Gebete in ursprünglicher Form





Alle Gebete, Novenen und Litaneien
ab 2020




Kirchenjahr 2019/2020


25.07.2020

25. Juli Heiliger Jakobus der Ältere Apostel Märtyrer

https://www.gloria.tv/post/77TtHRqxDKzh6SGhjczYdmXgC



06.07.2020

Weihegebet an die Herzen von Jesus und Maria
https://www.gloria.tv/post/HjwSM7hJ8zXZ2WRcEn9ruceX7



05.07.2020

Herz Jesu
https://www.gloria.tv/post/FN2NTenLqr4z4qV2doc9o3CJM



05.07.2020

Erinnerungen an Kardinal Meisner (05.07.2019)
https://www.domradio.de/video/erinnerungen-kardinal-meisner



05.07.2020

Fest der 7 Freuden Mariens – Maria Lätitia



Gebete/Alle Gebete_kj 2020_2


Die (sieben) Freuden Mariens werden seit dem Mittelalter am 5. Juli gefeiert. Bekannt wurde ein Werk des Papstes Klemens IV. über Los VII gauz da nostra dona (okzitanisch; dt.: Die 7 Freuden Unserer Lieben Frau). Papst Pius X. bestätigte das Fest 1906. Es ist zugleich der Namenstag Laetitia (lat. „Freude“).

Die sieben irdischen Freuden Marias sind:
1) Verkündigung
2) Heimsuchung
3) Geburt Jesu
4) Anbetung der Weisen
5) Das Wiederauffinden des Knaben Jesus im Tempel
6) Auferstehung Jesu
7) Himmelfahrt Mariens

http://www.kathpedia.com/index.php/Sieben_Freuden_Mariens


Der Rosenkranz zu den sieben Freuden Mariens

Der Franziskanische Rosenkranz der Sieben Freuden Mariens
Am 5. Juli werden seit dem Mittelalter "Die (sieben) Freuden Mariens" gefeiert. Papst Pius X. bestätigte das Fest 1906.

Ein Rosenkranz ist eingeteilt in 5 Gesetze.
So wird ein Abschnitt mit 1 "Vater unser" und 10 "Gegrüßet seist du Maria" genannt.
Es endet jeweils mit einem "Ehre sei dem Vater".
Bei jedem "Gegrüßet seist du Maria" wird immer nach dem Wort "Jesus" ein Rosenkranzgeheimnis eingefügt und dann das Heilige Maria gebetet.
Jedes der Gesetze hat ein anderes Geheimnis.
Fünf Geheimnisse bilden die Betrachtungsthemen eines Rosenkranzes. Es ist eine kurze Betrachtung des Lebens Jesu Christi und der Gottesmutter.
Jedoch sind es hier nicht 5 Geheimnisse sondern 7!
Es sind "die Sieben Freuden Mariens!"

1. Freude: Den du, o unbefleckte Jungfrau mit Freuden vom Heiligen Geist empfangen hast.
2. Freude: Den du, o unbefleckte Jungfrau mit Freuden zu Elisabeth getragen hast.
3. Freude: Den du, o unbefleckte Jungfrau mit Freuden geboren hast.
4. Freude: Den du, o unbefleckte Jungfrau mit Freuden den drei Weisen zur Anbetung dargereicht hast.
5. Freude: Den du, o unbefleckte Jungrau mit Freuden im Tempel wiedergefunden hast.
6. Freude: Den du, o unbefleckte Jungrau mit Freuden nach seiner Auferstehung zuerst begrüßt hast.
7. Freude: Der dich, o unbefleckte Jungfrau mit Freuden in den Himmel aufgenommen und gekrönt hat.

Durch den Franiskaner Bernhardin von Siena fand dieser Rosenkranz weite Verbreitung. Er predigte davon, trug den Rosenkranz der Sieben Freuden Mariens an seinem Strick und betete ihn täglich.
Die Muttergottes Maria erschien ihm und versicherte ihm:
"Diese Frömmigkeitsübung, die du da pflegst, ist mir sehr genehm. Denn du ehrst mich täglich mit diesem Rosenkranz. Ich bekam von meinem Sohn für dich die Gande der Wunder und des apostolischen Eifers. Weiter versichere ich dir, du wirst im Himmel an meinen Freuden teilnehmen."
Die Kirche approbierte diese Gebetsübung offiziell.


Ursprung des Sieben Freuden Mariens Rosenkranzes

Es wird berichtet, dass es einen jungen Novizen bei den Franziskanern gab (anno 1422), er hatte von Kindheit an den Brauch gepflegt, der Gottesmutter jeden Tag frische Blumen zu bringen, mit denen er sein Marienbild krönte.
Maria freute sich über seine Andachtsform und schenkte ihm den Ordensberuf. Nach seiner Einkleidung hatte der junge Bruder keine Möglichkeit der Gottesmutter Maria Blumen zu pflücken. Seine Trauer darüber ging soweit, dass er sich fragte, ob es nicht besser sei, in die Welt zurückzukehren, um weiterhin diese Andachtsform zu pflegen und das Bild der Gottesmutter mit Blumen zu schmücken.
Da erschien ihm eines Tages Maria und befahl ihm, in seine Klosterzelle zurück zu kehren. Sie zeigte ihm, wie er sein Geschenk natürlicher Blumen mit dem Geschenk anderer Blumen ersetzen konnte. Er solle ihr einen Kranz flechten, eine Kette aus Gebeten und frommen Gedanken zum Gedächtnis an ihre Sieben Freuden. Maria erklärte ihm wie er den neuen Kranz flechten könne. Es entstand der "franziskanische Rosenkranz"; den Kranz der Sieben Freuden Mariens!
Maria sprach: "Wenn du jeden Tag diese Gebete verrichtest und dabei meiner Sieben Freuden gedenkst, sollst du sicher sein, dass du mir damit einen Kranz Blumen schenkst, der mir mehr gefällt als alle anderen."
Da man der Meinung war; Maria habe 72 Jahre lang auf Erden gelebt, wurde dem Sieben Freuden Mariens Rosenkranz am Ende noch 2 Ave Maria ergänzt.
Ein Ave Maria für die "Menschheit" Christi und eines für die "Gottheit" Christi.
Gerne werden diese zwei zusätzlichen Ave´s aber auch für unseren Heiligen Vater gebetet.
Das folgende mächtige exorzistische Gebet sollte von jedem täglich gebetet werden:

Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, die Du von Anbeginn die Macht und die Sendung erhalten hast, den Kopf Satans zu zertreten, wir, Deine Kinder, bitten Dich: Sende Deine hll. Legionen, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht, unter Führung des hl. Erzengels Michael, die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen, ihre Pläne und Bestrebungen vereiteln, ihre Werke vernichten, sie in den Abgrund der Hölle zurückstoßen, ihre Diener entmachten und zerstreuen und der Kirche Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zum Triumphe verhelfen, aufdass überall sein heiliges Kreuz regiere. Amen.

Schön wäre es, für dieses große Anliegen hin und wieder den Rosenkranz zu beten!



02.07.2020

Fest Mariä Heimsuchung



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Das Fest Mariä Heimsuchung wird im deutschen Sprachraum am 2. Juli begangen; im römischen Generalkalender wird es seit 1970 am 31. Mai gefeiert, also vor dem Hochfest der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni. Der heilige Bonaventura führte das Fest 1263 im Franziskanerorden ein; 1389wurde es vom Papst auf die ganze lateinische Kirche ausgeweitet, beim Basler Konzil 1441 auf den 2. Juli gelegt.
Die Kirche gedenkt an diesem Tag des Besuchs der Jungfrau Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (vgl. Lk 1,39-56). Vom Heiligen Geist bewegt, eilte Maria zu ihrer Base Elisabeth. Maria hatte bereits ihr Kind Jesus vom Heiligen Geist empfangen; ebenso hatte Elisabeth, die als unfruchtbar galt, in ihrem hohen Alter noch ein Kind empfangen, den späteren Johannes den Täufer. Dieser Begegnung wird im zweiten Gesätz des freudenreichen Rosenkranzes gedacht.
Die beiden Frauen begegnen sich, und Elisabeth grüßt Maria mit den Worten: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ Die theologische Tradition hat diese Begegnung der beiden Frauen mit dem wunderbaren Geschehen der Heiligung Johannes des Täufers im Mutterschoß verbunden; d.h. das Kind Jesus (der Erlöser) hat seinen Vorläufer und Propheten Johannes von der Erbsünde befreit und mit Gnaden erfüllt, weshalb Johannes noch als ungeborenes Kind „frohlockte“.
Maria antwortete auf den Lobpreis der Elisabeth mit ihrem „Magnificat„, in welchem sie alle Gnaden Gott allein zuschrieb, der Großes tut an denen, die auf ihn hoffen und harren.
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Mari%C3%A4_Heimsuchung


Die Heilige Schrift erzählt: „In jenen Tagen machte sich Maria auf und ging eilends über das Gebirge in eine Stadt des Stammes Juda (Luk 1,39)“. Dieses sich aufmachen bedeutet nicht bloß ihre Abreise von Nazareth, sondern es bedeutet auch die Bewegung ihres Geistes und Willens, mit der sie auf Antrieb und Befehl Gottes sich innerlich von jenem niedrigen und demütigen Platze erhob, den sie in ihrer geringen Meinung von sich selbst eingenommen hatte. Sie erhob sich von dort, wie von den Füßen des Allerhöchsten, auf dessen Willen und Befehl sie gewartet hatte, um ihn zu vollbringen wie nach den Worten Davids (Ps 122,2) die Dienerin ihre Augen auf die Hände ihrer Herrin gerichtet hält und wartet, bis diese ihr gebietet. Maria richtete allen Eifer ihres liebevollen Herzens darauf, die Heiligung des Vorläufers zu beschleunigen, der in den Banden der Erbsünde wie eingekerkert war. Dies war das Ziel und Ende dieser glückseligen Reise. Sie ging mit Eile, wie der heilige Evangelist Lukas berichtet.
Die Heimat des Zacharias in dem Gebirge Judäa war siebenundzwanzig Stunden von Nazareth entfernt. Der Weg dahin war großenteils rauh und beschwerlich. Die einzige Bequemlichkeit bot ihnen ein ärmliches Lasttier. Maria, die demütigste und bescheidenste, stieg oft von demselben ab und bat ihren Bräutigam Joseph, dass er nicht nur die Mühsal, sondern auch die Erleichterung mit ihr teile und sich gleichfalls des Lasttieres bediene. Allein, er nahm das Anerbieten niemals an. Um aber den Bitten Mariens doch wenigstens in etwa zu willfahren, gab er zu, dass sie zeitweise mit ihm zu Fuß ging. Dann bat er sie aber wieder sehr bescheiden und ehrerbietig, die kleine Erleichterung nicht länger abzuweisen, und Maria legte den übrigen Weg gehorsam auf dem Lasttier zurück.
Unter so demutsvollem Wettstreite setzten Maria und Joseph ihre Reise fort. Ihre Zeit verbrachten sie nicht einen Augenblick unnütz. Sie reisten ganz einsam. Allein die tausend Engel, die Maria, das „Ruhebett Salomons“ (Hohel 3,7), bewachten, waren ihnen zur Seite. Sie dienten ihrer Königin und dem heiligsten Kinde, das sie unter ihrem Herzen trug, in sichtbarer Gestalt. Doch nur Maria nahm sie wahr. Auf diese Engel und auf Joseph achtend, setzte Maria ihren Weg fort. Sie erfüllte Berge und Täler mit dem süßesten Wohlgeruche ihrer Gegenwart und mit dem ununterbrochenen Lobe Gottes. Zuweilen sprach sie mit ihren Engeln und sang mit ihnen himmlische Loblieder auf die Vollkommenheit Gottes und auf die Werke der Schöpfung und Menschwerdung. Dadurch wurde das makellose Herz Mariens aufs neue von göttlicher Liebe entflammt. Joseph beobachtete ehrerbietiges Stillschweigen und sammelte seinen Geist in hoher Beschauung. Dadurch ermöglichte er seiner Braut, ein Gleiches zu tun.
Zuweilen aber redeten Maria und Joseph miteinander und besprachen sich über das Heil der Seelen, die Erbarmungen des Herrn, die Ankunft des Messias, über die Weissagungen der Altväter und über andere Geheimnisse.
Joseph liebte seine Braut mit einer heiligen, keuschen Liebe, mit einer Liebe, die durch besondere Gnaden Gottes und durch Mitteilung der göttlichen Liebe geordnet war. Zudem war der Heilige von Natur aus sehr edel, hilfsbereit, freundlich und sanft. Er sorgte für seine Braut höchst weise und liebevoll. Dazu hatte ihn ihre Heiligkeit und ernste Würde schon von Anfang an bewogen. Um ihretwillen hatte er ja himmlische Gaben empfangen.
Er fragte sie oft, ob sie nicht müde sei und womit er ihr dienen oder Erleichterung verschaffen könne. Da aber Maria in ihrem jungfräulichen Schoße das göttliche Feuer, das menschgewordene Wort trug, fühlte der heilige Joseph, ohne die Ursache zu kennen, durch die Unterredungen mit seiner geliebten Braut in seiner Seele wunderbare Wirkungen, eine glühendere Liebe zu Gott, ein tieferes Verständnis jener Geheimnisse, über die sie sprachen, ein inneres Feuer und ein ungewohntes Licht, das ihn ganz verwandelte und vergeistigte. Je weiter sie pilgten, desto mehr nahmen auch diese Gnaden zu. Joseph erkannte, dass die Worte seiner Braut der Kanal dieser Gnaden seien. Sie durchdrangen sein Herz und entflammten seinen Willen mit göttlicher Liebe.
Joseph wunderte sich darüber. Es wäre ihm ein Trost gewesen, die Ursache davon zu erfahren. Allein in seiner großen Bescheidenheit wagte er es nicht, Maria zu fragen. Damals war die Zeit noch nicht gekommen, dass er das Geheimnis schon erfahre. Maria wusste alles, was in seinem Innersten vorging. Ihr Zustand konnte ihm natürlicherweise nicht verborgen bleiben. Sie hatte vom Herrn keine Weisung erhalten, ihr Geheimnis vor ihm zu bewahren. Allein ihre Klugheit und Bedachtsamkeit sagten ihr, dass es gut sei, es noch verborgen zu halten. Und so sprach sie mit ihrem Bräutigam kein Wort darüber, auch nicht später, als der heilige Joseph ihren gesegneten Zustand gewahrte und darüber in Unruhe geriet.
O wunderbare Umsicht, o übermenschliche Klugheit! Maria überließ sich ganz der göttlichen Vorsehung und wartete ab, was sie verfügen werde. Sie sah die Unruhe Josephs voraus und erwog, wie sie ihn davor bewahren könne. Diese Besorgnis steigerte sich noch beim Gedanken an die Liebe und Aufmerksamkeit des heiligen Joseph, ihr zu dienen, und an ihre Pflicht, diese zu erwidern. Sie betete und stellte dem Herrn ihre Unruhe vor und ihr Verlangen, das Richtige zu treffen. Sie flehte, dass Gott ihnen beistehen und sie leiten wolle. In dieser Ungewissheit erweckte Maria heroische Akte des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Klugheit, der Demut, der Geduld und der Stärke. Allem, wozu sich Gelegenheit bot, gab sie die Fülle der Heiligkeit. Sie tat immer das Vollkommenste.
Diese Reise war die erste Pilgerfahrt des menschgewordenen Wortes auf Erden, vier Tage nach seiner Empfängnis. Seine glühende Liebe konnte nicht länger zögern, das Feuer, wozu es gekommen war, zum ersten Male zu entzünden, indem es die Heiligung der Menschen in seinem Vorläufer begann. Diese Eile teilte es auch seiner heiligen Mutter mit. Maria diente nun dem wahren Salomon als „Sänfte“ (Hohel 3,9). Sie war jedoch reicher geschmückt und leichter als die des ersten Salomon. So war auch diese Reise viel reicher an Glorie, Jubel und Pracht für den Eingeborenen des Vaters. Denn er reiste mit Ruhe im jungfräulichen Schoße seiner Mutter und erfreute sich der Liebeswonne, mit der sie ihn anbetete, verherrlichte, betrachtete, anredete, hörte und ihm antwortete. Sie allein, die Schatzkammer des höchsten Königs und das Heiligtum des „großen Geheimnisses“, brachte ihm in ihrem eigenen Namen und im Namen des ganzen Menschengeschlechtes weit mehr Verehrung und Dank dar als alle Menschen und Engel zusammen.
Während dieser viertägigen Reise übten die heiligen Pilger Maria und Joseph nicht nur die göttlichen Tugenden, sondern auch viele Werke der Nächstenliebe. Ihre Liebe konnte angesichts der Hilfsbedürftigen nicht untätig sein. Sie fanden nicht in allen Herbergen gute Aufnahme. Einige Herbergsbesitzer waren roh und wiesen sie rücksichtslos ab. Andere nahmen sie mit Liebe auf. Die Mutter der Barmherzigkeit aber verweigerte niemandem einen Liebesdienst, wenn es ihr möglich war. Sie besuchte Arme, Kranke und Betrübte. Allen kam sie zu Hilfe, allen spendete sie Trost oder heilte ihre Krankheiten. Ich will nur vor dem Glücke eines armen, kranken Mädchens sprechen, das Maria am ersten Reisetag in einem Dorf fand. Als sie das Mädchen erblickte, rührte sie großes Mitleid. Als Herrin aller Geschöpfe gebot sie dem Fieber, die Kranke zu verlassen, und den Körpersäften, sich zu ordnen und in ihrem normalen Zustand zurückzukehren. Die Kranke wurde augenblicklich gesund und auch an der Seele gebessert. Sie machte später Fortschritte im Guten und gelangte zu einem vollkommenen und heiligen Leben. Die Erinnerung an die Urheberin ihres Glückes blieb ihrem Geiste allezeit eingeprägt, und ihr Herz bewahrte eine zärtliche Liebe für sie, obwohl sie die heiligste Jungfrau nie mehr wieder sah und das Wunder verborgen blieb.
Maria und Joseph kamen am vierten Tage zur Stadt Juda, wo Elisabeth und Zacharias lebten. Juda war der Eigenname dieses Ortes. So hat ihn auch der heilige Evangelist Lukas bezeichnet. Zwar sind die meisten Schriftausleger der Ansicht, dieser Name sei nicht der Eigenname der Stadt, in der Elisabeth und Zacharias wohnten, sondern der allgemeine Name der Provinz, die „Juda“ oder „Judäa“ hieß. Auch das Bergland, das sich vom Osten Jerusalems gegen Süden hinzieht, heißt „das Gebirge von Judäa“. Es ist mir geoffenbart worden, dass die Stadt „Juda“ hieß und zur Provinz Judäa gehörte. Die Stadt wurde einige Jahre nach dem Tode unseres Herrn Jesus Christus zerstört.
Das Haus des Zacharias und der Elisabeth war an derselben Stelle, wo diese heiligen Geheimnisse jetzt von den Gläubigen und den Pilgern verehrt werden. Obwohl die Stadt Juda zerstört wurde, ließ der Herr nicht zu, dass das Andenken an eine so verehrungswürdige Stätte verlorenging. Die alten Gläubigen, die dort Kirchen bauten und die heiligen Orte wiederherstellten, erhielten ein himmlisches Licht, um mit diesem und einigen Überlieferungen die Wahrheit hierüber zu finden und das Andenken an so wunderbare Geheimnisse zu erneuern, damit die Gläubigen auch heute noch den katholischen Glauben an den geheiligten Stätten unserer Erlösung öffentlich bekennen können.
Zum besseren Verständnis erwäge man, dass der Satan, nachdem er Jesus Christus bei seinem Tode als Gott und Erlöser der Menschen erkannte, mit unglaublicher Wut darauf ausging, sein Andenken - wie der Prophet Jeremias (Jerem 11,19) sagt - „aus dem Lande der Lebendigen zu vertilgen“ und ebenso das seiner heiligsten Mutter. So bewirkte er auch, dass das heiligste Kreuz verborgen und in die Erde vergraben wurde; ein anderes Mal, dass es nach Persien in die Hände der Heiden kam. In derselben Absicht brachte er es zuwege, dass viele heilige Orte zerstört und vernichtet wurden. Daher kam es auch, dass die heiligen Engel das heilige Haus nach Loreto getragen haben. Denn der Drache, der die Himmelskönigin verfolgte, hatte bereits die Bewohner des Landes aufgewiegelt, dies Heiligtum zu zerstören. Dieselbe Arglist des bösen Feindes war schuld, dass auch die alte Stadt Juda zerstört wurde, teils durch die Nachlässigkeit der Bewohner, die nach und nach ausstarben, teils durch Unglücksfälle. Doch das Haus des Zacharias ließ der Herr wegen der daselbst gefeierten Geheimnisse nicht zugrunde gehen.
Die Stadt Juda war, wie gesagt, siebenundzwanzig Stunden von Nazareth und ungefähr zwei Stunden von Jerusalem entfernt, in der Richtung nach dem Gebirge Judäas hin, wo der Fluß Sorek entspringt. Nachdem Johannes geboren und die heiligste Jungfrau mit dem heiligen Joseph nach Nazareth zurückgekehrt war, erhielt Elisabeth eine göttliche Erleuchtung, dass den Kindern von Bethlehem und der Umgebung ein großes Unglück bevorstehe. Obwohl diese Offenbarung nicht bestimmt gegeben wurde, fühlte sich Elisabeth angetrieben, mit ihrem Gemahl Zacharias nach Hebron zu ziehen, das ungefähr acht Stunden von Jerusalem entfernt war. Sie waren reich und vornehm und besaßen nicht bloß in Juda und Hebron, sondern auch an anderen Orten Häuser und Güter. Als Maria und Joseph auf der Flucht vor Herodes nach Ägypten zogen, hielten sich Elisabeth und Zacharias zu Hebron auf. Zacharias starb vier Monate nach der Geburt Jesu Christi, zehn nach der Geburt seines Sohnes Johannes.
Die heilige Jungfrau und der heilige Joseph gelangten endlich in die Stadt Juda und zum Hause des Zacharias. Joseph ging einige Schritte voraus, um die Bewohner des Hauses vorzubereiten. Er rief ihnen den Gruß zu: „Der Herr sei mit euch und erfülle eure Seelen mit seiner göttlichen Gnade!“ Elisabeth war schon vorbereitet; denn der Herr hatte ihr geoffenbart, dass ihre Base Maria sie bald besuchen werde. Durch dasselbe Gesicht hatte sie auch erfahren, dass Maria dem Herrn sehr wohlgefällig sei. Allein das Geheimnis, dass sie Mutter Gottes sei, wurde ihr erst geoffenbart, als beide sich allein begrüßten. Elisabeth ging sogleich mit einigen Personen ihrer Familie hinaus, um Maria zu empfangen. Diese kam als die demütigere und jüngere ihrer Base mit dem Gruße zuvor und sagte zu ihr: „Der Herr sei mit dir, meine Base und meine Teuerste.“ Elisabeth antwortete: „Der Herr vergelte es dir, dass du gekommen bist, mir diesen Trost zu bereiten.“ Unter dieser Begrüßung traten sie in das Haus des Zacharias ein.
(Geoffenbart der ehrwürdigen Dienerin Gottes, Maria von Jesus zu Agreda)



Gebet zu Mariä Heimsuchung

Unbefleckte und gebenedeite Jungfrau Maria!
Eilig suchst du die Familie der heiligen Elisabeth auf
und heiligst sie durch deinen Besuch.
Besuche bitte auch die arme Wohnung meiner Seele.
Beeile dich, o Maria, denn du weißt es ja besser als ich,
wie bedürftig ich bin, wie viele Übel mich bedrohen,
von wie vielen bösen Gewohnheiten,
von wie vielen früher begangenen Sünden
mein armes Herz geängstigt wird,
und wie diese mich zum ewigen Tode führen können.
Du kannst mein Herz bereichern, o Schatzmeisterin Gottes,
du kannst für alle Krankheiten meiner Seele bitten.
Besuche mich häufig während meines Lebens,
vor allem aber in der Stunde meines Todes,
dann wird mir dein Beistand ein ganz besonderes Anliegen sein.
Ich begebe mich ganz und gar in deine Hände, o Maria!
Ich bitte Gott, Er möchte mir, um der Verdienste meines Herrn
und Heilandes Jesu Christi willen, alle jene Gnaden gewähren,
die du, o gütigste Jungfrau, mir erbittest. Amen.



Litanei von der Heimsuchung Mariens

Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme dich.

Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.

Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser.
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser.
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser.

O Maria, die du der heiligen Elisabeth eine so große Freude gemacht hast, bitte für uns.
O Maria, die du deine Hoheit bei der Heimsuchung Elisabeth verborgen hast, bitte für uns.
O Maria, die du Ursache gewesen bist, dass Johannes schon im Mutterleib gereinigt wurde, bitte für uns.
O Maria, die du das ganze Haus der heiligen Elisabeth mit göttlichem Segen erfüllt hast, bitte für uns.
O Maria, die du der heiligen Elisabeth drei Monate lang eifrig gedient hast, bitte für uns.
O Maria, die du von der heiligen Elisabeth mit den Worten begrüßt wurdest: „Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“, bitte für uns.
O Maria, die du von der heiligen Elisabeth Mutter des Herrn genannt wurdest, bitte für uns.
O Maria, auf deren Gruß das Kind Johannes im Mutterleib vor Freude aufhüpfte, bitte für uns.
O Maria, die du deines Glaubens wegen seliggepriesen worden bist, bitte für uns.
O Maria, die du gesprochen hast: „Hoch preise meine Seele den Herrn“, bitte für uns.
O Maria, deren Geist froh aufjauchzte zu Gott, deinem Retter, bitte für uns.

O Maria, von aller Trägheit im Dienst Gottes, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, von aller Nachlässigkeit in Ausübung unserer Berufspflichten, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, von aller Verletzung gegen die Nächstenliebe, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, von Selbstgefälligkeit und Ruhmsucht, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, vom Geist der Hoffart, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, durch deine demütige Heimsuchung, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, durch deine mühsame Reise über das Gebirge, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, durch deinen gnadenreichen Eintritt in das Haus des Hohenpriesters Zacharias, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, durch deine freudenreiche Begrüßung und herrlichen Lobgesang, erlöse uns durch deine Fürbitte.
O Maria, durch deine, der heiligen Elisabeth erwiesenen Liebesdienste, erlöse uns durch deine Fürbitte.

Wir armen Sünder, wir bitten dich, erhöre uns.
Dass du unsere Seele geistigerweise besuchen wollest, wir bitten dich, erhöre uns.
Dass du uns eine wahre Demut und Freundlichkeit erweisen wollest, wir bitten dich, erhöre uns.
Dass du eine dienstwillige Liebe in unsere Herzen einpflanzen wollest, wir bitten dich, erhöre uns.
Dass du uns jederzeit zum Lob Gottes aufmuntern wollest, wir bitten dich, erhöre uns.
Dass du ganz besonders in der Stunde unseres Todes uns liebreich heimsuchen wollest, wir bitten dich, erhöre uns.
Gebenedeite Mutter des Herrn, wir bitten dich, erhöre uns.

Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt, verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich, o Herr.

Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.

Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme Dich.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Lasset uns beten:
Allmächtiger, ewiger Gott, Der Du die allerseligste Jungfrau Maria mit unzähligen Gnaden geziert hast, zu einer Mutter Deines eingeborenen Sohnes Jesu Christi erwählt und durch sie seinen großen Vorläufer schon im Mutterschoß geheiligt hast, wir bitten Dich, reinige und heilige auch unsere Herzen, auf dass wir geheiligt an Geist, Seele und Leib, hier auf Erden in glücklichem Frieden leben, und dort im Himmel der ewigen Freude genießen mögen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.


AUS DER ANSPRACHE VON PAPST BENEDIKT XVI.

Lourdes-Grotte, Vatikanische Gärten, 31. Mai 2011


Während wir heute die Heimsuchung Mariens betrachten, werden wir angeregt, gerade über diesen Mut des Glaubens nachzudenken. Diejenige, die Elisabet in ihrem Haus empfängt, ist die Jungfrau, die der Verkündigung des Engels »geglaubt hat« und im Glauben geantwortet hat. So hat sie mutig den Plan Gottes für ihr Leben angenommen und damit das ewige Wort des Höchsten in sich aufgenommen. Wie mein seliger Vorgänger in der Enzyklika Redemptoris Mater hervorgehoben hat, hat Maria ihr fiat im Glauben gesprochen, »sie hat sich ohne Vorbehalte Gott überantwortet und ›gab sich als Magd des Herrn ganz der Person und dem Werk ihres Sohnes hin‹« (Nr. 13; vgl. II. Vat. Konzil, Dogmat. Konstitution Lumen gentium, 56). Deshalb ruft Elisabet bei ihrem Gruß aus: »Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ« (Lk 1,45). Maria hat wirklich geglaubt, dass »für Gott nichts unmöglich ist« (V. 37), und gestützt auf dieses Vertrauen hat sie sich vom Heiligen Geist führen lassen im täglichen Gehorsam gegenüber Seinen Plänen.
Wie sollten wir für unser eigenes Leben nicht dieselbe vertrauensvolle Hingabe wünschen? Wie könnten wir uns jener Seligkeit verwehren, die aus einer so innerlichen und tiefen Vertrautheit mit Jesus erwächst? Deshalb wollen wir uns heute an diejenige wenden, die »voll der Gnade« ist, und sie bitten, von der göttlichen Vorsehung auch für uns zu erlangen, dass wir jeden Tag unser »Ja« zu den Plänen Gottes sagen – mit demselben demütigen und aufrichtigen Glauben, mit dem sie ihr »Ja« gesprochen hat. Sie, die sich Gott vorbehaltlos überlassen hat, als sie das Wort Gottes in sich aufnahm, möge uns zu einer immer großherzigeren und bedingungsloseren Antwort auf Seine Pläne führen, auch wenn wir gerufen sind, das Kreuz zu umarmen.

01.07.2020

Hochfest des kostbaren Blutes
unseres Herrn Jesus Christus





Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Werten, mit Gold und Silber, losgekauft seid,sondern durch das kostbare Blut Christi als des Lammes ohne Fehl und Makel.(1 Petr 18-20)

Das Blut Jesu Christi wird von den Christen verehrt, weil es Jesus Christus für die Erlösung der Menschheit am Kreuz vergossen hat. Es ist das Blut, das aus dem Herzen Jesu am Kreuz geflossen ist. Darin wird die Stiftung der Kirche gesehen.
Beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern am Abend vor seiner Hinrichtung am Kreuz bestimmte Jesus Brot und Wein zu bleibenden Zeichen seiner Gegenwart in der christlichen Gemeinde, und er deutete das Brot als seinen Leib und den Wein als sein Blut: „Er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ (Mt 27,25-26 EU) Die Verwandlung (Transsubstantiation) des Weines in das Blut Christi ist seitdem das zentrale Geheimnis der Eucharistie.
Das Blut Jesu Christi ist der göttliche Lösepreis, den Gott Vater in seiner Gerechtigkeit fordert, um dem Menschen nach dem Falle Adams das Himmelreich zu öffnen. Durch die Teilhabe an diesem Blut wird der Mensch von der Ursprungsünde (Erbsünde) befreit, um mit Gott wieder Umgang haben zu können. Die Anteilhabe am Blut Christi ist reines Geschenk, jedoch hat der so geheiligte Mensch nun ein Recht in den Himmel zu gelangen.
Das Blut Christi „ist das höchste Zeugnis des Erlösungsopfers Christi, das sich mystisch und wirklich in der heiligen Messe erneuert und das dem christlichen Leben Sinn und Richtung verleiht“.[
In der Darstellung des Johannesevangeliums flossen aus der Seite Christi, die von der Lanze durchstochen wurde, Wasser und Blut (Joh 19,31-37 EU) als doppeltes Zeugnis der Liebe Gottes, das das Zeugnis des Geistes bekräftigt (1 Joh 5,6-8 EU). Nun aber erweisen dieses Wasser und dieses Blut in der Kirche nach wie vor ihre belebende Macht. Das Wasser ist das Zeichen des Geistes, der die Wiedergeburt bewirkt und den Durst stillt (Joh 3,5 EU; 4,13-14 EU). Das Blut wird den Menschen in der eucharistischen Feier dargereicht: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt. der hat das ewige Leben ... der bleibt in mir und ich in ihm“ (Joh 6,53-56 EU).

Paulus
Der heilige Paulus bringt den Sinn des Kreuzes Christi gern durch den Hinweis auf sein Erlöserblut zum Ausdruck. Der mit seinem eigenen Blute bedeckte Jesus spielt fortan für alle Menschen jene Rolle, die der Sühnedeckel von einst in der Sühne-Zeremonie nur angedeutet hatte (Röm 3, 25); er ist der Ort der göttlichen Gegenwart und verbürgt die Vergebung der Sünden. Denn sein Blut hat eine heilbringende (Heil) Kraft; durch es sind wir gerechtfertigt (Röm 5. 9), erlöst (Eph 1,7), zum Eigentum Gottes geworden (Apg 20,28); durch es wird die Einheit zwischen den Juden und den Heiden (Eph 2, 13), zwischen den Menschen und den himmlischen Mächten hergestellt (Kol 1.20). Die Menschen aber können mit diesem Blute des Neuen Bundes in Gemeinschaft treten. wenn sie aus dem eucharistischen Kelche trinken (I Kor 10, I6f; 11.25-28). Dabei kommt zwischen ihnen und dem Herrn eine tiefe Einheit eschatologischen Charakters zustande: Es ist eine Erinnerung an den Tod des Herrn und eine Ankündigung seiner Wiederkunft (11, 26).

Der Hebräerbrief
Im Hebräerbrief wird das Betreten des Allerheiligsten durch den Hohenpriester mit dem Sühneblut als die prophetische Vorausdarstellung (Typos) des Eingehens Christi in den Himmel mit seinem eigenen Blute betrachtet, das unsere Erlösung bewirkt (Hebr 9. 1-14). Dieses Bild verbindet sich mit dem von jenem Opfer des Bundes, das Moses auf dem Sinai dargebracht hat: Das Blut Jesu, das Blut des Neuen Bundes, ist zur Vergebung der Sünden der Menschen vergossen worden (Hebr 9, 18-28). Durch es erlangen die Sünder Zutritt zu Gott (10. 19); dieses Blut. das lauter ruft als das Abels (12. 24). bewirkt ihre Heiligung (10,29; 13,12) und ihre Aufnahme in die Herde des guten Hirten (13, 20).


Offenbarung des Johannes
Die Apokalypse gibt nur die traditionelle Lehre wieder, wenn sie vom Blute des Lammes spricht. Dieses Blut hat uns von unseren Sünden reingewaschen (Apk 1.5; vgl. 7. 14). Hat uns für Gott losgekauft und zu einem Königreich von Priestern gemacht (5. 9). Eine Lehre. der um so größere Bedeutung zukommt, als Babylon die Stadt des Bösen, in dem Augenblick, da der Seher geschrieben hat, das Blut der Martyrer in Strömen vergoss (18. 24). Die Martyrer haben dank dem Blute des Lammes den Satan besiegt (12. 11), doch schreit ihr vergossenes Blut deshalb nicht weniger nach Gerechtigkeit. Gott wird es rächen. indem er jenen Menschen, die es vergossen haben, Blut zu trinken gibt (16. 3-7), bis ihr eigenes Blut vergossen und zum Siegesgepränge des Wortes wird, wenn es kommt, um Gericht zu halten (19. 13; vgl. Is 63.3).
In den Eucharistischen Wundern wird vom Eucharistischen Leib oder dem Kostbaren Blut Jesu Christi berichtet, so z.B. in Lanciano oder Walldürn.


Das Hostienwunder von Lanciano bei Chieti, Italien, 8. Jahrh.



In Lanciano bei Chieti ereignete sich das wohl bekannteste und am längsten andauernde eucharistische Wunder.
In der ehemaligen Klosterkirche des hl. Longinus in Lanciano feierte im 8. Jahrhundert eines Tages ein Basilianermönch, wie gewohnt, die hl. Messe. Nachdem er die Hostie in den hochheiligen Leib Christi und den Wein in das kostbare Blut Christi verwandelt hatte, hielt er einige Augenblicke inne. Mag sein, dass er von einem Zweifel an der wirklichen Gegenwart Jesu Christi im heiligsten Altarssakrament geplagt wurde. Im selben Augenblicke wurde er von einem außerordentlichen Wunder überrascht. Ein Teil der geweihten Hostie verwandelte sich nämlich vor seinen entsetzten Augen in blutendes Fleisch, während der übrige Teil weiterhin wie Brot aussah; der verwandelte Wein nahm gleichzeitig die Gestalt frischen Blutes an, das nach und nach zu fünf Blutkörperchen gerann, die in Form und Gestalt verschieden waren.
Der erschrockene Priester suchte zuerst das unerklärliche Vorkommnis zu verheimlichen, doch eine grosse innere Erschütterung nötigte ihn, das wunderbare Ereignis den anwesenden Gläubigen mitzuteilen und alsbald wurde es stadtbekannt.
Seit zwölf Jahrhunderten schon dauert dieses grandiose Verwandlungswunder der Gestalt des Brotes in wirkliches Fleisch und der Gestalt des Weines in wirkliches Blut an und kann heute noch betrachtet und untersucht werden.


Die Heiligen über das kostbare Blut Jesu
mit Aufopferungen und Verheißungen

„Nur das kostbare Blut meines göttlichen Sohnes kann die Welt noch retten. Opfere es unausgesetzt durch meine Hände dem himmlischen Vater auf.“ (Muttergottes zu Mutter Vogl, 13.8.1954)
„Nehmt beständig eure Zuflucht zu Meinem kostbaren Blut! Vertraut rückhaltlos auf Mein Herz. Wenige verstehen dieses Geheimnis. Versucht wenigstens ihr, es zu erfassen und zu verwerten!“ (Jesus zu Sr. Josefa - 15.10.1923)
Unter Tränen ermahnte der heilige Caspar del Bufalo, Gründer der „Missionare vom Kostbaren Blut“, seine Mitbrüder, doch immer wieder das kostbare Blut Jesu Christi dem himmlischen Vater zur Abwehr der drohenden Strafgerichte aufzuopfern. Er versicherte öfters, wenn die Sühne nicht ausreicht und die göttlichen Heimsuchungen begonnen haben, werden jene Barmherzigkeit finden, die das kostbare Blut in besonderer Weise verehren. („Die Liebe ruft.“ - Kanisius-Verlag, Konstanz)
Pius IX. erklärte im Dekret zur Einsetzung des Festes vom kostbaren Blut:
„So wie Gott jene Häuser in Ägypten, die mit dem Blut des Lammes bestrichen waren, vor seinem Zorn bewahrte, so werden noch mehr jene dem göttlichen Zorn entgehen, die mit besonderer Andacht das heilige Blut des Erlösers verehren.“
„O möchten doch alle Priester die Gläubigen über das kostbare Blut meines Sohnes belehren und diese darauf hinweisen; sein Blut allein ist im Stande, die vielen Beleidigungen zu sühnen, die in der jetzigen Zeit begangen werden.“ (Gottesmutter zu Mutter Vogl - 22. 7.1939)
„Unaufhörlich soll mein kostbares Blut aufgeopfert werden, das ich mit so großer Liebe vergossen habe. Das wird viel zu wenig ausgenützt.“
(Jesus zu Mutter Vogl - 9.7.1931)
Die heilige Magdalena von Pazzis rief in einer Vision aus:
„Jedes Mal, wenn eine Seele dieses Blut, durch das sie erkauft wurde, aufopfert, bringt sie eine Gabe von unendlichem Wert dar, den niemand ersetzen kann.“
„Mein göttlicher Sohn hat euch eine Waffe in die Hand gegeben, die nach menschlicher Berechnung nicht zu fassen ist, die große gute Meinung und die kostbaren Aufopferungen im Namen aller und für alle!“
(Maria zu Mutter Vogl - 11.10.1930)
„Könntest du sehen und wissen, was mit den kostbaren Aufopferungen und der großen Meinung im Namen aller und für alle gewirkt wird, du würdest keinen Augenblick vorübergehen lassen.“
(Jesus zu Mutter Vogl - 17.12.1930)
„Opfere das kostbare Blut unausgesetzt durch Meine Hände dem himmlischen Vater auf!“
(Die Gottesmutter zu Mutter Vogl - 13.8.1954)
Auch der heilige Pfarrer von Ars empfahl seinen Gläubigen:
„Meine Kinder, merkt euch dies gut: Jedes Mal, wenn ich eine Gnade erhalten habe, so bekam ich sie dadurch, dass ich die allerseligste Jungfrau bat, an meiner Stelle das kostbare Blut Jesu aufzuopfern.“


GEBETE

Verehrung des kostbaren Blutes

Kostbares Blut Jesu, Du bist der unendlich wertvolle Lösepreis für die sündige
Menschheit. Du bist ein Trank des Heiles und ein Bad der Reinigung für unsere Seelen.
Ohne Unterlass trittst Du für die Menschen ein am Throne der höchsten Erbarmung. In tiefer Demut bete ich Dich an.
So gut ich kann, will ich das Unrecht und die Beleidigungen wieder gutmachen, die fortwährend von den Menschen Dir angetan werden, besonders von jenen, die in ihrer Vermessenheit so weit gehen, dass sie gegen Dich lästern.
Wer wollte Dich, o göttliches Blut, nicht preisen! Du bist unendlich kostbar. Wer wollte Dich, o Jesus, der Du es vergossen, nicht innig lieben! Was wäre aus mir geworden, wäre ich nicht erlöst durch Dein kostbares Blut? Wer ließ es bis zum letzten Tropfen aus Deinen Adern fließen? - Nur Deine Liebe! Ja grenzenlos ist Deine Liebe, die uns diesen Balsam des Heiles schenkte. Gib, dass alle Herzen, alle Zungen Dich loben und preisen und Dir danken jetzt und in alle Ewigkeit.
(Imprimatur: Friburgi Helv., die 19 januarii 1960)
Gelobt sei das Blut Jesu, jetzt und in Ewigkeit!
- Denke oft daran,
- dass der göttliche Erlöser sein kostbares Blut mit unendlicher Liebe für dich vergossen hat.
- dass er dich in seinem Blut erlöst, gereinigt und geheiligt hat.
- dass er immer wieder sein teures Blut im heiligen Messopfer dem himmlischen Vater zur Versöhnung darbringt.
Kostbares Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes und Welterlösers, ich verehre Dich.
Göttliches Blut, unendlich erhaben, für das Heil der Menschen vergossen, auf dem Altar gegenwärtig, ich bete Dich an und preise Dich.
Heiliges Blut Jesu, Du Schatz der Gerechten und Zuflucht der Sünder, Du Trost der Sterbenden und der Armen Seelen, ich liebe Dich.
O heiliges Blut, Strom des Lebens, Strom der Kraft, Strom der Liebe, heile mich, heilige mich, rette mich!


Befreiungsgebet zum Kostbaren Blut Christi

Herr Jesus Christus versiegle mich mit Deinem Kostbaren Blut und durch Dein Kostbares Blut.
Befreie mich von allem Bösen, versiegle mich gegen das Böse, und beschütze mich vor allem Bösen. Von ganzem Herzen bereue ich meine Sünden. Ich bitte Dich, verbanne aus mir all das, was die Ursache zu Bösem sein könnte; zerreiße auch alle Ketten, die mich immer noch fesseln und reinige mich innerlich und äußerlich
mit Deinem Kostbaren Blut.

Herr Jesus Christus
Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
auch meinen Geist, meine Seele, mein Herz, meinen Verstand, meinen Körper, ja mein ganzes Sein.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
auch meine Familie, jeden Einzelnen von uns. Schütze uns vor den Machenschaften des bösen Feindes, vor denen seiner Helfer und Helfershelfer und selbst vor all jenen Personen, die uns Schaden zufügen können oder Schaden zufügen wollen.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
all unsere Unternehmungen des heutigen Tages und alle Menschen, mit denen wir zu tun haben oder die uns heute begegnen werden.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
auch unsere Geschwister und ihre Familien, unsere Freunde, unsere Feinde und alle, die uns besonders nahe stehen, alle, an die wir denken, alle, über die wir reden, auch alle, denen wir unser Gebet versprochen haben, besonders jene, die vom rechten Wege abgeirrt sind.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
ganz innig unsere Kranken und Leidenden.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut unser Haus
- von innen und außen, jedes Zimmer und alle Dinge, die sich darin befinden, auch alle unsere Mitbewohner und alle, die unser Haus heute betreten oder uns besuchen werden, auch unsere Nachbarn.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
unsere Beichtväter, Seelsorger und Priester, damit sie von Deinem Geist beseelt - uns den wahren Geist vermitteln, der uns die unverfälschten Werte des Lebens erkennen lässt.

Versiegle mit Deinem Kostbaren Blut
die Ordensleute und alle, die in Deinem Dienste stehen.
Amen.
Entnommen aus dem Buch Rosenkranz zum Kostbaren Blut

Der Rosenkranz vom Kostbaren Blute
Diese Andacht besteht aus sieben Geheimnissen, wobei wir je eines von den sieben hauptsächlichsten Vergießungen des Kostbaren Blutes Jesu betrachten. Bei jedem Geheimnis werden fünf Vater unser ohne Gegrüßet seist du, Maria gebetet, mit Ausnahme des letzten Geheimnisses, bei welchem nur drei Vater unser gebetet werden, um so auf die Zahl 33 zu kommen, in Verehrung der 33 Lebensjahre Jesu.
Jedes dieser sieben Geheimnisse des Rosenkranzes vom Kostbaren Blute enthält einen Schatz von Gedanken und fordert uns auf, unsere Fehler, besonders diejenigen abzulegen, wodurch wir anderen böses Beispiel oder Ärgernis geben. Wer könnte diesen Rosenkranz beten, ohne im Innersten des Herzens gerührt und mit festen Entschlüssen zur Besserung erfüllt zu werden?
V. O Gott, merke auf meine Hilfe.
R. Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater...



Erstes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut bei der Beschneidung.

Das erste Mal vergoss unser liebenswürdigster Erlöser Sein Kostbares Blut, als er am achten Tage nach Seiner Geburt, um das Gesetz Moses zu erfüllen, beschnitten wurde. Betrachte, dass Jesus dies zuließ, um der göttlichen Gerechtigkeit für deine Ausgelassenheiten genugzutun, und erwecke eine aufrichtige Reue über dieselben, zugleich mit dem Versprechen, künftig mit dem Beistande Seiner alles vermögenden Gnade die Reinheit des Leibes und der Seele zu bewahren.

Fünf Vater unser (ohne Ave Maria) und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blute erlöst hast.


Zweites Geheimnis. Der Herr vergoss Blut beim Gebete am Ölberg.

Jesus vergoss Blut auf dem Ölberg, und zwar in solchem Übermaß und solcher Menge, dass das Erdreich um Ihn her getränkt wurde, und dies in der Voraussicht der Undankbarkeit, mit der die Menschen Ihm Seine Liebe vergelten würden. Bereue, dass du bis dahin den unzähligen Guttaten des Herrn, so schlecht entsprochen hast, und nimm dir vor, von den himmlischen Gnaden und guten Einsprechungen besseren Gebrauch zu machen.
Fünf Vater unser und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blute erlöst hast.


Drittes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut bei der Geißelung.

Der Herr vergoss Blut in seiner grausamen Geißelung, als es aus dem zerschlagenen und verwundeten hl. Leib stromweise hervordrang, während Er dasselbe dem Ewigen Vater aufopferte zum Ersatz für deine Ungeduld und Weichlichkeit. Und warum tötest du nicht deinen Zorn und deine Eigenliebe ab? Ach, trachte in Zukunft geduldiger zu sein im Leiden, dich selbst zu verachten und alle dir zugefügten Unbilden in Sanftmut zu ertragen.

Fünf Vater unser und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blut erlöst hast.


Viertes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut bei der Dornenkrönung.

Das Blut brach hervor aus dem allerheiligsten Haupte Jesu, als Er Sich mit Dornen krönen ließ, um deine Hoffart und deine bösen Gedanken abzubüßen. Und du willst noch fortfahren, dir in deinem Hochmute zu gefallen, unreine Vorstellungen in dir zu unterhalten und in deinem Herzen etwas zu denken, wodurch Gott beleidigt wird? Ach, hab in Zukunft allzeit dein eigenes Nichts vor Augen, dein Elend, deine Gebrechlichkeit, und widerstehe tapfer allen Versuchungen des Satans.

Fünf Vater unser und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blute erlöst hast.


Fünftes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut bei der Kreuztragung.

Ach, wieviel Blut vergoss aus Seinen Adern unser liebenswürdigster Jesus auf dem schmerzvollen Wege nach dem Kalvarienberge, beladen mit dem schweren Kreuze, so dass von diesem Kostbaren Blute die Gassen von Jerusalem und die Orte, durch die Er zog, bezeichnet wurden. Und dies geschah zur Genugtuung für die Ärgernisse und bösen Beispiele, wodurch Seine Geschöpfe andere auf die Wege des Verderbens hinziehen würden. Ach, wer weiß, ob nicht auch du unter die Zahl dieser Unglückseligen gehörst? Wer weiß , wie viele schon dein böses Beispiel zur Hölle geführt hat? Und doch in Zukunft zum ewigen Heile der Seelen dein möglichstes beizutragen, sie zu ermahnen, zu erbauen und ihnen durch gute, heilige Werke voranzuleuchten.
Fünf Vater unser und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blute erlöst hast.


Sechstes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut bei der Kreuzigung.

Noch reichlicher vergoss unser Erlöser Sein Kostbares Blut bei Seiner unmenschlichen Kreuzigung, als ihm die Adern zerrissen, die Blutgefäße zersprengt wurden und aus Seinem heiligsten Leibe stromweise jener heilsame Balsam des ewigen Lebens hervorquoll, welcher für die Sünden und Laster der ganzen Welt genugtun sollte. Kann es noch jemanden geben, der in der Sünde fortfahren und so wieder das grausame Leiden des Sohnes Gottes erneuern will? Ach, beweine bitterlich deine begangenen Fehltritte; verabscheue sie zu den Füssen des Beichtvaters, bessere dich, fange von jetzt ein christliches Leben an; bedenke, dass deine Erlösung den Heiland soviel Blut gekostet hat.
Fünf Vater unser und ein Ehre sei dem Vater...
Wir bitten Dich also, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Du mit Deinem Kostbaren Blute erlöst hast.


Siebentes Geheimnis. Der Herr vergoss Blut und Wasser beim Lanzenstich.

Endlich vergoss Jesus Blut nach Seinem Tode, als mit der Lanze Seine heilige Seite geöffnet und Sein liebenswürdigstes Herz durchbohrt wurde. Mit dem Blute floss auch Wasser, um uns zu zeigen, dass all Sein Blut bis auf den letzten Tropfen für unser Heil vergossen sei. O unendliche Güte meines Erlösers; O mein Jesus! Wer wird Dich nicht lieben? Wer wird nicht von ganzem Herzen sich Dir hingeben, der Du so vieles für unsere Erlösung getan hast? Ach, weil ich mich nicht ausdrücken weiß so lade ich alle Geschöpfe der Erde ein, alle Engel und Heiligen des Himmels, ich lade ein meine geliebteste Mutter Maria, um Dein Kostbares Blut zu preisen, zu loben und zu verherrlichen. Ehre sei dem Blute Jesu, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit! Amen.
Hier betet man drei Vater unser, ein Ehre sei dem Vater...


Gebet zur Verehrung des Kostbaren Blutes

Kostbares Blut Jesu! Du warst der treue Lösepreis für die sündige Menschheit. Du bist ein Trank des Heils, ein Bad der Reinigung für unsere Seelen. Ohne Unterlass trittst Du für die Menschen ein am Throne Gottes. In Demut bete ich Dich an. So gut ich kann, will ich das Unrecht und die Beleidigungen wiedergutmachen, die immer wieder von den Menschen Dir angetan werden, vor allem von denen, die in ihrem Übermut so weit gehen, dass sie lästern gegen Dich. Wer wollte dieses Blut nicht preisen? Es ist unendlich kostbar. Wer wollte Jesus, der es vergoss, nicht innig lieben? Was wäre aus mir geworden, wäre ich nicht erlöst worden durch dieses göttliche Blut? Wer ließ es fließwn aus den Adern meines Herrn bis zum letzten Tropfen? Gewiss die Liebe. Ja, grenzenlos ist diese Liebe, die uns diesen Balsam des Heils geschenkt. Er ist so kostbar. Er ist geflossen aus einem nie versiegenden Quell der Liebe. Gib, dass alle Herzen, alle Zungen Dich loben, Dich preisen, Dir Dank sagen jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.
(500 Tage Ablass. Pius VII. 18. Oktober 1815. S. Poen. 25. Juni 1932)
29.06.2020

HOCHFEST PETRUS UND PAULUS



Gebete/Alle Gebete_kj 2020_2


TAGESGEBET
Herr, unser Gott,
durch die Apostel Petrus und Paulus
hast du in der Kirche den Grund des Glaubens gelegt.
Auf ihre Fürsprache hin
erhalte und vollende diesen Glauben,
der uns zum ewigen Heil führt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Peter und Paul (Hl. Petrus und hl. Paulus) ist die Bezeichnung des Festes der Apostel Petrus und Paulus. Das Fest wird am 29. Juni in vielen Konfessionen begangen. In der römisch-katholischen Kirche hat es den Rang eines Hochfestes.
Das Fest geht nicht auf den Todestag der Heiligen, sondern auf die Überlieferung zurück, dass zur Zeit der Valerianischen Verfolgungen an diesem Tag in Rom die Reliquien der beiden Heiligen in die Sebastians-Katakomben an der Via Appia übertragen wurden. Die älteste Feier dieses Gedenkens ist aus dem Jahr 354 belegt.

Das Apostelfest des 29. Juni wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von Konstantinopel übernommen. In Jerusalem und Palästina feierte man das Apostelpaar anfangs (Ende 4./Anfang 5. Jh:) am 28. Dezember jeden Jahres; der 29. Juni kommt später (vor 614?) als Nebenfest hinzu.
Am Fest Peter und Paul findet in vielen Diözesen der römisch-katholischen Kirche die Spendung des Weihesakramentes statt. In den orthodoxen Kirchen beginnt eine Woche nach dem Pfingstfest das „Apostelfasten“, das bis zum Fest hl. Petrus und hl. Paulus dauert.
Auch nach den Gottesdienstordnungen der evangelischen Kirche wird das Fest am 29. Juni gefeiert.

In der Liturgie der Kirche wird Peter und Paul als Hochfest begangen. Fragt sich: Warum werden diese beiden Heiligen zusammen an einem Tag gefeiert, wo doch beide weder verwandt noch verschwägert waren?
Unterschiedlicher können die zwei Heiligen, die die Kirche heute feiert, nicht sein, und dennoch werden Petrus und Paulus als die Apostelfürsten bezeichnet. Simon, genannt Petrus, war der Bruder des Apostels Andreas und stammte aus Bethsaida in Galiläa.


Petrus – der Fels mit Schwächen
Von Beruf war Petrus Fischer, er war verheiratet und wohnte mit seiner Familie in Kafarnaum. Nachdem er zu Jesus gefunden hatte, stand sein Haus wohl Jesus und seinen Jüngern offen.
Obwohl Jesus genau die Schwächen des Petrus kannte, übertrug er ihm eine wichtige Aufgabe. Im Gebiet von Caesarea Philippi, so schreibt der heutige Evangelientext, fragte Jesus seine Jünger für wen ihn die Leute halten.
"Simon Petrus antwortete: du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus sagte zu ihm: selig bist du Simon Barjona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben, was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein."

Von Petrus zum Papsttum
In diesem Namen, Petrus, sind die künftige Sendung des Apostels und seine Vorrangstellung ausgesprochen, auf die sich bis zum heutigen Tag das Amt des Papstes beruft.
Über das Wirken des Petrus nach Tod und Auferstehung Jesu wissen wir nur wenig. Zuerst war er in Jerusalem tätig, später missionierte er in Antiochia und Kleinasien. Zuletzt hielt er sich in Rom auf, wo er unter Kaiser Nero um das Jahr 67 nach Christus den Märtyrertod am Kreuz fand.

Paulus vom Christen – Feind …
Paulus hingegen entstammte einer streng religiösen Pharisäer-Familie im kilikischen Tarsus und hieß mit hebräischem Namen "Saulus". Als strenggläubiger Jude war er zunächst ein radikaler Christenverfolger und erlebte als solcher das Martyrium des Stephanus.

… zum Gewandelten
Sein glühender Eifer gegen die Christen verwandelte sich in eine ebenso glühende Christusliebe, nachdem er vor Damaskus in einer Vision Christus begegnet war. Auf seinen Missionsreisen wurde Paulus zum Apostel der Völker. Durch viele Briefe hielt er regen Kontakt mit dem von ihm gegründeten Gemeinden und setzte sich leidenschaftlich ein für das Evangelium.

Geringschätzung für sich selbst
Die erst späte Berufung vor den Toren von Damaskus bewog Paulus dazu, es Zeit seines Lebens abzulehnen, in einem Atemzug mit den anderen Aposteln genannt zu werden, und so schrieb er in seinem ersten Brief an die Gemeinde von Korinth:
"Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen, am letzten aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir, denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht würdig bin ein Apostel genannt zu werden weil ich die Versammlung Gottes verfolgt habe."

Hochfest nicht zum Todestag
Die Verfolgung richtete sich nun auch gegen Paulus, als römischer Bürger wurde er jedoch nicht gekreuzigt sondern vor den Toren Roms enthauptet.
Das heutige Hochfest ist nicht der Todestag der beiden Apostelfürsten sondern vermutlich das Gedenken an die Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe in der Via Appia nahe der heutigen Kirche San Sebastiano in Rom.

Lebensdaten von Petrus: geboren in Kafarnaum, Galiläa, gestorben 64 in Rom;
Lebensdaten von Paulus: geboren in Tarsus, gestorben 67 in Rom



PREDIGT VON PAPST BENEDIKT XVI.
Petersdom

Donnerstag, 29. Juni 2006

»Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen« (Mt 16,18). Was sagt der Herr mit diesen Worten eigentlich zu Petrus? Was verheißt er ihm durch sie, und welchen Auftrag vertraut er ihm an? Und was sagt er uns – dem Bischof von Rom, der auf dem Stuhl Petri sitzt, und der Kirche von heute? Um die Bedeutung der Worte Jesu zu verstehen, ist es hilfreich, sich daran zu erinnern, dass die Evangelien uns drei verschiedene Situationen vor Augen halten: Jedes Mal überträgt der Herr dem Petrus seine zukünftige Aufgabe auf eine besondere Weise. Es geht dabei immer um dieselbe Aufgabe, aber durch die unterschiedlichen Situationen und Bilder, die gebraucht werden, wird uns deutlicher, was dem Herrn an dieser Aufgabe am Herzen lag und liegt.
Im Matthäusevangelium, aus dem wir soeben den entsprechenden Abschnitt gehört haben, legt Petrus Jesus gegenüber sein Bekenntnis ab, indem er ihn als Messias und Sohn Gottes anerkennt. Auf dieser Grundlage wird ihm seine besondere Aufgabe übertragen, wozu drei Bilder verwandt werden: das Bild des Felsens, der zum Grundstein oder zum Eckstein wird, das Bild der Schlüssel und das Bild des Bindens und Lösens. Ich habe nicht die Absicht, diese drei Bilder, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erklärt hat, jetzt noch einmal auszulegen; ich möchte vielmehr die Aufmerksamkeit auf den geographischen Ort und den chronologischen Kontext dieser Worte lenken. Die Verheißung geschieht bei den Jordanquellen, am Rand des jüdischen Landes, an der Grenze zur heidnischen Welt. Der Augenblick der Verheißung kennzeichnet einen entscheidenden Wendepunkt auf dem Weg Jesu: Jetzt bricht der Herr nach Jerusalem auf und sagt den Jüngern zum ersten Mal, dass dieser Weg in die Heilige Stadt der Weg zum Kreuz ist: »Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen« (Mt 16,21). Beide Dinge gehören zusammen und legen den inneren Ort des Primats, ja sogar der Kirche im allgemeinen fest: Der Herr ist stets auf dem Weg zum Kreuz, zur Niedrigkeit des leidenden und getöteten Gottesknechtes, aber zugleich ist er immer auch auf dem Weg zur Welt in ihrer ganzen Weite, in der er uns als der Auferstandene vorausgeht, damit in der Welt das Licht seines Wortes und die Gegenwart seiner Liebe aufleuchte; er ist auf dem Weg, damit durch ihn, den gekreuzigten und auferstandenen Christus, Gott selbst in die Welt komme. In diesem Sinne bezeichnet sich Petrus in seinem ersten Brief als »Zeuge der Leiden Christi«, der »auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird« (5,1). Für die Kirche gehören Karfreitag und Ostern stets zusammen; sie ist immer sowohl das Senfkorn als auch der Baum, in dessen Zweigen die Vögel des Himmels nisten. Die Kirche – und in ihr Christus – leidet auch heute. In ihr wird Christus immer wieder verspottet und geschlagen; immer wieder versucht man, ihn aus der Welt zu verdrängen. Immer wieder wird das kleine Boot der Kirche vom Wind der Ideologien hin- und hergeworfen, die mit ihren Wassern eindringen und es scheinbar zum Untergang verurteilen. Und dennoch ist Christus gerade in der leidenden Kirche siegreich. Trotz allem gewinnt der Glaube an ihn immer wieder an Kraft. Auch heute gebietet der Herr den Wassern und erweist sich als Herr der Elemente. Er bleibt in seinem Boot, im Schifflein der Kirche. So offenbart sich auch im Dienst des Petrus einerseits die Schwachheit dessen, was zum Menschen gehört, aber gleichzeitig auch die Kraft Gottes: Gerade in der Schwachheit der Menschen zeigt der Herr seine Kraft, beweist er, dass er selbst es ist, der mittels schwacher Menschen seine Kirche aufbaut.
Wenden wir uns jetzt dem Lukasevangelium zu, das uns berichtet, dass der Herr während des Letzten Abendmahls Petrus noch einmal eine besondere Aufgabe überträgt (vgl. Lk 22,31–33). Diesmal finden sich die Worte, die Jesus an Simon richtet, gleich nach der Einsetzung der heiligen Eucharistie. Der Herr hat sich unter den Gestalten von Brot und Wein soeben den Seinen geschenkt. In der Einsetzung der Eucharistie können wir den eigentlichen Gründungsakt der Kirche erblicken. Durch die Eucharistie schenkt der Herr den Seinen nicht nur sich selbst, sondern auch die Wirklichkeit einer neuen Gemeinschaft untereinander, die durch die Zeiten hindurch andauert »bis Er kommt« (vgl. 1 Kor 11,26). Durch die Eucharistie werden die Jünger zu seinem lebendigen Haus, das durch die Geschichte hindurch wächst als der neue und lebendige Tempel Gottes in dieser Welt. Und so spricht Jesus sofort nach der Einsetzung des Sakraments davon, was das Jünger-Sein, das »Amt«, in der neuen Gemeinschaft bedeutet: Er sagt, dass es eine Verpflichtung zum Dienst ist, so wie er selbst unter ihnen ist wie der, der bedient. Und dann wendet er sich an Petrus. Er sagt, dass der Satan verlangt hat, die Jünger wie Weizen sieben zu dürfen. Das ruft uns den Abschnitt aus dem Buch Hiob ins Gedächtnis, in dem der Satan von Gott die Erlaubnis fordert, Hiob Schaden zuzufügen. Der Teufel – der Verleumder Gottes und der Menschen – will dadurch beweisen, dass es keine wahre Frömmigkeit gibt, sondern dass im Menschen alles immer und ausschließlich auf den Nutzen ausgerichtet ist. Im Falle des Hiob gesteht Gott dem Satan die verlangte Freiheit zu, um gerade so sein Geschöpf, den Menschen, und sich selbst verteidigen zu können. Und so geschieht es auch mit den Jüngern Jesu – Gott gibt zu allen Zeiten dem Satan eine gewisse Freiheit. Uns erscheint es oft, als ließe Gott dem Satan zu viel Freiheit, als gäbe er ihm die Befugnis, uns in einer Weise zu erschüttern, die zu schrecklich ist, und dies scheint unsere Kräfte zu übersteigen und uns zu sehr zu belasten. Immer wieder werden wir zu Gott schreien: O weh, sieh das Elend deiner Jünger an, ach, beschütze uns! Jesus fährt in der Tat fort: »Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt« (Lk 22,32). Das Gebet Jesu ist die Grenze, die der Macht des Bösen gesetzt wird. Das Beten Jesu ist der Schutz der Kirche. Wir können Zuflucht finden unter diesem Schutz, uns an ihm festhalten und uns seiner sicher sein. Aber Jesus betet – wie das Evangelium uns sagt – auf besondere Weise für Petrus: »… dass dein Glaube nicht erlischt«. Dieses Gebet Jesu ist gleichzeitig Verheißung und Aufgabe. Das Gebet Jesu beschützt den Glauben des Petrus, jenen Glauben, den er in Cäsarea Philippi bekannt hat: »Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!« (Mt 16,16). Diesen Glauben niemals verstummen zu lassen, ihn immer wieder neu zu stärken, gerade auch angesichts des Kreuzes und aller Widersprüchlichkeiten der Welt: Das also ist die Aufgabe des Petrus. Eben darum betet der Herr nicht nur für den persönlichen Glauben des Petrus, sondern für seinen Glauben als Dienst an den anderen Menschen. Und genau das will er sagen mit den Worten: »Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder« (Lk 22,32).
»Wenn du dich wieder bekehrt hast« – dieses Wort ist gleichzeitig Prophezeiung und Verheißung. Es prophezeit die Schwachheit des Simon, der gegenüber einer Magd und einem Knecht leugnen wird, Jesus zu kennen. Durch sein Fallen muss Petrus – und mit ihm jeder seiner Nachfolger – lernen, dass die eigenen Kräfte nicht ausreichen, um die Kirche des Herrn aufzubauen und zu leiten. Niemandem gelingt das nur aus sich heraus. Wie fähig und tüchtig Petrus auch erscheinen mag – er versagt bereits im ersten Augenblick der Prüfung. »Wenn du dich wieder bekehrt hast« – der Herr, der ihm den Fall voraussagt, verspricht ihm auch die Bekehrung: »Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an« (Lk 22,61). Der Blick Jesu bewirkt die Umwandlung und wird für Petrus zur Rettung: »Er ging hinaus und weinte bitterlich« (22,62). Wir wollen immer wieder diesen rettenden Blick Jesu erflehen: für all diejenigen, die in der Kirche Verantwortung tragen, für all diejenigen, die unter den Wirrnissen dieser Zeit leiden, für die Großen und für die Kleinen: Herr, sieh uns immer wieder an und hebe uns auf diese Weise, jedes Mal wenn wir gefallen sind, wieder auf, und nimm uns in deine guten Hände.
Der Herr vertraut Petrus die Aufgabe für die Brüder an, indem er sein Gebet zusagt. Der Auftrag des Petrus ist im Gebet Jesu verankert. Dies gibt ihm die Sicherheit, ihn durch alles menschliche Elend hindurch beharrlich zu erfüllen. Und der Herr vertraut ihm diesen Auftrag beim Abendmahl an, in Verbindung mit dem Geschenk der heiligen Eucharistie. Die Kirche, gegründet bei der Einsetzung der Eucharistie, ist in ihrem innersten Wesen eucharistische Gemeinschaft und ist so Gemeinschaft im Leib des Herrn. Aufgabe des Petrus ist es, dieser universalen Gemeinschaft vorzustehen, sie in der Welt stets als Einheit gegenwärtig zu machen, auch als sichtbare, Leib gewordene Einheit. Er muss, zusammen mit der ganzen Kirche von Rom den Vorsitz in der Liebe führen, wie der hl. Ignatius von Antiochien sagt: den Vorsitz führen in der Gemeinschaft jener Liebe, die von Christus kommt und die immer wieder die Grenzen das Privaten überschreitet, um die Liebe Christi bis an die Enden der Erde zu bringen.
Der dritte Hinweis auf den Primat findet sich im Johannesevangelium (21,15-19). Der Herr ist auferstanden, und als der Auferstandene vertraut er Petrus seine Herde an. Auch hier durchdringen das Kreuz und die Auferstehung einander. Jesus sagt Petrus voraus, dass sein Weg zum Kreuz führen wird. In dieser Basilika, die über dem Grab des Petrus erbaut wurde – einem Armengrab – sehen wir, dass der Herr genau so, durch das Kreuz, immer siegt. Seine Macht ist keine Macht nach weltlichen Maßstäben. Es ist die Macht des Guten – der Wahrheit und der Liebe, die stärker ist als der Tod. Ja, seine Verheißung ist wahr: Die Mächte des Todes, die Mächte der Unterwelt werden die Kirche nicht überwältigen, die er auf Petrus erbaut hat (vgl. Mt. 16,18) und die er auf dieselbe Weise auch weiterhin persönlich aufbaut.
24.06.2020

Hochfest der Geburt Johannes des Täufers



Gebete/Alle Gebete_kj 2020_2


Das Kirchenjahr kennt viele Feste und Gedenktage, aber es gibt nur drei Geburtstage, die gefeiert werden, der Geburtstag von Jesus, der von Maria und der von Johannes dem Täufer. Dies zeigt, welche Bedeutung der Wegbereiter Jesu für die Christen hat. Zudem wird die Geburt des Täufers als Hochfest gefeiert und steht damit liturgisch höher als der Sonntag.
Die Geburt Johannes des Täufers feiern wir am 24. Juni, also ein halbes Jahr vor der Geburt Jesu. Diese Chronologie folgt dem Lukasevangelium, das die Verheißung der Geburt Jesu auf den sechsten Monat nach der Verheißung der Geburt des Täufers legt (Lk 1,26).
Da beide Feste auf die Sonnwendtage des Jahres gelegt wurden, werden wir auch an das Wort des Johannes erinnert, der sagte: "Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden" (Joh 3,30). Die Geburt des Täufers feiern wir zur Zeit der Sommersonnenwende, wenn die Tage wieder kürzer werden, die Geburt Jesu zur Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder länger werden. Diese Deutung überliefert uns schon Augustinus, der uns damit zugleich einen Beleg dafür gibt, dass das heutige Fest bereits im 4. Jahrhundert an diesem Tag gefeiert wurde. Wörtlich sagt Augustinus:
Damit der Mensch lerne, kleiner zu werden, wurde Johannes an dem Tag geboren, von dem an die Tage abnehmen; um uns begreifen zu lassen, dass Gott erhoben werden muss, wurde Christus an dem Tag geboren, von dem an die Tage wieder länger werden. Darin liegt ein tiefes Geheimnis. Wir feiern die Geburt des Johannes wie die Geburt Christi, weil in dieser Geburt ein großes Geheimnis liegt. Was für ein Geheimnis? Das Geheimnis unserer Größe. Lasst uns selber kleiner werden, um in Gott größer zu werden. Erniedrigen wir uns in unserer Kleinheit, um in seiner Größe erhoben zu werden.

Ähnlich predigte auch der heilige Bischof Maximus von Turin um das Jahr 420:
Johannes der Täufer kann zu Recht von unserem Herrn und Retter sagen: "Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden" (Joh 3,30): Diese Beteuerung wird in dem Augenblick Wirklichkeit, als Christus geboren wird: jetzt nehmen die Tage zu; mit der Geburt des Johannes nehmen sie ab. Als der Retter erscheint, nimmt der Tag offensichtlich zu; er wird kleiner mit der Geburt des letzten Propheten, denn es steht geschrieben: "Bis zu Johannes hatte man nur das Gesetz und die Propheten" (Lk 16,16). Die Befolgung des Gesetzes geht unabwendbar unter, sobald die Gnade des Evangeliums aufstrahlt; der Prophetie des Alten Bundes folgt die Herrlichkeit des Neuen Testaments.
Der Evangelist sagt über den Herrn Jesus Christus: "Er war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet" (Joh 1,9. Als die Länge der Nacht fast den ganzen Tag verhüllte, verbreitete die Ankunft des Herrn plötzlich all ihren Glanz. Seine Geburt vertrieb das Dunkel der Sünde der Menschheit, seine Ankunft machte der Nacht ein Ende und brachte den Menschen den lichten Tag.
Der Herr vergleicht Johannes mit einer Lampe: "Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet" (Joh 5,35). Das Licht der Lampe verblasst, wenn die Sonne strahlt; die Flamme verliert an Kraft, wenn ein helleres Licht sie überstrahlt. Welcher vernünftige Mensch bedient sich bei vollem Sonnenlicht einer Lampe? Wer käme noch, die Busstaufe des Johannes zu empfangen (Mk 1,4), wenn die Taufe Jesu die Rettung bringt?
Die Johannisnacht gilt als die kürzeste Nacht des Jahres. Die Sonnwendnacht war schon in vorchristlicher Zeit mit einem reichen Brauchtum verbunden. Einige dieser Bräuche hat das Christentum umgedeutet und übernommen. Weit verbreitet sind die Johannisfeuer. Sie sollen als "Lichtverstärker" das nun wieder schwächer werdende Licht der Sonne durch die Zeit zunehmender Dunkelheit hindurch retten. Christlich gesehen stehen wir in der Erwartung des neuen Lichtes, das uns durch Christus am Weihnachtstag aufstrahlen wird. Dann werden die Tage wieder länger. Zugleich erwarten wir jenen Tag, der keinen Abend kennt, wenn alles in Gottes Licht ewig leuchten wird.
Der Sprung über das Johannisfeuer galt als besonders segensreich. Er soll Unheil überwinden und von Krankheit reinigen. Vor dem Erlöschen des Feuers warfen die jungen Frauen den Blumenstrauß, den sie zum Festkleid trugen, in die verlöschende Glut, was baldige Partnerschaft versprach. Fackelschwenken und Scheibenschlagen haben sich mancherorts parallel zum Sonnwendfeuer erhalten. Die Asche des Johannisfeuers wurde als Segen auf die Felder gebracht.
Um alles Unglück für das kommende Jahr abzuwaschen, gehörten oft Quellgänge zum Johannistag. Es musste fließendes Wasser aus Quellen oder Bächen sein, mit dem man die mit Blumen geschmückten Frauen besprengte. Zum Johannistag gehörten auch Johanniskränze aus Kräutern und Pflanzen. Sie wurden über Tür und Fenster gehängt, um vor Geistern, Dämonen und Unheil zu schützen.
Die ungeheure Popularität Johanes des Täufers im Mittelalter kann man an der weiten Verbreitung seines Namens in der Form "Johannes", "Hans" oder "Jean" erkennen. Viele Kirchen sind dem Täufer geweiht und viele Orte tragen seinen Namen. Auch in Fauna und Flora hat der Heilige seinen Namen hinterlassen: z.B. Johannisbeere, Johanniskraut, Johannisbrot und Johanniswürmchen (Glühwürmchen).
Johannes - Gott ist gnädig
Namen sind nicht Schall und Rauch. Mehr als heute hatte der Name eines Menschen früher eine besondere Bedeutung für diesen Menschen. Der Name Johannes lässt sich übersetzen mit "Gott ist gnädig". Die Kirchenväter deuteten dies auf dessen besondere Bestimmung. So schreibt Beda Venerabilis:
Johannes bedeutet "In dem Gnade ist" oder "Gnade des Herrn". Durch diesen Namen wir zuerst seinen Eltern gezeigt, dass ihnen Gnade geschenkt wurde, denn ihnen wurde im hohen Alter ein Sohn geboren; dann gilt dieser Name aber auch Johannes selbst, der groß werden sollte vor dem Herrn; schließlich auch den Söhnen Israels, die er zum Herrn bekehren sollte.
Bei Johannes Chrysostomus heißt es:
Der Name Johannes wird auch übersetzt mit "Gott ist gnädig", denn Elisabeth empfing dieses Kind durch die Gunst der göttlichen Gnade und nicht durch die Natur. Im Namen des Kindes aber verewigten sie das Gedenken an diese Gunst.
Gott ist gnädig - Als erste erfahren Elisabeth und Zacharias, die Eltern des Johannes, Gottes gnädiges Wirken. Gott nimmt von ihnen die Schmach der Kinderlosigkeit und schenkt ihnen noch im hohen Alter einen Sohn. Für Elisabeth und Zacharias ist der kleine Johannes wirklich die sichtbar gewordene Gnade Gottes. Haben sie nicht jahrelang unter ihrer Kinderlosigkeit gelitten? Jetzt ist alle Bitterkeit vergessen, Freude herrscht in ihrem Haus, denn "Gott ist gnädig". Ambrosius sagt:
Seht, welch große Kraft im Namen Johannes ist. Das Nennen dieses Namens gab dem Stummen die Sprache, dem Vater einen Sohn, dem Volk einen Priester. Zuvor war der Vater ohne Sprache, er hatte keinen Sohn, und er war seines Amtes beraubt. Bei der Geburt des Johannes aber wird der Vater auf einmal zum Propheten, er kann wieder reden, ein Sohn ist ihm geschenkt und sein Priesteramt hat er wieder.
Doch Gottes gnädiges Wirken bleibt nicht auf den privaten Bereich der Familie beschränkt. Schon von Anfang an wird deutlich, dass die Geburt des Johannes der Beginn eines ganz neuen gnädigen Wirkens Gottes für sein ganzes Volk ist.
Gott ist gnädig - Wenn wir auf das Leben des Täufers blicken, so mag uns diese Bedeutung seines Namens zunächst fragwürdig erscheinen. Das harte Leben, das er führt, das strenge Gericht Gottes, das er verkündet - sind das Zeichen eines gnädigen Gottes?
Aber doch beginnt Gott mit Johannes sein gnädiges Wirken an den Menschen. Besonders deutlich wird das in der Vorgeschichte bei Lukas. Johannes und Jesus stehen in einem engen heilsgeschichtlichen Zusammenhang. Johannes ist der Vorläufer, der das Volk auf Jesus vorbereitet.
In Johannes dem Täufer ist Gott am Werk. Darum geht auch Jesus hin, um sich von ihm taufen zu lassen, nicht weil Jesus diese Taufe nötig gehabt hätte, sondern weil er sich eingliedert in Gottes Wirken an seinem Volk, das er selbst vollenden wird.
Das Wunder der Geburt
Im Alten Testament ist die Geburt von herausragenden Personen oft mit wundersamen Ereignissen verbunden. So ist es auch bei Johannes dem Täufer. Obwohl Zacharias und Elisabeth schon alt sind und Elisabeth als unfruchtbar gilt, wird ihnen doch von Gott der ersehnte Sohn geschenkt. Johannes Chrysostomus schreibt dazu:
Nicht nur Elisabeth war unfruchtbar, sondern auch die Frauen der Patriarchen: Sarah, Rebekka und Rachel. Das galt damals als Schande. Wir können nicht sagen, dass Unfruchtbarkeit eine Auswirkung der Sünde ist, weil alle gerecht, alle tugendhaft waren. Sie waren zunächst unfruchtbar und haben dann dennoch ein Kind empfangen. Das geschah deshalb, damit man später leichter an die Geburt des Herrn aus der Jungfrau glauben konnte.
Sehr ausführlich berichtet uns der Evangelist Lukas über die Geburt Johannes des Täufers und seine Eltern. Beide stammten aus dem Geschlecht Aarons, also der Priesterklasse Israels und führten ein gerechtes und frommes Leben. Zacharias hat gerade einen Höhepunkt seiner Laufbahn als Priester erreicht. Er darf der Darbringung des Rauchopfers im Tempel vorstehen. Wegen der großen Zahl der Priester war dies oft ein einmaliges Ereignis im Leben eines Priesters.
Zacharias bringt seine eigenen Gebete und die des Volkes vor Gott. Wie der Rauch des Opfers, so sollen diese Gebete vor Gott aufsteigen. Sicher wird er auch die Kinderlosigkeit seiner Frau vor Gott getragen haben, die eine der größten Sorgen war, die ihn quälte.
Und Gott erhört sein Gebet - sofort. Nicht Tage später, sondern noch während der Rauch des Opfers aufsteigt steht plötzlich der Erzengel Gabriel vor ihm. Zacharias ist verwirrt. Zuerst der große Dienst, den er verrichten darf und der seine ganze Konzentration erfordert und jetzt noch die Erscheinung eines Engels mitten in der ehrfürchtigen Darbringung des Opfers, davor erschrickt er. Der Engel versucht ihn zu beruhigen, doch Zacharias kann das Große, das ihm verheißen wird, erst gar nicht glauben. Augustinus geht sogar so weit zu sagen:
Zacharias hatte die Hoffnung schon ganz und gar aufgegeben, noch Söhne zu bekommen. Daher glaubt er der Verheißung des Engels nicht.
Schrecken und Furcht - Freude und Jubel, beides liegt nah beieinander, wenn Gottes Engel uns anrührt. Zacharias erschrickt, als der Engel ihm die Geburt eines Sohnes ankündigt. Ein Mensch erschrickt vor der Berufung, wenn er erfährt, welche Bedeutung er für Gott hat. Wir erkennen unsere Schwäche und staunen darüber, was Gott Großes durch uns vollbringen kann, wenn wir Ja sagen zu seinem Willen. Das lässt uns manchmal sprachlos werden, so wie Zacharias.
Zacharias fordert ein Zeichen und er bekommt es. Er soll stumm sein, bis die Verheißung in Erfüllung gegangen ist. Man darf das nicht als Strafe für seinen Unglauben sehen. Er muss verstummen, muss seine Zweifel für sich behalten, bis er die Erfüllung der Verheißung sieht. Dann wird sein Mund sich öffnen zum großen Lobpreis Gottes, dem Benedictus, das wir in der Liturgie bis heute jeden Morgen singen.
Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden:

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
Er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit,
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsere Tage.
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorangehn
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten,
die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsere Schritte zu lenken
auf den Weg des Friedens.
Der Schrecken über Gottes Eingreifen in unser Leben weicht der Freude, wenn wir sehen, wie Gott wirkt. Dann können wir wieder sprechen, können wir wieder jubeln, können uns freuen wie Zacharias im Benedictus und wie Elisabeth, die Mutter Johannes des Täufers, als sie Maria begegnet ist und die Kinder der beiden im Leibe hüpften.
Als Elisabeth im sechsten Monat schwanger ist, kommt Maria, die bereits das Jesuskind in ihrem Schoß trägt, zu Besuch. Bereits im Mutterleib gibt Johannes Zeugnis für Jesus. Es heißt, dass Maria bis zur Geburt des Johannes bei Elisabeth geblieben ist und ihr während der Geburt beigestanden hat.
Freude steckt an. Sie drängt hinaus. Wenn wir uns freuen, lacht die Welt. Die Geburt Johannes des Täufers war eine Freude für seine Eltern und für viele in Israel. Es ist ein Tag der Freude auch für uns heute, die wir dieses Fest feiern.
"Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geist." Mit der großen Freude über die Geburt zweier Kinder hat alles begonnen. Friede und Freude soll allen Menschen auf der ganzen Welt zuteilwerden.

https://www.praedica.de/Heilige-Feste/0624_Johannes_Geburt.htm


Predigt Papst Benedikt XVI. über Johannes den Täufer
Rom, 24. Juni 2007

Liebe Brüder und Schwestern!

Am heutigen 24. Juni lädt uns die Liturgie zur Feier des Hochfests der Geburt des heiligen Johannes des Täufers ein, dessen Leben – genauso wie das von Maria, der Mutter Jesu – ganz auf Christus ausgerichtet war. Johannes der Täufer ist der Vorläufer gewesen, die „Stimme“, die entsandt wurde, um das Mensch gewordene Wort anzukündigen.
Deshalb bedeutet das festliche Gedenken an seine Geburt in
Wirklichkeit, Christus zu feiern, die Erfüllung der Verheißungen aller Propheten, unter denen der Täufer der größte gewesen ist – er, der dazu berufen war, für den Messias „den Weg zu bahnen“ (vgl. Mt 11,9-10).
Alle Evangelien beginnen die Erzählung des öffentlichen Lebens Jesu mit dem Bericht über seine Taufe am Fluss Jordan durch Johannes. Der heilige Lukas fügt den Auftritt des Täufers in einen feierlichen historischen Rahmen ein. Auch mein Buch Jesus von Nazareth hebt mit der Taufe Jesu am Jordan an, einem Ereignis, das zu seiner Zeit ein großes Echo hatte.
Von Jerusalem und aus allen Teilen Judäas strömten die Menschen herbei, um Johannes den Täufer zu hören, sich von ihm im Fluss taufen zu lassen und dabei ihre Sünden zu bekennen (vgl. Mk 1,5). Der Ruf des
Propheten und Täufers wuchs in einem Maß an, dass viele sich fragten, ob er der Messias sei. Er aber – so hebt der Evangelist hervor – leugnete dies entschieden: „Ich bin nicht der Messias“ (Joh 1,20). Er bleibt auf jeden Fall der ersten „Zeuge“ Jesu, da er den Hinweis auf Ihn vom Himmel erhalten hat: „Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem Er bleibt, Der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft“ (Joh 1,33). Genau dies geschah, als Jesus nach dem Empfang der Taufe aus dem Wasser stieg: Johannes sah den Geist wie eine Taube auf ihn herabkommen. Da „erkannte“ er die volle Wirklichkeit des Jesus von Nazareth und begann, „Israel mit ihm bekannt zu machen“ (Joh 1,31);
er wies ihn als Sohn Gottes und Erlöser der Menschen aus:
„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg
nimmt“ (Joh 1,29).
Als echter Prophet gab Johannes ohne Kompromisse Zeugnis von der Wahrheit. Er klagte die Überschreitungen der Gebote Gottes auch dann an, wenn die Betroffenen die Mächtigen waren. So bezahlte er mit dem Leben, als er Herodes und Herodias des Ehebruchs anklagte, und mit dem Martyrium besiegelte er seinen Dienst an Christus, der die Wahrheit in Person ist. Wir wollen ihn und die allerseligste Jungfrau Maria um ihre Fürsprache bitten, damit es die Kirche auch in unseren Tagen verstehen möge, Christus immer treu zu bleiben und voller Mut Seine Wahrheit und Seine Liebe für alle zu bezeugen.



20.06.2020

Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariens



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


„Dein Herz war der Liebe des Höchsten geweiht“

Die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä ist eine Ausdrucksform der katholischen Spiritualität. Dabei wird die Muttergottes unter dem Gesichtspunkt ihrer durch ihr Herz symbolisierten einzigartigen Reinheit, Heiligkeit und Vollkommenheit des innerlichen Lebens (cor quasi spirituale) verehrt. Die Grundtexte aus dem Evangelium sind (Lk 2,19 EU) bzw. (Lk 2,51 EU): „Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen“.

Schon bei den Kirchenvätern gab es Elemente einer Herz-Mariä-Verehrung, so zum Beispiel in Werken von Augustinus, Johannes Chrysostomos, Ephräm dem Syrer. Auch bei Prudentius, Fabius Claudius Gordianus Fulgentius und Leo dem Großen finden sich Bezüge.
Im 13. Jahrhundert kamen Impulse zur Herz-Mariä-Verehrung von dem Spanier Ricardo de San Lorenzo († nach 1254), durch Mechthild von Hackeborn und ihr Buch geistlicher Gnaden sowie durch Gertrud von Helfta und ihr Werk Gesandter der göttlichen Liebe. Besonders bedeutsam im 14. Jahrhundert war Ernst von Pardubitz; auch Birgitta von Schweden schrieb über das Herz Mariä; im 15. Jahrhundert waren es Lorenzo Giustiniani († 1456) und Bernhardin von Siena; im 16. Jahrhundert Johannes Justus von Landsberg, Louis de Blois, Fray Luis de Granada, Petrus Canisius und Franz von Sales.
Im 17. und 18. Jahrhundert konnte sich die Herz-Mariä-Verehrung entfalten. Pierre Kardinal de Bérulle und seine École française de spiritualité begeisterten viele für diese Devotionsform. Einen besonderen Impuls erhielt sie durch Johannes Eudes, Schüler Bérulles, und sein Hauptwerk Le Cœur admirable de la très Sainte Mère de Dieu. Die Bedeutung von Eudes für die Herz-Mariä-Verehrung wurde insbesondere von den Päpsten Leo XIII. (3. Januar 1903) und Pius X. (11. April 1909) hervorgehoben. Auch Schriften der Jesuiten Giovanni Pietro Pinamonti, Jean Croiset und Joseph de Gallifet trugen zur Verbreitung bei. Im 17. Jahrhundert wurde die Herz-Mariä-Verehrung insbesondere vom Jansenismus abgelehnt und bekämpft.
Eingang in die Liturgie erhielt die Herz-Mariä-Verehrung im Jahr 1643 auch durch Johannes Eudes und die von ihm gegründete „Kongregation von Jesus und Maria“ (Eudisten) und durch ein Ideenfest, das vom Bischof von Autun im Jahr 1648 eingeführt wurde. Eine Andacht wurde im Jahr 1668 vom Kardinallegaten Louis I. de Bourbon, duc de Vendôme approbiert. Papst Pius IX. führte am 21. Juli 1855 eine Votivmesse, ein Offizium und ein eigenes Fest ein.


Im Liturgischen Kalender ist der gebotene Gedenktag auf den Tag nach dem Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu festgesetzt, der Gedenktag wird daher immer an einem Samstag begangen. Am 31. Oktober 1942 und noch einmal am 8. Dezember 1942, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis weihte Papst Pius XII. die Kirche und die Menschheit dem unbefleckten Herz Mariä.
Im 20. Jahrhundert erhielt die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens einen Impuls durch die der späteren Nonne Maria Lucia vom Unbefleckten Herzen geschehenen Erscheinungen in Fátima. Daraus entwickelten sich die Andacht zum unbefleckten Herzen Mariens und die sogenannten Sühnesamstage.
Wer es unternehmen wollte, die Verehrung der Gottesmutter Maria, unserer Mutter und unserer Schwester im Glauben, in all den Ausdrucksformen der Kunst, der Dichtung und der Musik zusammen zu binden, der würde einen riesigen Strauß von Blumen der verschiedensten Art erhalten. Auch die verschiedenen Hochfeste, Feste und Gedenktage zu Ehren von Maria im Laufe des Kirchenjahres ergeben einen wunderbaren Kranz mit den verschiedensten Motiven.
Das Fest des Unbefleckten Herzens Mariens mag uns dabei zunächst fremd anmuten. Es erinnert uns an die Verehrung des Unbefleckten Herzens Jesu, unseres Erlösers und Heilandes. Und in der Tat: das Licht, in dem das heutige Fest steht, kommt vom Fest des Herzens Jesu. Denn von Maria gilt: „von deinem lieben Sohne kommt all das Leuchten dein“. In seinem Licht erstrahlt ihr Leben. Dieses Licht bringt das Lied „Maria, dich lieben“ mit der Aussage auf den Punkt: „Dein Herz war der Liebe des Höchsten geweiht.“
Ja, die Liebe von Maria feiern wir heute im Symbol ihres Herzens, das ein Leben lang vor aller Sünde bewahrt geblieben ist.
Die Liebe zu Jesus erfüllte ihr ganzes Leben – angefangen von der Verkündigung seines Kommens in diese Welt durch den Engel Gabriel bis hin zu ihrem treuen Stehen unter seinem Kreuz auf Golgotha. Diese Liebe weitete sich unter dem Kreuz auf den Lieblingsjünger aus, den sie nun auf Jesu Wort hin als ihren Sohn annahm, und mit diesem auf alle Glaubenden, auch auf uns. So umfasst ihre Liebe nun die gesamte Familie Gottes, die Jesu Schwestern und Brüder sind.
Es ist ein Fest des innigen Glaubens, das wir am 29. Juni feiern, ein geradezu mystisches Fest. Denn das Herz eines geliebten Menschen zu verehren, der uns seine Liebe schenkt, hat mit der Tiefendimension unseres Menschseins zu tun: mit unserem Gemüt, mit den Gefühlen der Verbundenheit, der Verehrung und der tiefen Dankbarkeit. Es geht weit hinaus über die Logik des Verstandes, es hat mit der Logik des Herzens zu tun.
Die Herz-Mariä-Verehrung geht weit zurück: Schon bei den Kirchenvätern finden wir erste Spuren dazu. Dann kamen Impulse dazu aus der Spanischen Mystik des 13. Jahrhunderts, aber auch durch geistliche Frauen aus unserem Lebensraum: durch Mechthild von Hackeborn und durch Gertrud von Helfta. Ihre große Entfaltung erfuhr die Verehrung des Herzens Marias im 17. und 18. Jahrhundert. Besonders Johannes Eudes setzte sich dafür ein und mit ihm die Päpste Leo XIII. und Pius X. im 19. Jahrhundert.
Schließlich weihte Papst Pius XII. während des Zweiten Weltkrieges die Kirche und die Menschheit dem Unbefleckten Herzen Mariä. Einen neuen Auftrieb erfuhr dieses Festgeheimnis durch die Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima. Eine eigene Andacht und die Sühnesamstage entwickelten sich daraus.
In der christlichen Kunst wird das Festgeheimnis meist mit dem Herzen Mariens dargestellt, das oft mit einem Kranz aus Rosen als Symbol ihrer jungfräulichen Reinheit umwunden ist und das mit einem oder sieben Schwertern als Symbolen ihrer Schmerzen durchbohrt sein kann.
Am 8. Dezember 2000 erneuerte Papst Johannes Paul II. die Weihe der ganzen Menschheit an das Unbefleckte Herz Mariens. Er schloss das Weihegebet mit den Worten: „Dir, Morgenröte der Erlösung, vertrauen wir unseren Weg ins neue Jahrtausend an, damit alle Menschen unter deiner Führung Christus finden, das Licht der Welt und den einzigen Erlöser …“
Empfehlen wir der Gottesmutter auch unseren Weg.
Die Herz Mariä-Verehrung ist die Verehrung des Unbefleckten Herzens der Gottesmutter. Durch dieses will Jesus den Menschen das Geschenk des Friedens und des Glückes geben. Jesus wünscht die Rückkehr der sich von ihm abgewendeten Menschen, um sie in die Liebe seines göttlichen Herzens einzutauchen und ihnen Verzeihung ihrer Sünden zu schenken. Er möchte durch die Erscheinungen Mariens in Fatima die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens in der Welt begründen. Um Jesus zu lieben, wie Er es wünscht, ist es am wirksamsten, ihn durch das Unbefleckte Herz zu lieben (vgl.Ludwig Maria Grignion von Montfort, Goldenes Buch). Je mehr wir mit ihrem Herzen vereint sind, desto mehr Ströme der Liebe zum Herzen Jesu wird sie in uns ergießen.


Das Herz der seligen Jungfrau, das Herz eines Menschen des Neuen Bundes

„In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, allmächtiger Vater zu danken und das Werk Deiner Gnade gebührend zu preisen. Denn Du hast der seligen Jungfrau Maria ein kluges und verständiges Herz geschenkt, bereit, auf Dich zu hören und Deinen Weisungen in allem zu folgen; ein neues und mildes Herz, in das Du selbst das Gesetz des Neuen Bundes geschrieben hast; ein schlichtes und reines Herz, mit dem sie als Jungfrau Deinen Sohn empfing und mit dem sie Dich schauen darf in ewiger Freude; ein waches und starkes Herz, das das Schwert des Leidens furchtlos ertrug und die Auferstehung des Sohnes gläubig erwartete. Darum rühmen wir Dich mit allen Chören der Engel: und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig ...


Aus einer Predigt Pater Joseph Kentenich´s, Milwaukee am 22.8.1965

... Da müssen wir zutiefst den Ausdruck „Weihe an das Unbefleckte Herz der lieben Gottesmutter“ deuten. Was das heißt: Weihe? Sich hingeben, ganz hingeben. Wir sollen uns also bemühen um die Ganzhingabe an das Unbefleckte Herz der lieben Gottesmutter. Jedes Wort, was aus dem Munde Gottes, auch aus dem Munde der lieben Gottesmutter kommt, hat ja doch offensichtlich einen tiefen Sinn. Ganzhingabe an das Herz der lieben Gottesmutter. Es besagt ein Doppeltes: Herz ist zunächst das Symbol für die Liebe; sodann das Symbol für die ganze Persönlichkeit.
Symbol für die Liebe. Wir sollen uns also hingeben an die Liebe der Gottesmutter; aber das müssen wir gleich hervorheben: an ihre Liebe zu Gott und zu uns. Das setzt voraus, dass die Gottesmutter nicht nur einen Kopf, nicht nur einen Willen, sondern ein Herz hat. Aufs Herz, auf die Liebe kommt es an. Wir wollen uns der unermesslichen, hinreißenden Liebe der Gottesmutter hingeben. Kindliche Liebe zum Vater, mütterliche Liebe zu uns, bräutliche Liebe zum Heilande. Aber selbstlose, aus liebe leidende, aus Liebe mitleidende Liebe. Das alles ein Symbol, ein Spiegelbild der Liebe, die der Vater zu uns hat. Hingabe an die Liebe der Gottesmutter zum Vater und zu uns als Symbol für die Liebe, die der ewige Vater in unendlicher Weise uns zuwendet. Wenn ich mich ganz an die Liebe hingebe, dann heißt das: Ich glaube an die unermessliche Liebe der Gottesmutter zum Vater und zu uns, aber als Ausdruck und Sicherung der Liebe des Vaters zu uns und als vorzügliches Mittel, um die Liebe zum Vater in uns sicher zu stellen. Wenn die unendliche Liebe des Vaters, die endlos warme, glühende Liebe der Gottesmutter zu uns im Mittelpunkt unseres Lebens stehen, dann haben wir das richtige Vaterbild, das richtige Mutterbild. Und antwortet unsere Natur. Liebe, unermessliche Liebe. Wie haben die alten Römer gesagt? „Si vis amari, ama! — Wenn du geliebt werden willst, dann liebe!“ Und Gott will geliebt werden, aus unserem ganzen Herzen sollen wir ihn lieben. Und wie hat der lebendige Gott uns geliebt? Wie hat er uns seine Liebe dokumentiert? Er hat sie uns anschaulich gemacht durch die Liebe der Gottesmutter.
Weihe an ihr unbeflecktes Herz – Reformprogramm (oder Pastoralkonzept) der Gottesmutter
Dann verstehen wir: Die Weihe an das unbefleckte Herz der Gottesmutter bedeutet eine vollständige Umwandlung des Individuums und der ganzen menschlichen Gesellschaft. Darum hat der Teufel auch dieses schreckliche Interesse daran, das Bild der Gottesmutter zu zerstören, das Bild der Gottesmutter zu fälschen, wie das heute vielfach geschieht. Wir machen nicht mit! Wie häufig haben auch wir uns hier oder in den anderen Gemeinden dem Herzen der lieben Gottesmutter geschenkt! Das wiederholen wir. Die Weihe ist die feierliche Schilderhebung der Liebe des Unendlichen, der Liebe der lieben Gottesmutter zu uns; sie ist eine feierliche Schilderhebung unserer warmen, aufrichtigen, kraftvollen opferfreudigen Gegenliebe der Gottesmutter und dem ewigen Vatergott gegenüber. Spüren wir, dass das ein Programm, ein Reformprogramm ersten Ranges ist?
Aber ich bin noch nicht am Ende. Das Herz ist auch Symbol der Persönlichkeit. Der Kern der Persönlichkeit, das ist nicht der Wille, wie man vielfach meint oder sagt, das ist das Herz. Wem sollen wir uns also schenken? Einer Persönlichkeit, keiner Idee. Das ist die Tragik der heutigen katholischen Gelehrten in Deutschland: Sie lehnen die Herz-Mariä-Liebe sowie die Herz-Jesu-Liebe ab. Weshalb? Angst ist der Grund. Sie müssten sich gläubig einer Person beugen. Ideen, die man zusammengetrommelt, zu einem System zusammengeleimt hat, denen kann ich mich beugen. Aber mich einer Persönlichkeit hingeben, das ist schwer. Es ist ja die Tragik der heutigen Zeit, dass sie keine personale Liebe mehr kennt. Personale Liebe ist immer stärker am Schwinden. Und deshalb betonen wir die Weihe an die Person der lieben Gottesmutter als Ausdruck der Hingabe an die lebendige Person des dreifaltigen Gottes.
Wer das versteht, der ahnt abermals, was für ein Reformprogramm hier vor uns steht; der bittet die Gottesmutter: Entzünde doch in mir die Liebe, die Liebe zu dir, die Liebe zu dir als dem Feuerbrand der Liebe, aber auch die Liebe zu dir als einer Persönlichkeit, um auf diese Weise total der unendlichen Liebe und der Persönlichkeit des ewigen Gottes hingegeben zu sein, damit ich all das rein Ideologische, das bloße Hängen an Ideen überwinde und deswegen innerlich umgeformt werde.
Damit bin ich aber noch nicht am Ende. Das Herz Mariä ist ein ungebrochenes Herz, ungebrochen, weil ohne Erbsünde. Nun ist es verklärt dort oben im Himmel. Ein glühend warmes Herz, Feuerbrand der Liebe, wie wir uns das gar nicht vorstellen können.
Jetzt hebe ich einen anderen Ausdruck hervor, der ganz zweifellos von der lieben Gottesmutter gemeint ist: Das Herz der Gottesmutter ist ein geordnetes Herz. Ein unbeflecktes Herz ist ein geordnetes Herz. Was haben wir vor uns im Herzen der lieben Gottesmutter? Den Mikrokosmos einer endlos durchgegliederten lebendigen Ordnung, die die Gottesmutter dem Makrokosmos, der ganzen Welt wieder schenken will. Ein geordnetes Herz. Die Welt ist in Unordnung, und zwar sehr; alles ist am Zerbrechen, heillos am Zerbrechen. Das Herz der Gottesmutter ist in Ordnung, und zwar in einzigartiger Weise. Wenn ich mich dem unbefleckten Herzen der Gottesmutter schenke, dann schenke ich mich der inkarnierten Ordnung, dann schenke ich mich einem Inkarnierten Mikrokosmos der Ordnung. Und die Wirkung muss sein: Mein Herz kommt auch in Ordnung. Und die Wirkung davon muss sein: Von meinem geordneten Herzen aus kommt meine Umgebung in Ordnung. Wenn ich einer Gemeinschaft angehöre, wird meine Gemeinschaft dadurch geordnet. Wenn ich einer Gemeinschaft angehöre, auch einer katholischen Familie, wie sieht hier in der Familie die Inkarnation der friedvollen Mikrokosmen der Ordnung aus? Das müsste unsere Marienverehrung, unsere Frömmigkeit erreichen; nicht dass wir beieinander leben wie Katzen und Hunde — alles durcheinander. Bei der Gottesmutter ist die Liebe geordnet in allen Verzweigungen. Welch einen tiefen Sinn hat deshalb die Weihe an das unbefleckte Herz der lieben Gottesmutter!
Liebe Dreimal Wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt! Mach uns zu dreimal wunderbaren Kindern einer immerwährenden göttlichen Freude und eines menschlichen Weinens, verbunden mit dem göttlichen Lächeln. Amen.


Eine persönliche Weiheformel an das Unbefleckte Herz Mariens

Voll Demut und Liebe, knie ich mich im Namen aller und für alle zu Deinen Füßen, o meine Mutter. Innig bitte ich Dich, Du mögest mich gütig unter Deinem schützenden Mantel bergen und in der Stunde der Prüfung beistehen. Siehe, ich bin bereit, hilfreiche Mutter, mich (die Familie ...) ganz Deinem Unbefleckten Herzen zu weihen. Du aber führe mich in Deiner unendlichen Güte zu Jesus, meinem göttlichen Heiland. Meine liebe Mutter, Dir schenke ich mein ganzes Herz, meinen Sinn und alle meine Kräfte, damit ich wie Du Jesus zu lieben vermag, und Ihn stets in meinen Brüdern und Schwestern liebe. Bilde mein Herz nach Deinem Herzen. Mache es demütig und schlicht, rein und klein, lauter und froh, auf dass es einer so großen Liebe fähig sei. Himmlische Mutter, stehe mir mit Deiner heiligen Hilfe bei: in der Stunde der Prüfung, im Augenblick der Versuchung und in den Wechselfällen des gegenwärtigen Lebens. Rette mich vor dem Übel des ewigen Todes und lasse mich durch Dein Herz zum wahren Leben wiedergeboren werden in jenem Reich, das Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und regiert, für uns bereitet hat. Amen.

http://www.kathpedia.com/index.php/Herz-Mari%C3%A4-Verehrung


Botschaften aus dem Buch der Wahrheit zum Festtag

Nr. 187, 244, 299 mit K 17, 301, 335 mit K 26, 337, 365, 426 mit K 53, 640, 1135 mit K 151, 1142 mit K 153.


Lied zum Feststag

Purest Virgin Mary
https://www.youtube.com/watch?v=82dZNXWQuPw



19.06.2020

Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu






Am 19. Juni 1675, in der Fronleichnamsoktav, erschien Jesus Christus der heiligen Margareta Maria Alacoque in Paray-le-Monial, als sie vor dem Tabernakel kniete. Er zeigte ihr Sein Herz und sagte:
"Sieh hier das Herz, das die Menschen so sehr liebt, dass es nichts gespart hat, um sich zu opfern, und zu erschöpfen in Liebesbeweisen; und als Dank empfange Ich von den meisten Menschen nur Kälte, Unehrerbietigkeit, Verachtung und Sakrilegien in diesem Sakrament der Liebe. Was Mich aber am meisten schmerzt, ist, dass Herzen, die Mir besonders geweiht sind, Mir auf diese Weise begegnen. Darum verlange Ich von Dir, dass der erste Freitag nach der Fronleichnamsoktav ein besonderer Festtag zur Verehrung Meines Herzens werde; dass man an dem Tage sich dem heiligen Tische nahe, und einen Ehrenersatz leiste, zur Sühnung all der Beleidigungen, welche Meinem Herzen, seit es auf den Altären weilt, zugefügt wurden, und Ich verspreche Dir, dass Mein Herz diejenigen im reichsten Maße den Einfluss seiner Liebe fühlen lassen wird, die es verehren, und die sorgen, dass es auch von andern verehrt werde."
Die Visionen der Margareta Maria Alacoque trugen ihr auf, sich für ein Herz-Jesu-Fest und für die Pflege der Herz-Jesu-Freitag einzusetzen. Knapp 100 Jahre später gestattete Papst Clemens XIII. ein solches Fest und Papst Pius IX. führte dieses Fest für die ganze Kirche verbindlich am 18. Mai 1856 auf Bitten der französischen Bischöfe ein.
Zur Hundertjahrfeier veröffentlichte Papst Pius XII. 1956 die Enzyklika "Haurietis aquas" ("Ihr werdet Wasser schöpfen..."), an die Papst Benedikt XVI. 2006 in einem Schreiben an den Generaloberen der Jesuiten eigens erinnerte.
Das Herz-Jesu-Fest ergänzt die Verehrung der Eucharistie an Fronleichnam um den Aspekt, zu einer andächtigen und häufigen sakramentalen Kommunion des Leibes Christi, seiner Liebesgabe, hinzuführen. Die für die Weltkirche geltenden römischen Ablassbestimmungen sehen für das Herz-Jesu-Fest alljährlich das gemeinsame öffentliche Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu vor ("Liebreicher Jesus, dessen übergroße Liebe zu uns Menschen mit soviel Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Verachtung und Undank vergolten wird, siehe, wir werfen uns hier vor Deinem Altare nieder, um die frevelhafte Kälte der Menschen und das Unrecht, das sie Deinem liebevollsten Herzen allenthalben zufügen, durch einen besonderen Ehrenerweis wieder gutzumachen ..."), welches mit einem vollkommenen Ablass belohnt wird. Ein weiterer Höhepunkt der Herz-Jesu-Verehrung ist dann gemäß denselben Ablassbestimmungen jeweils der letzte Sonntag im Kirchenjahr, nämlich das Christkönigsfest, an welchem die Kirche das gemeinsame öffentliche und wiederum mit vollkommenem Ablass belohnte Weihegebet vorsieht ("O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor Deinem Altare knien. Dein sind wir, Dein wollen wir bleiben. Damit wir aber noch inniger mit Dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. Viele haben Dich leider niemals erkannt, viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen ...")
Der Weltgebetstag zur Heiligung der Priester wird am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu begangen.

http://www.kathpedia.com/index.php/Herz-Jesu-Verehrung


Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu

Heiligstes Herz Jesu, in Demut vor dir niedergeworfen, kommen wir, um Dir unsere Aufopferung zu erneuern und den festen Vorsatz zu bekräftigen, dass wir durch Vermehrung unserer Liebe und Treue die Beleidigungen wieder gut machen wollen, die Dir von den Menschen zugefügt werden. Ja wir geloben Dir:
Je mehr man die Wahrheiten unserer heiligen Religion lästert, desto fester wollen wir daran glauben, o Herz Jesu, einzige Hoffnung der Sterblichen.
Je mehr die Herzen den Beweisen Deiner göttlichen Liebe widerstehen, desto mehr wollen wir Dich Lieben, o unendlich liebenswürdiges Herz Jesu.
Je mehr man Deine Gottheit angreift, desto mehr wollen wir sie anbeten, o göttliches Herz Jesu.
Je mehr man Deine heiligen Gebote überschreitet, desto mehr wollen wir sie beobachten, o heiliges Herz Jesu.
Je mehr Deine heiligen Sakramente verachtet werden, desto eifriger wollen wir sie mit Liebe und Ehrfurcht empfangen, o freigiebigstes Herz Jesu.
Je mehr man Deine anbetungswürdigen Tugenden aus den Herzen verbannt, desto mehr wollen wir uns bemühen, sie auszuüben, o Herz Jesu, Du Muster der Tugenden.
Je mehr die Hölle am Verderben der Seele arbeitet, desto mehr wollen wir zu ihrem Heile wirken, o Herz Jesu, Du Eiferer der Seelen.
Je mehr die Sinnlichkeit und der Stolz sich bemühen, die Selbstverleugnung und Berufstreue zu zerstören, desto mehr wollen wir uns selbst überwinden und unsere Pflichten treu erfüllen, o schmachgesättigtes Herz Jesu.
Je mehr man Deine heilige Kirche verachtet, desto mehr wollen wir uns bestreben, ihre getreuen Kinder zu sein, o dornengekröntes Herz Jesu.
Je mehr man den Heiligen Vater, Deinen Stellvertreter auf Erden, betrübt und verfolgt, desto mehr wollen wir ihm anhangen und für ihn beten, o verwundetes Herz Jesu.
O Herz unseres Gottes, verleihe uns so viel und so kräftige Gnade, dass wir Deine Apostel hier auf Erden und Deine Krone in der ewigen Glückseligkeit sein mögen. Amen.

https://www.herz-jesu-apostolat.org/gebete/s%C3%BChnegebet/


Aus der
PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
Herz-Jesu-Fest
Petersplatz
Freitag, 11. Juni 2010

Wir feiern das Herz-Jesu-Fest und schauen mit der Liturgie der Kirche gleichsam in das Herz Jesu hinein, das im Tod von der Lanze des römischen Soldaten geöffnet wurde. Ja, Sein Herz ist offen für uns und vor uns – und damit das Herz Gottes selbst. Die Liturgie legt uns die Sprache des Herzens Jesu aus, die vor allem von Gott als dem Hirten der Menschen spricht und uns damit das Priestertum Jesu zeigt, das im Innersten Seines Herzens verankert ist und den immerwährenden Grund wie den gültigen Maßstab alles priesterlichen Dienstes zeigt, der immer im Herzen Jesu verankert sein und von daher gelebt werden muss. Ich möchte heute vor allem die Texte auslegen, mit denen die betende Kirche auf das in den Lesungen ausgebreitete Wort Gottes antwortet. In diesen Gesängen gehen Wort und Antwort ineinander über. Sie sind einerseits selbst aus Gottes Wort genommen, sind aber zugleich schon Antwort des Menschen darauf, in der das Wort sich mitteilt und in unser Leben eintritt. Am wichtigsten unter diesen Texten ist in der Liturgie von heute der Psalm 23 (22): „Der Herr ist mein Hirte“, in dem das betende Israel die Selbstoffenbarung Gottes als Hirten aufgenommen und zur Wegweisung im eigenen Leben gemacht hat. „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ – in diesem ersten Vers spricht sich Freude und Dankbarkeit dafür aus, dass Gott da ist und sich um uns sorgt. Die Lesung aus Ezechiel beginnt mit dem gleichen Motiv: „Ich will Mich Selber um Meine Schafe kümmern“ (Ez 34,11). Gott kümmert Sich persönlich um mich, um uns, um die Menschheit. Ich bin nicht allein gelassen, nicht verloren im Weltall und in einer immer verwirrender werdenden Gesellschaft. ER kümmert sich um mich. Er ist kein ferner Gott, dem mein Leben zu unwichtig wäre. Die Religionen der Welt haben, soweit wir sehen können, immer gewusst, dass es letztlich nur einen Gott gibt. Aber dieser Gott war weit weg. Er überließ allem Anschein nach die Welt anderen Mächten und Gewalten, anderen Gottheiten. Mit ihnen musste man sich arrangieren. Der eine Gott war gut, aber doch fern. Er war nicht gefährlich, aber auch nicht hilfreich. So brauchte man sich mit ihm nicht zu beschäftigen. Er herrschte nicht. In der Aufklärung ist merkwürdigerweise dieser Gedanke zurückgekehrt. Man verstand noch, dass die Welt einen Schöpfer voraussetzt. Aber dieser Gott hatte die Welt gebaut und sich offensichtlich von ihr zurückgezogen. Nun hatte sie ihre Gesetzmäßigkeiten, nach denen sie ablief, in die Gott nicht eingriff, nicht eingreifen konnte. Gott war nur ein ferner Anfang. Viele wollten vielleicht auch gar nicht, dass Gott Sich um sie kümmere. Sie wollten nicht gestört sein durch Gott. Wo aber Gottes Sorge und Liebe als Störung empfunden wird, da ist der Mensch verkehrt. Es ist schön und tröstlich zu wissen, dass ein Mensch mir gut ist und sich um mich kümmert. Aber noch viel entscheidender ist, dass es den Gott gibt, Der mich kennt, mich liebt und Sich um mich sorgt. „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich“ (Joh 10,14), betet die Kirche vor dem Evangelium mit einem Wort des Herrn. Gott kennt mich, sorgt sich um mich. Dieser Gedanke sollte uns richtig froh werden lassen. Lassen wir Ihn tief in uns eindringen. Dann begreifen wir auch, was es bedeutet: Gott will, dass wir als Priester Seine Sorgen um die Menschen an einem kleinen Punkt der Geschichte mittragen. Wir wollen als Priester Mitsorgende mit Seiner Sorge um die Menschen sein, sie dieses Sich-Kümmern Gottes praktisch erlebbar werden lassen. Und mit dem Herrn sollte der Priester für seinen ihm anvertrauten Bereich sagen können: „Ich kenne die meinen, und die meinen kennen mich.“ „Kennen“ ist im Sinne der Heiligen Schrift nie bloß ein äußeres Wissen, wie man die Telefonnummer eines Menschen kennt. „Kennen“ heißt: dem anderen innerlich nah sein. ihm gut sein. Wir sollten versuchen, die Menschen von Gott her und auf Gott hin zu „kennen“, mit ihnen den Weg der Freundschaft Gottes zu gehen.
Petrus Canisius, 16. Jahrhundert:
Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater!

Sieh an mit den Augen Deiner grundlosen Barmherzigkeit unsern Jammer und unsere Not. Erbarme Dich über alle Christgläubigen, für welche Dein eingeborener Sohn, unser lieber Herr und Heiland, Jesus Christus, in die Hände der Sünder freiwillig gekommen ist, und Sein kostbares Blut am Stamme des heiligen Kreuzes vergossen hat.
Durch diesen Herrn Jesus wende ab, gnädigster Vater, die wohlverdienten Strafen, gegenwärtige und zukünftige Gefahren, schädliche Empörungen, Kriegsrüstungen, Teuerung, Krankheiten, betrübte, armselige Zeiten. Erleuchte auch und stärke in allem Guten geistliche und weltliche Vorsteher und Regenten, damit sie alles befördern, was zu Deiner göttlichen Ehre, zu unserm Heile, zum allgemeinen Frieden, zur Wohlfahrt der ganzen Christenheit gedeihen mag. Verleihe uns, o Gott des Friedens, eine rechte Vereinigung im Glauben, ohne alle Spaltung und Trennung; bekehre unsere Herzen zur wahren Buße und Besserung unseres Lebens; zünde an in uns das Feuer Deiner Liebe; gib uns einen Hunger und Eifer zu aller Gerechtigkeit, damit wir als gehorsame Kinder im Leben und Sterben Dir angenehm und wohlgefällig seien.
Wir bitten auch, wie Du willst, o Gott, daß wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für alle betrübten und elenden Christen, für Lebende und Verstorbene. Dir, o Herr, sei empfohlen all unser Tun und Lassen, unser Handel und Wandel, unser Leben und Sterben. Laß uns Deine Gnade hier genießen und dort mit allen Auserwählten erlangen, daß wir in ewiger Freude und Seligkeit Dich loben, ehren und preisen mögen!
Das verleihe uns, o Herr, himmlischer Vater! Durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste als gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.



11.06.2020

Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi






Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag. An Fronleichnam, liturgisch das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" genannt, feiert die katholische Kirche die Einsetzung der Eucharistie, also der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu.
Am Gründonnerstag setzt Jesus Christus die Eucharistie ein, wenn er seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein zur Speise gibt. Diese Nähe Gottes im Sakrament der Eucharistie ist ein sehr großes Zeichen der Nähe Gottes. Das müsste man eigentlich festlich feiern. Die Stille der Karwoche passt aber nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis an Fronleichnam nachgefeiert.
Fronleichnam wird 1264 Fest für die gesamte Kirche
Fronleichnam geht auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurück. In ihrer Vision habe sie den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Der Mond stehe für das Kirchenjahr, der dunkle Fleck für das Fehlen eines Festes des Altarsakraments. Papst Urban führte es 1264 als Fest für die gesamte Kirche ein. Bereits 1246 wurde Fronleichnam im Bistum Lüttich gefeiert. Die erste Prozession in Deutschland zog im Jahr 1279 durch Köln.
Prozessionen als Zeichen der Frömmigkeit
An Fronleichnam wird die gewandelte Hostie – der Leib Christi – in einer Monstranz durch die Straßen getragen. Der „Himmel“ genannte Stoffbaldachin schützt ihn. Auf dem Weg werden Statios an bis zu vier Außenaltären gehalten. Oft sind diese Außenaltäre mit Blumenteppichen geschmückt.
Bei jeder Statio wird ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen. Es werden Fürbitten gesprochen und der sakramentale Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt gespendet. Die Prozession schließt meist in der Pfarrkirche mit dem "Tantum ergo", einem Abschluss-Segen und dem "Großer Gott, wir loben dich".
Die Monstranz (lateinisch "monstrare"=zeigen) ist ein liturgisches Gerät mit einem Fenster in der Mitte. Die gewandelte Hostie wird hineingestellt und zur Verehrung und Anbetung gezeigt.
Bei Prozessionen und beim eucharistischen Segen hält der Priester die Monstranz nicht mit bloßen Händen. Ein Tuch, das sogenannte Velum, bedeckt seine Hände. Es ist eine Geste der Ehrfurcht und schützt außerdem die kostbaren Geräte.
Blumenteppiche an Fronleichnam
Die Tradition des Blumenteppichs nimmt den Bibelvers "Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!" (Mt 3,3) auf. Über den Blumenteppich schreitet der Priester während er die Monstranz trägt. Gott selbst ist in der gewandelten Hostie gegenwärtig. So bereiten die Blumen Gott selbst den Weg.
Wann genau die Tradtion der Blumenteppiche zu Fronleichnam entstand ist unklar. Katholisch.de erläutert: "Im Mittelalter wurden die Stationsaltäre von Kaufmannsgilden oder reichen Familien gestiftet – und mitunter prächtig verziert. Der Theologe Manfred Becker-Huberti vermutet, dass der Brauch, Blumen auf den Prozessionsweg zu streuen, im 15. Jahrhundert aus der Mittelmeerregion nach Deutschland importiert wurde. In der Zeit des Barock wurde das Arrangieren von Blüten zu Bildern dann insbesondere von den Orden gefördert. Nördlich der Alpen, wo aufgrund der kälteren Temperaturen deutlich weniger bunte Blumen wuchsen als im warmen Süden, war das Blumenteppichlegen ein Zeichen besonderer Verehrung für die Eucharistie."


PREDIGT VON PAPST BENEDIKT XVI.
Basilika St. Johann im Lateran
Donnerstag, 23. Juni 2011

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi ist untrennbar mit dem Gründonnerstag, mit der Messe »in Caena Domini«, verbunden, in der die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird. Während am Abend des Gründonnerstags das Geheimnis Christi, der sich uns im gebrochenen Brot und im vergossenen Wein darbringt, wieder lebendig wird, wird eben dieses Geheimnis heute, am Fronleichnamsfest, zur Anbetung und Meditation des Gottesvolkes dargeboten, und das Allerheiligste Sakrament wird in Prozession durch die Straßen der Städte und Dörfer getragen, um zu bekunden, dass der auferstandene Christus mit uns auf dem Weg ist und uns zum Himmelreich führt. Was uns Jesus in der Vertraulichkeit des Abendmahlssaales geschenkt hat, bringen wir heute öffentlich zum Ausdruck, da die Liebe Christi nicht einigen wenigen vorbehalten, sondern für alle bestimmt ist. In der Abendmahlsmesse am vergangenen Gründonnerstag habe ich hervorgehoben, dass sich in der Eucharistie die Verwandlung der Gaben dieser Erde – Brot und Wein – vollzieht, mit dem Ziel, unser Leben zu verwandeln und so die Verwandlung der Welt zu eröffnen. Diesen Gedanken möchte ich heute Abend wieder aufgreifen.
Alles nimmt – so könnte man sagen – seinen Anfang beim Herzen Christi, Der beim Letzten Abendmahl, am Vorabend Seines Leidens, Gott gedankt und ihn gepriesen hat und so durch die Macht Seiner Liebe den Sinn des Todes, dem er entgegenging, verwandelt hat. Die Tatsache, dass das Altarsakrament den Namen »Eucharistie« – »Danksagung« – erhalten hat, bringt genau dies zum Ausdruck: Die Verwandlung der Substanz von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi ist Frucht der Selbsthingabe Christi, Geschenk einer Liebe, die stärker ist als der Tod, der göttlichen Liebe, die ihn von den Toten auferstehen ließ. Und deshalb ist die Eucharistie Speise des ewigen Lebens, Brot des Lebens. Aus dem Herzen Christi, aus seinem »eucharistischen Gebet« am Abend vor seinem Leiden und Sterben, entspringt jene dynamische Kraft, die die Wirklichkeit in allen ihren Dimensionen – kosmisch, menschlich und geschichtlich – verwandelt.
Alles geht von Gott, von der Allmacht Seiner dreieinigen Liebe aus, die in Jesus Fleisch geworden ist. In diese Liebe wird das Herz Christi hineingenommen; darum kann er auch angesichts des Verrats und der Gewalt Gott danken und ihn preisen und verwandelt auf diese Weise die Dinge, die Menschen und die Welt. Diese Verwandlung ist möglich dank einer Verbundenheit, einer Communio, die stärker ist als die Trennung, die Gemeinschaft Gottes selbst. Das Wort »Kommunion«, das wir auch zur Bezeichnung der Eucharistie gebrauchen, fasst in sich die vertikale und die horizontale Dimension der Hingabe Christi zusammen. Schön und vielsagend ist der Ausdruck »die Kommunion empfangen«, der sich auf den Akt des Essens des eucharistischen Brotes bezieht. Wenn wir diese Handlung vollziehen, treten wir tatsächlich mit dem Leben Jesu selbst in Gemeinschaft, in die Dynamik dieses Lebens ein, das sich uns und für uns hingibt. Von Gott durch Jesus bis zu uns: eine einzigartige Gemeinschaft, Communio, wird in der heiligen Eucharistie vermittelt. Das haben wir vorhin in der zweiten Lesung in den Worten des Apostels Paulus gehört, die er an die Christen von Korinth gerichtet hat: »Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Segen Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?« (1 Kor 10,16–17).
Der hl. Augustinus hilft uns, die Dynamik der eucharistischen Gemeinschaft zu verstehen, wenn er sich auf eine Art Vision bezieht, die er hatte und in der Jesus zu ihm sagte: »Ich bin die Speise der Starken. Wachse, und so wirst du Mich haben. Du wirst nicht Mich in dich verwandeln, als Speise des Leibes, sondern du wirst es sein, der in Mich verwandelt werden wird« (Bekenntnisse VII,10,18). Während also die leibliche Speise von unserem Organismus aufgenommen wird und zu seiner Erhaltung beiträgt, handelt es sich im Fall der Eucharistie um ein anderes Brot: Nicht wir nehmen es in uns auf, sondern es nimmt uns [in sich] auf, so dass wir Jesus Christus gleichgestaltet, Glieder Seines Leibes, eins mit Ihm werden. Dieser Übergang ist entscheidend. In der Tat, da es eben Christus ist, Der in der eucharistischen Kommunion uns in Sich verwandelt, wird in dieser Begegnung unsere Individualität offen, befreit von ihrem Egozentrismus und in die Person Jesu eingebunden, die ihrerseits in die trinitarische Gemeinschaft eingesenkt ist. Während uns also die Eucharistie mit Christus verbindet, öffnet sie uns auch gegenüber den anderen, macht uns gegenseitig zu Gliedern: Wir sind nicht mehr getrennt, sondern eins in Ihm. Die eucharistische Gemeinschaft verbindet mich mit dem Menschen neben mir, auch mit einem, zu dem ich vielleicht kein gutes Verhältnis habe, aber auch mit den fernen Brüdern überall auf der Welt. Von hier, von der Eucharistie, geht also das tiefe Bewusstsein für die soziale Präsenz der Kirche aus, wie die großen Sozialheiligen bezeugen, die immer große eucharistische Menschen gewesen sind. Wer in der heiligen Hostie Jesus erkennt, der erkennt Ihn im leidenden Bruder, der Hunger und Durst hat, der fremd, nackt, krank, im Gefängnis ist; und er achtet auf jeden Menschen, setzt sich konkret für alle ein, die in Not sind. Aus dem Geschenk der Liebe Christi erwächst daher unsere besondere Verantwortung als Christen beim Aufbau einer solidarischen, gerechten, brüderlichen Gesellschaft. Besonders in unserer Zeit, in der die Globalisierung uns immer abhängiger voneinander macht, kann und muss das Christentum bewirken, dass diese Einheit nicht ohne Gott, das heißt nicht ohne die wahre Liebe, errichtet wird; andernfalls würde sich das Chaos, der Individualismus, die Unterdrückung aller gegen alle ausbreiten. Das Evangelium zielt seit jeher auf die Einheit der Menschheitsfamilie ab, eine Einheit, die nicht von außen, weder von ideologischen noch wirtschaftlichen Interessen auferlegt wird, sondern vom gegenseitigen Verantwortungsgefühl, weil wir uns als Glieder ein und desselben Leibes, des Leibes Christi anerkennen, weil wir vom Altarsakrament gelernt haben und ständig lernen, dass das Teilen, die Liebe der Weg der wahren Gerechtigkeit ist.
Kehren wir nun zu der von Jesus beim Letzten Abendmahl vollzogenen Handlung zurück. Was ist in jenem Augenblick geschehen? Was geschah, als Er sagte: Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird, das ist Mein Blut, vergossen für euch und für viele? Jesus nimmt in jener Geste das Geschehen von Golgota vorweg. Aus Liebe nimmt Er die ganze Passion mit ihrem Verrat und ihrer Gewalt bis zum Tod am Kreuz auf Sich; durch dieses Annehmen verwandelt Er sie in einen Akt der Hingabe. Das ist die Umwandlung, die die Welt nötig hat, denn sie erlöst sie von innen heraus, öffnet sie für die Dimensionen des Himmelreiches. Aber diese Erneuerung der Welt will Gott immer durch denselben Weg verwirklichen, den Christus gegangen ist, durch jenen Weg, der Er selbst ist. Im Christentum ist nichts Magisches am Werk. Es gibt keine schnellen Abkürzungen, sondern alles verläuft durch die bescheidene und geduldige Logik des Weizenkornes, das zerbricht, um das Leben zu schenken, durch die Logik des Glaubens, der mit der sanften Kraft Gottes Berge versetzt. Deshalb will Gott die Menschheit, die Geschichte und den Kosmos immer wieder erneuern durch diese Kette der Verwandlungen, deren Sakrament die Eucharistie darstellt. Durch das gesegnete Brot und den gesegneten Wein, in denen Sein Leib und Sein Blut tatsächlich gegenwärtig sind, verwandelt Christus uns, indem Er uns in Sich aufnimmt: Er bezieht uns in Sein Erlösungswerk ein, indem Er uns durch die Gnade des Heiligen Geistes dazu fähig macht, nach Seiner eigenen Logik des Schenkens zu leben, wie Weizenkörner, die in Ihm und mit Ihm vereint sind. So werden in die Ackerfurchen der Geschichte die Einheit und der Friede ausgesät und zur Reife gebracht, die nach Gottes Plan das Ziel sind, nach dem wir streben. Ohne Illusionen, ohne ideologische Utopien gehen wir durch die Straßen der Welt, während wir in uns den Leib des Herrn tragen, wie die Jungfrau Maria im Geheimnis der Heimsuchung.
Mit der Bescheidenheit des Bewusstseins, einfache Weizenkörner zu sein, hüten wir die feste Gewissheit, dass die Fleisch gewordene Liebe Gottes größer ist als das Böse, die Gewalt und der Tod. Wir wissen, dass Gott für alle Menschen einen neuen Himmel und eine neue Erde vorbereitet, in denen Friede und Gerechtigkeit herrschen, und im Glauben erblicken wir bereits die neue Welt, die unsere wahre Heimat ist. Auch heute Abend, während die Sonne über unserer geliebten Stadt Rom untergeht, machen wir uns auf den Weg: Mit uns ist der Eucharistische Jesus, der Auferstandene, der gesagt hat: »Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20). Danke, Herr Jesus! Danke für deine Treue, die unsere Hoffnung unterstützt. Bleibe bei uns, denn es wird Abend. »Guter Hirt, du wahre Speise, / Jesus, gnädig dich erweise! Nähre uns auf deinen Auen, / lass uns deine Wonnen schauen / in des Lebens ewigem Reich!« Amen.
V. Ich bin das Heil des Volkes, spricht der Herr. In Ewigkeit bin ich euer Gott! Mein Volk: Hab acht auf mein Gesetz und neig dein Ohr den Worten meines Mundes!
A. Und wir, Herr, sind Dein Volk. / die Schäflein Deiner Weide! / Wir wollen ewiglich Dich preisen / und künden Deinen Ruhm.
V. Herr, nach dem Vorbild Deines eigenen Wesens hast Du die Welt erschaffen, und alles, was geschaffen ist, soll ein Abbild Deiner unendlichen Vollkommenheit sein. So bitten wir Dich, lass auch die Regierung unseres Vaterlandes ein Abbild Deiner unendlich weisen, gerechten und gütigen Leitung der ganzen Welt sein. Deine Wahrheit sei ihr Weg und Leuchte, Deine Gerechtigkeit Vorbild und Warnung zugleich, Deine Gnade Kraft und Stärke. Segne ihr Sinnen und Arbeiten für das Wohl des Volkes. Verleihe und erhalte uns Wohlfahrt und Frieden, Frieden mit den Nachbarn unserer Grenzen, Eintracht und Frieden im Innern und segensvollen Frieden auch mit Deiner heiligen Kirche, Segne unser ganzes Volk und lass es einen Sitz voll Ehre und Würde einnehmen im Rate der Völker.
A Amen.
V Segne, o Gott, unser Vaterland. Beschütze auch alle weltlichen Obrigkeiten. Gib ihnen christliche Gerechtigkeit und Weisheit, damit sie verordnen, was recht, und mit Kraft vollbringen, was heilsam ist. Pflanze in die Herzen der Obrigkeit Gedanken des Friedens. Gib den Richtern und Vorstehern Gerechtigkeit, Redlichkeit, Unbestechlichkeit, Treue und Wohlwollen, damit das Böse verhindert, das Gute belohnt, das Laster bestraft, dem Übel gesteuert und das allgemeine Wohl gefördert werde. Gib allen Untergebenen, dass sie ihre Obrigkeiten ehren und lieben, die Gesetze der Gerechtigkeit gewissenhaft befolgen und mit unerschütterlicher Treue ihre Pflichten erfüllen.
A. Frieden gib uns gnädiglich, / Herr,·Gott, zu unsern Zeiten; / denn es ist kein anderer, / der für uns könnte streiten, / als Du, o Gott und Vater!



07.06.2020

Dreifaltigkeitssonntag



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


Der Dreifaltigkeitssonntag ist der Sonntag nach Pfingsten. An ihm wird in der römisch-katholischen Kirche die Urquelle aller Gnaden der Erlösung, die wir im Kirchenjahr feiern und uns aneignen, die heiligste Dreifaltigkeit (Trinität), Vater, Sohn und Heiliger Geist gedacht. Sie haben den Ratschluss, die gefalle Menschheit zu erlösen, gefasst. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes, das ist die Vereinigung der göttlichen mit der menschlichen Natur in der Einheit der göttlichen Person, ist das Werk aller drei göttlichen Personen. Letzter, tiefster Grund und letzte, tiefste Wirkursache der Gnade, der Erlösung, Heiligung und Vollendung des Menschen im Gottesreich der heiligen Kirche ist die heiligste Dreifaltigkeit.
Diese Dreifaltigkeit bekennen die Gläubigen z.B. beim Sprechen des Nikäno-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses, wo es heißt: "Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat ... Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater ... Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten ..."
Gott in Sich selbst (immanente Trinität) hat sich den Menschen in der Geschichte um unseres Heils willen offenbart (ökonomische Trinität). Bei aller theologischen Interpretation bleibt dieser "Gott in drei Personen" ein Geheimnis, dem man sich nur staunend, mit gläubigem Herzen nähern kann.
Das Dreifaltigkeitsfest stellt uns Gott vor als den einen Gott, der gleichzeitig drei-einig ist: Vater, Sohn und Geist. Anders als bei anderen Festen steht im Mittelpunkt des Dreifaltigkeitsfestes eine christliche Grundaussage, kein einzelnes Heilsereignis. Der Ursprung dieses Festes liegt im Mittelalter, im gallischen Raum. In Klöstern wurde es schon vor der Wende ins 2. Jahrtausend gefeiert. Erst unter Papst Johannes XXII. wurde es 1334 für die ganze Kirche offiziell eingeführt. Das wir das Fest am Sonntag nach Pfingsten feiern, verdeutlicht, daß hier die Vollendung des Heilsmysterium im Mittelpunkt steht. Gott ist in sich selbst Beziehung: Vater - Sohn und Geist. Er will, daß wir Menschen die Beziehung zu ihm suchen und pflegen. Zugang zum Geheimnis des Hochfestes der allerheiligsten Dreifaltigkeit, das gleichwohl Geheimnis bleibt, finden wir über Jesus und seine Botschaft vom Vater im Himmel und vom Geist, den der Vater im Namen Jesu sendet (vgl. Johannes 14, 26). Mit jedem Kreuzzeichen erinnern wir uns daran, dass wir auf den dreifaltigen Gott getauft sind. Die römisch-katholische Kirche zählt die Sonntage bis zur Liturgiereform 1969 "nach Pfingsten".
04.06.2020

Heute am 4. Juni, ist der Festtag der Mutter der Erlösung



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


Dieses Gebet bitte am 4. Juni zum Festtag der Mutter der Erlösung beten:
(Siehe Botschaft 1144 aus dem Buch der Wahrheit vom 04.06.2014 unten)


Kreuzzuggebet (154) „Gebet zum Festtag der Mutter der Erlösung“:

„O Mutter der Erlösung, ich bringe Dir heute, an diesem Tag, dem 4. Juni, dem Festtag der Mutter der Erlösung, folgende Seelen: (die Namen auflisten).
Bitte gib mir und all jenen, die Dich, liebe Mutter, ehren und die die Medaille der Erlösung verteilen, jede Art von Schutz vor dem Teufel und vor all jenen, die die Barmherzigkeit Deines geliebten Sohnes, Jesus Christus, wie auch all die Geschenke, die Er der Menschheit hinterlässt, ablehnen.
Bete, liebe Mutter, dass allen Seelen das Geschenk der Ewigen Erlösung gewährt werden wird. Amen.“
Kinder, denkt an das, was Ich euch gesagt habe: Ruft Mich, eure Mutter, in Zeiten großer Not immer an, euch zu Hilfe zu kommen. Ich werde immer in eurem Namen Fürsprache einlegen, um euch, zu allen Zeiten, Frieden und Trost zu bringen bei eurem Bestreben, Meinem Sohn nahe zu kommen.
Der heutige Tag, der Festtag der Mutter der Erlösung, wird der letzte Festtag sein, der Mir, der Mutter Gottes, als Festtag geweiht ist. Freut euch, denn alle Engel und Heiligen vereinen sich in dieser Zeit wegen der Seelen, die jetzt vor dem Teufel geschützt sein werden und deren Schicksal nun in den Händen Meines Sohnes ruhen wird.
Eure geliebte Mutter
Mutter der Erlösung

www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2014/1144.htm


984. Mutter der Erlösung: Ich bitte euch, jetzt die Novene der Erlösung zu beginnen.
Sonntag, 1. Dezember 2013, 16:12 Uhr

Mein Kind, Ich bin die Frau mit der Sonne bekleidet, und es ist die Sonne, die das Licht Gottes in der Welt darstellt. Ohne Sonne gibt es kein Licht. Ohne Licht gibt es kein Leben. Ohne Gott gibt es nur den Tod.
Meine Rolle als die Mutter der Erlösung, wo Ich Meinem Sohn in dieser Seiner letzten Mission helfen werde, in Seinem letzten Plan, den Bund Seines Vaters, jeder Seele die Erlösung zu bringen, zu vollenden, bedeutet, dass Ich alles tun werde, was Ich kann, um Ihm die Seelen zu bringen, nach denen Er sich so sehr sehnt. Ich wünsche, dass es bekannt wird, dass Ich nicht nur zur Königin des Himmels ernannt worden bin, sondern auch zur Königin über die zwölf Stämme Israels. Zwölf Nationen werden im Neuen Jerusalem herrschen. Die zwölf Sterne, mit denen Mein Haupt von Meinem geliebten Sohn, Jesus Christus, bei Meiner Krönung bekränzt worden ist, deuten auf diese Prophetie hin. Jeder dieser Sterne symbolisiert die zwölf Nationen, die sich am Tag des Gerichts herausbilden werden.
Alle Seelen, einschließlich derer, die von den Toten auferstehen werden, sowie derjenigen, die in der Welt heute leben und die im Licht Gottes bleiben, werden den Übergang in den Neuen Himmel und die Neue Erde vollziehen. Sie werden sich zu Eins verbinden, in Einheit mit Meinem Sohn, und sie werden auferweckt werden zu vollkommenem Leib und Seele, genauso wie es war, als Mein Sohn von den Toten auferstanden ist. Dieser Zustand der Vollkommenheit ist das Größte Geschenk von Gott und beweist, wie barmherzig Er ist. Das ist die Erlösung, die Mein Sohn verheißen hat, als Er Seine Agonie am Kreuz durchlitten hat. Und aufgrund Seiner großen Liebe zur Menschheit will Er jede einzelne Seele retten und vor allem diejenigen, die für Ihn verloren sind.
Ich gebe euch allen jetzt ein besonderes, von Meinem Sohn gesegnetes Geschenk, damit allen Seelen Immunität vor dem Feuer der Hölle gewährt und Erlösung geschenkt werden wird. Mein Sohn wünscht, dass jede Seele gerettet werden soll, wie schwer ihre Sünde auch sein mag. Ich bitte euch, jetzt die Novene der Erlösung zu beginnen. Ihr müsst sofort damit beginnen und sie — so wie Ich euch die Anweisungen gebe — bis zum Ende der Zeit fortsetzen. Ihr müsst dieses Gebet für volle sieben aufeinanderfolgende Tage in einem Kalendermonat beten, beginnend an einem Montag in den Morgenstunden. Ihr müsst es drei Mal an jedem der sieben Tage beten, und an einem dieser Tage müsst ihr fasten. Beim Fasten sollt ihr nur eine Hauptmahlzeit am Tag zu euch nehmen und dann bei den beiden anderen Mahlzeiten nur Brot und Wasser.
Dies ist das Gebet, das ihr an jedem der sieben Tage sprechen müsst.


Kreuzzuggebet (130) Novene-der-Erlösung-Kreuzuggebet:

„Meine geliebte Mutter der Erlösung, bitte erlange für alle Seelen das Geschenk des ewigen Heils durch die Barmherzigkeit Deines Sohnes, Jesus Christus.
Durch Deine Fürsprache flehe ich, dass Du beten mögest, um alle Seelen aus der Knechtschaft Satans zu befreien.
Wir bitten Dich: Bitte Deinen Sohn, Er möge Gnade und Vergebung jenen Seelen zeigen, die Ihn ablehnen oder Ihn mit ihrer Gleichgültigkeit verletzen und die falsche Lehre und falsche Götter anbeten.
Wir flehen zu Dir, liebe Mutter: Erbitte die Gnaden, um die Herzen jener Seelen zu öffnen, die Deiner Hilfe am meisten bedürfen. Amen.“
Mein Versprechen, Meinem Sohn, Jesus Christus, in Seinem Plan für die Menschheit zu helfen, bedeutet, euch alle, die Meine Rolle als Mittlerin aller Gnaden und Miterlöserin anerkennen, zusammenzuführen, damit die ganze Welt als Eins vereint werden kann in Einheit mit Jesus Christus, eurem Heiland und Erlöser.
Geht hin in Frieden. Ich werde immer für euch beten, liebe Kinder, und Ich werde immer auf euren Ruf, die Menschheit in den Augen Gottes zu erlösen, antworten.
Eure Mutter
Mutter der Erlösung

http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2013/0984.htm


1144. Mutter der Erlösung: Der Festtag der Mutter der Erlösung, wird der letzte Tag sein, der Mir, der Mutter Gottes, als Festtag geweiht ist.
Mittwoch, 4. Juni 2014, 14:13 Uhr

Meine lieben Kinder, die Erlösung kann Mein Sohn, Jesus Christus, nur jenen Seelen vermachen, die Seine Göttliche Barmherzigkeit annehmen.
Die Medaille der Erlösung jedoch ist ein einzigartiges Geschenk vom Himmel, das der Welt gegeben ist aufgrund der großen Liebe, die Mein Sohn für alle Kinder Gottes hat. Durch die Macht, die Mir auf Anordnung Meines Ewigen Vaters gegeben ist, wird diese Medaille für die Rettung von Milliarden Seelen verantwortlich sein. Diese Rettung wird möglich, weil jede Seele, die diese Medaille mit einem offenen Herzen annimmt, bekehrt werden wird.
Meine Rolle als Miterlöserin, indem Ich Meinen Sohn in Seinem großen Plan, alle zu vereinen und ihnen das Ewige Leben zu bringen, unterstütze, steht fest. Als Mutter der Erlösung mit all den Vollmachten, die Mir verliehen sind, um den Kopf der Schlange (Satans) zu zertreten, bedeutet dies, dass Satans Macht schnell abnehmen wird. Das ist der Grund, warum er, der Teufel, diese Medaille verabscheut, und er wird jede Seele, die er verseucht, benutzen, um Obszönitäten hinauszuschreien und diese Medaille zu bekämpfen. Ihr müsst den Geist des Bösen zu allen Zeiten ignorieren und an diesem besonderen Tag in den kommenden Jahren Mich, eure geliebte Mutter, um besondere Gnaden bitten. Ich erkläre diesen Tag, den 4. Juni 2014, zum Festtag der Mutter der Erlösung. An diesem Tag (d.h. an jedem 4. Juni), wenn ihr dieses Gebet sprecht, werde Ich im Namen aller Seelen Fürsprache einlegen für das Geschenk der Erlösung, vor allem für diejenigen, die sich in großer geistiger Finsternis der Seele befinden.
01.06.2020

Herz-Jesu-Verehrung






ereits die Kirchenväter sahen in der geöffneten Seite des Gekreuzigten die geöffnete Pforte des Heils, aus der der Kirche alle Ströme der Gnade zufließen: die Sakramente, besonders das Blut Christi der Eucharistie und das Wasser der Taufe. Ebenso betrachteten sie gern Johannes den Evangelisten, den "Lieblingsjünger", der "an der Brust Jesu ruhte" (Joh 13,23 EU) und dem die Geheimnisse dieses Herzens offenbar wurden. Es ist das Herz des Mystischen Leibes Christi.
Impulse zur Herz-Jesu-Verehrung kamen aus der deutschen Mystik des Spätmittelalters, z.B. von Mechthild von Magdeburg (1207-1282), Gertrud von Helfta (1256-1302) und Heinrich Seuse (1295-1366) und insbesondere von der französischen Nonne Margareta Maria Alacoque.
Jesus ist am Kreuz aus Liebe gestorben, und deshalb wurde das Herz Jesu als Ort seiner unendlichen Liebe zu uns Menschen zunehmend verehrt.


Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung

Mit der Verehrung des leidenden Christus im Hochmittelalter entwickelte sich auch eine Herz-Jesu-Verehrung
Die liturgische Feier des Heiligsten Herzens Jesu wurde auf die Initiative des heiligen Johannes Eudes eingerichtet. Am 8. März 1670 erhielt er die Erlaubnis des Bischofs von Rennes, "das Fest des anbetungswürdigen Herzens unseres Herren Jesus Christus" zu feiern. Die erste liturgische Feier fand am 20. Oktober 1672 statt.
Der heilige Johannes Eudes gründete die Ordensgemeinschaft Unserer Frau von der Liebe, die seine Herz-Jesu- und Herz-Mariae-Spiritualität übernommen hat. Später zweigte sich daraus der Orden der Schwestern unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten ab, in den die selige Schwester Maria Droste zu Vischering eintrat, die weiter unten noch einmal erwähnt wird.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung vor allem von den Jesuiten gefördert und erhielt mit den Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque zusätzlichen Auftrieb. Die Jesuiten verbreiteten die Herz-Jesu-Verehrung auch in ihren Volksmissionen. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung zeitweise verboten.
Erneut starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und im 19. Jahrhundert. Anlässlich der Eröffnung des Heiligen Jahres 1900 an Weihnachten 1899 weihte Papst Leo XIII. auf Anregung der sel. Maria Droste zu Vischering die ganze Welt dem Herzen Jesu. Diese wurde wurde alljährlich am Herz-Jesu-Fest erneuert, bis Pius XI. sie 1925 bei der Einführung des Christ-Königs-Festes auf diesen Tag verlegte.
Herz-Jesu-Bruderschaften, Ordensgemeinschaften und Genossenschaften haben die Herz-Jesu-Verehrung zum Zentrum ihrer Spiritualität gemacht und drücken diese auch in ihrem Namen aus, z.B. Missionare des Heiligsten Herzens Jesu.
Pius XII. schreibt in seiner Enzyklika Haurietis aquas über die Herz-Jesu-Verehrung, dass sie die einzig von der Kirche befohlene Andacht sei, und weiter sagt er bei Nr. 62: "Ja wirklich, wenn die erwähnten Gründe, auf die sich die Verehrung des durchbohrten Herzens Jesu stützt, richtig erwogen werden, ist es sicher allen klar, dass es hier nicht um eine gewöhnliche Andachtsform geht, die jeder nach Gutdünken den übrigen nachsetzen oder geringachten darf, sondern um eine Hingabe an Gott, die mächtig hilft zur Erlangung der christlichen Vollkommenheit."
In der Verehrung des Herzens Christi zeigt sich auf anschauliche Weise der Übergang von dem bisweilen leicht unterkühlten Theismus des 18. Jahrhunderts zum Bewusstsein von der liebenden Gegenwart der Dreifaltigkeit im Herzen der Gläubigen: von der Religion der Pflicht zur Religion der Liebe. Diese Sprache des Gefühls hat nichts mit Sentimentalität zu tun, sondern zeugt von der Blüte eines Christentums der Herzen in einem wahrhaft frohbotschaftlichen Geist, wie er noch heute die gelebte Frömmigkeit der Christen prägt. Die Wende - weg von der Kälte und hin zum Gefühl- und mithin der Beginn der "Zeit der Barmherzigkeit" ließe sich auf das Pontifikat des seligen Pius IX. datieren (1846-1878). Die Verkündigung der göttlichen Barmherzigkeit wird damals unter anderem als eine Methode gefördert, die jansenistischen Tendenzen in der Spiritualität mancher Katholiken zu überwinden. Dabei geht es nicht mehr um den doktrinellen Jansenismus des 17. Jahrhunderts, sondern um einen spirituellen, von der Strenge und Ernsthaftigkeit des religiösen Pflichtgefühls durchdrungenen Jansenismus, der in mancher Hinsicht an den philosophischen Kantianismus oder an den protestantischen Victorianism gemahnt. Unter anderem ist die Verbreitung der Moraltheologie des heiligen Alfonso Maria de' Liguori Ausdruck und Ursache dieser Ablehnung des Rigorismus vor allem vonseiten der Kleriker des 19. Jahrhunderts.

Jesus, Du willst Dich uns nicht nur in der Heiligen Eucharistie schenken, sondern Du willst auch in uns im Tabernakel unseres Herzens wohnen.
Du erwartest alle, die Du liebst, um diesen Austausch „von Herz zu Herz“ geschehen zu lassen. Wie sagt der gute Papst Johannes XXIII.: „Mein Leben scheint dazu bestimmt zu sein, sich im Lichte, das vom Tabernakel ausgeht, zu verschenken. Zum Herzen Jesu muss ich meine Zuflucht nehmen, um die Lösung aller meiner Schwierigkeiten zu finden.“
Jesus, erfülle mein Herz mit Vertrauen auf Deine eucharistische Gegenwart. Jesus, gib mir ein solches Vertrauen, dass ich regelmäßig komme, um Dir zu begegnen. Gib mir die Gnade, dass ich komme, Dich anzubeten, Dich zu loben und lass mich auch alles, was notwendig ist, aus dieser Begegnung der Liebe schöpfen, damit mein Leben Gott, unseren Vater, verherrliche!
In der Heiligen Eucharistie feiern wir die immer wieder sich erneuernde und wirksame Gegenwart des einmaligen Kreuzesopfers, in dem die Erlösung ein ewig gegenwärtiges Ereignis ist, das unlösbar an das vermittelnde Einschreiten des Erlösers selbst gebunden ist. In der Heiligen Eucharistie treten wir in Vereinigung mit Christus selbst, dem einzigen Priester und der einzigen Hostie, die uns in die Bewegung seiner Hingabe und Anbetung hineinzieht, Er, der die Quelle jeglicher Gnade ist.
In der Heiligen Eucharistie — das ist auch der Sinn der ewigen Anbetung — treten wir in die Bewegung der Liebe ein, aus der jeder innere Fortschritt und apostolische Erfolg kommt: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“ (Joh 12, 32)
(Johannes Paul II. in der Basilika Sacré-Coeur auf dem Montmartre in Paris, 1. Juni 1980)


Herz-Jesu-Gebete

Cor Jesu sacratissimum, miserere nobis!
Weihegebet an das Heiligste Herz Jesu
(von Sr. Margareta Maria Alacoque)



Persönliches Weihegebet an das Heiligste Herz Jesu

Ich weihe und übergebe dem Heiligsten Herzen meines Herrn Jesus Christus mich selbst und mein Leben, alle meine Handlungen, Beschwerden und Leiden, mein Lieben und Arbeiten, damit alles, was ich bin und habe, nur dazu diene, Sein Heiligstes Herz zu ehren und zu lieben.
Es ist mein fester Entschluss, Ihm ganz anzugehören, alles aus Liebe zu Ihm zu tun und allem zu entsagen, was Ihm missfallen oder widerstehen könnte.
Daher erwähle ich Dich, o Allerheiligstes Herz, zu meiner ganzen Liebe, zum Beschützer meines Lebens, zur Sicherheit meines Heiles, zur Stärke in meiner Schwachheit und Unbeständigkeit und zur Sühne für alle Sünden meines ganzen Lebens.
O Herz der Milde und Güte, sei Du meine Zuflucht in der Stunde meines Todes, sei meine Rechtfertigung vor Gott und wende von mir ab die Strafen Seines gerechten Zornes.
O Herz der Liebe, auf Dich setze ich all mein Vertrauen. Von meiner Schwachheit und Bosheit fürchte ich alles, aber von Deiner Liebe hoffe ich auch alles. So tilge denn in mir, was Dir missfallen oder widerstehen kann. Deine reine Liebe durchdringe so tief mein Herz, dass ich Deiner niemals vergessen und mich von Dir niemals trennen kann.
O mein Heiland, ich beschwöre dich bei all Deiner Liebe, dass mein Name eingeschrieben sei in Deinem Heiligsten Herzen; denn mein Glück und meine Ehre sollen es sein, in Deinem Dienste zu leben und zu sterben. Amen
Quelle: Gebetsschatz A. M. Weigl


Flammengebet zum heiligsten Herzen Jesu

Ich grüße Dich, o heiligstes Herz Jesu, Du lebendige und lebendigmachende Quelle des ewigen Lebens, Du unendlicher Schatz der Gottheit und flammender Glutofen der göttlichen Liebe!
Du bist mein Ruheplatz und mein Zufluchtsort. O mein göttlicher Erlöser, entflamme mein Herz mit der heißen Liebe, von welcher Dein Herz ganz verzehrt wird! Gieße aus in mein Herz die große Gnaden, deren Quelle Du bist, und mache, dass mein Herz so sich mit dem Deinen vereine, dass Dein Wille der meinige, und dass mein Wille auf ewig dem Deinigen gleichförmig sei; denn ich wünsche fortan Deinen heiligen Willen zur Richtschnur aller meiner Handlungen zu haben. Amen.
(Hl. Gertrud)

Tägliche Aufopferung

Ich … weihe und übergebe dem Herzen unseres Herrn Jesus Christus meine Person, mein Leben, meine Handlungen und Leiden, und will in aller Zukunft ganz Seiner Liebe und Verherrlichung geweiht sein.
Es ist mein fester, unwiderruflicher Entschluß, Ihm ganz anzugehören, alles aus Liebe zu Ihm zu vollbringen und von ganzem Herzen allem zu entsagen, was Ihm mißfallen könnte. So erwähle ich Dich also, heiligstes Herz Jesu, zu meiner einzigen Liebe.
(Hl. Margareta-Maria Alacoque)


Herz Jesu Rosenkranz

Beginn: Kreuzzeichen
Beim Kreuz: „Süßes Herz Jesu, gib dass ich immer mehr Dich liebe.“
An der ersten großen Perle: Ehre sei dem Vater...
An den drei kleinen Perlen: „Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung!“
An den 5 großen Perlen:
„Ewiger Vater, ich bringe Dir das kostbare Blut Jesu Christi dar, als Sühnopfer für meine Sünden, als Hilfe für die armen Seelen und für alle Nöte der Heiligen Kirche.“ (Hier kann man eigene oder allgemeine Anliegen einschließen.)
An den 10 kleinen Perlen: „Jesus, sanft und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.“
Schluss: Ehre sei dem Vater...
GEBET ZUM HEILIGSTEN HERZEN JESU VOM HL. PATER PIO

I — O mein Jesus, der Du gesagt hast: „Wahrlich ich sage euch, bittet und ihr werdet empfangen, suchet und ihr werdet finden, klopfet an und es wird euch aufgetan werden“, siehe, ich klopfe an, ich suche, ich bitte um die Gnade...
Vater unserer... Gegrüßet seist du Maria... Ehre sei...
Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!

II — O mein Jesus, der Du gesagt hast: „Wahrlich ich sage euch, um was immer ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, wird Er euch gewähren“, siehe, in Deinem Namen erbitte ich von Deinem Vater die Gnade...
Vater unserer... Gegrüßet seist du Maria... Ehre sei...
Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!

III — O mein Jesus, der Du gesagt hast: „Wahrlich ich sage euch, Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“, siehe, gestützt auf die Unfehlbarkeit Deiner Worte bitte ich um die Gnade...
Vater unserer... Gegrüßet seist du Maria... Ehre sei...
Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!

O Heiligstes Herz Jesu, dem es unmöglich ist, kein Mitleid zu haben mit den Unglücklichen, habe Erbarmen mit mir armem Sünder und gewähre mir die Gnade, um die ich Dich bitte durch das Unbefleckte Herz Mariens, Deiner und unserer zärtlichen Mutter.
Heiliger Josef, innigst mit dem Heiligsten Herzen Jesu verbunden, bitte für uns!

Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, uns're Wonne
und uns're Hoffnung, sei gegrüßt.
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,
zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, uns're Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu,
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes.
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
(N. B. Dieses Gebet wurde täglich von Pater Pio für diejenigen gesprochen, die sich seinen Gebeten anvertraut hatten. Es wird daher den Gläubigen nahegelegt, dasselbe zu tun, um sich im Geiste dem Gebet des Heiligen anzuschließen).


Morgengebet zum Heiligsten Herzen Jesu

O mein Gott, mit lebendigem Glauben und tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und danke Dir für alle Gnaden, die ich von Deiner freigebigen Güte empfangen habe, besonders für die Gnade der Erschaffung, der Erlösung und Erhaltung, für das Glück des wahren heiligen Glaubens, und dass Du mich diese Nacht vor einem plötzlichen Tode bewahrt hast.
O heiligstes Herz, ich schenke und weihe mich Dir ganz: mein Herz, mein Gedächtnis, meinen Verstand und meinen Willen, damit alles, was ich tun und leiden werde, aus Liebe zu Dir geschehe und zu Deiner Ehre gereiche; damit ich Dich liebe durch alles, was ich sehen und hören werde; damit alle meine Worte ebenso viele Akte der Anbetung, der Liebe und Lobpreisung seien gegen Deine höchste Majestät, alle Bewegungen meiner Lippen ebenso viele Akte der Reue über die Sünden, die ich begangen, und über die Unterlassungen des Guten, welche ich verschuldet habe.
O Herz der Liebe, möchte ich Dich so oft an mich ziehen können, als ich die Luft einatme, und Dich dem ewigen Vater aufopfern, so oft ich sie wieder ausatme, zum Dank für alle Seine Wohltaten!
Im Vertrauen auf Deine unendliche Barmherzigkeit mache ich auch die Meinung, alle heiligen Ablässe zu gewinnen, deren ich heute teilhaft werden kann, und bitte Dich, sie zum Heil meiner Seele gereichen zu lassen.
Auch vereinige ich mich mit allen Gebeten, guten Werken und heiligen Absichten der leidenden, streitenden und triumphierenden Kirche.
Indem ich so mein ganzes Wesen den Anordnungen Deines heiligsten Willens überlasse, bitte ich Dich um Deinen heiligen Segen, o mein Gott.
Sei gegrüßt, o meine liebenswürdige Herrin, würdige Mutter meines Gottes, ich verehre dich von ganzem Herzen und weihe dir meine Freiheit, indem ich dich bitte, die Lenkerin meiner Schritte, die Beherrscherin meines Lebens und die Regel all meiner Absichten, Wünsche und Handlungen zu sein. Sei du auch, o heiligste Jungfrau, mein Stern auf dem Meere dieses Leben, der sichere Hafen meines Heiles und meiner Ewigkeit, und mit deinem Schutz und Segen, o süße Zuflucht der Sünder, verleihe mir die Gnade, wie du zu leben und zu sterben.
Heiliger Schutzengel und ihr, meine heiligen Patrone, seid gegrüßt! Verleihet mir, ich bitte euch, euren mächtigen Schutz und Beistand. Amen.
Vater unser...; Gegrüßt seist du Maria...; Ehre sei dem Vater...; Der Engel des Herrn...;

Heilige Margareta Maria Alacoque


Weihe an das Heiligste Herz Jesu
(Jean Marie Vianney, Pfarrer von Ars)

O Jesus, ich weihe Dir mein Herz.
Komm, schließe es in das Deinige ein.
In Deinem Herzen will ich wohnen, durch Dein Herz will ich lieben,
in Deinem Herzen will ich leben, der Welt unbekannt.
In Ihm werde ich Licht, Mut, Kraft und wahren Trost finden.
In Ihm werde ich die Liebe finden, die mein Herz verzehren soll.
O heiligstes Herz Jesu, mein Herz sei der Altar, auf dem ich mich Dir opfere.
(Heiliger Pfarrer von Ars)

Am Herz-Jesu-Freitag kann durch folgendes Sühnegebet (von Papst Pius`XI.) ein vollkommener Ablass erlangt werden (unter den hierfür vorgesehenen Bedingungen: Beichte, Hl. Messe, Kommunionempfang, Gebet in der Meinung des Hl. Vaters: Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, Ehre sei dem Vater).



Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu

Gütigster Jesus, Deine übergroße Liebe zu uns Menschen wird mit so viel Verachtung, Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit und mit schmachvollem Undank vergolten.
Siehe, wir werfen uns vor Deinem Altare nieder, um die sündhafte Lauheit der Menschen und das Unrecht, das sie Deinem liebevollen Herzen überall zufügen, durch eine besondere Huldigung zu sühnen. Leider gehörten auch wir eins zur Zahl dieser Unwürdigen; aber heute erflehen wir, von tiefstem Reueschmerz durchdrungen, deine Barmherzigkeit, vor allem für uns selbst.
Wir sind bereit, durch freiwillige Buße, nicht nur für unsere eigenen Sünden Sühne zu leisten, sondern auch für die Frevel jener, die weit vom Wege des Heils abgeirrt sind.
Wir nehmen uns fest vor, all diese beweinenswerten Vergehen zu sühnen. Insbesondere wollen wir wiedergutmachen alle Unehrbarkeit und Schamlosigkeit in Lebensweise und Kleidung, die freche Verführung unschuldiger Seelen, die Entheiligung der Sonn- und Feiertage, die schrecklichen Fluchworte gegen Dich und Deine Heiligen, die Schmähungen Deines Stellvertreters und des Priesterstandes, die Verachtung des Sakramentes Deiner Liebe und seine Entweihung durch schändlichen Gottesraub, sowie die öffentlichen Verbrechen der Völker, die sich den Rechten und Lehren der von Dir gegründeten Kirche widersetzen.
Könnten wir doch diese Frevel mit unserem eigenen Blute tilgen! Um aber Deiner verletzten göttlichen Ehre Sühne zu leisten, opfern wir Dir jene Genugtuung auf, die Du einst am Kreuze Deinem Vater dargebracht hast, und noch täglich auf unsern Altären erneuerst.
Wir vereinigen sie mit der Sühne, die Deine jungfräuliche Mutter, alle Heiligen und frommen Christgläubigen Dir jemals geleistet haben. Von Herzen geloben wir, die eigenen und fremden Sünden und Deine verachtete und verschmähte unfassbare Liebe, so viel an uns liegt, mit Deiner Gnade wieder gutzumachen durch Treue im Glauben, Reinheit der Sitten und vollkommene Befolgung der Lehren des Evangeliums, besonders des Gebotes der Liebe.
Endlich versprechen wir Dir, dich nach Kräften vor neuen Beleidigungen zu bewahren und möglichst viele Seelen Deiner Nachfolge zu anzuspornen.
Gib uns dazu Deine Gnade! Amen
Hab`Erbarmen mit uns Armen!
O heiligstes Herz Jesus, dem es unmöglich ist, nicht Mitleid zu haben und mit den Unglücklichen, habe Erbarmen mit mir armen Sünder und gewähre mir die Gnade, um die ich Dich bitte durch das Unbefleckte Herz Deiner und unserer heiligsten Mutter Maria. Amen.
Quelle: Gebetsschatz von Pfr. A. M. Weigl


Weihe an das heiligste Herz Jesu
Von Leo XIII.

Liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke auf uns, die wir uns von Deinem Altare demütig niedergeworfen haben. Dein sind wir, Dein wollen wir sein; damit wir aber noch fester mit Dir verbunden seien, weiht sich heute ein jeder von uns freiwillig Deinem heiligsten Herzen. Viele haben Dich niemals gekannt, viele haben Dich verschmäht und Deine Gebote verachtet. Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz. Sei König nicht nur über Deine getreuen Kinder, die niemals Dich verlassen haben, sondern auch über Deine verlorenen Söhne, die sich nicht mehr um Dich kümmern. Verleihe, dass diese bald ihr Vaterhaus aufsuchen, damit sie nicht durch Elend und Hunger zugrunde gehen. Sei König aller derjenigen, welche Irrlehre getäuscht oder Zwietracht getrennt hat. Führe sie zurück zum Lichte der Wahrheit und zur Einigkeit des Glaubens, damit bald ein Schafstall und ein Hirt werde.
Sei endlich König aller derjenigen, die im alten Wahne des Heidentums leben. Entreiße sie der Finsternis und führe sie zu Deinem Lichte und zu Deinem Reiche. Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Sicherheit und Freiheit; verleihe allen Völkern Ruhe und Ordnung. Bewirke, dass von beiden Polen der Erde nur ein Ruf erschalle: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch welches unser Heil geworden ist. Ihm sei Ehre und Ruhm in Ewigkeit.


Kurzes Aufopferungsgebet

Heiliges Herz Jesu! Vereinige mein Herz so innig und fest mit Dir, dass mich bis zum Ende meines Lebens nichts mehr von Dir trennen kann.
Herz Jesu, ich vertraue auf Dich!


Herz Jesu, Quelle alles Guten von Benedikt XV

Heiliges Herz Jesu! Quelle alles Guten, ich bete Dich an, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich und bereue alle meine Sünden. Dir schenke ich dieses mein armes Herz. Mache es demütig, geduldig, rein und allen Deinen Wünschen entsprechend.
Gib, o guter Jesus, dass ich in Dir und Du in mir lebst.
Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Betrübnissen. Gewähre mir die Gesundheit meines Leibes, Deinen Segen für alle meine Werke und die Gnade eines heiligen Todes. Amen.
Aus dem Gebetsschatz


Morgengebet zum Herzen Jesu

Göttliches Herz Jesu, ich bitte Dich, schenke den Seelen im Fegfeuer die ewige Ruhe, denen, die heute sterben die Gnade eines guten Todes, den Sündern wahre Reue, den Heiden das Licht des Glaubens, mir und den Meinen Deinen Segen.
Erbarmungsvolles Herz Jesu, Dir empfehle ich alle diese Seelen. Für sie opfere ich Dir alle Deine Verdienste auf, auch die Verdienste Deiner seligen Mutter und aller Engel und Heiligen, sowie alle heiligen Messopfer, Kommunionen, Gebete und guten Werke, die heute auf dem ganzen christlichen Erdkreis dargebracht oder verrichtet werden.
500 Tage Ablass (Päpstliches Breve vom 13. März 1901; Poenit. 18. Januar 1933 und 10. März 1949).


Morgengebet

Heiliges Herz Jesu, gieße in reicher Fülle Deinen Segen aus über die heilige Kirche, den Papst und den ganzen Priesterstand! Gib den Gerechten die Gnade der Beharrlichkeit, bekehre die Sünder, erleuchte die Ungläubigen, segne unsere Verwandten, Freunde und Wohltäter, stehe den Sterbenden bei und befreie die Seelen aus dem Fegfeuer! Breite über alle Herzen die süße Herrschaft Deiner Liebe aus! Amen.
500 Tage Ablass. Vollkommener Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man das Gebet einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig betet. (Ablasskongr. 16. Juni 1906; Poenit. 23. Juni 1934 und 18. Juni 1949).



Morgengebet

Ich grüße Dich, heiliges Herz Jesu. Du bist die nie versiegende, erfrischende Quelle, die unvergängliches Leben spendet. Du bist die überreiche Schatzkammer der Gottheit, der brennende Herd der göttlichen Liebe. Du bist meine Ruhestätte und sichere Zuflucht.
Liebenswürdiger Heiland, entzünde in meinem Herzen die glühende Liebe, die in Deinem Herzen lodert! Gieße in mein Herz die reichen Gnaden, die Deinem Herzen entströmen! Dein Wille sei der meine, der meine sei stets gleichförmig mit dem Deinen. Amen.
500 Tage Ablass (Poenit. 5. Februar 1935 und 18. Juni 1949)


Morgengebet

Öffne mir Dein Herz, lieber Jesus, und lass mich seine Anziehungskraft verspüren! Vereinige mich für immer mit ihm! Gib, dass jeder Atemzug und jeder Schlag meines Herzens, das auch während des Schlafes nicht aussetzt, für Dich ein Beweis meiner Liebe ist und Dir sagt: Ja, Herr, ich bin ganz Dein. Das Zeichen Deiner Liebe ist meinem Herzen eingeprägt und wird nie verlöschen. Nimm das wenige Gute entgegen, das ich tue und gib mir die Gnade, alles Böse wieder gutzumachen, damit ich Dich preisen kann in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen.
(Kardinal R. Merry del Val) 500 Tage Ablass. Vollkommener Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man das Gebet einen ganzen Monat lang jeden Tag betet (Poenit. 8. Juni 1949).


O heiligstes Herz meines Jesus,

zeige mir Deine große Liebe immer mehr!
Lass mich erkennen, wie weit ich von Dir entfernt bin,
demütige mich immer mehr, zeige mir immer mehr meine Schwachheit, aber ohne dass ich Dich, mein höchstes Gut, beleidige, denn allein in den tiefsten Tiefen meiner irdischen Nichtigkeit darf ich Dich, meinen Heiland, in der Größe
Deiner unendlichen Liebe erkennen.
Amen.


Mein Herr und mein Heiland,

allein auf den Knien laß mich Dich wirklich erkennen,
ganz besonders bei dem Gastmahl Deiner großen Liebe,
wo doch Du in die unfassbar tiefe Erniedrigung
des Kreuzestodes hinabgestiegen bist,
um bei Deinem und unserem himmlischen Vater
Dich uns ganz schenken zu dürfen.
Amen.



Heiligstes Herz Jesu, rette uns!

O mein liebster Jesus, schenke mir in tiefster Demut
die Erkenntnis, dass ich mit keinem Wort von mir,
sondern nur mit Deinen heiligen Worten des Evangeliums
und dem Heiligen Geiste allen Menschen
mit Rat und Tat zur Seite stehen darf.
Befreie mich von dem Verlangen, um meiner Ehre willen
um Rat gefragt zu werden.
Da ich aber auch gar nichts aus mir kann,
aber Deine Liebe verkünden möchte,
bitte ich Dich aus tiefster Seele,
mache mich zu einem hellen Kristallglas,
damit Du, mein liebster Jesus,
durch mich armen Sünder hindurch leuchten kannst in alle Herzen,
denen ich durch Deine Liebe begegnen darf,
wie Dein liebeglühendes heiligstes Herz es wünscht!
Amen.


O liebster Jesus, denk ich dein

O liebster Jesus, denk ich Dein, strömt Glück in meine Seele ein; doch meine höchste Freude ist, wenn Du, o Jesu, bei mir bist.
Kein Lied so sehr zu Herzen dringt, kein Klang, kein Ton so lieblich klingt, kein Name bringt so reichen Lohn als Jesus Christus, Gottes Sohn.
Du tröstest den, der Buße tut, gibst dem, der bittet, neuen Mut; Dich suchen nimmt von uns das Leid, Dich finden, welche Seligkeit.
Kein Wort, o Jesu, würdig preist die Güte, die Du uns erweist. Nur wer sich ganz in Dich versenkt, verspürt, was deine Liebe schenkt.
O Jesus, Der uns Freude bringt, Du Quell, aus dem uns Kraft entspringt, Licht, das uns Gottes Liebe zeigt, die alles Sehnen übersteigt.
Du unser Glück in dieser Zeit, Du Sonne unsrer Ewigkeit, in Dir erstrahlt der Gottheit Schein; laß uns mit Dir verherrlicht sein.
(12. Jahrhundert, GL 550)


Herz Jesu, Gottes Opferbrand

Herz Jesu, Gottes Opferbrand, der unsre Lieb entfachte! O Herz, in Nacht zu uns gesandt, als Schuld den Tod uns brachte!
Wir stachen dich mit Spott und Wut, du tauftest uns mit deinem Blut. Nun müssen wir dich lieben.
Wer liebt, der kehrt zu dir nach Haus und ist der Nacht entrissen. Er sendet neu mit dir sich aus als Licht zu Finsternissen.
Du bist die Sonne, wir der Schein, wir können ohne dich nicht sein und ohne dich nicht lieben.
Herz Jesu, Trost der ganzen Welt, mach unser Herz zu deinem! Nimm unsre Herzen ungezählt und mache sie zu einem!
Lass uns den Hass, das bittre Leid fortlieben aus der dunklen Zeit: Lass uns dein Reich erscheinen.
(Franz Johannes Weinrich, 1897-1979)


Du König auf dem Kreuzesthron

Du König auf dem Kreuzesthron, Herr Jesus Christus, Gottes Sohn; Dein Herz verwundet und betrübt, hat uns bis in den Tod geliebt.
Die Dich verworfen und verhöhnt, hast Du geheiligt und versöhnt; im Tod hast du, o Schmerzensmann, Dein göttlich Herz uns aufgetan.
O Quell, der unser Leben nährt, o Herz, das sich für uns verzehrt, schließ uns in Deine Liebe ein und lass uns immer bei Dir sein.
(GL 553)


Iesu, mitis et humilis corde, fac cor nostrum secundum Cor tuum!

Jesus, sanft und demütig von Herzen,
bilde unser Herz nach Deinem Herzen!
Cor Jesu, in sinu Virginis Matris a Spiritu Sancto formatum, miserere nobis!
Cor Jesu, in sinu Virginis Matris a Spiritu Sancto formatum, miserere nobis!
Cor Jesu, in sinu Virginis Matris a Spiritu Sancto formatum, miserere nobis!
Cor Jesu, in sinu Virginis Matris a Spiritu Sancto formatum, miserere nobis!



31.05.2020

Pfingsten



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ Apg 2,1-4


Veni Sancte Spiritus – Pfingstsequenz

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit,
sende Deines Lichtes Strahl!
Vater aller Armen Du,
aller Herzen Licht und Ruh',
komm mit Deiner Gaben Zahl!
Tröster Du in jedem Leid,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, o süßer Seelengast!
Ruhe in der Arbeit Müh'n,
Kühlung in der Hitze Glüh'n,
Trost in Tränen und in Schmerz.
O Du Licht voll seliger Lust,
dring in Deiner Gläubigen Brust
bis ins tiefste Herz hinein!l
Wo nicht Deine Gottheit thront,
nichts im Menschen Gutes wohnt,
nichts in ihm ist sündenrein.
Wasche, was beflecket ist!
Heile, was verwundet ist!
Tränke, was da dürre steht!
Mache weich, was spröd und hart,
wärme, was von Frost erstarrt,
lenke, was da irregeht!
Gib den Deinen gnädiglich,
die da gläubig bitten Dich,
Deiner Gaben Siebenzahl!
Wollst der Tugend Lohn verleih'n!
Lass das Ende selig sein,
ewig droben uns zu freu'n!
Amen.


Pfingsten (von griechisch πεντηκοστὴ ἡμέρα pentēkostē hēméra, deutsch ‚fünfzigster Tag‘) ist ein christliches Fest. Am 50. Tag der Osterzeit, also 50 Tage nach dem Ostersonntag, wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert – als Mysterium oder ikonografisch Aussendung des heiligen Geistes oder auch Ausgießung des heiligen Geistes genannt.
Im Neuen Testament wird in der Apostelgeschichte erzählt, dass der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger herabkam, als sie zum jüdischen Fest Schawuot (τὴν ἡμέραν τῆς πεντηκοστῆς ‚zum 50. Tag‘) in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,1–41 EU). Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden. Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals im Jahr 130 erwähnt.
Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser
Christus, höre uns - Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erhöre uns
Gott Heiliger Geist, erhöre uns
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erhöre uns
Heiliger Geist, gleicher Majestät mit dem Vater und dem Sohne, erhöre uns
Heiliger Geist, mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht, erhöre uns
Heiliger Geist, Herr und Spender allen Lebens, erhöre uns
Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, erhöre uns
Geist der Wahrheit und der Liebe, erhöre uns
Geist der Weisheit und des Verstandes, erhöre uns
Geist des Rates und der Stärke, erhöre uns
Geist der Wissenschaft und der Frömmigkeit, erhöre uns
Geist der Furcht des Herrn, erhöre uns
Geist der Freude und des Friedens, erhöre uns
Geist der Demut und Milde, erhöre uns
Geist der Geduld und Langmut, erhöre uns
Geist der Güte und Erbarmung, erhöre uns
Geist der Keuschheit und Jungfräulichkeit, erhöre uns
Geist der Treue und Wahrhaftigkeit, erhöre uns
Geist der Heiligkeit und Gerechtigkeit, erhöre uns
Geist der Vollkommenheit, erhöre uns
Geist der auserwählten Kinder Gottes, erhöre uns
Sei uns gnädig - verschone uns, o HerrSei uns gnädig - erhöre uns, o Herr
Von allem Übel - erlöse uns, o Herr
Von aller Sünde - erlöse uns, o Herr
Von den Nachstellungen des bösen Feindes - erlöse uns, o Herr
Von Unglauben und Aberglauben - erlöse uns, o Herr
Von Kleinmut und Verzweiflung - erlöse uns, o Herr
Von freventlicher Vermessenheit - erlöse uns, o Herr
Vom Widerstreben gegen die erkannte Wahrheit - erlöse uns, o Herr
Von einem verstockten und unbußfertigen Herzen - erlöse uns, o Herr
Von aller Feindseligkeit und Gehässigkeit gegen unsere Nächsten - erlöse uns, o Herr
Von aller Unlauterkeit - erlöse uns, o Herr
Von aller Unwahrheit - erlöse uns, o Herr
Von Hoffart und Überheblichkeit - erlöse uns, o Herr
Von Missgunst und Neid - erlöse uns, o Herr
Von aller Oberflächlichkeit und Blindheit des Geistes - erlöse uns, o Herr
In der Stunde unseres Todes - erlöse uns, o Herr
Wir armen Sünder - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du unsere heilige Kirche leiten und erhalten wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du den Heiligen Vater und alle Bischöfe erleuchten und stärken wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du unsere Seelsorger heiligen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du dem ganzen christlichen Volk ein Herz und eine Seele verleihen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du alle Irrenden zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens führen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du allen Völkern einen dauerhaften Frieden schenken wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du die Gläubigen mit deinen Gaben erfüllen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du die Seelen der Verstorbenen in die ewige Freude führen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme dich unser.
V. Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. (Alleluja.)
A. Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. (Alleluja.)

Lasset uns beten.
O Gott, du hast die Herzen der Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt; gib dass wir in diesem Geiste erkennen, was recht ist, und seines Trostes uns allzeit erfreuen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Lass, o Herr, die Kraft des Heiligen Geistes bei uns sein, damit sie unsere Herzen reinige und vor allem Bösen bewahre. Verleihe, o allmächtiger, barmherziger Gott, dass der Tröster, der Heilige Geist, uns erleuchte und in alle Wahrheit einführe, wie es dein Sohn verheissen hat. Durch denselben Christus, unsern Herrn. Amen.


Heilig-Geist-Rosenkranz

1. - Der unser Herz für die Gnadenfülle des Heiligen Geistes empfänglich machen wolle.
2. - Der uns den Heiligen Geist erbitten und in uns die drei göttlichen Tugenden vermehren und stärken wolle.
3. - Der uns durch den Heiligen Geist stärken, erleuchten, leiten, regieren, führen und heiligen wolle.
4. - Der unser Herz mit der Liebe des Heiligen Geistes entzünden und mit tiefster Demut, Sanftmut, Geduld, Ergebung, Hingabe, Kraft und Heiligkeit erfüllen wolle.
5. - Der uns die sieben Gaben und die zwölf Früchte des Heiligen Geistes erflehen, alles Gute verleihen und alles Böse abhalten wolle.


Kreuzzugsgebete zum Heiligen Geist aus dem BdW zu Pfingsten

K 12. Gebet, um die Sünde des Stolzes zu vermeiden
(272. Botschaft)

O mein Jesus, hilf mir, die Sünde des Stolzes zu vermeiden, wenn ich in Deinem Namen spreche.
Vergib mir, wenn ich jemals irgendjemanden in Deinem heiligen Namen herabsetze.
Hilf mir zuzuhören, Jesus, wenn Deine Stimme spricht, und erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist, so dass ich die Wahrheit Deines Wortes erkennen kann, wenn Du die Menschheit rufst. Amen.


K 24. Gebet für eine totale Absolution
(für Katholiken und Nichtkatholiken — Katholiken müssen immer noch regelmäßig zur Beichte gehen, wie es von Jesus verlangt wird)
(329. Botschaft)

"Sie müssen folgendes Gebet an sieben aufeinander folgenden Tagen sprechen, und ihnen wird das Geschenk der totalen Absolution und die Kraft des Heiligen Geistes gegeben werden."
O mein Jesus, Du bist das Licht der Erde, Du bist die Flamme, die alle Seelen berührt.
Deine Barmherzigkeit und Deine Liebe kennen keine Grenzen.
Wir sind des Opfers nicht würdig, das Du durch Deinen Tod am Kreuz gebracht hast.
Doch wissen wir, dass Deine Liebe zu uns größer ist als die Liebe, die wir für Dich haben.
Gewähre uns, o Herr, das Geschenk der Demut, so dass wir Deines Neuen Königreiches würdig werden.
Erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir voranschreiten und Deine Armee anführen können, um die Wahrheit Deines Heiligen Wortes öffentlich zu verkünden, und damit wir unsere Brüder und Schwestern auf die Herrlichkeit Deines Zweiten Kommens auf Erden vorbereiten können.
Wir ehren Dich.
Wir loben Dich.
Wir bieten uns selbst, unseren Kummer, unsere Leiden als ein Geschenk an Dich an, um Seelen zu retten.
Wir lieben Dich, Jesus.
Habe Erbarmen mit all Deinen Kindern, wo auch immer sie sein mögen. Amen.
Anmerkung: Dieses Gebet ersetzt für einen Katholiken nicht die Beichte. Siehe Botschaft 340 vom 9. Februar 2012:
„… Ihr müsst jetzt wahre Reue zeigen und zur Beichte gehen. Wenn es euch nicht möglich ist, zur Beichte zu gehen, dann sprecht Mein Kreuzzug-Gebet für einen vollkommenen Ablass für die Absolution für die Dauer von sieben aufeinander folgenden Tagen. …“


K 25. Gebet um Schutz für die Seher überall auf der Welt
(332. Botschaft)

O Gott, Allerhöchster,ich bitte Dich innig, all Deinen gottgeweihten Boten in der Welt Schutz zu gewähren.
Ich bete, dass sie vor dem Hass anderer geschützt werden mögen.
Ich bitte darum, dass Dein Höchstheiliges Wort überall auf der Welt schnell verbreitet wird.
Schütze Deine Boten vor Beschimpfungen und übler Nachrede, vor Misshandlungen, vor Lügen und vor jeder Art von Gefahr.
Schütze ihre Familien und bedecke sie zu jeder Zeit mit dem Heiligen Geist, damit die Botschaften, die sie der Welt geben, mit reuevollen und demütigen Herzen beherzigt werden. Amen.

K 27. Gebet um Frieden in der Welt
(336. Botschaft)

O mein Jesus, ich flehe um Erbarmen für diejenigen, die unter schrecklichen Kriegen leiden.
Ich flehe um Frieden für jene gequälten Nationen, die für die Wahrheit Deiner Existenz blind sind.
Bitte bedecke diese Nationen mit der Kraft des Heiligen Geistes, damit sie ihr Streben nach Macht über unschuldige Seelen beenden.
Habe Erbarmen mit all Deinen Ländern, die machtlos gegen die bösen Gräuel sind, welche die ganze Welt bedecken. Amen.


K 29. Gebet, um die Ausübung des christlichen Glaubens zu schützen
(343. Botschaft)

O mein Herr Jesus Christus,
ich flehe Dich an, gieße Deinen Heiligen Geist über alle Deine Kinder aus.
Ich bitte Dich, vergib denjenigen, die in ihren Seelen Hass auf Dich haben.
Ich bete, dass die Atheisten während Deiner Großen Barmherzigkeit ihre verhärteten Herzen öffnen und dass Deine Kinder, die Dich lieben, Dich mit Würde ehren können, um sich über alle Verfolgung zu erheben.
Bitte erfülle alle Deine Kinder mit dem Geschenk Deines Geistes, damit sie sich mutig erheben können und Deine Armee in den Endkampf gegen Satan führen können, gegen seine Dämonen und alle jene Seelen, die Sklaven seiner falschen Versprechungen sind. Amen.


K 31. Gebetskette des Schutzes
(347. Botschaft)

O mein Jesus,
lass mein Gebet Deinen Heiligen Geist herabrufen, damit Er auf jene Führer herabsteigt, die getrieben sind von Lust, Habgier, Geiz und Stolz, auf dass die Verfolgung Deiner unschuldigen Kinder beendet wird.
Ich bitte Dich, verhindere es, dass Armut, Hunger und Krieg Deine Kinder verschlingen. Und ich bete, dass die europäischen Führer ihre Herzen für die Wahrheit Deiner Liebe öffnen werden. Amen.


K 39. Gebet, um Seelen auf das Neue Paradies und das Zweite Kommen vorbereiten zu können
(380. Botschaft)

O Jesus, mein geliebter Erlöser,
ich bitte Dich, bedecke mich mit Deinem Heiligen Geist, damit ich mit Autorität Dein Heiligstes Wort verkünden kann, um alle Kinder Gottes auf Dein Zweites Kommen vorzubereiten.
Ich bitte Dich inständig, Herr Jesus, um alle Gnaden, die ich benötige, damit ich alle Glaubensrichtungen, Bekenntnisse und Nationalitäten erreichen kann, wohin ich auch gehe.
Hilf mir, mit Deiner Zunge zu sprechen, mit Deinen Lippen arme Seelen zu trösten sowie alle Seelen mit der besonderen göttlichen Liebe, die aus Deinem Heiligen Herzen strömt, zu lieben.
Hilf mir, die Seelen zu retten, die Dir so sehr am Herzen liegen, und erlaube mir, lieber Jesus, Dich zu trösten, wenn verirrte Seelen fortfahren Deine Barmherzigkeit abzulehnen.
Jesus, ohne Dich bin ich nichts, aber mit Deiner großzügigen Hilfe werde ich in Deinem Namen kämpfen, um zu helfen, die ganze Menschheit zu retten.
Amen.


K 48. Gebet um die Gnade, das Zweite Kommen Christi öffentlich zu verkünden
(408. Botschaft)

Mein Heiliger Geist wird die Seelen jener überfluten, denen ihr Mein Heiliges Wort vermittelt. Aber zuerst müsst ihr Mich um diese besondere Gnade bitten. Bevor Ich es gutheiße, dass ihr diese höchstheilige Arbeit tut, rufe Ich euch auf, Mich um diese Gnade durch das Beten des folgenden Kreuzzug-Gebets zu bitten:
O mein Jesus,
gewähre mir die Gnade, der ganzen Menschheit Dein Heiliges Wort zu verkünden, so dass Seelen gerettet werden können.
Gieße Deinen Heiligen Geist über mich, Deinen demütigen Diener, aus, damit Dein Heiliges Wort gehört und angenommen werden kann, insbesondere durch diejenigen Seelen, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Hilf mir, Deinem Heiligen Willen immer treu zu bleiben und niemals diejenigen zu beleidigen oder zu verurteilen, welche die Hand Deiner Barmherzigkeit zurückweisen. Amen.


K 49. Treueversprechen für die christliche Geistlichkeit
(410. Botschaft)

O Jesus, ich bin Dein demütiger Diener.
Ich verspreche Dir meine Liebe und Treue zu Dir.
Ich bitte Dich, gib mir hinsichtlich Deines Rufes ein Zeichen.
Hilf mir, meine Augen zu öffnen und Dein Versprechen zu bezeugen.
Segne mich mit der Gnade des Heiligen Geistes, damit ich nicht von denjenigen getäuscht werde, die behaupten, in Deinem Namen zu kommen, die aber nicht die Wahrheit sprechen.
Zeige mir die Wahrheit.
Erlaube mir, Deine Liebe zu fühlen, damit ich Deinen Allerheiligsten Willen erfüllen kann.
Ich bitte Dich mit einem demütigen Herzen: Zeige mir, wie ich Dir helfen kann, die Seelen der Menschheit zu retten. Amen.


K 51. Für das Geschenk des Heiligen Geistes
(418. Botschaft)

Komm, Heiliger Geist,
und gieße aus Dein Geschenk der Liebe, der Weisheit und der Erkenntnis über meine demütige Seele.
Erfülle mich mit dem Licht der Wahrheit, damit ich die Wahrheit Gottes unterscheiden kann von den Lügen, die von Satan und seinen Engeln verbreitet werden.
Hilf mir, die Fackel zu ergreifen und die Flamme des Erkennens auf all diejenigen zu übertragen, denen ich begegne, durch Christus, unseren Herrn. Amen.


K 64. Rette meine Brüder und Schwestern
(481. Botschaft)

Kinder, ihr seid jetzt verpflichtet — aus eurer Liebe zu Meinem Sohn heraus —, diesen armen Seelen zu helfen. Nur ihr könnt ihnen helfen und sie retten, weil viele von ihnen sich selbst nicht mehr werden helfen können.
O mein liebster Erlöser Jesus Christus,
nimm mein Geschenk des Gebets und meine Opfer an, zur Rettung meiner Brüder und Schwestern aus dem Gefängnis der Finsternis, in dem sie sich befinden.
Erlaube mir zu helfen, ihre Seelen in Sicherheit zu bringen.
Ich bitte Dich: Vergib ihnen ihre Sünden. Und ich bitte Dich, überflute ihre Seelen mit dem Heiligen Geist, damit sie in Deine Arme — in den Zufluchtsort, den sie so dringend nötig haben — laufen werden, ehe sie sonst für ewig verloren gehen.
Ich opfere Dir für solche Seelen mein Geschenk der Hingabe in demütiger Ergebenheit und Danksagung auf. Amen.


K 67. Bewahre meine Kinder vor dem König der Lügen
(495. Botschaft)

Die jungen Seelen liegen Mir sehr am Herzen, und Ich weine, dass vielen von ihnen nie die Wahrheit gelehrt worden ist. Sie wurden von ihren Eltern — von denen viele nicht an Gott glauben — in einen Abgrund der Finsternis geführt. […] Bitte, ich ersuche euch dringend, Mir zu helfen, ihre kleinen Seelen zu retten.
Bringt sie zu Mir. Doch zwingt sie dabei niemals. Weiht Mir stattdessen die jungen Kinder durch dieses Gebet:
Bitte, lieber Jesus, ich bitte Dich, bewahre meine Kinder vor dem König der Lügen.
Ich weihe folgende Kinder (hier die Namen nennen)Deinem Heiligsten Herzen und ich bitte Dich,bedecke sie mit dem Mantel Deines Kostbaren Blutes und erleuchte ihre Seelen. Nimm sie sicher in Deine liebevollen Arme, damit sie vor allem Unheil bewahrt werden können.
Ich bitte Dich, öffne ihre Herzen und überflute ihre Seelen mit Deinem Heiligen Geist, während der Erleuchtung des Gewissens, damit sie von jeder Schuld gereinigt werden. Amen.


K 69. Gebet zu Gott Vater, um Seinen Göttlichen Willen anzunehmen
(505. Botschaft)

Gott, Allmächtiger Vater, ich nehme Deinen Göttlichen Willen an.
Hilf Deinen Kindern, ihn anzunehmen.
Halte Satan davon ab, Deinen Kindern ihr Recht auf das Erbe ihres Vaters vorzuenthalten.
Lass uns niemals den Kampf um unser Erbteil im Paradies aufgeben.
Erhöre unsere Bitten und vertreibe Satan und seine gefallenen Engel.
Ich bitte Dich. lieber Vater, reinige die Erde mit Deiner Barmherzigkeit und bedecke uns mit Deinem Heiligen Geist.
Führe uns dabei, Deine höchstheilige Armee zu bilden, die mit der Macht ausgestattet ist, das Tier auf ewig zu verbannen. Amen.


K 74. Gebet um die Gabe der Unterscheidung
(529. Botschaft)

Um die Gabe des Heiligen Geistes zu erhalten, müsst ihr vor Meinem Sohn klein werden wie ein kleines Kind. […] Kinder, vergesst nicht, zu Mir, eurer Mutter, zu kommen, damit Ich euch helfe, eure Seele zu öffnen, um diese wunderbare Gabe zu empfangen. Wenn ihr diese Gabe empfangt, werde Ich euch vor Meinen Sohn bringen. Denn nur dann werdet ihr für die nächste Stufe auf der Treppe zur geistigen Vollkommenheit wirklich bereit sein.
O Mutter Gottes, hilf mir, meine Seele auf die Gabe des Heiligen Geistes vorzubereiten.
Nimm mich wie ein Kind an der Hand und führe mich auf der Straße hin zu der Gabe der Unterscheidung durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Öffne mein Herz und lehre mich, mich mit Körper, Geist und Seele hinzugeben.
Befreie mich von der Sünde des Stolzes und bete, dass mir alle früheren Sünden vergeben werden, damit meine Seele gereinigt wird und dass ich heil gemacht werde, damit ich die Gabe des Heiligen Geistes empfangen kann.
Ich danke Dir, Mutter der Erlösung, für Deine Fürsprache und ich erwarte mit Liebe in meinem Herzen diese Gabe, nach der ich mich mit Freude sehne. Amen.


K 79. Gebet für 2 Milliarden verlorene Seelen
(568. Botschaft)

Ich rufe euch alle auf, jene Seelen zu retten, welche hartnäckig ablehnen werden, Gott anzunehmen, indem ihr dieses Kreuzzuggebet […] betet.
O lieber Jesus, ich bitte Dich, gieße Deine Barmherzigkeit über die verlorenen Seelen aus.
Vergib ihnen, dass sie Dich ablehnen, und verwende mein Gebet und mein Leiden, damit Du aufgrund Deiner Barmherzigkeit die Gnaden über sie ausgießen kannst, die sie benötigen, um ihre Seelen zu heiligen.
Ich bitte Dich um das Geschenk der Milde für ihre Seelen.
Ich bitte Dich, ihre Herzen zu öffnen, damit sie zu Dir gehen werden und Dich bitten werden, sie mit dem Heiligen Geist zu erfüllen, so dass sie die Wahrheit Deiner Liebe annehmen können und für immer mit Dir und der ganzen Familie Gottes leben können. Amen.


K 105. Geschenk der Bekehrung für andere Menschen
(771. Botschaft)

Ich verspreche euch, dass, wenn ihr Mich auf diese Weise anruft — durch dieses Gebet —, dass eure Zweifel darüber, Wer Ich Bin, der jetzt mit euch spricht, verschwinden werden. Ich biete euch dieses Geschenk an, damit ihr durch die Gebete, die Ich der Welt in dieser Zeit gebe, die gesamte Menschheit retten könnt.
O mein liebster Jesus, in meiner Liebe zu Dir bitte ich Dich: Lass meine Seele mit Dir vereint sein.
Nimm meine Seele, bedecke sie mit Deinem Heiligen Geist und hilf mir — durch dieses Gebet —, all diejenigen zu retten, mit denen ich in Kontakt komme.
Hülle jede Seele, der ich begegne, in Deine Heilige Barmherzigkeit und biete ihnen die Rettung an, die notwendig ist, um in Dein Königreich einzugehen.
Höre meine Gebete. Höre meine Bitten — und durch Deine Barmherzigkeit rette die Seelen der gesamten Menschheit. Amen.


K 116. Rette mich vor dem Übel der Lügen
(849. Botschaft)
Wenn ihr feststellt, dass eure Seele aufgewühlt wird, infolge der neuen Regeln, die jene, die behaupten, von Mir zu sein, präsentieren werden, dann müsst ihr Mich durch dieses Kreuzzuggebet anrufen.
Lieber Jesus, hilf mir!
Ich bin tränenüberströmt vor Kummer.
Mein Herz ist verwirrt.
Ich weiß nicht, wem ich vertrauen kann.
Bitte erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist, damit ich den richtigen Weg zu Deinem Königreich wählen kann.
Hilf mir, lieber Jesus, Deinem Wort, das der Welt von Petrus gegeben worden ist, immer treu zu bleiben und nie von dem abzuweichen, was Du uns gelehrt hast, oder Deinen Tod am Kreuz zu leugnen.
Jesus, Du bist der Weg.
Zeige mir den Weg.
Halte mich fest und trage mich auf Deinem Weg der Großen Barmherzigkeit. Amen.


K 128. Gebet, um alle Seelen zu sammeln und zu vereinen.
(977. Botschaft)

Sammelt euch. Schließt euch zusammen. Bringt alle Seelen in Meine Barmherzigen Arme. Um Mir zu helfen, dies zu tun, müsst ihr dieses besondere Kreuzzuggebet beten, um Mir zu helfen, alle Seelen zu sammeln und zu vereinen.
Liebster Jesus, hilf uns, Deinen geliebten Jüngern, die Welt in Deine Arme einzusammeln und Dir die Seelen vorzustellen, die Deiner Großen Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Stärke uns mit der Gabe des Heiligen Geistes, um sicherzustellen, dass die Flamme der Wahrheit all jene verzehrt, die nicht mehr in Dir sind.
Vereine alle Sünder, damit jedem jede Chance zur Versöhnung gegeben wird.
Gib uns allen die Stärke, unerschütterlich bei Deinem Heiligen Wort zu bleiben, wenn man uns zur Ablehnung der Wahrheit zwingt, die der Welt durch das Höchstheilige Evangelium verkündet worden ist.
Wir bleiben in Dir, mit Dir und für Dich, jeden einzelnen Schritt dieses unseres Weges zur Erlösung. Amen.


K 156. Um Schutz vor dem Hass
(1148. Botschaft )

Lieber Jesus, gib mir Deine Liebe und öffne mein Herz, damit ich Deine Liebe mit Dankbarkeit annehme. Durch die Kraft des Heiligen Geistes lass Deine Liebe über mich leuchten, damit ich ein Leuchtfeuer Deiner Barmherzigkeit werde.
Umgib mich mit Deiner Liebe und lass meine Liebe zu Dir jede Art von Hass mindern, auf den ich treffe, wenn ich die frohe Botschaft Deines Wortes verbreite. Gieße Deine Barmherzigkeit über uns aus und vergib denen, die Dich ablehnen, Dich beleidigen und gegenüber Deiner Göttlichkeit gleichgültig sind, und gib ihnen das Geschenk der Liebe.
Lass Deine Liebe alles überstrahlen in Zeiten der Unsicherheit und schwachen Glaubens, in Zeiten der Prüfungen und Leiden, und hilf mir durch die Kraft des Heiligen Geistes, jenen die Wahrheit zu bringen, die Deiner Hilfe am meisten bedürfen. Amen.


K 157. Gebet für Seelen in Gefangenschaft
(1152. Botschaft )

O lieber Jesus, befreie jene Seelen, die Sklaven von falschen Göttern und von Satan sind. Hilf uns, durch unsere Gebete, ihnen Befreiung von der Qual der Besessenheit zu bringen.
Öffne die Tore ihres Gefängnisses und zeige ihnen den Weg zum Reich Gottes, bevor sie von Satan als Geiseln in den Abgrund der Hölle gerissen werden.
Wir bitten Dich, Jesus, bedecke diese Seelen mit der Kraft des Heiligen Geistes, damit sie die Wahrheit suchen, und hilf ihnen, den Mut zu finden, den Fallstricken und der Bosheit des Teufels den Rücken zu kehren. Amen.


Sonstige Gebete zum Heiligen Geist aus dem BdW zu Pfingsten

6 Tägliches Gebet um Ermutigung (81. Botschaft vom 10. Mai 2011)

Sprecht dieses Gebet jeden Tag, nachdem ihr Meinen Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet habt, und ihr werdet durch eure Treue zu Mir helfen, Meine Kinder zu retten.
Erfülle mich jetzt, o Herr, mit der Gabe des Heiligen Geistes, um Dein Heiligstes Wort zu den Sündern zu tragen, die ich in Deinem Namen retten helfen muss. Hilf mir, sie durch meine Gebete mit Deinem kostbaren Blut zu bedecken, damit sie zu Deinem Heiligsten Herzen hingezogen werden können. Gib mir die Gabe des Heiligen Geistes, damit diese armen Seelen in Deinem Neuen Paradies frohlocken können.


13. Gebet um die Macht des Heiligen Geistes (239. Botschaft vom 3. November 2011)

Das Gebet ist jetzt äußerst dringend nötig, Kinder, wo auch immer ihr seid, was auch immer eure Religion ist, was auch immer eure Ansichten sind. Vereint euch und betet zum Heiligen Geist um Erleuchtung in dieser Zeit.
O Jesus, bedecke mich mit Deinem kostbaren Blut und erfülle mich mit dem Heiligen Geist, so dass ich erkennen kann, ob diese Worte von Dir kommen. Mache mich im Geiste demütig. Nimm mein Flehen barmherzig entgegen und öffne mein Herz gegenüber der Wahrheit.


Pfingsten - Feuer des tröstenden Geistes
https://www.gloria.tv/article/CYzdnjTm8ET94TsXmBCHU44ek

Pfingsten, Herr sende Deinen hl. Geist.
https://www.gloria.tv/article/1vv7kMixCuMaCpU3DodR6NxMN



22.05. – 30.05.2020

Pfingstnovene



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


529. Jungfrau Maria: Als Ich zusammen mit den Aposteln im Zönakel auf die Herabkunft des Heiligen Geistes wartete, brauchte es zehn Tage der Vorbereitung.
22. August 2012

Kreuzzuggebet (74) „Um die Gabe der Unterscheidung“

O Mutter Gottes, hilf mir, meine Seele auf die Gabe des Heiligen Geistes vorzubereiten.
Nimm mich wie ein Kind an der Hand und führe mich auf der Straße hin zu der Gabe der Unterscheidung durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Öffne mein Herz und lehre mich, mich mit Körper, Geist und Seele hinzugeben.
Befreie mich von der Sünde des Stolzes und bete, dass mir alle früheren Sünden vergeben werden, damit meine Seele gereinigt wird und dass Ich heil gemacht werde, damit Ich die Gabe des Heiligen Geistes empfangen kann.
Ich danke Dir, Mutter der Erlösung, für Deine Fürsprache und ich erwarte mit Liebe in meinem Herzen diese Gabe, nach der ich mich mit Freude sehne. Amen.



Novene zum Heiligen Geist

Erster Tag

Komm, 0 Geist der Weisheit!
Wenn jemand von euch der Weisheit bedarf, so erbitte er sie von Gott, der sie allen in Fülle gibt.
Jak 1, 5
Die kostbarste Gnadengabe des Heiligen Geistes ist die Weisheit. Sie ist nach dem heiligen Bonaventura die übernatürlich bleibende, vom Heiligen Geist eingegossene Fähigkeit, Gott zu erkennen und ihn mit innerer Freude zu lieben. Erkenntnis der Wahrheit in Gott und Liebe Gottes bis zur höchsten Stufe, die der Mensch erreichen kann, das ist die Weisheit. Die Gabe der Weisheit ist die höchste der Gnadengaben des Heiligen Geistes. Sie umfasst alle anderen Gaben. Sie lenkt unsern Sinn auf das eine Notwendige: Gott suchen. Gott finden ist der Anfang und Gipfelpunkt aller Weisheit. Wer wirklich weise ist, sieht und liebt nur mehr Gott, beurteilt alles im Lichte Gottes und erhält dadurch einen unverrückbaren Standpunkt, der innere Ruhe und Sicherheit in allen Lebenslagen gibt.
Wir können darum nicht innig genug um diese Gabe des Heiligen Geistes flehen; denn sie ist besser als alle Kostbarkeiten, und alles, was man ersehnt, kann ihr nicht gleichgestellt werden , sagt das Buch der Sprüche. Und der heilige Jakobus schildert uns die erstrebenswerte Wirkung dieser köstlichen Gottesgabe: Die Weisheit, die von oben kommt, ist rein, friedsam, bescheiden, nachgiebig, dem Guten hold, voll Barmherzigkeit und guter Früchte. Sie richtet und heuchelt nicht. (Jak 3,17)
Gebet:
Wir bitten dich, Herr, huldvoll gieße unseren Herzen ein den Heiligen Geist, ihn, dessen Weisheit uns schuf und dessen Voraussicht uns leitet. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Quat. Samstag nach Pfingsten
Leitgedanke:

Ich will alles, was mir heute begegnet, im Lichte der ewigen Weisheit sehen.
Stoßgebet:
0 Gott, lass mich dich erkennen, lass mich erkennen.
Hl. Augustinus
O Maria, Sitz der Weisheit, bitte für uns!



Zweiter Tag

Komm, 0 Geist des Verstandes!
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich gesagt habe. Joh 14, 26
Wie weh tat es oft dem Erlöser, dass seine Zuhörer, ja nicht einmal seine eigenen Jünger seine Worte und Absichten recht verstanden. Manches wollte er ihnen auch noch nicht offenbaren, sondern erst durch den Heiligen Geist mitteilen. Der Geist des Verstandes lässt uns die göttlichen Wahrheiten besser verstehen, sie tiefer erfassen. Seinem Licht verdanken wir es, wenn uns die verborgenen Tiefen der übernatürlichen und selbst der natürlichen Erkenntniswelt in hellem Licht aufstrahlen. Um dieses Gnadenlicht müssen wir aber innig bitten, denn nur den demütigen, den gelehrigen, aufgeschlossenen Seelen offenbart sich Gott. Wie wichtig dieses Wachsen an Erkenntnis, dieses tiefere Eindringen in die unerschöpflichen Reichtümer unseres Glaubens ist, sagt der bekannte Pater Momme Nissen: Das Seelenleben der meisten Menschen, auch vieler gläubiger Christen, bleibt vor allem darum so matt und träge und unfruchtbar, weil sie sich nicht genug bemühen um Erkenntnis und Durchdringung der Glaubenswahrheiten, weil sie darin keine Fortschritte machen. Wir kommen nicht voran in der Liebe zu Gott ohne ein Fortschreiten in der Erkenntnis Gottes.
Wodurch gelangen wir aber zu einer grösseren Gotteserkenntnis? Zu dem Gebet um die Gabe des Verstandes muss das eigene Bemühen kommen. Wir müssen Gottes Wort hören, die Heilige Schrift besser kennenlernen, eine Gesamtdarstellung der Glaubenslehre lesen, um ihre inneren Zusammenhänge zu sehen; müssen die Geschichte der Kirche lesen, in der uns das Walten des Heiligen Geistes offenbar wird. Sollte es wirklich nicht möglich sein, täglich wenigstens fünf Minuten der religiösen Weiterbildung zu widmen?
Gebet:
Verleihe, wir bitten, allmächtiger Gott, dass der Glanz deiner Klarheit über uns erstrahle, und dass das Licht deines Lichtes die Herzen der durch deine Gnade Wiedergeborenen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes befestige. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:
Ich will heute darüber nachdenken, welche Lücken in meinem religiösen Wissen ich ausfüllen muss, und wie ich das tun kann.
Stoßgebet:
Komm, Heiliger Geist, erleuchte die Herzen deiner Gläubigen.
O Maria, erflehe mir die Gabe des Verstandes, die mich in alle Wahrheit einführt.


Dritter Tag

Komm, 0 Geist des Rates!
Seliges Licht erfüllet das Innere derer, die dir gläubig vertrauen. Pfingstsequenz
Wir denken kaum so oft daran, den Gnadenbeistand des Heiligen Geistes anzurufen, als in den Stunden der Ratlosigkeit. Vom Geist des Lichtes erwarten wir die Aufhellung einer dunklen Frage. Gut ist es, wenn wir bei ihm Rat holen, denn dadurch stellen wir schon von selbst die Frage in das Licht der Ewigkeit und wollen bei unserer Entscheidung uns von dem Gedanken leiten lassen: Was kann unter diesen Umständen der Wille Gottes sein? — Wie werde ich am Ende meines Lebens, wenn alle menschlichen Rücksichten, alle erdhaften Interessen schwinden, darüber denken? Auch in den kleinen Alltagsfragen müssen wir zum Quell des Lichtes gehen, damit wir dort die richtige Antwort bekommen. Große Entscheidungen haben wir selten zu treffen, aber aus den kleinen Angelegenheiten setzt sich unser Leben zusammen. Und überdies im Reich der Gnade wie der Natur erleben wir es so oft: Kleine Ursache, große Wirkung.
Dieses Bitten um das Licht des Heiligen Geistes, dieses Horchen auf seinen Rat, seine Anregungen und Einsprechungen setzt voraus, dass wir in lebendiger Beziehung zu ihm stehen, dass wir innerlich feinhörig sind, nicht betäubt von den äußeren Eindrücken. Zu den tröstlichen Abschiedsworten unseres Herrn gehört das Wort vom immerwährenden Wohnen des Heiligen Geistes in uns. Warum besprechen und beraten wir so vieles mit Menschen, die uns oft nicht helfen können, anstatt mit dem göttlichen Beistand in uns, der uns mit seinem Licht den rechten Weg zeigt?
Gebet:
Wir bitten dich, Herr, unser Gott, gib uns in deiner Güte allzeit den Geist, dass Rechte zu denken und zu vollbringen; ohne dich können wir nicht bestehen, so gib uns die Kraft, zu leben, wie es deinem Willen entspricht. Durch Christus, unsern Herrn.
Leitgedanke:
Ich will heute in allen Fragen den Heiligen Geist um sein Licht bitten.
Stoßgebet:
O Quelle des Lichtes, sende aus dein Licht und deine Wahrheit.
Mutter vom guten Rat, bitte für uns!


Vierter Tag

Komm, 0 Geist der Stärke
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der über euch kommen wird. Apg 1, 8
Diese Verheißung des Erlösers erfüllt uns mit Vertrauen und Zuversicht. Denn die Gabe des Rates, um die wir gestern gebetet haben, nützt allein noch nicht viel. Zu ihr muss die Gabe der Stärke kommen. Denn oft genug wüssten wir schon, was der Wille Gottes von uns fordert, aber wir haben nicht die Kraft, ihn zu erfüllen. Täglich spüren wir es, dass wir schwach, matt, unfähig zum Guten sind und wie sehr wir die stärkende, umwandelnde Kraft des Heiligen Geistes brauchen im Kampf gegen das Böse, im Ringen um das Gute. Die Gabe der Stärke will uns besonders dazu befähigen, Opfer zu bringen, dem Rufe Gottes zu folgen, wenn er Schweres von uns verlangt.
Am Reden und Handeln der Apostel vor und nach der Geistessendung sehen wir ganz deutlich, welche Sinnesänderung der Heilige Geist bewirkt, mit welchem Mut, mit welcher Entschlusskraft, mit welch ausdauernder, alle Hindernisse überwindender Festigkeit er die Seele erfüllt, die ihn darum bittet.Die Tage des Gebetes um die Gnaden des Heiligen Geistes sollen uns auch einen Schritt weiter bringen in der Selbstverleugnung, in der Entsagung, im Verzieht auf irgendeine Anhänglichkeit, die die vollständige Hingabe an die Leitung des Heiligen Geistes noch hemmt. Großmut und Opferbereitschaft muss eine Frucht dieser neuntägigen Andacht sein.
Gebet:
0 Gott, du Stärke aller, die auf dich hoffen, sei huldvoll nahe, da wir rufen zu dir; wir sterbliche Menschen vermögen in unserer Schwachheit nichts ohne dich, so komm uns du mit deiner Gnade zu Hilfe; gib, dass wir treu deine Gebote befolgen und so dir gefallen in unserem Streben und in der Tat. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:
Der Heilige Geist weiß nichts von einem weichlichen Zögern. Hl. Ambrosius.
Stoßgebet:
Geist der Stärke, erfülle und belebe uns!
Starke Jungfrau, bitte für uns!


Fünfter Tag

Komm, 0 Geist der Wissenschaft!
Allmächtige gibt den Menschen Einsicht. Jesus Sirach 38,6
Die Gabe der Wissenschaft befähigt uns, Gutes vom Bösen, Wahres vom Falschen zu unterscheiden und Gott zum Mittelpunkt alles Wissens zu machen. Mit dem Licht der wahren Wissenschaft durchdringen wir auch die Gebiete des weltlichen Wissens; doch wir bleiben nicht dabei stehen, sondern dringen zum Mittelpunkt alles Seins, zu Gott vor. Die wahre Wissenschaft ist die Erkenntnis aller Dinge in Gott. Das Licht des Heiligen Geistes läßt Anfang und Ende alles Geschaffenen erkennen, gibt Antwort auf die Fragen: Woher, wohin, wozu, warum?
Die Gabe der Wissenschaft ist eng verwandt mit der Gabe des Verstandes, namentlich durch ihre Zwecke. Beide wollen uns eine Kenntnis und Erkenntnis göttlicher Wahrheiten vermitteln, die ihren Beweggrund nicht in rein natürlicher Wissbegier, sondern in der Liebe haben, diese besser zu erkennen suchen, um mehr lieben zu können: Das ist die Wissenschaft, die sich in Liebe wandelt, die Wissenschaft der Tat. Ein Studium, dass solche Wissenschaft anstrebt, ist die Entfaltung unseres Glaubens; es wird zum Gebet, zur Beschauung. Das ist die Wissenschaft, die uns Not tut und die gefördert werden muss, denn sie ist die Quelle neuer Liebe, sagt Abt Marmion in seinem Buch Christus unser Ideal. Auch hier zeigt es sich wieder wie bei der Gabe des Verstandes, dass das göttliche Gnadenlicht des Heiligen Geistes sich mit dem Versenken in die Geheimnisse Gottes einen muss. Dann erfahren wir auch in uns was die Pfingstsequenz verspricht: Seliges Licht erfüllet das Innere derer, die dir gläubig vertrauen.
Gebet:
Verlerne uns, allmächtiger Gott, dass wir allzeit bedacht sind auf das, was des Geistes ist, und so in Wort und Tat vollbringen, was dir gefallt. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:Ich will durch tägliche geistliche Lesung meine religiösen Kenntnisse erweitern und vertiefen.
Stoßgebet:
Die Gnade des Heiligen Geistes erleuchte uns Sinn und Herz.


Sechster Tag

Komm, 0 Geist der Frömmigkeit!
Die Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Röm 5, 5
Am heutigen Tag wollen wir unser Gebet zum Heiligen Geist verdoppeln, unser Verlangen nach seiner Gnade noch steigern; denn wir bitten heute um die Gabe der Frömmigkeit, um eine innige, tiefe, rückhaltlose Liebe zu Gott. Wir gehen zum göttlichen Feuergeist, damit er uns durchglühe. Wir gehen zum Quell der Liebe, um aus ihr all die Gesinnungen zu schöpfen, die wir als Kinder Gottes gegen unsern gütigen Vater und gegen unsern Heiland und Erlöser haben sollten, und die gerade der Geist der Frömmigkeit uns geben will: Hingabe, Dankbarkeit, Vertrauen, Freude an allem, was sich auf Gott bezieht. Der Heilige Geist ist es, der uns die Gnade gibt, Gott zu lieben aus unserem ganzen Herzen, aus unserer ganzen Seele, aus unserem ganzen Gemüte und aus allen unsern Kräften. Er verleiht auch die starke Liebe zu Gott, die in jeder inneren und äußeren Prüfung standhält, auch dann, wenn das Gefühl der Liebe nicht mehr spürbar ist, sondern wir die Liebe nur mehr durch die Tat zeigen können.
Die Feuerzungen, durch die der Heilige Geist uns mit der Gottesliebe erfüllt, entzünden auch die Nächstenliebe in uns, drängen uns zur Sorge dafür, dass Gott auch von andern geliebt wird. Gottesliebe und Nächstenliebe gehören ganz eng zusammen. Der heilige Petrus, den der Pfingstgeist so mächtig durchglühte und umwandelte, sagt: Zeigt in der Frömmigkeit die Bruderliebe und in der Bruderliebe die Gottesliebe. 2. Petr 1, 7
Gebet:
0 Gott, unsichtbare Güter hast du denen bereitet, die dich lieben; senke in unser Herz die Glut deiner göttlichen Liebe, damit wir in allem und über alles dich lieben und so deine Verheißungen erlangen, die größer sind als all unser Sehnen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:
Ich will heute oft einen Akt der Liebe zu Gott erwecken.
Stoßgebet:
Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe.
O Maria, Mutter der schönen Liebe, bitte für uns!


Siebenter Tag

Komm, 0 Geist der Gottesfurcht!
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit. Heilvolle Einsicht gibt sie allen, die sie üben.
Psalm 110
Zu Gotteskindern hat uns der Heilige Geist in der Taufe gemacht. Zur Behütung und Entfaltung dieser Gnade erfüllt er uns mit dem Geiste der heiligen Furcht. Nicht knechtische Furcht, die die Sünde nur wegen der Strafe meidet, will er uns geben, sondern die Furcht der Kinder, einen gütigen Vater zu beleidigen oder ihn zu verlieren. Diese Furcht quillt aus der Liebe zu Gott und aus der Kenntnis der eigenen Gebrechlichkeit. Je vertrauensvoller und kindlicher unsere Hingabe an Gott ist, um so wachsamer und vorsichtiger sind wir, Gott zu mißfallen. Ja, wir bemühen uns viel mehr, seinen Willen auch im Kleinsten zu erfüllen, seinen Gnaden zu entsprechen.
In den Psalmen kehrt oft der Gedanke wieder: Selig, wer den Herrn fürchtet. Wie sollte die Gottesfurcht nicht froh machen, da sie alles fernhält, was sich zwischen Gott und unsere Seele stellen und die beseligende Verbindung mit Gott stören könnte! Sie gibt schon hier die Freude eines guten Gewissens, den Frieden mit den Menschen und die Hoffnung auf die ewige Vereinigung mit Gott. Diese Tage des besonderen Bittens um das Kommen des Heiligen Geistes sollen unsern Blick schärfen für alles, was seiner gnadenvollen Einkehr in uns sich hemmend in den Weg stellen könnte. Sie sollen uns nachdenklich machen und die Frage vorlegen: Was mißfällt dem Heiligen Geist in meinem Innern, dass sein würdiger Tempel sein soll? Wie weit leitet der Geist der Gottesfurcht meine Gesinnung, mein Reden und Handeln, meinen Verkehr mit den andern?
Diese Tage des besonderen Bittens um das Kommen des Heiligen Geistes sollen unsern Blick schärfen für alles, was seiner gnadenvollen Einkehr in uns sich hemmend in den Weg stellen könnte. Sie sollen uns nachdenklich machen und die Frage vorlegen: Was mißfällt dem Heiligen Geist in meinem Innern, dass sein würdiger Tempel sein soll? Wie weit leitet der Geist der Gottesfurcht meine Gesinnung, mein Reden und Handeln, meinen Verkehr mit den andern?
Gebet:
Gib uns die Gnade, o Herr, dass wir allezeit deinen heiligen Namen ebenso fürchten wie lieben; niemals willst du ja deine Führung denen versagen, die du begründest in treuer Liebe zu dir. Durch Christus, unsern Herrn. Amen
Leitgedanke:
Ich will mich heute mit besonderer Sorgfalt davor hüten, Gott auch nur im geringsten zu beleidigen.
Stoßgebet. Heiliger Geist, durchdringe mich mit deiner heiligen Furcht.
Erschaff in mir ein reines Herz.
Stoßgebet:
Heiliger Geist, durchdringe mich mit deiner heiligen Frucht.
Erschaff in mir ein reines Herz.
Reinste Mutter, bitte für uns!


Achter Tag

Maria, Gnadenvolle, bitte für uns!
Sie verharrten einmütig im Gebet... mit Maria, der Mutter Jesu. Apg
Wir finden keine Darstellung des Pfingstfestes, in der nicht die Gottesmutter im Mittelpunkt der betenden Gemeinde wäre. Mit welcher Inbrunst mag sie den Heiligen Geist erfleht haben! Besser als die Apostel hat sie den Heiland, die Absichten seines Herzens, seine Verheißungen verstanden. Sie bewahrte alle Worte in ihrem Herzen. Deshalb wußte sie auch, wieviel von der gnadenreichen Ankunft des Heiligen Geistes für die Apostel, für die ganze Kirche abhängt. Voll Vertrauen legen wir daher unser Bitten um die Gnadenhilfe des Heiligen Geistes in ihr gütiges, verstehendes Herz. Wir wissen: die Braut des Heiligen Geistes, die Mutter der göttlichen Gnade wird uns ihre mächtige Fürsprache nicht versagen, wenn sie unsere Sehnsucht und unser Bemühen um eine gute Vorbereitung auf die Ankunft des Heiligen Geistes sieht.
Siebenfach ist der Gnadenstrom des Heiligen Geistes, den wir in diesen Tagen betrachtet und erfleht haben. Die Mutter voll der Gnade ist ganz erfüllt von ihm, und in mütterlicher Liebe wird sie den Heiligen Geist bitten, dass er auch unsere Seele überflute. Betaut mit der Gnade des Heiligen Geistes wird unsere Seele dann auch etwas von seinen Früchten hervorbringen, die da sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Mäßigkeit, Enthaltsamkeit, Keuschheit.
Gebet:
Aufsteige zu dir, 0 Herr, die Gabe unserer Liebe; höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, die du aufgenommen hast in den Himmel, und entzünde unser Herz mit dem Feuer der Liebe, auf dass es sich immerfort sehne nach dir. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:
Ich will heute oft die Mutter der göttlichen Gnade bitten, mir die Gnadengaben des Heiligen Geistes zu vermitteln.
Stoßgebet:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade!


Neunter Tag

Kommt Heiliger Geist komm!
Gott gibt den guten Geist denen, die ihn darum bitten. Lk 11, 13
Heute finden wir uns zum letzten Mal bei dieser Novene im harrenden Jüngerkreis ein und vereinigen unser sehnsuchtsvolles Bitten mit dem Flehruf der Apostel. Immer inniger wird unser Ruf: Komm, Heiliger Geist, komm! Gott selbst will, dass wir ein heißes Verlangen nach ihm, nach geistigen Gütern haben. Selig preist der Heiland alle, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit haben, und verheißt aber auch die Sättigung. Wir fassen heute nochmals die Vorsätze und Entschlüsse zusammen, welche die Betrachtung der Gnadengaben des Heiligen Geistes in uns geweckt hat, damit wir alles entfernen, was der gnadenreichen Einkehr des Heiligen Geistes im Wege stehen könnte. Mit dem Psalmisten sprechen wir: Ein reines Herz erschaff in mir, 0 Gott, und den rechten Geist erneuere in meinem Inneren!
So kann es nicht ausbleiben, dass etwas von der erleuchtenden, umwandelnden, belebenden Wirksamkeit des Heiligen Geistes auch unserer Seele zukommt. Wenn wir die Novene in einem bestimmten Anliegen gehalten haben, dann überlassen wir es doch Gott, wie er uns erhören will; denn wir wollen nicht die Erfüllung unserer Wünsche, sondern seine Ehre. Wir vertrauen fest, dass Gott uns die Gnade gibt, die uns am meisten befähigt, seinen Absichten zu entsprechen, ob wir diese nun sehen oder nicht sehen dürfen. Das Wort des Völkerapostels an die Römer mahne und tröste uns: Wenn wir aber hoffen auf das, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit Geduld Ebenso kommt auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe; denn um was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, wissen wir nicht, sondern der Geist selbst fleht für uns mit unaussprechlichen Seufzern. Röm 8, 25-26
Gebet:
Allmächtiger, ewiger Gott, in deiner überströmenden Güte schenkst du den Flehenden mehr, als sie verdienen, ja mehr, als sie bitten; gieße aus über uns dein Erbarmen; vergib, was unser Gewissen bedrückt, und gewähre, um was wir zu bitten nicht wagen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Leitgedanke:
Ich will heute recht oft um die Gaben und Früchte des Heiligen Geistes bitten.
Stoßgebet:
Komm, Heiliger Geist, komm!
Königin der Apostel, bitte für uns!
Eröffnungsgebet für jeden Tag

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Komm, Heiliger Geist, heilige uns
Erfülle unsere Herzen mit brennender Sehnsucht nach der Wahrheit, dem Weg und dem vollen Leben. Entzünde in uns dein Feuer, dass wir selbst davon zum Licht werden, das leuchtet und wärmt und tröstet. Komm, Heiliger Geist, heilige uns, stärke uns, bleibe bei uns. Amen. (aus einem Gebet der Ostkirche)


Gebet zum Abschluss jeden Tages

den Pfingsthymnus (Gotteslob 241 oder 244) beten oder singen — Vater unser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater

Pfingsthymnus



1. Tag: um die Gabe des Gebetes

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. (Röm 8,26)
Allmächtiger, ewiger Gott — komm zu uns.
Heiligste Dreifaltigkeit —
Heiliger Geist, der du vom Vater u. vom Sohn ausgehst —
Göttlicher Geist, dem Vater und dem Sohn gleich —
Verheißung unseres liebenden Vaters —
Geist des Gebetes -
Maria, du Fürsprecherin — bitte für uns.

Allmächtiger Gott, schenke uns das Verlangen, dir im Gebet zu begegnen. Erfülle uns durch das Gebet mit Freude und Frieden. Mach unsere Familie zu einem Ort des gemeinsamen Gebetes und der Versöhnung. Lehre uns beten durch Christus, unseren Herrn. Amen.


2. Tag: für die Gefirmten/Firmkandidaten und Erstkommunionkinder

Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen. (Gal 5,22.25) Gabe des Allerhöchsten — komm zu uns.
Quelle der Gnaden —
Heiliges Feuer —
Brennende Liebe —
Geist des Friedens und der Versöhnung -
Geist der Güte und Treue -
Maria, du Kelch des Geistes — bitte für uns.
Liebender Gott, du berührst uns in den Sakramenten. Schenke allen Kindern und Jugendlichen die Sehnsucht, dich in der hl. Kommunion aufzunehmen und deinen Heiligen Geist zu empfangen durch Christus, unseren Herrn. Amen.


3. Tag: für unsere Familien

Lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn. (Röm 12,11)
Heiligmachender Geist — komm zu uns.
Geist des Herrn, der du das All erfüllst —Geist der Gotteskindschaft —
Heiliger Geist — erhöre uns.
Schenke uns Bereitschaft zur Versöhnung —
Mach uns stark im Glauben —
Entzünde unsere Herzen mit deiner Liebe — Maria, du Königin der Familien — bitte für uns.
Treuer Gott, jede Familie ist ein Abbild der Gemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Hilf unseren Familien in der Liebe treu zu bleiben und schenke in den Schwierigkeiten einen neuen Anfang durch Christus unseren Herrn. Amen.


4. Tag: für die kranken und leidenden Menschen

Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. (Mt 5,4)
Geist des Trostes — komm zu uns.Geist der Heilung —
Geist der Liebe und der Freude —
Stärke sie im Leiden — erhöre uns.
Hilf ihnen in der Einsamkeit —
Befreie sie von Schmerzen —
Maria, du Heil der Kranken – bitte für sie.
Mitleidender Gott, in deinem Sohn Jesus Christus hast du die Schuld und das Leiden der Welt getragen. Steh allen leidenden und alten Menschen bei. Hilf uns, die Not zu sehen und zu helfen durch Christus, unseren Herrn. Amen.


5. Tag: für alle in Schuld gefallenen Menschen

Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach: Empfangt den Heiligen Geist. Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. (Joh 20,21ff)
Geist der Vergebung — befreie uns.
Heiligmachender Geist —
Von allem Bösen und aller Sünde —
Von Hass und Feindschaft —
Von allen Ängsten —
Hilf uns einander zu verzeihen —
Maria, du Hilfe der Christen – bitte für uns.
Barmherziger Gott, durch die liebende Hingabe deines Sohnes am Kreuz hast du uns Frieden und Vergebung geschenkt. Schenke uns Reue über unsere Sünden und schenke uns deine Vergebung im Sakrament der Beichte durch Christus, unseren Herrn.


6. Tag: für den Frieden in der Welt

Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. (Eph 4,2)
Geist der Demut und der Geduld — komm zu uns.
Geist der Liebe und des Friedens —
Geist der Versöhnungsbereitschaft —
Komm Heiliger Geist und entzünde in uns das Feuer deiner Liebe.
Maria, du Königin des Friedens – bitte für uns.
Gott des Friedens, schenke den Menschen Frieden und die Bereitschaft sich zu versöhnen. Berühre die Herzen der Regierenden und aller Verantwortlichen, damit sie sich für den Frieden einsetzen durch Christus, unseren Herrn.


7. Tag: für den Schutz des Lebens

Der Engel antwortete Maria: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. (Lk 1,35)Heiliger Geist, du Lebensspender — komm zu uns.
Heiliger Geist, du Herr des Lebens —
Du Schöpfergeist —
Schenke uns Ehrfurcht vor dem Leben im Mutterleib —
Bewahre die Mütter vor Abtreibung —
Hilf den Selbstmordgefährdeten —
Gib uns Ehrfurcht vor den alten Menschen —
Maria, Mutter des Lebens — bitte für uns.
Gott des Lebens, du hast uns aus Liebe geschaffen und erlöst. Erhalte uns in deiner Liebe. Gib, dass wir mit deiner Liebe alle Menschen lieben durch Christus unseren Herrn.


8. Tag: für unsere Verstorbenen

Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (Röm 8,11)
Heiliger Geist — komm zu uns.
Du wohnst seit der Taufe in unseren Herzen —
Du durchströmst uns aufs neue in der Firmung -
Du wandelst Brot und Wein in Leib und Blut Christi -
durch seinen Leib schenkst du uns ewiges Leben -
Heiliger Geist, verwandle uns.
Mach uns zu Menschen der Liebe -
Hilf uns, zu allen Menschen gut zu sein —
Maria, aufgenommen in den Himmel – bitte für uns.
Ewiger Gott, du willst uns bleibende Gemeinschaft mit dir im Himmel schenken. Sei den Sterbenden nahe und gib unseren Verstorbenen auf die Fürsprache Marias die ewige Freude durch Christus unseren Herrn.


9. Tag: um den Heiligen Geist

Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist. (Apg 8,17)
Heiliger Geist — wir danken dir.
Für das Leben, das du uns immerfort schenkst -
Für alles, was wir sind und haben -
Für unsere Familie -
Für Jesus, der für uns gestorben ist -
Heilige Maria, Mutter Gottes – bitte für uns.
Allmächtiger, ewiger Gott, durch das Geheimnis des heutigen Tages heiligst du deine Kirche in allen Völkern und Nationen, erfülle die ganze Welt mit den Gaben des Heiligen Geistes, und was deine Liebe am Anfang der Kirche gewirkt hat, das wirke sie auch heute in den Herzen aller, die an dich glauben durch Christus unseren Herrn. Amen. (Tagesgebet v. Pfingsten).


Litanei vom Heiligen Geist

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser
Christus, höre uns - Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erhöre uns
Gott Heiliger Geist, erhöre uns
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erhöre uns
Heiliger Geist, gleicher Majestät mit dem Vater und dem Sohne, erhöre uns
Heiliger Geist, mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht, erhöre uns
Heiliger Geist, Herr und Spender allen Lebens, erhöre uns
Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, erhöre uns
Geist der Wahrheit und der Liebe, erhöre uns
Geist der Weisheit und des Verstandes, erhöre uns
Geist des Rates und der Stärke, erhöre uns
Geist der Wissenschaft und der Frömmigkeit, erhöre uns
Geist der Furcht des Herrn, erhöre uns
Geist der Freude und des Friedens, erhöre uns
Geist der Demut und Milde, erhöre uns
Geist der Geduld und Langmut, erhöre uns
Geist der Güte und Erbarmung, erhöre uns
Geist der Keuschheit und Jungfräulichkeit, erhöre uns
Geist der Treue und Wahrhaftigkeit, erhöre uns
Geist der Heiligkeit und Gerechtigkeit, erhöre uns
Geist der Vollkommenheit, erhöre uns
Geist der auserwählten Kinder Gottes, erhöre uns
Sei uns gnädig - verschone uns, o Herr
Sei uns gnädig - erhöre uns, o Herr
Von allem Übel - erlöse uns, o Herr
Von aller Sünde - erlöse uns, o Herr
Von den Nachstellungen des bösen Feindes - erlöse uns, o Herr
Von Unglauben und Aberglauben - erlöse uns, o Herr
Von Kleinmut und Verzweiflung - erlöse uns, o Herr
Von freventlicher Vermessenheit - erlöse uns, o Herr
Vom Widerstreben gegen die erkannte Wahrheit - erlöse uns, o Herr
Von einem verstockten und unbußfertigen Herzen - erlöse uns, o Herr
Von aller Feindseligkeit und Gehässigkeit gegen unsere Nächsten - erlöse uns, o Herr
Von aller Unlauterkeit - erlöse uns, o Herr
Von aller Unwahrheit - erlöse uns, o Herr
Von Hoffart und Überheblichkeit - erlöse uns, o Herr
Von Missgunst und Neid - erlöse uns, o Herr
Von aller Oberflächlichkeit und Blindheit des Geistes - erlöse uns, o Herr
In der Stunde unseres Todes - erlöse uns, o Herr
Wir armen Sünder - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du unsere heilige Kirche leiten und erhalten wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du den Heiligen Vater und alle Bischöfe erleuchten und stärken wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du unsere Seelsorger heiligen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du dem ganzen christlichen Volk ein Herz und eine Seele verleihen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du alle Irrenden zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens führen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du allen Völkern einen dauerhaften Frieden schenken wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du die Gläubigen mit deinen Gaben erfüllen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Dass du die Seelen der Verstorbenen in die ewige Freude führen wollest - wir bitten dich, erhöre uns
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme dich unser.

V. Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. (Alleluja.)
A. Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. (Alleluja.)
Lasset uns beten.

O Gott, du hast die Herzen der Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt; gib dass wir in diesem Geiste erkennen, was recht ist, und seines Trostes uns allzeit erfreuen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Lass, o Herr, die Kraft des Heiligen Geistes bei uns sein, damit sie unsere Herzen reinige und vor allem Bösen bewahre. Verleihe, o allmächtiger, barmherziger Gott, dass der Tröster, der Heilige Geist, uns erleuchte und in alle Wahrheit einführe, wie es dein Sohn verheissen hat. Durch denselben Christus, unsern Herrn. Amen.


Heilig-Geist-Rosenkranz

1. - Der unser Herz für die Gnadenfülle des Heiligen Geistes empfänglich machen wolle.
2. - Der uns den Heiligen Geist erbitten und in uns die drei göttlichen Tugenden vermehren und stärken wolle.
3. - Der uns durch den Heiligen Geist stärken, erleuchten, leiten, regieren, führen und heiligen wolle.
4. - Der unser Herz mit der Liebe des Heiligen Geistes entzünden und mit tiefster Demut, Sanftmut, Geduld, Ergebung, Hingabe, Kraft und Heiligkeit erfüllen wolle.
5. - Der uns die sieben Gaben und die zwölf Früchte des Heiligen Geistes erflehen, alles Gute verleihen und alles Böse abhalten wolle.




Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein auf Video
https://youtu.be/z07WfmmBk6o

Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein als Text
Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein als Text


Papst Benedikt XVI - Rosenkranz auf Latein
https://youtu.be/EoGnPWQCvlg

Schmerzhafter Rosenkranz auf Latein mit Papst Benedikt XVI
https://youtu.be/95SbhjeP4NI

Freudenreicher Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/GPYPJ_zDFZE

Schmerzhafter Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/IEj4yHISGyU

Glorreicher Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/1vP2SigpGX4


Lateinische Gebete
https://gloria-patri.de/Lingua-LATINA/mobile/

Vorschlag für's tägliche Nachtgebet ... und nicht nachlassen
https://beiboot-petri.blogspot.com/2020/04/vorschlag-furs-tagliche-nachtgebet-und.html

Liste der per Live-Streaming übertragenen Heiligen Messen im überlieferten Ritus
https://www.deutschland.world/home/gebete-zu-gott/liste-der-
regelm%C3%A4%C3%9Fig-live-%C3%BCbertragenen-heiligen-messen/


27.04.2020

AUFRUF ZUM BETEN IN LATEIN


Traum am 25.04.2020:

Heute in der Nacht durfte ich vor dem Throne Gott Vaters stehen.
Ich stand genau davor. Er war Licht und ein Geistwesen. Ich sah keine Menschengestalt, ich konnte und durfte Ihn nicht erkennen.
Dann drehte ich mich um, denn hinter mir kam unser Herr Jesus Christus. Er hatte ein weißes Gewand an, wie auf dem Gnadenbild von Schwester Faustyna.
Gott Vater und Sohn sprachen miteinander. Dann sprach Gott Vater zu mir: „Das ist Mein geliebter Sohn…“
Danach knieten Jesus und ich mich auf einer Art Kirchenbank nieder. Es war anscheinend klar, dass das Vaterunser gebetet wird.
Ich betete das Vaterunser und fing danach mit dem Rosenkranz an. Ich betete auf Deutsch. Nach einer Weile merkte ich, dass Jesus das Vaterunser auf Lateinisch sprach.
In dem Moment war ich traurig, dass ich das Vaterunser und den Rosenkranz nicht auf Lateinisch konnte…

Erklärung und Verdeutlichung des Traumes:

Ab sofort sollen wir den Rosenkranz in Latein beten. Es wäre auch gut die anderen Gebete (Glaubensbekenntnis etc. in Latein zu beten) Warum?

1. Weil Latein die Kirchensprache ist, die bis an das Ende der Zeiten unverändert bestehen wird.

2. Latein ist eine universale, allumfassende Sprache, die auf der ganzen Welt in der Kirche einheitlich ist (siehe auch die tridentinischen Messen)

3. Der Widersacher versteht zwar Latein, aber hasst diese Sprache, und daher sollen die Gebete jetzt in Latein gesprochen werden,

4. um gegen das Böse gewappnet zu sein und gegen das Böse zu kämpfen.

5. Da das Böse jetzt zunehmen wird, müssen wir als Restarmee mächtiger aufgestellt sein und uns auch mehr und intensiver anstrengen.

6. Es wird ernst! Der Herr ließ mich wissen, dass nur wenige Menschen auf/in Latein beten können und dass das Beten auf Latein anstrengender und langsamer – aber dadurch fruchtbarer – erfolgt. Der Rosenkranz soll nicht einfach nur runtergeleiert und geplappert werden. Er soll mit innig liebendem Herzen und betrachtend gebetet werden, auch wenn das mehr Zeit erfordert. So ist das Gebet wirkungsvoller und fruchtbringender.

Es ist ein wichtiger und intensiver Aufruf der Heiligsten Dreifaltigkeit an die Restarmee und ebenso an die Kirche und die Menschen in der Welt, innig und tief zu beten, und das möglichst in Latein. um besser auf die kommende, schwierige Zeit vorbereitet zu sein!

Bitte folgt ab sofort dem Wunsch und Willen des Vaters im Gehorsam und in Liebe.

Ich weiß, dass es für die meisten viel Zeit und etwas mehr Aufwand bedeutet, aber es ist auch gleichzeitig mehr Liebe, die wir für den Vater verwenden, um Seinem Wunsch und Willen Folge zu leisten.
Bei der täglichen Arbeit oder beim Autofahren soll und kann weiterhin der Rosenkranz in der Muttersprache gebetet werden, damit das kostbare Gebet für die Seelenrettung nicht verloren geht, aber

der Herr wünscht, dass wir uns wenigstens 1x am Tag die Zeit nehmen, uns hinsetzen oder besser hinknien und den Rosenkranz andächtig in Liebe betrachtend in LATEIN beten.

Durch diese Kraft des Gebetes in Latein könnte schon viel Böses abgehalten werden. Wir haben es jetzt sehr notwendig, dass der Wunsch und die Bitte des Vaters erfüllt wird, denn die Zeit wird nicht einfacher werden und viele Kämpfe stehen nun an.

Die Gebete können hier aus dem Apostolat herausgesucht werden, dem Schott oder aus dem Internet.

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir unter: forum@das-haus-lazarus.ch


"Gebete/alle Gebete"

Lateinische Gebete
https://gloria-patri.de/Lingua-LATINA/mobile/
Gebete in Latein.doc
Gebete in Latein.pdf


Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein auf Video
https://youtu.be/z07WfmmBk6o

Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein als Text
Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein.doc
Barmherzigkeitsrosenkranz auf Latein.pdf


Barmherzigkeitsrosenkranz und Marienrosenkränze auf Latein
als Text zum Ausdrucken
beide Rosenkränze.doc
beiden Rosenkränze.pdf


Papst Benedikt XVI - Rosenkranz auf Latein

https://youtu.be/EoGnPWQCvlg


Freudenreicher Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/GPYPJ_zDFZE

Schmerzhafter Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/IEj4yHISGyU

Glorreicher Rosenkranz auf Latein mit Untertiteln und Bildern
https://youtu.be/1vP2SigpGX4


Liste der per Live-Streaming übertragenen Heiligen Messen im überlieferten Ritus
https://www.deutschland.world/home/gebete-zu-gott/liste-der-
regelm%C3%A4%C3%9Fig-live-%C3%BCbertragenen-heiligen-messen/



Warum ist Latein so wichtig für die Kirche?
https://www.pfarre-imsterberg.at/http!:!//www.pfarre-imsterberg.at/liturgische
-bildung/71-bedeutung-des-latein-fuer-die-kirche

Was Karl der Große und Papst Benedikt XVI. gemeinsam haben
http://kath.net/news/18604


PS: Als ich diesen Traum gerade reingestellt habe, hieß es jetzt um 2.27 Uhr am 27.04.2020 vom Herrn:

"Dieses habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet; in der Welt habt ihr Drangsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Joh 16,33, Textbibel v. 1899)

Diesen Satz spricht Jesus in den so genannten 'Abschiedsreden' des Johannes-Evangeliums. Bevor Jesus verhaftet wird, spricht er hier in mehreren längeren Reden zu seinen Jüngerinnen und Jüngern. Mit diesem Satz macht Jesus deutlich, dass die, die ihm folgen auch dann, wenn er nicht mehr leibhaftig bei ihnen sein wird, einen direkten Kontakt zu Gott haben werden.


PPS: Es wurde mir noch ein Hinweis gegeben am 28.04.2020, um 1.45 Uhr:

Auf der einen Seite kämpft der Widersacher um die Abschaffung der trid./ lat. Messe und auf der anderen Seite gibt der Herr dem Volk den Hinweis nun in lateinisch zu beten!!

Der Hausliturgiker des Papstes ist begeistert – Ein Grund zur Sorgehttps://katholisches.info/2020/04/24/der-hausliturgiker
-des-papstes-ist-begeistert-ein-grund-zur-sorge/


Ihr seht wie wir jetzt als Restarmee gebraucht werden und wie am Ende und bereits jetzt das Volk den Glauben hochhalten wird, wenn die Hirten immer mehr versagen und aufgeben ihrer Aufgaben nachzugehen und den Lehren und Anweisungen des Herrn untreu werden. Es sind wahrlich geistige Kämpfe zw. Gut und Böse, was wir erleben.

Herr gib und Mut und weiterhin die Gnaden Dir treu zu sein.
Mutter beschütze und führe Du uns durch diese schwere Zeit.




21.05.2020

Christi Himmelfahrt





Christi Himmelfahrt (altgriechisch ἡ Ἀνάληψις τοῦ Κυρίου „Análēpsis tou kyríou“ ‚die Aufnahme des Herrn‘, lateinisch Ascensio Domini ‚Aufstieg des Herrn‘), in der Schweiz und in Liechtenstein Auffahrt (alemannisch Uuffert) genannt, bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag der Osterzeit, also 39 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag.
Die Zeit vor dem Fest Christi Himmelfahrt verbindet sich in Liturgie und Brauchtum der römisch-katholischen Kirche mit den Bitttagen, vielerorts auch mit Bittprozessionen (auch Öschprozessionen genannt).


Herkunft und Bedeutung

Neues Testament und frühchristliche Theologie
Im Lukasevangelium 24,50–53 EU und in der Apostelgeschichte des Lukas 1,1–11 EU wird dargestellt, dass der auferstandene Christus in den Himmel auf den Platz „zur Rechten Gottes“ erhoben wurde (der Platz rechts vom Haushe
rrn gebührte seit der Antike dem Thronfolger oder dem Ehrengast). Nur in der Apostelgeschichte findet sich die Zeitangabe von vierzig Tagen, während derer der Auferstandene sich zuvor seinen Jüngern gezeigt habe. Die Himmelfahrt findet ferner Erwähnung in Mk 16,19 EU, 1 Petr 3,22 EU, Heb 4,14 EU und 9,24 EU und – nach christlicher Deutung – in Psalm 47 EU und Ps 68,19 EU.
Die Himmelfahrt Christi hat große Bedeutung für die christliche Eschatologie.
„Ihn, der sich selbst erniedrigt hat und gehorsam geworden ist bis zum Tode am Kreuz, hat Gott über alle erhöht und Ihm einen Namen gegeben, der größer ist als alle Namen“
– Phil 2,8–9 EU.
Der Glaube an die Himmelfahrt wird in frühchristlichen Texten und Glaubensbekenntnissen bezeugt, z. B. bei Polykarp von Smyrna, Justin und Irenäus von Lyon. Der Glaube an die Himmelfahrt wird auch ausgedrückt im Romanum, dem Vorläufer des Apostolicums und des Nicäno-Konstantinopolitanums:

„am dritten Tag von den Toten auferstand,
aufstieg in den Himmel und
zur Rechten des Vaters sitzt,
von dort wird Er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“


Liturgie und Brauchtum

Das Hochfest der Ascensio Domini ist in der Liturgie von Jerusalem seit 383/384 durch das Itinerarium der Pilgerin Egeria bezeugt. Gemäß den lukanischen Texten ist der Termin vierzig Tage nach Ostern bzw. zehn Tage vor Pfingsten. Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt werden als Bitttage (lateinisch Rogationes oder Litaniae minores „kleine Litaneien“) mit den sogenannten Bittprozessionen begangen, Feldumgängen als Fürbitte um eine gute Ernte. Die Bitttage stehen in einer gewissen Spannung zum freudigen Charakter der Osterzeit, die liturgisch mit dem Pfingstfest endet. In Schwaben werden feierliche Bittprozessionen am Himmelfahrtstag „Oeschprozession“ (von altdeutsch esch „Getreideteil der Gemarkung“) genannt. Bis 1955 wurde der Vortag von Christi Himmelfahrt als Vigil begangen.



PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
Fest Christi Himmelfahrt
Cassino, Piazza Miranda
Sonntag, 24. Mai 2009


Liebe Brüder und Schwestern!

»Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, Der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet Meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde« (Apg 1,8). Mit diesen Worten verabschiedet sich Jesus von den Aposteln, wie wir in der ersten Lesung gehört haben. Unmittelbar darauf fügt der biblische Autor hinzu: »Als Er das gesagt hatte, wurde Er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm Ihn auf und entzog Ihn ihren Blicken« (Apg 1,9). Das ist das Geheimnis von Christi Himmelfahrt, das wir heute feierlich begehen. Was aber wollen uns die Bibel und die Liturgie mitteilen, wenn es heißt, dass Jesus »emporgehoben« wurde? Der Sinn dieses Ausdrucks ist nicht allein einem einzigen Textabschnitt zu entnehmen, ebenso wenig einem einzigen Buch des Neuen Testaments, sondern einem aufmerksamen Hören auf die Heilige Schrift insgesamt. Der Gebrauch des Verbums »emporheben« stammt nämlich aus dem Alten Testament und ist auf die Einsetzung in die Königswürde bezogen. Die Himmelfahrt Christi bedeutet also an erster Stelle die Einsetzung des gekreuzigten und auferstandenen Menschensohnes in das Königtum Gottes über die Welt.
Es gibt allerdings einen tieferen, nicht unmittelbar wahrnehmbaren Sinn. In der Apostelgeschichte heißt es zunächst, dass Jesus »emporgehoben« wurde (V. 9), und unmittelbar folgend wird hinzugefügt, daß er »aufgenommen wurde« (V. 11). Das Ereignis ist nicht so beschrieben, als handle es sich um eine Reise in die Höhe, sondern als ein Wirken der Kraft Gottes, die Jesus in den Raum der göttlichen Nähe einführt. Die Gegenwart der Wolke, die »Ihn ihren Blicken entzog « (V. 9), bezieht sich auf ein sehr altes Bild der alttestamentlichen Theologie und fügt den Bericht über die Himmelfahrt in die Geschichte Gottes mit Israel ein, von der Wolke des Sinai und über dem Bundeszelt in der Wüste bis hin zur leuchtenden Wolke auf dem Berg der Verklärung. Dadurch, dass der Herr in die Wolke gehüllt dargestellt wird, wird schließlich auf dasselbe Geheimnis Bezug genommen, das auch im Symbol des »zur Rechten Gottes Sitzens« zum Ausdruck gebracht wird. Im zum Himmel aufgefahrenen Christus ist der Mensch in einer unerhörten und neuen Weise in die Vertrautheit mit Gott eingetreten, der Mensch findet nunmehr für immer Raum in Gott. Der »Himmel« verweist auf keinen Ort über den Sternen, sondern auf etwas viel Kühneres und Erhabeneres: Er verweist auf Christus selbst, die göttliche Person, die voll und für immer das Menschsein in Sich aufnimmt, auf Ihn, in dem Gott und Mensch für immer untrennbar vereint sind. Und wir nähern uns dem Himmel, ja wir treten in den Himmel in dem Maß ein, in dem wir uns Jesus nähern und in Gemeinschaft mit Ihm treten. Das heutige Hochfest Christi Himmelfahrt lädt uns daher zu einer tiefen Gemeinschaft mit dem gestorbenen und auferstandenen Jesus ein, der unsichtbar im Leben eines jeden von uns gegenwärtig ist.
Aus dieser Perspektive begreifen wir, warum der Evangelist Lukas sagt, dass die Jünger nach der Himmelfahrt »in großer Freude« nach Jerusalem zurückkehrten (24,52). Der Grund ihrer Freude besteht in der Tatsache, dass das, was sich ereignet hatte, in Wahrheit keine Trennung war: im Gegenteil, sie hatten nunmehr die Gewissheit, dass der Gekreuzigte und Auferstandene lebendig war und in Ihm der Menschheit für immer die Türen zum ewigen Leben geöffnet worden sind. Mit anderen Worten brachte Seine Himmelfahrt nicht Seine vorübergehende Abwesenheit von der Welt mit sich, sondern leitete vielmehr die neue, endgültige und unzerstörbare Form Seiner Gegenwart ein, dies aufgrund Seiner Teilhabe an der königlichen Macht Gottes. Gerade ihnen, den Jüngern, ermutigt durch die Kraft des Heiligen Geistes, wird es zukommen, Seine Gegenwart durch das Zeugnis, die Verkündigung und den missionarischen Einsatz wahrnehmbar zu machen. Das Hochfest der Himmelfahrt des Herrn sollte auch uns mit Freude und Begeisterung erfüllen, gerade wie es den Aposteln geschah, die vom Ölberg »in großer Freude« aufbrachen. Wie sie sollen auch wir die Einladung der »zwei Männer in weißen Gewändern« annehmen und nicht dastehen und zum Himmel emporschauen; unter der Leitung des Heiligen Geistes müssen wir vielmehr überall hingehen und die heilbringende Botschaft vom Tod und von der Auferstehung Christi verkünden. Es begleiten uns und gereichen uns zum Trost dessen eigene Worte, mit denen das Evangelium nach Matthäus schließt: »Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20).
Liebe Brüder und Schwestern, der historische Charakter der Auferstehung und Himmelfahrt Christi hilft uns, das transzendente und eschatologische Sein der Kirche zu erkennen und zu begreifen; sie ist nicht entstanden und sie lebt nicht, um ein Ersatz für die Abwesenheit ihres »entschwundenen « Herrn zu sein, sondern sie findet vielmehr den Grund ihres Seins und ihrer Sendung in der unsichtbaren Gegenwart Jesu, der mit der Macht Seines Geistes wirkt. Mit anderen Worten könnten wir sagen, dass die Kirche nicht die Aufgabe erfüllt, die Wiederkehr eines »abwesenden« Jesus vorzubereiten; sie lebt und wirkt dagegen vielmehr, um Seine »glorreiche Gegenwart « auf eine geschichtliche und existentielle Weise zu verkünden. Seit dem Tag der Himmelfahrt schreitet jede christliche Gemeinde auf ihrem irdischen Weg hin zur Erfüllung der messianischen Verheißungen, genährt vom Wort Gottes und gespeist vom Leib und Blut ihres Herrn. Das ist das Sein der Kirche – so erinnert das II. Vatikanische Konzil –, während sie »zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg [dahinschreitet] und […] das Kreuz und den Tod des Herrn [verkündet], bis er wiederkommt« (Lumen gentium, 8).


J. Ratzinger - Was heißt Christi Himmelfahrt?
https://www.gloria.tv/post/EEMG4DiKtojg3QB1F47LVKv6J

sel. Anna Katharina Emmerick: Himmelfahrt
https://www.gloria.tv/post/wGjxQHSbagkc4D1MRntD4QMQi

Christi Himmelfahrt: Der Weg der Leiden ist der Weg zum Himmel
https://www.gloria.tv/post/7NZaoT74fP7p4viLDQWfe43Ax

Christi Himmelfahrt und die Rolle
Marienshttps://www.gloria.tv/post/TJs41VAhAJMu3jSoQUtEfzMRK



19.05.2020

18.05.2020

100. Geburtstag Papst Johannes Paul II.



Gebete/Alle Gebete_kj 2020


Johannes Paul II. (lateinisch Ioannes Paulus PP. II., bürgerlich Karol Józef Wojtyła; * 18. Mai 1920 in Wadowice, Polen; † 2. April 2005 in der Vatikanstadt) war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod 26 Jahre und 5 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche. Ein längeres Pontifikat ist nur für Pius IX. belegt. Johannes Paul II. war der erste Slawe auf dem Papstthron. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland Polen zugeschrieben. Am 1. Mai 2011 sprach ihn Benedikt XVI. in Rom selig. Am 27. April 2014 wurde Johannes Paul II. von Papst Franziskus heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 22. Oktober[5], der Tag seiner Inthronisation im Jahre 1978.


Leben
Kindheit und Jugend

Karol Wojtyła wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice, einer Kleinstadt bei Krakau, geboren. Seine Eltern waren der ehemalige k. u. k. Unteroffizier Karol, der als Schneider tätig war, und Emilia, geb. Kaczorowska. Die Mutter starb, als Karol acht Jahre alt war. Im Alter von 12 Jahren verlor er seinen älteren Bruder Edmund (* 1906), der am 5. Dezember 1932 als junger Mediziner in Bielitz (heutiges Bielsko-Biała) an Scharlach starb. Seine ältere Schwester verstarb noch vor seiner Geburt.
In seiner Kindheit war Wojtyła sehr sportlich und spielte oft Fußball als Torwart. Er war ein Fan des polnischen Clubs KS Cracovia (Sportklub Krakau). In seinen prägenden Jahren wurde er durch zahlreiche Kontakte mit der jüdischen Gemeinde in Wadowice beeinflusst. Oft wurden Fußballspiele in der Schule zwischen einer jüdischen und einer katholischen Mannschaft organisiert. Karol Wojtyła spielte oft freiwillig als Torwart bei der jüdischen Mannschaft, wenn diese nicht genug Spieler hatte. Mit Jerzy Kluger, einem seiner damaligen Freunde, war er bis zu seinem Tod sehr eng befreundet.[6]
Ab 1930 besuchte er das Gymnasium und wirkte ab 1934 bei Theateraufführungen mit. Wojtyła war Ministrant, galt als strebsamer Schüler und beendete die Schule mit Bestnoten. Im Sommer 1938 siedelte sein Vater mit ihm nach Krakau in den Stadtteil Dębniki über. Wojtyła schrieb sich zum Studium der Philosophie und Polnischen Literatur an der Jagiellonen-Universität ein. Drei Jahre später, im Jahre 1941, starb sein Vater.
An der Universität schloss sich Wojtyła der Experimentaltheatergruppe „Studio 39“ um Tadeusz Kudliński an, in der er bis 1943, zuletzt im Untergrund, wirkte. Außerdem verfasste er literarische Texte: Neben diversen Gedichten schrieb er 1940 unter dem Pseudonym Andrzej Jawien das dreiteilige Drama Jeremiasz (Jeremia), ein biblisch inspiriertes Mysterienspiel mit politischem Bezug. Ebenso engagierte er sich im Rhapsodischen Theater. Sein Mysterienspiel Im Laden des Goldschmieds wurde 1960 veröffentlicht.
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Universität von der deutschen Besatzungsmacht geschlossen, 183 Professoren wurden im Zuge der Sonderaktion Krakau verhaftet, ein Teil von ihnen starb in Konzentrationslagern. Wojtyła führte seine Studien in der Untergrunduniversität fort, wurde aber zwangsweise zum Baudienst im Generalgouvernement herangezogen und war in einem Steinbruch sowie vom Frühjahr 1942 bis August 1944 in einer Chemiefabrik eingesetzt; so konnte er seine Deportation zur Zwangsarbeit nach Deutschland verhindern.
Wadowice und Krakau sind Orte, die bis zum Zweiten Weltkrieg sehr stark durch die jüdische Kultur beeinflusst waren, was prägend für Wojtyłas positives Verhältnis zum Judentum war. Im Oktober 1942 trat er ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein. Von August 1944 bis Kriegsende 1945 fand er Zuflucht in der Residenz des Krakauer Erzbischofs Adam Stefan Sapieha.


Priester und Professor

Am 1. November 1946 empfing Wojtyła im Geheimen die Priesterweihe von Adam Stefan Sapieha und promovierte in den folgenden zwei Jahren auf dessen Anweisung in Rom am Angelicum über die Glaubensdoktrin beim heiligen Johannes vom Kreuz. Am 3. Juli 1947 erwarb er das Lizenziat der Theologie, im Juni 1948 das Doktorat der Philosophie (mit der Note summa cum laude).
Im Anschluss war Karol Wojtyła als Kaplan in Niegowić bei Gdów und später in der Krakauer Studentenkirche St. Florian tätig, wo er bald für seine Predigten bekannt wurde. Er wurde Ende 1948 zum Doktor der Theologie promoviert.
Ab 1953 lehrte Wojtyła als Professor für Moraltheologie in Krakau und bekam 1954 einen Lehrauftrag für Philosophie und Sozialethik an der Katholischen Universität von Lublin, wo er sich 1953 mit einer Arbeit „Beurteilung der Rekonstruktionsmöglichkeiten einer christlichen Ethik auf der Basis der Voraussetzungen des ethischen Systems“ von Max Scheler habilitierte. In dieser Zeit entstand auch sein bedeutendstes und in Polen am häufigsten aufgeführtes Bühnenwerk Der Bruder unseres Gottes, in dem sich bereits einige zentrale Ansätze seines philosophischen Hauptwerks Person und Tat (1969) abzeichnen.


Bischof und Kardinal

Am 28. September 1958 wurde Karol Wojtyła von Eugeniusz Baziak zum Bischof geweiht, nachdem er am 4. Juli desselben Jahres zum Weihbischof in Krakau mit dem Titularbistum Ombi ernannt worden war. Er nahm 1962 bis 1965 am Zweiten Vatikanischen Konzil teil; sein Hauptaugenmerk lag dabei auf den Gebieten Religionsfreiheit und einer zeitgemäßen Verkündigung der kirchlichen Lehre, die die Konzilsdokumente Dignitatis humanae und Gaudium et spes behandeln.
Am 13. Januar 1964 folgte Wojtyła Erzbischof Eugeniusz Baziak im Amt des Erzbischofs von Krakau. Sein Episkopat in Krakau war vor allem durch eine „sanfte“ Konfrontation mit dem kommunistischen Regime Polens geprägt. Sein Beharren auf dem Bau der Kirche der Mutter Gottes, der Königin von Polen in der neuen Arbeiterstadt Nowa Huta, und seine Predigten, in denen er oft die freie Ausübung der Religion für alle Polen forderte, zeigten ihn als unerschrockenen Antikommunisten. 1965 war er maßgeblich am Aufruf der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder zur Versöhnung beteiligt, in dem zur Versöhnung zwischen Polen und Deutschen aufgerufen wurde. Auch dies machte ihn zum Objekt scharfer Attacken der kommunistischen Machthaber. Am 26. Juni 1967 wurde Wojtyła zum Kardinalpriester mit der Titelkirche pro hac vice San Cesareo in Palatio erhoben. In dieser Zeit setzte Karol Wojtyła seine aktive wissenschaftliche Arbeit fort, er publizierte 1969 ein philosophisches „Credo“ seines eigenen Personalismus in der Monographie Person und Tat und nahm an verschiedenen polnisch-italienischen philosophischen Kongressen und Konferenzen teil.

Im Zuge der kirchlichen Bemühungen um eine deutsch-polnische Aussöhnung besuchte Wojtyła 1974 die Bundesrepublik Deutschland und zelebrierte mit Julius Kardinal Döpfner am 19. September eine heilige Messe im Karmel Heilig Blut am Rande der KZ-Gedenkstätte Dachau. Als Papst sprach er später 48 der im Konzentrationslager Dachau inhaftierten Priester selig. Ein letzter Deutschlandbesuch vor seiner Wahl erfolgte 1978 an der Seite des Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszyński.

Pontifikat
Die Amtszeit Johannes Pauls II. dauerte vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod am 2. April 2005. In diese mehr als 26 Jahre fielen weltgeschichtlich das Ende des Kalten Krieges, der Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa mit der Entstehung neuer Nationalstaaten sowie die Kriege in Afghanistan, im ehemaligen Jugoslawien und im Irak.
Johannes Paul II. suchte stärker als seine Vorgänger die Öffentlichkeit und scheute die Massenmedien nicht, was ihm teils die Bezeichnung „Medienpapst“ eintrug. Bei seinen öffentlichen Auftritten vor großen Menschenversammlungen wirkte er als charismatische Persönlichkeit.


Wahl und Anfangsjahre

Am 16. Oktober 1978 wurde Karol Wojtyła von den 111 zum Konklave versammelten Kardinälen (im 8. Wahlgang mit 99 Stimmen, andere Quellen nennen 97 Stimmen) in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September 1978 verstorbenen Johannes Paul I. zum nach kirchlicher Zählung 264. Papst und Bischof von Rom gewählt. Damit war er der erste nicht-italienische Papst seit Hadrian VI. (* 1459 in Utrecht, heute Niederlande, zum Papst gewählt 1522) sowie der erste slawische Papst der Kirchengeschichte. Edward Gierek, damaliger Chef der Polska Zjednoczona Partia Robotnicza kommentierte die Wahl Wojtyłas weitsichtig: "Ein großes Ereignis für die polnische Nation – und große Schwierigkeiten für uns!"[10] Johannes Paul II. war bei seiner Wahl mit 58 Jahren der jüngste Papst seit Pius IX. Zudem war er in außerordentlich guter körperlicher Verfassung. Im Gegensatz zu anderen Päpsten vor ihm trieb er Sport, er schwamm und lief regelmäßig Ski. Der Papst soll mehr als hundertmal heimlich den Vatikan verlassen haben, um Ski zu laufen.
Am 4. März 1979 veröffentlichte Johannes Paul II. seine Antrittsenzyklika Redemptor Hominis, die ihn als „Papst der Menschenrechte“ erscheinen ließ.
In den ersten Jahren des Pontifikats standen das Beharren auf der Religionsfreiheit und eine damit verbundene Konfrontation mit den kommunistischen Regimes Osteuropas im Vordergrund. Die Außenpolitik Johannes Pauls II. gegenüber dem Ostblock unterschied sich hier von der seiner kompromissbereiteren Vorgänger. Trotzdem berief er 1979 mit Agostino Casaroli einen Architekten dieser kompromissbereiten Ostpolitik zum Kardinalstaatssekretär. Die polnische Parteiführung konnte eine Pastoralreise in die Heimat aufgrund seiner Popularität nicht verhindern. Vom 2. bis 10. Juni 1979 besuchte er zum ersten Mal als Papst sein Heimatland Polen. In Polen sahen etwa zehn Millionen Menschen den Papst, ein Viertel der gesamten polnischen Bevölkerung. Johannes Paul II. wurde zum Symbol des polnischen Widerstands. Symbolträchtig war sein Besuch in Polen nicht zuletzt deswegen, weil sich 1979 zum 900. Mal der Tod Stanislaus von Szczepanóws jährte, eines Vorgängers Wojtyłas im Amt des Bischofs von Krakau, der wegen seines Widerstands gegen den tyrannischen König Bolesław II. eine Symbolfigur des polnischen Freiheitswillens ist und als Nationalheld verehrt wird.


Attentate

Am 13. Mai 1981 (es ist der Gedenktag Fátima) feuerte der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Ağca um 17:17 Uhr aus nächster Nähe mindestens zwei Pistolenschüsse auf Johannes Paul II. ab, als dieser im offenen Papamobil auf dem Weg zur Generalaudienz in langsamer Fahrt die auf dem Petersplatz versammelte Menschenmenge passierte. Eine Kugel traf den Papst an der linken Hand und an der Schulter, eine zweite drang in seinen Unterleib ein. Da er sofort in das Gemelli-Krankenhaus gebracht wurde, konnten die Ärzte sein Leben durch eine fünfstündige Operation, bei der ein Stück des perforierten Darms entfernt wurde, retten. Gegen den Rat der Ärzte kehrte er schon am 3. Juni in den Vatikan zurück. Eine schwere postoperative Virusinfektion zwang ihn jedoch dazu, sich am 20. Juni für weitere 24 Tage in die Klinik zu begeben.
Die Hintermänner des Attentats wurden beim sowjetischen Geheimdienst KGB vermutet. Es blieb allerdings lange Zeit eine Vermutung, da Ağca sich bis März 2005 beharrlich über die Hintergründe des Attentats ausschwieg. 2006 kam ein Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments zu dem Schluss, dass das Attentat im Auftrag Breschnews vom militärischen Nachrichtendienst der Sowjetunion GRU in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst verübt worden sei. Aufsehen erregte der Papst, als er im Dezember 1984 den Attentäter, dem er schon auf dem Krankenbett vergeben hatte, nach der Genesung im Gefängnis besuchte.
Da die Marienverehrung für Johannes Paul II. besonders wichtig war und das Attentat am Gedenktag Unserer Lieben Frau in Fatima verübt wurde, an dem sich in dem portugiesischen Fátima 1917 die erste Marienerscheinung ereignet hatte, schrieb Johannes Paul II. seine Rettung der Gottesmutter zu und bedankte sich mit einer Wallfahrt in den portugiesischen Wallfahrtsort. Dabei brachte er das Geschoss, das ihm aus dem Bauch entfernt worden und inzwischen vergoldet und in eine kleine Krone gefasst war, der Madonna von Fátima als Geschenk dar.
Am 12. Mai 1982, während der Pilgerreise des Papstes in Portugal zum Dank, dass er das Attentat überlebt hatte, versuchte der Priester Juan María Fernández y Krohn, mit einem Bajonett ein weiteres Attentat auf den Papst zu verüben, konnte jedoch von den Leibwächtern überwältigt werden. Der Attentäter begründete sein Handeln mit der „Rettung“ der katholischen Kirche vor den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils.


Reisetätigkeit

Johannes Paul II. nahm die repräsentativen Aspekte des Papstamtes verstärkt wahr. Dies zeigte sich vor allem in den 104 Auslandsreisen des Papstes, Pastoralbesuche genannt, auf denen er 127 Länder besuchte. Seine Reisetätigkeit trug ihm rasch den Spitznamen „eiliger Vater“ ein. Johannes Paul II. unternahm während seiner Amtszeit mehr Auslandsreisen als alle früheren Päpste zusammen. Auf seine erste Reise, die ihn in die Dominikanische Republik, nach Mexiko und auf die Bahamas führte, begab er sich bereits rund drei Monate nach seiner Wahl. Wenn Johannes Paul II. ein Land zum ersten Mal betrat, zeigte er durch seinen Kniefall und das Küssen des Bodens seine Ehrerbietung.
Von politischer Bedeutung waren insbesondere die Reisen in sein Heimatland, durch die er den polnischen Widerstand gegen das kommunistische Regime stärkte.
Vom 28. Mai bis 2. Juni 1982 besuchte Johannes Paul II. als erster Papst seit der Trennung der anglikanischen Kirche vor 450 Jahren Großbritannien. Während des Aufenthalts wurde er von Königin Elisabeth II. empfangen und besuchte einen ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale von Canterbury. Im Jahr 2000 begab sich der Papst auf eine Reise ins Heilige Land (Israel, Jordanien, Palästinensergebiete).
Am 15. Januar 1995 hielt der Papst in Manila vor vier Millionen Menschen den seinerzeit größten Gottesdienst in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche. Es war zugleich die größte bekannte Versammlung in der Geschichte der Menschheit. Am 21. Januar 1998 führte ihn eine Pilgerreise ins sozialistische Kuba.
Die Bundesrepublik Deutschland besuchte Johannes Paul II. als Papst erstmals im November 1980, weitere Deutschlandbesuche folgten in den Jahren 1987 und 1996. Österreich besuchte er in den Jahren 1983, 1988 und 1998, die Schweiz 1982, 1984, 1985 und 2004.


Persönliche Treffen

Neben den Reisen waren insbesondere die persönlichen Treffen mit weltlichen Machthabern und religiösen Würdenträgern, mit denen der Papst oftmals Zeichen setzte, charakteristisch für die Amtszeit Johannes Pauls II. So empfing er 1982 den Palästinenserführer Jassir Arafat. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer – am 1. Dezember 1989 – traf er Michail Gorbatschow – es war das einzige Mal, dass ein Generalsekretär der KPdSU von einem Papst empfangen wurde. Im März 1999 fand im Vatikan ein Treffen des Papstes mit dem iranischen Präsidenten Mohammed Chatami statt, was als historisches Ereignis bewertet wurde.
Am 27. Oktober 1986 kam es in Assisi zu einem von Johannes Paul II. initiierten interreligiösen Friedenstreffen mit hochrangigen Vertretern der großen Weltreligionen, bei dem der Papst alle Religionen einlud, jeder in seiner Tradition, für den Frieden zu beten. Unter dem Eindruck der Anschläge des 11. Septembers und des darauf folgenden Kriegs in Afghanistan organisierte der Papst am 24. Januar 2002 ein zweites Gebet der Weltreligionen.
Zahlreiche Besuche und gemeinsame Urlaubstage gab es mit der Philosophin Anna-Teresa Tymieniecka, mit der ihn seit 1976 eine enge Freundschaft verband. Sie besuchte ihn zuletzt am Tag vor seinem Tod. Die Bedeutung dieser Beziehung für den Papst wird durch den dokumentierten intensiven Briefwechsel deutlich. Vom Vatikan wurde die Existenz dieser Beziehung ignoriert.



Heilige Jahre

Heiliges Jahr der Erlösung 1983

Am 25. März 1983, dem Fest der Verkündigung des Herrn, rief Johannes Paul II. ein außerordentliches „Heiliges Jahr der Erlösung“ aus und öffnete die Heilige Pforte Das Heilige Jahr der Erlösung endete am Ostersonntag 1984.

Heiliges Jahr 2000
Mit der Öffnung der Heiligen Pforte am 25. Dezember 1999 begannen die Feierlichkeiten für das Heilige Jahr 2000. Am 12. März 2000 sprach der Papst ein „Mea culpa“ für die Kirche wegen ihrer Verfehlungen wie Glaubenskriege, Judenverfolgungen und Inquisition aus. Acht Tage später begann eine Reise nach Israel, Jordanien und in die Palästinensergebiete, bei welcher er die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel besuchte und an der Klagemauer betete.
Im Heiligen Jahr 2000 wurde das bis dahin vom Vatikan geheimgehaltene sogenannte „dritte Geheimnis von Fatima“ durch den Kurienkardinal Joseph Ratzinger der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Darin soll die Erscheinung von Fatima das Attentat auf einen Papst vorhergesagt haben, eine Prophezeiung, die Johannes Paul II. auf sich bezog.
Das Heilige Jahr 2000 war zugleich das Jahr des 80. Geburtstags Johannes Pauls II. Zu diesem Anlass am 18. Mai 2000 widmete der Literaturnobelpreisträger Czesław Miłosz dem Papst eine Ode.[21]
In der Vergebungsbitte[22] Mea culpa von Johannes Paul II. im Heiligen Jahr 2000 wurden von dem damaligen Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, die Worte gesprochen, „dass auch Menschen der Kirche im Namen des Glaubens und der Moral in ihrem notwendigen Einsatz zum Schutz der Wahrheit mitunter auf Methoden zurückgegriffen haben, die dem Evangelium nicht entsprechen“. Dies wird in Kommentaren als eine Entschuldigung der Kirche für die Hexenverfolgungen gedeutet.


Krankheit und Tod

Bereits in den 1990er-Jahren musste sich Johannes Paul II. mehreren Operationen unterziehen. Am 15. Juli 1992 wurde ihm ein gutartiger Tumor aus dem Dickdarm entfernt. Am 29. April 1994 brach er sich bei einem Sturz im Badezimmer den Oberschenkel und musste sich daraufhin ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lassen.
In seinen letzten Lebensjahren war Johannes Paul II. in seiner Amtsführung zunehmend durch die Parkinson-Krankheit mit Lähmungserscheinungen und Schwierigkeiten beim Sprechen beeinträchtigt. Er litt zudem an den Folgen des Attentats von 1981 und an einer schweren Arthritis im rechten Knie als Folge der Hüftoperation. Wiederholt schlugen Außenstehende einen Rücktritt des Papstes vor. Johannes Paul II. erklärte indes, er lege die Dauer seiner Amtszeit in Gottes Hände.
Anfang 2005 verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 84-Jährigen dramatisch. Am 1. Februar 2005 wurde er mit einer Kehlkopfentzündung und Atemnot in die Gemelli-Klinik in Rom gebracht. Nach seiner Entlassung am 10. Februar musste er am 24. Februar abermals eingeliefert und ein Luftröhrenschnitt vorgenommen werden. Am 13. März 2005 kehrte Johannes Paul II. in den Vatikan zurück. Er zeigte sich am 20. und 23. März am Fenster seines Arbeitszimmers den Gläubigen auf dem Petersplatz und spendete von dort am Ostersonntag (27. März) stumm den Segen Urbi et orbi. Am 30. März 2005 ließ sich der Papst dort zum letzten Mal sehen. Er wurde bereits durch eine ständige Sonde in der Nase künstlich ernährt.
Am folgenden Tag fieberte er und empfing die Krankensalbung. Am 2. April 2005 gegen 15:30 Uhr sprach er mit sehr schwacher und gebrochener Stimme auf Polnisch seine letzten Worte: „Lasst mich ins Haus des Vaters gehen!“ Kurz vor 19 Uhr fiel er ins Koma. Ab 20 Uhr zelebrierte Stanisław Dziwisz unter Mitwirkung von Kardinal Marian Jaworski, Stanisław Ryłko und Mieczysław Mokrzycki eine heilige Messe am Fußende des Krankenbetts. „Um 21:37 Uhr entschlief Johannes Paul II. im Herrn“, heißt es in dem ausführlichen Bericht über die letzten Tage des Papstes, den der Vatikan am 19. September 2005 als Supplementum zu seinem Amtsblatt, den Acta Apostolicae Sedis – Commentarium Officiale, vom 17. April 2005 veröffentlichte.


Heilig- und Seligsprechungen

Johannes Paul II. hat in seiner Amtszeit 1338 Seligsprechungen und 482 Heiligsprechungen vorgenommen. Die Zahl aller von seinen Vorgängern in den letzten 400 Jahren insgesamt heiliggesprochenen Personen ist nur etwa halb so hoch. Bei der Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester Maria Faustyna Kowalska – sie gilt als „Apostelin der Barmherzigkeit Gottes“ – am Weißen Sonntag des Heiligen Jahres 2000 erklärte Johannes Paul II. den Weißen Sonntag zum „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Die von ihm heiliggesprochene italienische Kinderärztin Gianna Beretta Molla gilt als Vorbild der Abtreibungsgegner. Auf Kritik, auch innerhalb der Kirche, stieß die Selig- und Heiligsprechung des Opus-Dei-Gründers Josemaría Escrivá. Wie seit Paul VI. üblich, stand Johannes Paul II. auch den Seligsprechungsfeiern persönlich vor. Sein Nachfolger Benedikt XVI. überließ diese Aufgabe wieder dem Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen.


Bischofsernennungen

Anlässlich von Bischofsernennungen kam es immer wieder zu Konflikten zwischen einem Teil der Gläubigen und der Kirche. Zu nennen sind beispielsweise die Ernennung von Wolfgang Haas in Chur und später in Liechtenstein, von Kurt Krenn in St. Pölten und Hans Hermann Groër in Wien. Als Johannes Paul II. 1988 gegen den Widerstand des Domkapitels Joachim Meisner zum Erzbischof von Köln ernannte, protestierten mehr als 220 deutschsprachige katholische Hochschullehrer (700 weltweit) öffentlich mit der Kölner Erklärung gegen den „römischen Zentralismus“ im Hinblick auf Bischofsernennungen, die Vergabe von Unbedenklichkeitserklärungen ("Nihil obstat") bei der Berufung von Theologieprofessoren und die Ausübung des päpstlichen Lehramts.

Zulassung von Frauen zum Weihesakrament


Der Sakramentenlehre der katholischen Kirche zufolge empfängt das Weihesakrament gültig nur ein getaufter Mann. Johannes Paul II. unterstrich dies bei einem Besuch in den Vereinigten Staaten 1983, als er den amerikanischen Bischöfen, die einen Hirtenbrief zu dem Thema verfassten, erklärte, was er erwarte. Personen oder Gruppen, die die Zulassung der Frau zum Priesteramt forderten, schadeten durch ihr Tun in Wirklichkeit der Würde der Frau.
Kritiker fordern dagegen den gleichberechtigten Zugang von Frauen zum Weiheamt. Johannes Paul II. bekräftigte die Lehre der Kirche in seinem Schreiben Ordinatio sacerdotalis, in dem er erklärte, dass die katholische Kirche keinerlei Vollmacht besitze, Frauen zu Priestern zu weihen, und sich alle Gläubigen endgültig an diese Entscheidung zu halten hätten. Diese definitive Haltung schließt für katholische Theologen ein Verbot der Fortführung der Diskussion mit ein.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Johannes_Paul_II.


GEBET zum HEILIGEN GEIST
(Dieses Gebet betete Papst JOHANNES PAUL II. täglich)

O HEILIGER GEIST,
Du Liebe des VATERS und des SOHNES:
Gib mir immer ein, was ich denken soll.
Gib mir ein, was und wie ich es sagen soll.
Gib mir ein, was ich verschweigen soll
und wie ich mich dabei verhalten soll.
Gib mir ein, was ich zur Ehre GOTTES
zum Wohl der Seelen
und zu meiner eigenen Heiligung tun soll.
HEILIGER GEIST:
Gib mir Verstand, um zu verstehen und zu erkennen.
Gib mir das Fassungsvermögen, um alles zu
behalten.
Lehre mich die Methoden und gib mir die
Fähigkeit, um immer wieder zu lernen.
Gib mir Scharfsinn, um richtig zu deuten und zu
unterscheiden.
Gib mir die Gnade, um wirkungsvoll zu sprechen.
HEILIGER GEIST:
Gib mir Zuversicht und Treffsicherheit am Beginn;
leite und führe mich bei der Ausführung
und schenke mir Vollkommenheit beim Beenden.
AMEN.


Brief Papst Benedikt XVI.
zum 100. Geburtstag Papst Johannes Paul II.



Vatikanstadt, 4. Mai 2020
Zum 100. Geburtstag des heiligen Papstes Johannes Paul II.
(18. Mai 2020)

Am 18. Mai werden es 100 Jahre sein, daß Papst Johannes Paul II. in der kleinen polnischen Stadt Wadowice geboren wurde.
Polen, das sich mehr als 100 Jahre lang die drei umgebenden Großmächte Preußen, Rußland und Österreich untereinander aufgeteilt hatten, hatte am Ende des Ersten Weltkrieges seine Selbständigkeit wiedererlangt. Es war ein Aufbruch voller Hoffnung, aber auch voller Mühsale, weil der Druck der beiden Großmächte Deutschland und Rußland weiterhin auf dem sich neu organisierenden Staat lastete. In dieser Situation der Bedrängnis, aber vor allem der Hoffnung, wuchs der junge Karol Wojtyła auf, der freilich sehr früh seine Mutter, seinen Bruder und schließlich auch seinen Vater verlor, von dem er eine tiefe und warmherzige Frömmigkeit gelernt hatte. Der junge Karol war vor allem für die Literatur und für das Theater begeistert und machte sich nach der Reifeprüfung zunächst ans Studium dieser Fächer.
„Um der Deportation zu entgehen, begann er im Herbst 1940 in einem Steinbruch zu arbeiten, der zur Chemiefabrik Solvay gehörte.“ „Im Herbst 1942 faßte er endgültig den Entschluß, in das Priesterseminar von Krakau einzutreten, das Erzbischof Sapieha von Krakau geheim in seiner Residenz eingerichtet hatte. Schon als Fabrikarbeiter hatte er aus alten Lehrbüchern mit dem Studium der Theologie begonnen, so daß er am 1. November 1946 zum Priester geweiht werden konnte.“ Seine Theologie studierte er freilich nicht nur aus Büchern, sondern auch aus der konkreten Situation, die ihn und sein Land bedrängte. Dies ist irgendwie charakteristisch für sein ganzes Leben und Werk. Er studiert Bücher, aber er erlebt und erleidet die Fragen, die hinter dem Gedruckten stehen. So ist für ihn als jungen Bischof – seit 1958 Weihbischof, seit 1964 Erzbischof von Krakau – das II. Vatikanische Konzil eine Schule für sein ganzes Leben und Wirken geworden. Die großen Fragen, die vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten Schema 13 – der nachmaligen Konstitution Gaudium et Spes – sich stellten, waren seine persönlichen Fragen. Die im Konzil erarbeiteten Antworten zeigten ihm den Weg für sein Wirken als Bischof und später als Papst.
Als Kardinal Wojtyła dann am 16. Oktober 1978 zum Nachfolger des heiligen Petrus gewählt wurde, befand sich die Kirche in einer dramatischen Situation. Die Beratungen des Konzils waren in der Öffentlichkeit wie ein Streit um den Glauben selbst dargestellt worden, dem so sein Charakter der untrüglichen und unantastbaren Sicherheit genommen schien. Ein bayerischer Pfarrer kommentierte beispielsweise die Situation, indem er sagte: „Am Ende haben wir den falschen Glauben erwischt.“ Dieses Gefühl, daß es nichts Sicheres mehr gebe, daß alles in Frage stehe, wurde durch die Art, in der die Liturgiereform sich vollzog, weiter genährt. Am Ende schien auch in der Liturgie alles machbar zu sein. Paul VI. hatte mit Energie und Entschiedenheit das Konzil zu Ende geführt, sah sich aber nun nach dessen Ende immer drängenderen Fragen ausgesetzt, in denen letztlich die Kirche selbst in Frage stand. Soziologen haben die Situation der Kirche in jener Stunde verglichen mit der Situation der Sowjetunion unter Gorbatschow, in der im Versuch der notwendigen Reformen schließlich das ganze mächtige Gebilde des Sowjetstaats zusammenbrach.
So wartete auf den neuen Papst in der Tat eine menschlich kaum zu bewältigende Aufgabe. Aber es geschah vom ersten Augenblick an, daß Johannes Paul II. eine neue Begeisterung für Christus und seine Kirche weckte. Zunächst bleibt die Predigt zum Beginn seines Pontifikats mit dem Ruf „Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus!“ Diese Tonart bestimmte letztlich sein ganzes Pontifikat und hat ihn zu einem befreienden Erneuerer der Kirche werden lassen. Voraussetzung dafür war, daß der neue Papst aus einem Land kam, in dem die Rezeption des Konzils positiv gewesen war: Nicht der Zweifel an allem war bestimmend, sondern die freudige Erneuerung von allem.
Der Papst hat in 104 großen Pastoralreisen die Welt durchwandert und überall das Evangelium als Freude verkündet und so auch seine Verpflichtung verständlich gemacht, für das Gute, für Christus einzutreten.
In 14 Enzykliken hat er den Glauben der Kirche wie ihre menschliche Weisung umfassend neu dargestellt. Daß er damit in den von Zweifeln erfüllten Kirchen des Westens Widerspruch ausgelöst hat, war unvermeidbar.
Heute scheint es mir wichtig, vor allem auf die eigentliche Mitte zu verweisen, von der aus die Botschaft der verschiedenen Texte zu lesen ist. Diese Mitte ist durch die Stunde seines Todes uns allen nachdrücklich vor Augen geführt worden. Papst Johannes Paul II. starb in den ersten Stunden des von ihm neu eingeführten Festes der göttlichen Barmherzigkeit. Lassen Sie mich da zunächst eine kleine persönliche Bemerkung einfügen, die etwas Wichtiges über Wesen und Wirken des Papstes sichtbar macht. Johannes Paul II. war von Anfang an von der Botschaft der Krakauer Nonne Faustina Kowalska tief berührt, die die göttliche Barmherzigkeit als wesentliche Mitte des christlichen Glaubens überhaupt herausstellte und ein Fest dafür gewünscht hatte. Der Papst hatte nach allen Beratungen dafür den Weißen Sonntag vorgesehen. Vor der endgültigen Entscheidung hat er aber das Urteil der Glaubenskongregation über die Angemessenheit dieses Datums erbeten. Wir haben Nein gesagt, weil wir der Meinung waren, daß ein so großes altes und inhaltlich gefülltes Datum wie das des Weißen Sonntags nicht mit neuen Ideen überfrachtet werden solle. Es ist dem Heiligen Vater gewiß nicht leicht gefallen, unser Nein anzunehmen. Aber er hat es in aller Demut getan und auch ein zweites Mal das Nein von unserer Seite akzeptiert. Schließlich hat er einen Vorschlag formuliert, der dem Weißen Sonntag seine historische Gestalt beläßt, aber die göttliche Barmherzigkeit in seine ursprüngliche Aussage einbezieht. Ähnliche Fälle hat es immer wieder gegeben, in denen mich die Demut des großen Papstes beeindruckt hat, der auf ihm lieb gewordene Ideen verzichtete, weil sie nicht die Zustimmung der amtlichen Organe fanden, die nach den klassischen Ordnungen dazu zu befragen sind.
Als Johannes Paul II. seine letzten Atemzüge auf dieser Welt getan hat, war gerade nach dem Gebet der Ersten Vesper das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit angebrochen. Es hat die Stunde seines Todes beleuchtet: Das Licht der Barmherzigkeit Gottes steht so als tröstende Botschaft über seinem Sterben. In seinem letzten Buch „Memoria e Identità“, das gleichsam am Vorabend seines Todes veröffentlicht wurde, hat der Papst die Botschaft vom göttlichen Erbarmen noch einmal zusammenfassend dargestellt. Er verweist darauf, daß Schwester Faustina noch vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs gestorben ist, aber schon die Antwort des Herrn auf all dieses Unerträgliche mitschenkte. Es war, als ob Christus durch Faustina habe sagen wollen: „Das Böse wird nicht den definitiven Sieg davontragen. Das Ostergeheimnis bekräftigt, daß das Gute letzten Endes siegreich sein wird, daß das Leben den Tod und daß die Liebe über den Haß triumphieren wird“ (S. 71).
Dem Papst ging es ein Leben lang darum, die objektive Mitte des christlichen Glaubens, die Lehre von der Erlösung, sich auch subjektiv zuzueignen und den anderen zueignungsfähig zu machen. Jedem einzelnen ist das Erbarmen Gottes durch den auferstandenen Christus zugedacht. Obwohl diese Mitte christlicher Existenz uns nur im Glauben geschenkt ist, ist sie doch zugleich auch philosophisch bedeutsam, denn wenn das Erbarmen Gottes kein Faktum ist, dann müssen wir uns mit einer Welt zurechtfinden, in der eine letzte Gegenkraft des Guten gegen das Böse nicht erkennbar ist. Schließlich ist über diese objektiv geschichtliche Bedeutung hinaus auch für jeden einzelnen unerläßlich zu wissen, daß am Ende das Erbarmen Gottes stärker als unsere Schwachheit ist. An diesem Punkt ist übrigens auch die innere Einheit der Botschaft von Johannes Paul II. und den Grundintentionen von Papst Franziskus zu finden: Johannes Paul II. ist nicht der moralische Rigorist, als den man ihn zum Teil hinstellt. Mit der Zentralität des göttlichen Erbarmens gibt er uns die Möglichkeit, den moralischen Anspruch an den Menschen anzunehmen, auch wenn er nie ganz von uns eingelöst werden kann. Und unser moralisches Mühen geschieht im Licht des göttlichen Erbarmens, das sich als heilende Kraft für unsere Schwachheit erweist.
Als Papst Johannes Paul II. starb, war der Petersplatz angefüllt mit Menschen, vor allem mit jungen Menschen, die ein letztes Mal ihrem Papst begegnen wollten. Unvergessen bleibt mir der Augenblick, in dem Erzbischof Sandri die Botschaft vom Heimgang des Papstes verkündete. Unvergessen bleibt vor allem auch der Augenblick, in dem die große Glocke von Sankt Peter diese Botschaft aufnahm. Am Tag des Begräbnisses waren viele Tafeln zu sehen, auf denen geschrieben stand „Santo subito!“ Es war ein Zuruf, der aus der Begegnung mit Johannes Paul II. von allen Seiten her aufstieg. Nicht von der Piazza, aber in verschiedenen intellektuellen Kreisen wurde der Gedanke diskutiert, Johannes Paul II. den Titel „der Große“ zuzulegen.
Das Wort „heilig“ weist auf die Sphäre Gottes, das Wort „groß“ auf die menschliche Dimension hin. Heiligkeit ist nach den Maßstäben der Kirche an zwei Kriterien erkennbar: heroische Tugenden und ein Wunder. Beide Maßstäbe sind eng miteinander verwandt. Denn das Wort „heroische Tugend“ besagt nicht eine Art von olympischer Leistung, sondern bedeutet, daß in und durch einen Menschen sichtbar wird, was nicht aus dem Eigenen kommt, sondern was Gottes Wirken in und durch ihn erkennbar werden läßt. Es geht nicht um einen moralischen Wettbewerb, sondern um den Verzicht auf die eigene Größe. Es geht darum, daß ein Mensch Gott an sich wirken läßt und so durch ihn hindurch Gottes Wirken und Macht sichtbar werden.
Das Gleiche gilt von dem Kriterium Wunder: Auch hier geht es nicht darum, daß Sensationelles geschieht, sondern darum, daß Gottes heilende Güte sichtbar wird in einer Weise, die die bloß menschlichen Möglichkeiten überschreitet. Der Heilige ist der auf Gott hin offene, von Gott durchdrungene Mensch. Heilig ist derjenige, der von sich wegführt und uns Gott sehen und erkennen läßt. Dies, soweit es geht, rechtlich zu überprüfen, ist Sinn der beiden Prozesse für Selig- und Heiligsprechungen. Beide wurden bei Johannes Paul II. streng nach den geltenden Regeln durchgeführt. So steht er nun vor uns als Vater, der uns Gottes Barmherzigkeit und Güte sichtbar macht.
Schwieriger ist es, den Begriff „groß“ recht zu definieren. Im Lauf der fast 2000-jährigen Geschichte des Papsttums hat sich nur für zwei Päpste der Titel „der Große“ durchgesetzt, für Leo I. (440 – 461) und für Gregor I. (590 – 604). Das Wort „groß“ hat bei beiden einen politischen Anklang, aber in einer Weise, daß durch politischen Erfolg hindurch etwas vom Geheimnis Gottes selbst sichtbar wird. Leo der Große hat im Gespräch den Hunnenfürsten Attila davon überzeugen können, Rom – die Stadt der Apostelfürsten Petrus und Paulus – zu verschonen. Ohne Waffen, ohne militärische oder politische Macht hat er durch die Kraft seiner Überzeugung für seinen Glauben dem gefürchteten Tyrannen die Schonung Roms abringen können. Im Ringen von Geist und Macht hat der Geist sich als stärker erwiesen.
Gregor I. hat zwar keinen ähnlichen spektakulären Erfolg gehabt, aber doch Rom immer wieder vor den Langobarden zu schützen vermocht – auch hier Geist gegen Macht stellend und den Sieg des Geistes errungen.
Wenn man beider Geschichte mit der von Johannes Paul II. vergleicht, ist die Ähnlichkeit unverkennbar. Auch Johannes Paul II. verfügte über keinerlei militärische oder politische Macht. Bei der Beratung über die künftige Gestalt Europas und Deutschlands im Februar 1945 wurde bemerkt, daß man auch die Reaktion des Papstes mitbedenken solle. Da habe Stalin gefragt: „Wie viele Divisionen hat der Papst?“ Nun, er hatte keine Division zur Verfügung. Aber die Kraft des Glaubens erwies sich als eine Macht, die schließlich 1989 das sowjetische Machtsystem aus den Angeln hob und einen neuen Anfang ermöglichte. Daß der Glaube des Papstes ein wesentliches Element im Umbruch der Mächte gewesen ist, ist unbestritten. Und so ist sicher auch hier jene Größe sichtbar, die bei Leo I. und bei Gregor I. in Erscheinung getreten ist.
Ob nun der Beiname „der Große“ sich durchsetzen wird oder nicht, lassen wir offen. Richtig ist, daß in Johannes Paul II. die Macht und Güte Gottes uns allen sichtbar geworden sind. In einer Stunde, in der die Kirche unter der Bedrängnis des Bösen neu zu leiden hat, ist er uns ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht.
Lieber heiliger Johannes Paul II., bitte für uns!
13.05.2020

Eilig:
Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens und das
Heiligste Herz Jesu, an die Vereinten Herzen,

am 13.Mai 2020



* MEINE KINDER: * Ich versammle Meine Krieger und Apostel der letzten Zeit, Ich rufe euch jetzt auf, euch vorzubereiten, es wird unser
Triumph und Mein Triumph sein, der der Heiligen Dreifaltigkeit, und eurer, Ich werde zusammen mit Meinem Sohn verkündet werden,
wir werden alle in Einheit mit dem Himmlischen Vater sein, jetzt mehr denn je, * Ich lade euch zum ständigen Gebet ein, Ich rufe euch
auf, euch Meinem Unbefleckten Herzen zu weihen. Und dem Herzen meines Sohnes. Sucht sichere Zufluchtsorte in unseren beiden
Herzen.
Es ist Zeit, die Kinder Gottes zu besiegeln. Eines Tages, am 13. Mai 1917, kam ich nach Fatima, und jetzt bin ich bei euch allen.

*Am 13. Mai 2020 müsst ihr, ALLE Meine Kinder, wo immer ihr seid, * eure Weihe machen oder erneuern, * geht in eine Pfarrei, eine Kirche
oder zum Allerheiligsten Sakrament oder in eine Grotte, wo Mein Bild ist, wo gebetet wird, oder macht in eurem Haus einen Altar mit einer
Kerze und habt ein Bild von Mir und dem Heiligsten Herzen.*

* SCHICKE DEINEN SCHUTZENGEL NACH FATIMA, DAMIT ER MIR DEINE WEIHE BRINGEN KANN, UND ICH WERDE DIR DEIN SIEGEL MIT
IHM SCHICKEN. DEIN ENGEL, WIRD DICH VORNE UND IN DER HAND VERSIEGELN! *


* Meine Kinder, TEILEN SIE DIESE EINLADUNG, *

* Es ist Zeit, alle Kinder Gottes zu besiegeln, wartet nicht bis zum Ende, hoffentlich gibt es viele, die sich an diesem Tag weihen werden, wo
es viele Wunder geben wird, mit Glauben und Vertrauen in GOTT, alles wird erreicht

* Machen Sie diesen 13. Mai zu etwas Besonderem. *

Singt AN DIESEM TAG MIT FREUDE UND JUBEL IN DIESEM LIED DER AVE MARÍA, MÖGE ES VIELE IN DIESEM CHOR GEBEN, UND ER WIRD
DEN HIMMEL ERREICHEN. (Fatima-Lied)


Weihe an Jesus und die Mutter.pdf

"Gebete/alle Gebete"