Tagesspruch


Luisa Piccarreta
Das Reich des Göttlichen Willens




20.01.2021

Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi
Die 24 Stunden des bitteren Leidens unseres Herrn Jesus Christus nach den Visionen von Luisa Piccarreta

Stunde von 20 bis 21 Uhr:
Das eucharistische Mahl (Teil XII)

Der erste Tabernakel ist in uns. Daher muss man genau auf das achten, was Jesus in Seiner Güte in uns wirken will. Gar oft lässt uns Jesus das Bedürfnis empfinden zu beten. Er betet mit unserer Stimme, mit unseren Gefühlen, mit unserem Herzen und bewirkt auf diese Weise, dass unser Gebet eins sei mit dem Seinen. Um dem Gebet Jesu Ehre zu erweisen, seien wir darauf bedacht, ihm unser ganzes Sein zur Verfügung zu stellen. Jesus wird dann Sein Gebet mit uns zum Himmel richten, um mit dem Vater zu sprechen und in der Welt die Wirkungen Seines göttlichen Gebets zu erneuern.
Wir müssen auch auf alle Bewegungen unseres Inneren achten. Bald will Jesus, dass wir leiden, bald, dass wir beten. Bald versetzt Er uns in diesen Seelenzustand, bald in einen andern, um in uns Sein eigenes Leben wiederholen zu können. Nehmen wir den Fall, dass Jesus uns die Gelegenheit gibt, Geduld zu üben. Er selbst empfängt so viele und so schwere Beleidigungen vonseiten der Geschöpfe, dass Er sich angetrieben fühlt, Hand an die Geißeln zu legen, um die Beleidiger zu züchtigen. Doch siehe da, Er übt Langmut und Geduld, weil wir Ihm die Ehre erweisen und alles in Geduld ertragen, wie es Jesus erträgt. Unsere Geduld wird dann Seinen Händen die Geißeln entreißen, die andere verdient haben. Jesus wird in uns Seine göttliche Geduld üben. Wie mit der Geduld sei es auch mit allen anderen Tugenden. Jesus übt im heiligsten Altarsakrament alle Tugenden, und wir werden aus Seinem Herzen die Stärke, die Sanftmut, die Geduld, die Verträglichkeit, die Demut und den Gehorsam schöpfen.
Jesus schenkt uns in Seiner Güte Sein Fleisch als Speise, und wir wollen Ihm als Speise die Liebe, den Willen, die Neigungen, die Gedanken und Empfindungen schenken. So wetteifern wir mit Jesus an Liebe. Lassen wir nichts in uns Eingang finden, was nicht Ihm geweiht ist.
Jesus, meine süße Liebe! Zu dieser Stunde hast Du Brot und Wein in Dich selbst verwandelt. So mache doch, dass all das, was ich sage und tue, eine beständige Wandlung Deiner Selbst in mich und alle Seelen sei.
Mein teures Leben! Wenn Du zu mir kommst, so bewirke, dass jeder Herzschlag, jede Neigung, jede Empfindung, jeder Gedanke, jedes Wort die Macht der sakramentalen Wandlung erfahre. Gib, dass mein ganzes armseliges Wesen, von Dir konsekriert, zu ebenso vielen Hostien werde, um Dich allen Seelen schenken zu können.
Jesus, lass mich Deine kleine Hostie sein, um in mir Dich selbst einschließen zu können.

Aufopferung und Danksagung