen; die Kenntnis wird das Mittel sein, um sie in höhere Kategorien aufsteigen zu lassen, sie wird das Leben der Fülle Meines Willens in ihnen sein.
Deshalb kann Ich sagen, dass Ich mit diesen Wahrheiten für den, der in Meinem Göttlichen Willen leben will, den Tag gemacht habe, einen himmlischen Tag, bedeutender als die Schöpfung selbst, nicht mit Sonnen und Sternen, denn jede Wahrheit hat die Kraft, Unser Leben in der Kreatur zu erschaffen; und, o, wie sehr übertrifft sie die ganze Schöpfung!
Deshalb hat Unsere Liebe alles übertroffen, indem sie so viele Wahrheiten über Meinen Göttlichen Willen geoffenbart hat: Unsere Verherrlichung im Geschöpf wird vollständig sein, denn die Geschöpfe werden Unser Leben in ihrer Macht haben, um Uns zu verherrlichen und Uns zu lieben.
Was das Hervortreten dieser Wahrheiten betrifft: wie Ich Macht und Liebe hatte, der beizustehen, die sie offenbaren sollte, so werde Ich Macht und Liebe haben, um andere einzuhüllen und in die Wahrheit selbst umzuwandeln; und indem sie das Leben selbst in sich verspüren, werden sie ein großes Verlangen fühlen, das bekannt zu machen, was sie in sich fühlen. Sei daher nicht besorgt, Ich, der alles kann, werde alles tun und an alles denken.“



03.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil II)

22. September 1924

Ich fahre fort: während ich das niederschrieb, was oben gesagt ist, sah ich meinen süßen Jesus, Der Seinen Mund an mein Herz drückte und mir die Worte eingab, die ich gerade niederschrieb und zur gleichen Zeit hörte ich in der Ferne ein schreckliches Getöse, wie von Personen, die sich gegenseitig schlugen und mit solchem Lärm brüllten, dass es Furcht einjagte. Ich wandte mich an meinen Jesus und sagte zu Ihm: - Mein Jesus, meine Liebe, wer ist es, der solchen Krach macht? Mir scheinen es wütende Dämonen zu sein, was wollen sie, dass sie sich so schlagen?“
Und Jesus: „Meine Tochter, in der Tat sind sie es, sie wollen, dass du nicht über Meinen Willen schreibst, und wenn sie dich wichtigere Wahrheiten über das Leben in Meinem Willen schreiben sehen, dann erleiden sie eine doppelte Hölle und quälen alle Verdammten noch mehr; sie fürchten so sehr, dass diese Schriften über Meinen Willen veröffentlicht werden könnten, weil sie ihr Reich auf Erden verloren sehen, das von ihnen in Besitz genommen worden ist, als der Mensch sich dem Göttlichen Willen entzog und seinem menschlichen Willen freien Lauf ließ. Ach! Ja, genau damals war es, dass der Feind sein Reich auf Erden eroberte; aber in der Gegenwart Meines Willens wird der Feind sich in den dunkelsten Abgründen verstecken.
Deshalb schlagen sie sich mit solcher Wut: sie spüren in diesen Schriften die Macht Meines Willens; und bei dem leisesten Verdacht, sie könnten veröffentlicht werden, geraten sie in Rage und suchen mit all ihrer Macht, eine solche Wohltat zu verhindern. Du jedoch achte nicht auf sie und lerne daraus, Meine Lehren zu schätzen...“



02.09.2020

Eine Auswahl von Textstellen aus dem Buch des Himmels (Teil I)

16. Juli 1922

Und Jesus sagte, ganz voller Güte zu mir: „Meine Tochter, fasse Mut und entmutige dich nicht zu sehr, Ich werde auch darin mit dir sein: dein Wille muss vor dem Meinen verschwinden, es ist die Heiligkeit Meines Willens, der bekannt werden will, dies ist der Grund. Die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen hat keinen Pfad, noch Türen, noch Schlüssel, noch Zimmer, sie durchdringt alles. Mein Wille ist wie die Luft, die man einatmet, die alle einatmen sollen und können, wenn sie es bloß wollen und den menschlichen Willen beiseitelegen. Dann wird sich der Göttliche Wille von der Seele einatmen lassen und wird ihr das Leben, die Wirkungen, den Wert des Lebens in Meinem Willen verleihen. Wenn Er aber nicht bekannt wird, wie wird man dann eine so heilige Lebensweise lieben und ersehnen können? Es ist die größte Ehre, die Mir die Kreatur geben kann.
Die Heiligkeit der anderen Tugenden ist in der ganzen Kirche stets bekannt, und wer will, der kann sie nachahmen; deshalb habe Ich keine Eile gehabt, das Wissen darüber zu verbreiten; aber die Heiligkeit des Lebens in Meinem Willen, die Wirkungen, den Wert, den es enthält, den letzten Pinselstrich, den Meine schöpferische Hand der Kreatur geben wird, um sie Mir ähnlich zu machen, ist noch nicht bekannt. Dies ist der Grund für Meine Eile, das bekannt zu machen, was Ich gesagt habe.
Und wenn du das nicht tätest, würdest du Meinen Willen gleichsam einschränken, und die Flammen, die Mich verzehren, in Mir zurückhalten und Mich veranlassen, die vollständige Verherrlichung, die Mir die Schöpfung schuldet, hinauszuzögern. Und Ich will, dass die Dinge geordnet hinausgehen, weil ein Wort, das fehlt, ein Zusammenhang oder ein Satz, der getrennt wird, anstatt zu erleuchten, Dunkelheit erzeugen wird und statt Mir Ehre und Liebe zu erweisen, werden die Geschöpfe gleichgültig bleiben; sei also aufmerksam, denn Ich will, dass nichts verlorengehe von dem, was Ich gesagt habe.
Und ich: ‚Aber um Deinen Teil vollständig darzustellen, bin ich gezwungen, einen Teil von mir anzuführen.' Und Jesus: ‘Und was willst du damit sagen? Wenn Wir den Weg gemeinsam gegangen sind, willst du, dass Ich allein hervortrete? Und außerdem, wen soll Ich als Vorbild zum Nachahmen aufstellen, wenn jene, die Ich geschult habe und die die Weise, wie man in Meinem Willen lebt, praktiziert, nicht bekannt werden will? Meine Tochter, dies ist absurd!“
10. Februar 1924
„... In Meiner allweisen Voraussicht sehe Ich, dass diese Schriften für Meine Kirche wie eine neue Sonne sein werden, die in ihrer Mitte aufgehen wird, und die Menschen, angezogen von ihrem strahlenden Licht, werden danach trachten, sich selbst in Ihn - den Göttlichen Willen - umzuformen und vergeistigt und vergöttlicht hervorzugehen, wodurch sie - indem sich die Kirche erneuert - das Angesicht der Erde erneuern werden.
Die Lehre über Meinen Willen ist die reinste, die schönste, keinem Schatten des Materiellen oder des Eigennutzes unterworfen, was sowohl die übernatürliche als auch die natürliche Ordnung betrifft, daher wird sie, nach der Art der Sonne, die durchdringendste, die fruchtbarste und die willkommenste und ersehnteste sein.
Und wie das Licht wird sie sich von selbst zu verstehen geben und ihren Weg machen. Sie wird nicht den Zweifeln unterworfen sein, oder einem Irrtumsverdacht. Und wenn zuweilen manches Wort nicht verstanden wird, so wird der Grund das Zuviel an Licht sein, das, indem es den menschlichen Verstand verdunkelt, nicht die ganze Fülle der Wahrheit verstehen lässt. Aber man wird kein Wort finden, das nicht die Wahrheit wäre; höchstens wird man es nicht zur Gänze verstehen.
In Anbetracht des Guten, das Ich sehe, dränge Ich dich daher, beim Schreiben nichts auszulassen. Ein Ausspruch, eine Wirkung, ein Gleichnis über Meinen Willen kann wie wohltuender Tau auf die Seelen sein, wie der Tau auf die Pflanzen wohltuend ist nach einem Tag brennender Sonnenglut, wie ein strömender Regen nach langen Monaten der Trockenheit. Du kannst all das Gute, das Licht, die Kraft nicht begreifen, die in einem einzigen Wort enthalten sind, aber dein Jesus weiß es und Er weiß, wem es nutzen und das Wohl, das es bringen soll.
Während Er nun dies sagte, zeigte Er mir inmitten der Kirche einen Tisch und darauf alle Schriften über den Göttlichen Willen. Viele ehrwürdige Personen umstanden den Tisch und gingen davon weg, in Licht umgewandelt und vergöttlicht, und wie sie gingen, teilten sie jenes Licht denen mit, denen sie begegneten. Und Jesus fügte hinzu: „Du wirst vom Himmel aus jenes große Gut sehen; wenn die Kirche diese himmlische Speise erhalten wird, die - sie stärkend - in ihrem vollen Triumph sich erheben lassen wird.“