Tagesweisheit

Papst Johannes Paul II
Enzyklika Ecclesia de Eucharistia




09.12.2021

III. Kapitel

Die Apostolizität der Eucharistie und der Kirche (Teil III)

28. Schließlich ist die Kirche in dem Sinn apostolisch, dass „sie bis.zur Wiederkunft Christi weiterhin von den Aposteln belehrt, geheiligt und geleitet wird – und zwar durch jene, die ihnen in ihrem Hirtenamt nachfolgen: das Bischofskollegium, dem die Priester zur Seite stehen, in Einheit mit dem Nachfolger des Petrus, dem obersten Hirten der Kirche“. Die apostolische Nachfolge in der pastoralen Sendung schließt notwendig das Sakrament der Weihe ein, also die ununterbrochene, auf die Anfänge zurückgehende Reihe gültiger Bischofsweihen. Diese Sukzession ist wesentlich, damit von Kirche im eigentlichen und vollen Sinn gesprochen werden kann.
Die Eucharistie bringt auch diesen Sinn der Apostolizität zum Ausdruck. Wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, kommt es den Gläubigen zu, „kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringung mitzuwirken“. Es ist aber der geweihte Priester, der „in der Person Christi das eucharistische Opfer vollzieht und es im Namen des ganzen Volkes Gott darbringt“. Deshalb ist im Missale Romanum vorgeschrieben, dass es nur dem Priester zusteht, das eucharistische Hochgebet zu sprechen, während das Volk sich im Glauben schweigend damit vereint.