Tagesheiliger, Spruch des Tages





Aktuelle Tagesstärkung
Das Leben Jesu - Betrachtungen





15.07.2019

93. Der Fluch über Chorazin, Bethsaida und Kapharnaum
(Mt 11)

II Jesus sagt dem Volk die strengen Gerichte Gottes vorher
«Weh dir, Chorazin!'1 Weh dir, Bethsaida!2 Denn wären in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hätten schon längst in Sack und Asche Buße getan.»
«Wehe dir!» — Beklage die Unglücklichen, welche die göttliche Gerechtigkeit verflucht. Aber kehre sogleich in dein eigenes Innere ein.
Wo ist die Stadt, die dem Heiland die Tore verschlossen hält, um sie Seinem Feinde zu öffnen? Wo ist der hochmütige Geist, der sich der Einfalt des Evangeliums schämt? Wo ist das geteilte Herz, das dem Sohn Gottes nicht den ersten Platz einräumen will? Wo ist der Wille, der trotz alles göttlichen Entgegenkommens in seinem Widerstand verharrt? Was antwortet dein Gewissen auf diese Fragen?
Verdienst nicht auch du die Drohung zu hören, die der Heiland ausspricht? «Ich bin gekommen», sagt Jesus, «die Hände voll himmlischer Gaben, Ich richtete ehrenvolle Einladungen an dich, Ich stellte auserlesene Heilsmittel zu deiner Verfügung. Hast du Meinem Gnadenruf nicht oftmals sündhaften Genuss vorgezogen oder in deiner Feigheit nicht gewagt, dich offen zu Mir zu bekennen? Wehe dir!» — Was willst du antworten? Was hast du verdient?
1 Chorazin, Nachbarstadt von Kaphamaum. Der Heiland weilte oft daselbst. Vom Orte selbst ist nichts übriggeblieben.
2 Von Bethsaida findet man nur zerfallene Überreste. Das ist alles, was von dem Orte geblieben ist, der dem Heiland fünf Apostel geschenkt hat.